Bayerischer Wald Oktober 2019

25.10.2019

  • Fahrt bis Talsperre Pirk bei Plauen

 

Wir fuhren heute mal wieder relativ spät los und wollten zunächst nur einen Stellplatz ansteuern, um in die Nähe des Bayerischen Wald zu kommen. Wir entschieden uns bei Plauen von der Autobahn zu fahren und den Parkplatz bei der Talsperre Pirk anzusteuern. Morgen setzen wir dann unseren Weg fort und freuen uns schon auf schöne Wanderungen!

 

249,9 km gefahren.

Talsperre Pirk

Talsperre Pirk

Talsperre Pirk

Talsperre Pirk

26.10.2019

  • Prackendorfer und Kulzer Moos

  • Burgruine Kürnburg

  • Skywalk Arnbruck

  • Mühlriegel

 

Der Tag startete nebelig, aber die Sonne brach sich bereits ihren Weg durch die Nebelschwaden. Der Stellplatz war ziemlich ruhig, auch wenn abends noch ein paar Autos angekommen sind. Nur leider ist er nicht komplett beleuchtet, sodass wir für den Abendspaziergang mit unseren Vierbeinern eine Taschenlampe mitnehmen mussten. Wir fuhren zunächst zum Prackendorfer und Kulzer Moos, welches wir als Zwischenstopp auf unserem Weg zum Bayerischen Wald betrachteten. Der Naturlehrpfad durch das Moor ist sogar relativ gut ausgeschildert, den kleinen Parkplatz zu finden fiel uns also gar nicht so schwer. Auch der Naturlehrpfad selbst, der ein kurzes Stück entlang des Goldstiegs führt, war gut ausgeschildert, nur hat sich die ca. 3 km lange Wanderung nicht so wirklich gelohnt. Einerseits lag dies am Wetter, denn die Sonne drückte den Nebel wieder nach unten, andererseits haben wir gedacht, dass es ein bisschen mehr zu sehen gibt :-) Der Pfad entlang des Schwarzen Moors im letzten Jahr hatte uns deutlich besser gefallen. Aber für einen kurzen Spaziergang eignet sich der Abstecher dennoch.

Prackendorfer und Kulzer Moos

Prackendorfer und Kulzer Moos

Prackendorfer und Kulzer Moos

Prackendorfer und Kulzer Moos

Im Anschluss fuhren wir weiter nach Stamsried, um uns dort die Burgruine Kürnburg anzuschauen. Der Parkplatz befindet sich bei der Kürnburgstraße an einer Gedenkstätte. Von dort sind es maximal 500 Meter bis zur Burgruine. Die Burg wurde 1634 zerstört und ist seitdem eine Ruine, dafür hat sie sich aber doch ganz gut gehalten, auch wenn bereits einige Teile gesperrt waren. Der Zutritt ist natürlich kostenfrei. Innerhalb des Burggeländes führt eine Wendeltreppe hinauf zum ehemaligen Burgturm und von dort kann man das Burggelände noch genauer überblicken. Uns hat die Ruine sehr gefallen und wir können einen kurzen Stopp hier nur empfehlen.

Weg zur Burgruine Kürnberg

Burgruine Kürnburg

Riesenschirmling

Burgruine Kürnburg

Zurück beim Wohnmobil gaben wir das nächste Ziel ein. Wir fuhren bis Arrach und bogen dort dann in die St2326 ein, um zum Wanderparkplatz beim Berggasthof Eck zu fahren. Für alle Wohnmobilisten empfehlen wir nicht den länglichen Parkplatz vor dem Gasthof, sondern den hinteren, denn hier steht man gerader :-) Das Parkticket kostet aber bei beiden Parkplätzen 2 EUR für 24 h. Also wirklich mehr als fair. Bevor es dunkel wird, was ja jetzt im Oktober doch leider schon ziemlich zeitig ist, wanderten wir noch zum Skywalk Arnbruck, der 500 Meter vom Parkplatz entfernt ist. Bei guter Sicht kann man von dort sogar den Watzmann sehen. So viel Glück hatten wir heute leider nicht, doch der Ausblick war dennoch nicht so schlecht.

