Reisebericht Region Franken 2018

27.04.2018

  • Kulmbach

Mal wieder fuhren wir direkt nach der Arbeit los und das bei bestem Wetter. Ursprünglich wollten wir eigentlich Bayreuth hinter uns lassen, doch als wir immer müder wurden, beschlossen wir kurzerhand einfach den Stellplatz in Kulmbach (Schwedensteg) anzusteuern. Die Idee wäre gar nicht so schlecht gewesen, hätte nicht genau neben dem Stellplatz ein Rummel geöffnet, der wahrscheinlich zu einem Maifest gehörte. Erst gegen 23.30 Uhr war dann die laute Musik vorbei und wir konnten uns schlafen legen. Aber immerhin war der Platz kostenfrei, es wird nur eine freiwillige Gebühr von 3 EUR erhoben und auch eine Entsorgungsstation steht zur Verfügung. Zur Plassenburg sind es auch nur ca. 1,5 km Fußweg, die wir dann am nächsten Morgen bewältigen möchten ;-)

 

Gefahren sind wir 335 km.

Stellplatz Kulmbach

Stellplatz Kulmbach

 

28.04.2018

  • Plassenburg

  • Giechburg

  • Schloss Greifenstein

  • Burgruine Neideck

Die Ruhe hielt dann auch bis zum nächsten Morgen an und so konnten wir ganz in Ruhe aufstehen und im Anschluss zur Plassenburg laufen. Die braunen Schilder, die den Weg weisen, kann man auch leicht mal übersehen – zumindest ging es uns so ;-) Der Innenhof der Burg ist sehr schön und zudem hat man auch einen guten Blick auf die Stadt, ansonsten waren wir doch ein bisschen enttäuscht. Aufgrund der Größe der Burganlage hätten wir etwas mehr erwartet.

Plassenburg

Plassenburg

Plassenburg

Anschließend fuhren wir weiter zur Giechburg. Direkt vor der Burg befindet sich ein Parkplatz, ansonsten gibt es noch zusätzliche Parkflächen weiter unten. Auch hier hat man wieder einen schönen Ausblick, von der Ruine ist leider nicht mehr ganz so viel übrig. Hauptanziehungspunkt für alle angekommenen Touristen ist anscheinend das im Burggelände befindliche Restaurant. Der Zugang selbst ist kostenfrei.

Giechburg

Giechburg

Giechburg

Im Anschluss probierten wir unser Glück beim Schloss Greifenstein, doch leider kann man dort nur mit Führung herein, die 5,50 EUR kosten würde, allerdings sind keine Hunde erlaubt. Bei dem warmen Wetter wollten wir die Hunde allerdings nicht so lange alleine im Wohnmobil lassen, sodass wir lediglich vom Eingangsbereich ein paar Fotos gemacht haben und dann wieder weitergefahren sind.

Schloss Greifenstein

Und so steuerten wir als nächstes gleich die Burgruine Neideck bei Streitberg an. Parken kann man beim Schwimmbad (Am Freibad 7, 91346 Wiesenttal). Von dort sind es dann ca. 20 Minuten bis zur Burgruine, der Weg ist ausgeschildert. Durch zahlreiche Informationstafeln wird man näher an die Geschichte herangeführt und zudem hat man einen wirklich schönen Ausblick in das Wiesenttal. Ein sehr lohnenswerter Abstecher. Auch hier ist der Zutritt wieder kostenfrei.

Burgruine Neideck

Burgruine Neideck

Burgruine Neideck

Wir konnten kaum glauben, wie schnell die Zeit vergangen ist und suchten uns als wir wieder zurück waren, einen Stellplatz für die Nacht. Fündig wurden wir in Forchheim auf der Sportinsel (An der Regnitzbrücke). Eigentlich war der relativ große Stellplatz bereits voll belegt, doch ein Camper beobachtete uns bei der Suche nach einer Stellmöglichkeit und kam zu uns, um uns zu sagen, dass er in 10 Minuten wegfährt. Also warteten wir nur kurz und hatten dann einen Platz für die Nacht. Die Tagesgebühr kostet 9 EUR. Eine Entsorgungsstation ist vorhanden. Und auch eine Einkaufsmöglichkeit, die wir selbst noch nutzten, ist in der Nähe. Abends könnte der Platz allerdings besser beleuchtet sein. Im Übrigen hatten wir sehr starke Probleme mit den Zecken. Wir haben heute insgesamt 18 Zecken von unseren kleinen Fellnasen abgelesen. Die meisten haben wir zwar noch entdeckt, bevor sie sich festbeißen konnten, aber dennoch. So viele Zecken haben wir noch nie gesehen.

