Reisebericht Garmisch-Partenkirchen Nov 2018

22.11.2018

Wir sind zeitig losgefahren, denn bevor wir in Garmisch-Partenkirchen bei unserer Unterkunft ankommen sollten, standen noch zwei Familienbesuche in Nürnberg und Augsburg auf dem Programm. Im Dunkeln kamen wir dann schließlich in Garmisch-Partenkirchen an und waren über unsere Unterkunft mehr als erstaunt. Wir haben eine Ferienwohnung im Heimhof gemietet, direkt beim Skilift Kreuzeck, also auch nicht direkt in der Stadt. Unsere Ferienwohnung hatte eine kleine Küche, ein Wohnzimmer mit Sitz- und Essecke und ein Schlafzimmer sowie ein kleines Bad. Es war einfach perfekt und mit so viel Liebe eingerichtet. Wir fühlten uns vom ersten Moment an wie zu Hause.

 

 

23.11.2018

  • Schloss Neuschwanstein / Schloss Hohenschwangau

  • Füssen / Lechfall

  • Burgruine Ehrenberg und Highline 179 sowie Fort Claudia

 

Als wir Früh aus dem Fenster schauten, waren wir richtig erstaunt, welche Aussicht uns dort tatsächlich erwartete. Gestern haben wir davon ja nicht mehr viel gesehen ;-) Zudem schien auch noch die Sonne und so konnte der Tag perfekt starten. Nachdem wir schön gefrühstückt haben, schnappten wir unsere sieben Sachen und fuhren nach Hohenschwangau zum Schloss Neuschwanstein und zum Schloss Hohenschwangau. Das Navi führte uns über Österreich, wo uns zuerst die Maut durch den Kopf geschossen ist, aber nach einer kurzen Recherche im Netz konnten wir dann beruhigt auch ohne Vignette auf den B-Straßen fahren. In Hohenschwangau angekommen, waren wir zunächst verwirrt. So viele Parkplätze und Personen, und das zur Nebensaison, wie sollte es dann erst zur Hauptsaison aussehen. Naja egal, wir parkten dennoch für 6 EUR (Tagespreis) unser Auto und liefen mit den Hunden hinauf zum Schloss Neuschwanstein. Die Führung durch das Schloss wollten wir bewusst nicht mitmachen. Stattdessen liefen wir den 20 Minuten langen Weg hinauf zum Schloss und mussten dann erschrocken feststellen, dass Teile des Schlosses eingekleidet waren und allgemein ziemlich viele Bauarbeiten stattfanden. Sehr schade. Auf dem Weg zur Marienbrücke, die eigentlich ebenfalls gesperrt war, kommt man auch zu einem Aussichtspunkt, von dem aus man einen sehr schönen Blick auf Hohenschwangau mit dem Alpsee und das Schloss Hohenschwangau hat.

Schloss Neuschwanstein

Schloss Hohenschwangau

Schloss Neuschwanstein

Schloss Hohenschwangau

Schließlich liefen wir die paar Meter weiter zur Marienbrücke und da dort niemand das Hinweisschild auf die Schließung beachtete, schlossen wir uns einfach mal der Mehrheit an und gingen dennoch den kurzen Weg zur Brücke. Von dort hat man einen wirklich guten Blick auf Schloss Neuschwanstein. Unter uns floss der azurblaue Pöllat und das eine oder andere Schneefeld rundete das Bild noch ab.

unterhalb der Marienbrücke - Pöllat

unterhalb der Marienbrücke - Pöllat

Da wir nicht wussten, warum die Brücke bzw. der weitere Weg gesperrt waren, machten wir ein paar Fotos und drängelten uns dann wieder vorbei an den anderen Touristen zurück zum Auto. Wir hätten uns gewünscht, dass noch weitere Aussichtsplattformen ausgeschildert wären, doch leider war dem nicht so und auch im Internet fanden wir nichts wirklich Brauchbares, obwohl es so viele Fotos vom Schloss gibt, die definitiv nicht von der Marienbrücke aufgenommen wurden. Zudem fragten wir uns, wo die Zeit schon wieder geblieben war. Unglaublich, wie spät es schon wieder war. Auf der Rückfahrt hielten wir dann in Füssen beim Lechfall. Dort befinden sich zwei Rast- bzw. Wanderparkplätze, von wo aus man ganz leicht zu einer Brücke gelangt, die über den Wasserfall führt. Das Wasser des Lech war einfach himmlisch azurblau, was in der Schlucht dahinter noch mehr zur Geltung kam.

Lechfall in Füssen

Lechfall in Füssen

Unser nächster Halt war die Burgruine Ehrenberg mit der Hängebrücke Highline 179. Wenn man von der B179 abfährt, gelangt man direkt zum Parkplatz. Die Parkgebühr kostet 4 EUR. Leider befand sich auf dem Gelände auch eine große Baustelle, da z.B. ein Infozentrum und ein Lift neu gebaut wurden. An einem Automaten muss man sich die Tickets für den Zugang zur Hängebrücke kaufen. Leider hat dieser Automat weder unseren 50 EUR-Schein noch unsere EC-Karten akzeptiert, also mussten wir zunächst bei einigen Leuten fragen, ob sie unseren Schein klein machen können. Der Zugang kostet im Übrigen pro Person 8 EUR. Derzeit führt noch ein ca. 20 Min. langer Wanderweg hinauf zur Brücke und zur Burg. Oben an der Brücke befand sich ein weiterer Ticket-Automat. Über ein Drehkreuz gelangt man dann auf die Hängebrücke, die 406 Meter lang ist. Wenn man diese betritt, sollte man auf alle Fälle schwindelfrei sein, denn die Brücke in 114 Metern Höhe wackelt schon ziemlich hin und her.