Skywalk Arnbruck

Skywalk Arnbruck

Im Anschluss wanderten wir noch weiter zum Mühlriegel. Vom Parkplatz aus sind es ca. 2,2 km bis zum Aussichtspunkt. Hinter uns ging langsam die Sonne unter und tauchte den Wald in ein wunderschönes Abendlicht, wir hofften nur, dass wir den Mühlriegel noch erreichten, bevor die Sonne hinter dem Horizont verschwunden ist. Mit unseren flinken Füßen und auch den flinken Füßchen unserer Hunde haben wir dies noch geschafft und konnten einen wunderschönen Sonnenuntergang genießen. Es war herrlich. Im halbdunkeln liefen wir dann zurück zum Wohnmobil und waren froh, doch noch losgelaufen zu sein. Wir machten uns etwas zu Essen, genossen den Abend bei einem Film und freuten uns schon auf morgen, denn dann wollen wir zum Großen Riedelstein wandern.

 

Wir sind 237 km gefahren.

auf dem Weg zum Mühlriegel

auf dem Mühlriegel

Parkplatz am Gasthof Eck

auf dem Mühlriegel

auf dem Mühlriegel

auf dem Mühlriegel

27.10.2019

  • Kleiner und Großer Riedelstein

  • Hindenburgkanzel

  • Entsorgung Bodenmais / Arberhochstraße

  • Großer Arbersee

  • Stellplatz Zwiesel

 

Auch heute hatten wir mit dem Wetter wieder ein riesen Glück und so schien schon am Morgen die Sonne. Noch bevor wir frühstückten liefen wir zunächst mit unseren Vierbeinern zum Kleinen und Großen Riedelstein. Vom Parkplatz aus sind es ca. 2 km bis zum Kleinen Riedelstein und 2,6 bis zum Großen Riedelstein. Der Weg führt durch ein schönes Waldgebiet, welches jetzt im Herbst in den verschiedensten Farben strahlte. Vom Kleinen Riedelstein aus hat man einen wunderbaren Blick auf die umliegenden Berge. Der Ausblick hat uns komplett fasziniert. Als wir dann weitergehen wollten zum Großen Riedelstein, kamen zwei nette Personen mit einer Golden Retriever Hündin vorbei. Wir unterhielten uns kurz, während sich die Hunde kennenlernten ;-) Auf einmal war allgemein auf der Wanderstrecke ziemlich viel los, also ein wirklich beliebtes Wandergebiet. Wir kamen beim Großen Riedelstein an, auf dem sich ein Denkmal zu Ehren des Dichters Maximilian Schmidt. Von dort hatte man einen nicht ganz so guten Ausblick, aber der Aufstieg hat sich dennoch gelohnt. Wir gingen im Anschluss zum Parkplatz zurück und uns kamen immer mehr Wanderer entgegen, teilweise auch in größeren Gruppen. Der Wald füllte sich also ziemlich schnell.

Kapelle auf dem Weg zum Kleinen Riedelstein

Weg zum Großen Riedelstein

Ausblick vom Kleinen Riedelstein

Denkmal auf dem Großen Riedelstein

Unser nächstes Ziel sollte eigentlich der Große Arber sein. Auf dem Weg dorthin hielten wir entlang der St2154 am Rastplatz der Hindenburgkanzel. Von diesem Aussichtspunkt aus hat man einen schönen Rundumblick, ohne erst weit wandern zu müssen.