Forchheim Stellplatz

 

29.04.2018

  • Walberla

  • Burg Hohenstein

  • Pottenstein

  • Tüchersfeld

Der Stellplatz in Forchheim war wirklich super, trotz des Sportplatzes direkt neben an, war es doch relativ ruhig, für Hundebesitzer gibt es ausreichend Platz für die Morgen- und Abendtoilette und auch Fahrradfahrer kommen mit dem Netz aus Fahrradwegen auf ihre Kosten. Also wirklich ein guter Ausgangspunkt für die Reise in die Fränkische Schweiz. Bereits Früh wurde es schon ziemlich warm und so wollten wir doch noch zeitig aufbrechen, um nicht bei der Mittagshitze auf den Walberla zu wandern. Wir nutzten den Parkplatz in Kirchehrenbach, der sich auch ziemlich schnell füllte und machten uns mit den Hunden im Schlepptau auf den Weg zur Bergkuppe. Es gibt es gutes Wegenetz, sodass man nicht querfeldein laufen muss. Eigentlich ist auch die reine Wegstrecke nicht sehr lang, allerdings hielten wir einfach aufgrund der Aussicht auch immer mal an. Die Sicht von ganz oben ist dann wirklich wunderschön. Zudem befinden sich dort auch wunderschöne Felsnadeln und eine tolle Natur, so z.B. auch der große Schwalbenschwanz. Diese Schmetterlinge jagten sich gegenseitig, weshalb es umso schwerer war, diese zu fotografieren ;-) Wir verbrachten viel Zeit dort oben und genossen die Sonne, die durch den Wind ziemlich gemildert wurde, was wir dann erst unten an unserer roten Haut bemerkten. Tatsächlich machten wir uns erst gegen 13 Uhr auf den Rückweg und waren somit über 3 Stunden dort oben. Wir schauten nicht schlecht, als wir auf die Uhr schauten und unser Magen knurrte inzwischen auch ziemlich stark.

Walberla

Walberla

Walberla

Im Anschluss fuhren wir weiter nach Hohenstein und wollten uns dort eigentlich die Burg anschauen. Die Landschaft entlang der Strecke war wirklich beeindruckend. Bei Egloffstein thronte dann auch wieder eine Burg über dem Ort und hinter dem Fluss führte ein schöner Wanderweg entlang, von dem man eine super Perspektive auf die Burg hatte. Aufgrund der prallen Sonne, haben wir diesen Stopp allerdings gemieden, wir waren immer noch nicht ganz akklimatisiert. In Hohenstein angekommen, haben wir zunächst einen Parkplatz gesucht, was gar nicht so einfach war, denn alle Parkplätze im Ort gehören zu den Gaststätten. Weiter unten haben wir dann eine Ausschilderung zu einem Parkplatz beim Skilift gesehen, ob dieser dann auch für die Burg gegolten hätte, wissen wir leider nicht, denn wir hatten dann keine Lust mehr, den etwas unebenen Weg hinaufzufahren, der für Wohnmobile nicht so gut geeignet schien. Wir fuhren dann einfach weiter nach Pottenstein, wo es so viele sehenswerte Sachen gibt, allerdings herrschte dort auch Mord und Totschlag. Beim Parkplatz der Höhle gab es keine freie Fläche mehr und auch beim Schöngrundsee war es rappelvoll. Oben haben wir nur eine Art Skywalk gesehen, der zur Sommerrodelbahn gehört und derzeit fertiggestellt wird. Im Ort machten wir dann auch nur kurz Halt, um ein Foto von der Burg zu machen.

Pottenstein

Leider war es uns hier auch viel zu voll, sodass wir beschlossen, den Ort nicht weiter zu erkunden und direkt weiterzufahren nach Tüchersfeld. Die paar Kilometer weiter ging es dann schon deutlich ruhiger zu. Am Ende der Straße „zum Zeckenstein“ gibt es einen kleinen Parkplatz, von dem aus auch der Wanderweg zum Aussichtspunkt startet. Derzeit war der Weg eigentlich gesperrt, weil die Stufen dort erneuert bzw. überhaupt angebracht werden. Aber wenn man ein bisschen Vorsicht walten lässt, ist es kein Problem, dort entlangzugehen.