Kurze Zeit später kamen wir bei der Talstation des Großen Arber an, doch es wimmelte dort nur so von Autos, jeder der Parkplätze war rappelvoll und so beschlossen wir doch weiterzufahren, denn auf so viel Trubel hatten wir keine Lust. Wir kamen schließlich beim Großen Arbersee an, doch auch dort war alles voll, wir hätten nicht mal mehr einen Parkplatz bekommen. Da mal wieder kein Internet vorhanden war konnten wir nicht nach weiteren Parkmöglichkeiten suchen und fuhren zunächst weiter nach Bodenmais. Ursprünglich wollten wir dann dort zu den Rißlochfällen wandern, doch naja, die Parkplatzsituation so ganz genauso aus. Nicht einmal mehr ein Smart hätte dort noch eine freie Stelle finden können. Wir fuhren also einfach zum Stellplatz in der Kötzinger Straße, um dort die Entsorgungsstation zu nutzen. Die Übernachtung dort würde im Übrigen inkl. Kurtaxe 15 EUR kosten, was absolut zu viel ist, für diesen Stellplatz. Er ist komplett schief, nicht einmal mit Auffahrkeilen kann man dies an verschiedenen Stellen ausgleichen. Warum aus diesem Parkplatz teilweise ein Stellplatz gemacht wurde, erschließt sich uns nicht wirklich. Die Entsorgungsstation war in Ordnung. Nur gab es keinen Bodenauslass für das Abwasser, sodass wir wieder mit unserem Eimer arbeiten mussten und das Abwasser also eimerweise in den Abfluss kippten. Für das Wasser zahlten wir 50 Cent für 50-80 Liter. Das ist durchaus in Ordnung. Wir wollten dann noch einmal probieren, doch zu den Rißlochfällen zu kommen und fuhren die Arberseestraße wieder hoch, denn unterwegs haben wir noch ein paar Wanderparkplätze gesehen. Wir fanden ein freies Plätzchen beim Wanderparkplatz „Arberhochstraße“, doch da die Wasserfälle nicht richtig ausgeschildert waren, liefen wir nur bis zur Brücke, die über die Wasserfälle führt, doch so richtig schön, waren sie an dieser Stelle nicht, hier hätten wir weiter runter ins Tal gemusst. Doch die Sonne verschwand langsam hinter ein paar Wolken und aufgrund der Zeitumstellung letzte Nacht würde es ohnehin nicht mehr lange dauern, bis diese unterging.

Ausblick Hindenburgkanzel

Blick von Brücke bei Arberhochstraße

Wir wollten jedoch noch eine Runde um den Großen Arbersee drehen und gingen daher wieder zurück zum Wohnmobil und fuhren dann die wenigen Kilometer zum Parkplatz beim Arbersee. Nun fanden wir dort auch einen Platz, zahlten die 3 EUR Parkgebühr, die im Übrigen für 24 Std. gelten und konnten dann noch in Ruhe die 2 km um den See wandern. Der Weg leerte sich auch langsam und so konnten wir die Natur ausgiebig genießen. Der hintere Teil des Sees hat uns besonders gut gefallen. Hier führte ein Steg durch etwas Moor, ein paar Enten tummelten sich im Wasser und der Ausblick auf das Hotel, welches sich im See spiegelte war wirklich schön. Wir waren froh, dass wir dies heute tatsächlich noch geschafft haben. Vom Parkplatz aus sind es im Übrigen auch nur ca. 4 km bis auf den Großen Arber. Also auch ein guter Ausgangspunkt für eine Bergwanderung. Wer möchte kann auch die 16 km vom Großen Arber bis zum Parkplatz Eck laufen, den wir heute Morgen verlassen haben. Die Strecke ist sicherlich sehr schön, denn sie führt über mehrere Berggipfel. Wir haben dies zwar nicht genau recherchiert, aber es gibt sicherlich öffentliche Verkehrsmittel, die einen dann zurück zum Ausgangspunkt bzw. Auto fahren.

Großer Arbersee

Großer Arbersee

Großer Arbersee

Großer Arbersee

Die Nacht wollten wir dann in einer Stadt verbringen, denn in den Bergen hatten wir nirgends Internet und die Parkplätze sind auch nicht beleuchtet. So fuhren wir zunächst auf gut Glück nach Zwiesel. Dort fanden wir dann endlich – als unser Handy wieder mit dem Internet verbunden war – einen Stellplatz am Festparkplatz in der Baumsteftenlenzstraße. Der Platz ist kostenfrei und liegt relativ ruhig am „Schwarzer Regen“. Er ist beleuchtet und man kann dadurch auch noch sehr gut mit den Hunden gehen. Und dank des Internets konnten wir sogar die Route für den morgigen Tag planen :-)

 

Gefahren sind wir 73,4 km.

28.10.2019

  • Großer Rachel

  • Rachelkapelle

 

Die Nacht fing es, wie vom Wetterbericht auch prognostiziert, an zu regnen, aber am nächsten Morgen nieselte es nur noch ganz leicht, sodass wir nicht weiter nass wurden. Da hinter dem Stell-(Park)platz ein Weg verläuft, konnten wir dort eine kleine Runde mit den Hunden drehen. Direkt danach fuhren wir auch schon los und gingen noch fix einkaufen. Zwiesel bietet sich dafür wirklich an, da es alles gibt. Heute wollen wir auf den Großen Rachel wandern und fuhren daher zum Wanderparkplatz Flanitzebene (Klingbrunn-Bahnhof 17, 94518 Spiegelau). Wir befanden uns dort dann bereits im Nationalpark Bayerischer Wald, was man auch merkte. Vom Wanderparkplatz bis hinauf zum Rachel sind es laut Ausschilderung ca. 6 km. Bevor wir diese bestritten, frühstückten wir noch und gingen noch eine Runde mit den Hunden, denn diese wollten wir aufgrund des zunächst nicht so beständigen Wetters lieber im Wohnmobil lassen. Kurz vor 11 Uhr starteten wir dann unsere Wanderung. Der Weg ist sehr gut ausgeschildert, man kann sich also überhaupt nicht verirren oder falsch abbiegen. Das erste Stück des Wanderwegs führt entlang des Bachs Flanitz, welcher sich wirklich schön ins Tal schlängelte. Die Natur um uns herum war sehr schön, sie strahlte in den verschiedensten Grüntönen und hinzu kam das Braun des Laubs. Es sah einfach toll aus.

Wanderweg auf den Großen Rachel

Wanderweg auf den Großen Rachel

Spinnenwebe - auf dem Weg auf den Rachel

Wanderweg auf den Großen Rachel

Der Weg führte immer weiter nach oben, später liefen wir nur noch durch reinen Laubwald, mit erheblich mehr Steigung. Irgendwann erreichten wir die baumlose Ebene, in der es vor abgestorbenen Bäumen nur so wimmelte. Jedes Stück des Wanderwegs hatte sein eigenes Flair.

Schloss Bertholdsburg

Schloss Bertholdsburg

Wenn man die baumlose Ebene erreicht hat, kann man die Rachel Spitze schon fast erahnen. Wir kamen schließlich beim Waldschmidthaus an. Dort kann man kurz rasten und ein paar Meterchen weiter befindet sich ein Aussichtspunkt auf den Rachelsee. Das Wetter wurde dann hier oben tatsächlich besser. Die Nebelschwaden verzogen sich und die Sonne verschaffte sich etwas Ausblick. In Richtung Tschechien hatten wir sogar eine richtig gute Sicht.

Wanderweg auf den Großen Rachel

Wanderweg auf den Großen Rachel

Blick auf den Rachelsee vom Waldschmithaus

Wanderweg auf den Großen Rachel

Die letzten Meter hinauf auf den Großen Rachel waren dann eher stufig, allmählich freuten wir uns, endlich oben zu sein :-) Immer wieder genossen wir die atemberaubende Aussicht auf die umliegenden Berge und die wunderschöne Landschaft. Beim Gipfelkreuz des Rachel machten wir dann selbst kurz Rast und tankten noch ein bisschen Kraft, um noch weiter zur Rachel-Kapelle zu gehen. Leider gibt es keine genauen Kilometerangaben, wie weit es bis zur Kapelle bzw. direkt zum See hinunter ist. Aber bis zur Kapelle müssten es ca. 1,5 km gewesen sein, die nur bergab führten. Die Sonne blieb uns treu und so konnten wir einen ungetrübten Blick auf den Rachelsee von der Kapelle aus genießen.