Tüchersfeld

Tüchersfeld

Tüchersfeld

Inzwischen war es schon gegen 18 Uhr und wir benötigten heute einen Campingplatz. Auf dem Weg nach Tüchersfeld sind wir zwar an so einigen vorbeigekommen, allerdings waren diese auch allesamt sehr gut besucht, sodass wir davon ausgingen, dass um diese Uhrzeit dort ohnehin nichts mehr frei wäre, also fuhren wir zum Campingplatz Jurahöhe (Kleinlesau 9, Pottenstein). Die Rezeption ist fast durchgängig besetzt und sollte keiner dort sein, kann man auch im Restaurant nachfragen gehen. Der Platz liegt direkt an einem Waldgebiet, was für uns diesmal nicht so toll war, denn die Nadelbäume verloren sehr viele Pollen. Man konnte bei einer Windhusche richtig sehen, wie eine gelbe Nebelwand über den Platz zog. Aber ansonsten hat uns der Platz sehr gut gefallen und bekommt eine klare Weiterempfehlung.

 

Campingplatzbewertung:

Familienfreundlichkeit: 5 (für Kinder gibt es ausreichend Platz zum Spielen und einen Spielplatz)
Hundefreundlichkeit: 4 (außerhalb des Geländes gibt es ausreichend Möglichkeiten zum Gassi gehen)
Entsorgungsmöglichkeiten: 5 (das Frischwasser befindet sich direkt an dem jeweiligen Platz, sowie auch ein Bodenablass für die Toilettenentsorgung. Einfach perfekt, so braucht man nicht mit der Chemietoilette über den ganzen Platz laufen.)
Waschräume: 4 (4 Minuten Duschen kosten 0,50 EUR. Es gibt leider nur zwei Duschkabinen, sodass man schon mal warten muss, aber ansonsten ist alles sehr sauber.)
Lage: 4 (sehr ruhig gelegen, gute Ausgangslage für Pottenstein oder die Burg Rabenstein.)
Größe: 5 (ausreichend groß und viele Stellmöglichkeiten)
Parzellengröße: 4 (ausreichend groß, allerdings wenig Privatsphäre)
Personal: 5 (sehr freundlich, hat uns alles super erklärt)
Preis: mit 21,50 EUR – inkl. Strom und zwei Hunden

Campingplatz Jurahöhe

Campingplatz Jurahöhe

 

30.04.2018

  • Burg Rabenstein

  • Burgruine Weißenstein

  • Felsenlabyrinth von Luisenburg

Wir waren mit der Wahl des Campingplatzes sehr zufrieden. Es war sehr ruhig und alles hat gepasst. Unser erstes Ziel heute war die Burg Rabenstein. Kurz vor der Burg gibt es einen großen Parkplatz, auf den dort stehenden Schildern haben wir auch gesehen, dass sowohl für die Sophienhöhle als auch für die Burg der Montag ein Ruhetag ist. Die Höhe war somit überhaupt nicht geöffnet und auch für die Burg wurden keine Führungen angeboten. Wir gingen dennoch den ausgeschilderten kurzen Rundweg, der auch vorbeiführt an schönen Felsformationen. Blick auf die Burg hat man nur auf die Front, alles andere bleibt einem mehr oder weniger verborgen. Wir frühstückten noch kurz auf dem Parkplatz, da es kurz regnete, konnten wir die Zeit so effektiv nutzen.

Burg Rabenstein

Burg Rabenstein

Burg Rabenstein

Im Anschluss fuhren wir weiter ins Fichtelgebirge, zur Burgruine Weißenstein. Auch hier gibt es direkt an der Straße einen Parkplatz (Kalvarienbergstraße). Von dort führt ein 1,4 km langer Wanderweg zur sehr schönen Burgruine, bei der wir sehr viel Zeit verbrachten. Auch hier ist der Zutritt wieder kostenfrei. Das Wetter war herrlich und wir gingen aufgrund der Hunde einzeln auf das Gelände und konnten uns so ganz in Ruhe umsehen. Von uns gibt es hierfür wieder eine klare Weiterempfehlung. Der Ausblick vom Burgturm ist im Übrigen phänomenal. Erst als wir allmählich auf Toilette mussten, machten wir uns wieder auf den Rückweg :-)