Gipfelkreuz Großer Rachel

Blick auf den Rachelsee

Wanderweg zur Kapelle

Rachel-Kapelle

Den Abstieg zum See gingen wir dann nicht mehr, denn wir mussten die ganze Strecke ja auch wieder zurücklaufen. Wir hätten auch über den See und Gfäll zurück zum Parkplatz gehen können, doch laut Ausschilderung sah dies weiter aus, weshalb wir es schließlich nicht gemacht haben. Aber wieder zurück beim Wohnmobil haben wir die Daten mal bei Google Maps eingegeben und sind ungefähr auf die gleiche Länge gekommen (ca. 17 km). Aber egal, denn der Aufstieg auf den Rachel hat sich wirklich gelohnt. Es war wenig los, ganz im Gegenteil zu gestern, und so konnten wir alles noch mehr genießen. Auch die Landschaft hat uns noch mehr in den Bann gezogen. Wir gingen dann noch ein paar Meter mit den Hunden, bevor wir zum Stellplatz in Freyung weiterfuhren. Es war inzwischen auch dunkel, sodass wir heute hätten sowieso nichts Anderes mehr machen können. Zunächst probierten wir den kostenfreien Stellplatz in der Zuppinger Str. 1, doch dieser hat uns nicht so richtig zugesagt. Wir fuhren dann weiter zu dem Stellplatz in der Solla 2B, Freyung. Dieser kostet zwar 8 EUR, aber dafür sah er doch etwas besser aus und wir fühlten uns gleich wohler. Es gibt auch Stromanschlüsse sowie eine Entsorgungsstation. Eine Mitarbeiterin der Stadt kommt vorbei und sammelt das Geld ein. Sie kam gegen 19 Uhr und hat an unsere Womo-Tür geklopft. Man bekommt eine Bescheinigung fürs Parken und eine Kurkarte, die im Preis enthalten ist. Zudem gibt es sogar kostenfreies WLAN. Also wirklich noch ein angenehmer Preis. Morgen werden wir dann erst sehen, wie es im Hellen alles aussieht :-)

 

Gefahren sind wir 58,9 km.

29.10.2019

  • Dreisessel: Steinernes Meer, Dreiländereck, Hochstein

  • Buchberger Leite

Bevor wir heute zum nächsten Wanderparkplatz gefahren sind, nutzten wir noch die Entsorgungsstation auf dem Stellplatz. Es gibt auch hier leider keinen Bodenauslass für das Grauwasser, also verwendeten wir wieder unseren Eimer, um das Abwasser dann bei der Chemietoilette zu entfernen. So wurde es dort auch beschrieben. Das Frischwasser hat leider nicht funktioniert oder wir haben uns zu blöd angestellt. Laut Automat kostet das Frischwasser 1 EUR, nur leider kam unser Geld immer wieder raus, ohne, dass wir Wasser bekommen hätten. Das hat uns ehrlich gesagt gar nicht in die Planung gepasst, da wir dadurch heute unbedingt noch eine andere Möglichkeit finden müssen, um unser Wasser aufzufüllen.

Stellplatz Freyung

Stellplatz Freyung

Wir fuhren im Anschluss noch kurz einkaufen und steuerten dann auch schon den Wanderparkplatz Dreisessel (FRG13, 94089 Pleckensteiner Wald) an. Oben angekommen zogen wir uns erst einmal wärmer an, denn das Thermometer zeigte auf einmal nur noch 3 °C. Laut unserer Planung müsste der Rundweg bis zum Dreiländereck über das Steinerne Meer und zurück entlang der Grenze ca. 7 km betragen. Unsere Vierbeiner kamen diesmal auch mit, Baili haben wir nur noch seinen Pullover übergezogen. Wir bogen zunächst in Richtung „Dreiländereck über Steinernes Meer“ ab. Die Strecke war landschaftlich sehr schön und bot immer wieder atemberaubende Ausblicke. Wir hätten uns zwar gewünscht, dass das Wetter etwas besser gewesen wäre, aber zumindest haben wir was gesehen :-) Wasserdichte Wanderschuhe waren heute unbedingt Pflicht, denn der Weg war stellenweise sehr matschig. Es fing sogar zwischenzeitlich leicht an zu schneien. Es wurde auch zunehmend kälter, der Wind blies ziemlich kalt um unsere Ohren.

Wanderung Dreiländereck

Wanderung Dreiländereck

Wanderung Dreiländereck

Wanderung Dreiländereck

Nach ca. 2,5 km kamen wir beim Steinernen Meer an. Wir erreichten schließlich langsam auch die baumlose Ebene, mit zahlreichen abgestorbenen Bäumen. Uns faszinierte diese Landschaft einfach, sodass wir immer wieder kurz halten mussten, um einfach den Anblick bzw. die Aussicht zu genießen.

Steinernes Meer

Steinernes Meer

Steinernes Meer

Steinernes Meer

Etwas später kamen wir zu einem Abzweig, der dann hinauf zum Dreiländereck führte. Wir machten dort ein paar Fotos und liefen einmal über jede Grenze, nur um behaupten zu können, dass wir an gleichzeitig in Österreich, Tschechien und Deutschland waren. :-) Schließlich gingen wir dann über den Kamm wieder zurück zum Dreisessel. Der Weg verlief komplett entlang der deutsch-tschechischen Grenze und bot die ganze Zeit Blick auf abgestorbene Bäume, Felsformationen und karge Natur.

Dreiländereck

Wanderung Dreiländereck

Wanderung Dreiländereck

Wanderung Dreiländereck

Beim Dreisessel Gasthof angekommen, liefen wir noch die paar Meter zum Aussichtspunkt Hochstein und der Johann Nepomuk Neumann Gedenkkapelle. Vom Hochstein aus hat man einen tollen Rundumblick. Wirklich sehr lohnenswert!

beim Dreisessel Gasthof

Ausblick vom Hochstein

Aussichtspunkt Hochstein

Ausblick vom Hochstein

Schließlich gingen wir zurück zum Wohnmobil und freuten uns darauf, dort die Heizung aufzudrehen. Unser Fitnessarmband zeigte im Übrigen eine Gesamtlänge der Strecke von 10,5 km an. Eine sehr schöne Wanderung, die aufgrund des guten Ausgangspunktes nicht so anstrengend ist, denn es müssen wenige Höhenmeter zurückgelegt werden.

 

Wir aßen noch eine Kleinigkeit bevor wir schließlich auch weiterfuhren. Viel Zeit blieb uns nicht noch etwas Anderes anzuschauen, doch wir versuchten noch unser Glück bei der Buchberger Leite bei Freyung. Hierfür fuhren wir zum Carbidwerk bei Aigenstadl, denn auch dort befindet sich ein kleiner Wanderparkplatz. Es fing bereits an zu dämmern, also wanderten wir hier im „Schnelldurchlauf“. Wir gingen zunächst durch den Felstunnel. Dahinter lag auf einmal wieder eine ganze andere Landschaft. Der Fluss schlängelte sich vorbei an bemoosten Steinen und hohen Felswänden, überall lag Laub und der Weg selbst war einfach sehr einladend. Dennoch drehten wir nach ein paar Metern wieder um, denn wir wollten lieber dem Wanderweg folgen, der nach Ringelai führte. Hier sollte eigentlich eine Hängebrücke über den Fluss führen, die wir gerne noch erreicht hätten. Doch leider wurde es so schnell dunkel, dass wir doch nach ca. 1 km wieder umdrehten und zurück zum Wohnmobil gingen. Aber zumindest haben wir einen kleinen Eindruck von der Buchberger Leite erhalten :-)

Buchberger Leite

Buchberger Leite

Da wir noch Wasser auftanken mussten, fuhren wir dann weiter zum Stellplatz in Grafenau (Galgenau 15, 94481 Grafenau). Dieser hat uns dann allerdings so gut gefallen und wir wollten nicht mehr woanders hinfahren, also beschlossen wir kurzerhand einfach gleich dort zu bleiben. Die Stellflächen sind sehr groß, so hat jeder seine Privatsphäre und direkt nebenan befindet sich ein Kurpark. Das Ticket kostet 10 EUR plus 1,95 EUR Kurtaxe pro Person. Leider also nicht gerade günstig. Es gibt wohl auch kostenfreies WLAN, allerdings bekommt man den Zugangscode nur in der Touristeninformation, die wiederum nur bis 17 Uhr geöffnet hat. Was wir wieder nicht sehr vorteilhaft finden, stattdessen sollte der Code einfach mit auf das Parkticket gedruckt werden. Auch die Entsorgungsstation sieht sehr modern aus und bietet alles, was man braucht. Diesmal auch einen ordentlichen Bodenauslass für das Abwasser.

Gefahren sind wir 83,6 km.