Burgruine Weißenstein

Burgruine Weißenstein

Burgruine Weißenstein

Als nächstes fuhren wir noch zum Felsenlabyrinth von Luisenburg. Zunächst hat uns die Parkgebühr in Höhe von 5 EUR für Wohnmobile schon schockiert, immerhin wollten wir dort nicht übernachten, sondern nur kurz parken. Wir kamen kurz vor Schließzeit des Felsenlabyrinthes an, was aber kein Problem war, da zumindest das Ausgangstürchen auch später noch geöffnet ist. Also konnten wir uns so viel Zeit lassen, wie wir wollten. Das Gelände ist wirklich sehr beeindruckend. Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind oder in die Hocke gehen können, sollten das Labyrinth allerdings meiden, denn man geht Trepp‘ rauf, Trepp‘ runter und läuft im Entengang durch Felsdurchgänge und -höhlen. Einfach toll, die Hunde hatten wirklich ihren Spaß und konnten durch die Gegend flitzen, obwohl wir sie zumindest bei den Metalltreppen auch tragen mussten. Ansonsten hatten die beiden keine Probleme.

Felsenlabyrinth

Felsenlabyrinth

Felsenlabyrinth

Nachdem wir total geschafft waren, kamen wir wieder beim Wohnmobil an und suchten nach einem Stellplatz. In Marktredevitz wurde uns einer angezeigt, also fuhren wir in der Stadt zunächst noch Einkaufen und dann direkt weiter zum Stellplatz im Von-Cramm-Weg. Der Stellplatz ist kostenfrei und befindet sich gegenüber vom Auenpark. Zudem gibt es eine schöne moderne Entsorgungsstation. Heute hielten sich die Zecken im Zaum, lediglich 3 Stück haben wir von den Fellnasen abgelesen, gestern waren es wieder an die 15. Also sucht eure Vierbeiner wirklich immer gut ab.

01.05.2018

  • Burg Kriebstein

Zunächst gingen wir Früh noch eine Runde mit den Hunden in den Auenpark, bevor wir auch schon leider wieder unseren Rückweg antreten mussten. Wir beschlossen einfach, da wir eine nicht allzu lange Strecke zu fahren hatten, entlang der Strecke noch etwas anzuschauen. Leider war das Wetter an diesem Morgen nicht ganz so besonders, weshalb wir die Wanderung zum Nußhardt ausfallen ließen. Dafür wollten wir uns dann in Sachsen die Burg Kriebstein anschauen, denn diese stand schon seit Längerem auf unserer Liste J Wir genossen noch die letzten Kilometer Fahrt durch das Fichtelgebirge, bevor wir auf die Autobahn abbogen. Das Wetter wurde dann ab Sachsen auch deutlich schöner und so genossen wir die gelben Rapsfelder und die frischen grünen Bäume entlang der Strecke. Direkt bei der Burg Kriebstein stehen zwar einige Parkplätze zur Verfügung, allerdings sind die meisten davon nicht groß genug für ein Wohnmobil. In der Stadt Kriebethal gibt es allerdings noch Parkplätze, die einen kleinen Obolus kosten (Abzweig hierfür in der Schulstraße). Auch wir stellten uns hier hin und liefen dann das kleine Stück zur Burg, die wir zunächst auch direkt von vorne anschauten. Im Innenhof befindet sich ein Restaurant und auch der Zugang zum Brunnen ist kostenfrei. Für die Ausstellung bzw. das Museum müsste man dann aber bezahlen, was wir aufgrund unserer Hunde allerdings nicht gemacht haben. Wir liefen stattdessen noch hinunter zum Fluss, denn, wenn man dort über die Brücke geht, hat man einen sehr schönen Ausblick auf die Burganlage. Uns hat es hier sehr gut gefallen. Man sollte aber wirklich damit rechnen, dass der Andrang relativ groß ist. Nachdem wir wieder zurück beim Wohnmobil waren, aßen wir noch eine Kleinigkeit und fuhren die letzten Kilometer nach Hause. So ging wieder einmal eine wunderschöne Tour zu Ende. Mit einem tränenden und einem lachenden Auge kamen wir zu Hause an, denn unser nächster Urlaub in Schottland lässt ja nicht allzu lange auf sich warten.

Burg Kriebstein

Burg Kriebstein

Burg Kriebstein

Insgesamt gefahren sind wir: 1.038 km

Geplant wurde der Urlaub mit dem Reiseführer "Franken" aus dem Michael Müller Verlag, Aufl. 2014.

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