Stellplatz Grafenau

Stellplatz Grafenau

30.10.2019

  • Wanderung auf den Lusen, Teufelsloch, Martinsklause

  • Burgruine Weissenstein

  • Burgruine Altnussberg

  • Stellplatz in Neunburg vorm Wald

 

Mitten in der Nacht, gegen 4 Uhr, fuhren tatsächlich ein paar Verrückte auf den Parkplatz neben dem Stellplatz und haben dort mit quietschenden Reifen mehrere Runden gedreht. Später wurde dann auch noch die Musik laut aufgedreht. Wir waren froh, als die Verantwortlichen dann endlich wieder weggefahren sind. Am frühen Morgen drehten wir mit den Hunden eine kleine Runde durch den Kurpark, der wirklich sehr schön angelegt ist. Für einen Morgenspaziergang sehr passend :-)

BÄREAL Kur-und Erlebnispark

BÄREAL Kur-und Erlebnispark

Wir fuhren im Anschluss noch frische Brötchen kaufen und machten uns dann schon auf den Weg zum Lusen. Wir steuerten hier den Wanderparkplatz Waldhäuser Ausblick an. Eigentlich dachten wir, dass wir noch ein Stück weiterfahren können, um zu parken, aber eine Weiterfahrt war verboten, sodass wir dann ab dort zum Lusen gelaufen sind. Da unsere Planung nun nicht aufging und an den Schildern immer nur Zeiten aber keine Kilometer standen, beschlossen wir zunächst an der Straße entlangzulaufen bis zum Parkplatz Waldhausreibe, was nun nur noch eine Bushaltestelle ist. Alternativ hätten wir auch über Waldhäuserriegel zu diesem Startpunkt laufen können. Ab dort hatten wir dann die Qual der Wahl. Es gab die Möglichkeit den Sommer- oder Winterweg auf den Lusen zu wählen. Wir schlossen uns den meisten anderen Wanderern an und wählten den Sommerweg. Nach einem kurzen Stück kamen wir bei der „Glasarche“ an, einer Skulptur aus Glas, die viele für eine kurze Rast nutzten. Ab dann führte ein gerader Weg direkt hinauf auf den Lusen.

Glasarche

Sommerweg auf den Lusen

Sommerweg auf den Lusen

Sommerweg auf den Lusen

Der Weg ging am Ende dann über eine Treppe steil bergauf, bis man schließlich bei der baumlosen Ebene des Lusen angekommen ist. Uns erwartete dort oben nicht nur eine atemberaubende Aussicht auf die umliegenden Berge (wie z.B. dem Rachel) sondern auch eine Eiseskälte :-) Die Sträucher und Bäume warten tatsächlich schneebedeckt, damit hätten wir wirklich nicht gerechnet, aber es sah toll aus. Wir genossen dann einfach den Rundumblick und kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Als uns dann langsam die Finger abgestorben sind, beschlossen wir den Rückweg anzutreten.

der Lusen

auf dem Lusen

auf dem Lusen

auf dem Lusen

Gipfelkreuz Lusen

auf dem Lusen

Viele gingen den Winterweg herunter, wir wählten allerdings wieder den Sommerweg, denn wir wollten dann ab der Glasarche über das Teufelsloch zurück zum Parkplatz gehen. Ab der Glasarche beginnt zunächst ein Weg über einen Holzsteg. Wenig später kamen wir schon beim Teufelsloch an. Hierbei handelt es sich um eine Felskulisse mit unterirdischem Bach. Von dort folgten wir dann der Ausschilderung zur Martinsklause. Der Weg führte weiter bergab, was für uns allmählich anstrengender war als bergauf. Die Martinsklause ist ein kleiner See mit Schleuse, welche ursprünglich zum Transport von Holz genutzt wurde. Die Bäume spiegelten sich im Wasser, es war einfach idyllisch. Nun war schon der Parkplatz am „Waldhäuer Ausblick“ ausgeschildert. Ab jetzt liefen wir weiter durch einen schönen Laubwald, leicht bergauf und erreichten wenig später die Straße mit dem Parkplatz. Laut unserem Fitnessarmband war es eine Gesamtstrecke von 10 km. Laut Google müssten es ca. 9 km gewesen sein. Der Weg wäre ohnehin noch etwas länger gewesen, wären wir noch über den Waldhäuserriegel gelaufen, aber laut Google Maps tatsächlich nur ca. 700 Meter. Uns hat die Wanderung sehr gut gefallen und der Aufstieg auf den Lusen hat sich mehr als gelohnt. Einfach perfekt!

auf dem Weg zur Martinsklause

die Martinsklause

auf dem Weg zur Martinsklause

die Martinsklause

Nachdem wir auf dem Parkplatz noch eine kleine Runde mit den Hunden gegangen sind, fuhren wir auch schon weiter. Nun stand noch etwas „Kultur“ auf dem Programm. Wir fuhren nach Regen, bzw. dort zur Burgruine Weissenstein. Der Zugang kostet 1 EUR, den man durchaus ausgeben kann. Von der Ruine selbst ist nicht mehr viel übrig, aber das was da ist, sieht noch ganz gut aus. Zudem hat man vom Burgturm einen guten Ausblick auf die umliegende Umgebung. Aufgrund der dort ausgestellten Karten, kann man super nachvollziehen, wie die umliegenden Berge heißen. So sahen wir noch einmal den Rachel, den Lusen oder auch den Großen Arber. Schon dafür hat sich der Euro gelohnt :-) Unterhalb der Burg befindet sich auch noch eine kleine fotogene Kapelle.

Burgruine Weissenstein

Burgruine Weissenstein

Burgruine Weissenstein

Kapelle bei der Burgruine Weissenstein

Da es immer noch hell war und die Sonne schien, beschlossen wir uns noch eine Ruine anzuschauen und fuhren weiter zur Burgruine Altenberg. Der Parkplatz ist ab der Ortseinfahrt sehr gut ausgeschildert und von dort sind es dann noch ein paar Meter bis zur Ruine selbst. Die Burgruine ist sehr schön verschachtelt und die Grundrisse sind noch sehr gut erkennbar, was uns sehr gut gefallen hat. Leider war der Burgturm nicht geöffnet und auch das Museum war bereits geschlossen. Offizielle Öffnungszeiten haben wir leider nicht gefunden. Aber die Ruine ist auch so sehenswert. Wer hierhin einen Abstecher machen möchte, kann auch etwas mehr Zeit einplanen, denn es gibt auch noch ein paar Wanderwege, die um die Anlage führen. Bei der Ruine befindet sich auch eine Burgschänke, sodass man dort bei höheren Temperaturen auch super einkehren kann.

Burgruine Altenberg

Burgruine Altenberg

Burgruine Altenberg

Burgruine Altenberg

Allmählich wurde es dunkel, also mussten wir nun auch einen Stellplatz ansteuern. Da wir morgen wieder nach Hause fahren müssen, wollten wir noch ein paar Kilometer fahren und suchten uns somit einen kostenfreien Stellplatz in Neunburg vorm Wald aus. Der Platz befindet sich in der Scherrstraße 2, auf dem Parkplatz vor dem Erlebnisfreibad. Er bietet Platz für 4 Wohnmobile, Stromanschlüsse und sogar eine Entsorgungsstation. Also wirklich top. Er liegt direkt an der Altstadt und an einem Park. Wir haben zwar gelesen, dass sich hier abends ab und an mal die Jugendlichen mit ihren Autos treffen, doch während wir dort waren, war es komplett ruhig. Vielleicht lag es daran, dass es mitten in der Woche war. Morgen werden wir uns dann noch die Altstadt anschauen, bevor wir auch schon wieder nach Hause fahren.

Gefahren sind wir 147,1 km.

31.10.2019

  • Neunburg vorm Wald

  • Zu Hause

 

Wir liefen in Neunburg vorm Wald ein bisschen durch die Altstadt, u.a. auch auf der Suche nach einem Bäcker. Allerdings haben wir nichts gefunden, sodass wir dem Edeka in der Nähe noch einen Besuch abstatteten, um uns noch ein paar Frühstücksbrötchen zu kaufen ;-) Nachdem wir diese dann verspeist hatten, fuhren wir auch zurück nach Hause. Eine wunderschöne Tour endete damit. Der Bayerische Wald hat uns mehr als erstaunt, die Wanderungen und auch die damit verbundenen Ausblicke haben uns wirklich umgehauen. Die Tage gingen mal wieder viel zu schnell vorbei und der Bayerische Wald hat noch so viel zu bieten. Wir werden hier sicherlich noch weitere Strecken in Angriff nehmen :-)

Gefahren sind wir 406,7 km.

Stellplatz Neunburg vorm Wald

Neunburg vorm Wald

Neunburg vorm Wald

Stellplatz Neunburg vorm Wald

Neunburg vorm Wald

Neunburg vorm Wald

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