Burgruine Ehrenberg

Highline 179

Highline 179

Aussicht von ​Highline 179

Die Höhe ist schon sehr beeindruckend und der Blick auf die Burgruine Ehrenberg vervollständigt das Bild nur noch. Auf der anderen Seite angekommen, kann man wieder hinausgehen, das Ticket gilt dann auch für den Rückweg. Wir gingen zunächst zum Aussichtspunkt auf Brücke und Burg.

Wanderung zur Basaltprismenwand

Basaltprismenwand

Im Anschluss liefen wir dann zum Fort Claudia. Die Ruine der kleinen Festung versteckt sich etwas im Wald, ist aber nicht weit weg. Ein kurzer Abstecher lohnt sich hier eigentlich schon :-) 

Fort Claudia

Fort Claudia

Inzwischen wurde es tatsächlich schon dunkel und so gingen wir über die Brücke zurück, um uns noch die Burgruine Ehrenberg anzuschauen. Diese ist auch sehr sehenswert, doch leider konnten wir sie nicht richtig anschauen, da dort anscheinend gerade ein Musikvideo produziert wurde und so wurden wir höflich gebeten, das Gelände zu verlassen. Wir kamen dann im Dunkeln wieder bei unserem Auto an und fuhren nun zurück nach Garmisch-Partenkirchen, wo wir noch etwas für das Abendessen einkauften und den Abend dann in unserer schönen kleinen Wohnung verbrachten.

Burgruine Ehrenberg

Burgruine Ehrenberg

Nachdem dann unsere Füße und Hände endlich wieder aufgetaut waren, fuhren wir zur Burgruine Homburg bei Gössenheim. Ein Schild an der Hauptstraße weist auf die nach oben führende Straße hin. Fast direkt vor der Burg befindet sich auch der Parkplatz. Der Zugang ist kostenfrei, weshalb sich ein Abstecher zur Ruine umso mehr lohnt. Viel ist zwar nicht mehr erhalten, aber, wenn man genau hinschaut, erkennt man noch die damalige Kirche und die Baustrukturen.

Burgruine Homburg

Burgruine Homburg

 

24.11.2018

  • Eibsee

  • Partnachklamm

 

Wir starteten gegen 10 Uhr und fuhren direkt die paar Kilometer weiter zum Eibsee. Das Parken (Tagesticket) kostet 4 EUR. Wir wollten eigentlich mit unseren Hunden einmal herum, doch aufgrund von Fällungsarbeiten war ein Teil des Rundwegs gesperrt, so liefen wir halt so weit wie wir kamen und dann wieder zurück. Der See ist wirklich wunderschön und es gibt genug Stellen, um auch einmal ans Ufer zu gehen. Das Wasser, gerade an den nicht ganz so tiefen Stellen, schimmerte so wunderschön türkisblau, dass wir unseren Blick nur schwer lösen konnten. Da wir immer wieder ans Ufer gegangen sind und einfach mal eine Weile dort verweilten, verbrachten wir tatsächlich ca. 3 Stunden am See. Im Übrigen soll man für den kompletten Rundweg auch ca. 2 Stunden einplanen. Wir haben sogar kurzfristig überlegt, doch auf die Zugspitze hochzufahren, denn zumindest die Zahnradbahn fuhr auch außerhalb der Saison auf den höchsten Berg Deutschlands, doch leider zogen nach und nach immer mehr Wolken um die Bergspitzen, sodass man oben nichts mehr gesehen hätte und die rund 100 EUR für die Fahrt wollten wir dann doch nicht ausgeben.

Eibsee

Eibsee

Eibsee

Eibsee

Eibsee

Eibsee

Also fuhren wir wieder zurück nach Garmisch-Partenkirchen zur Schlucht Partnachklamm. Hierfür parkt man an der Skisprungschanze (Tagesticket 2,50 EUR) – im Übrigen auch ein kostengünstiger Wohnmobilstellplatz. Vom Parkplatz aus läuft man dann noch einmal ca. 20 Minuten bis zum Eingang der Schlucht. Der Zugang kostet dann 5 EUR p.P. Die Schlucht war extrem beeindruckend. Der Gang, der einen durch die Schlucht führt, ist nicht sonderlich hoch, also etwas größere Menschen, müssen ab und an den Kopf einziehen :-) Überall tropfte es herunter und aufgrund der letzten paar kalten Tage gab es sogar schon den einen oder andern Eiszapfen. Wir waren wirklich fasziniert von diesem Naturphänomen. Am Ende der Schlucht angekommen kann man natürlich wieder umdrehen oder noch weiterwandern. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wir wollten noch zur Eisernen Brücke, von der aus man noch einmal einen relativ guten Blick in die Schlucht hat. Also hielten wir uns nach dem Schluchtausgang links in Richtung der Graseck-Bahn. Kurz nach der Kaiserschmarrn-Alm kam dann der Abzweig zur Brücke. Hier machten wir noch ein paar Fotos, bevor wir dann den gekommenen Weg auch wieder zurückliefen, denn wir wollten noch einmal durch die Schlucht laufen. Einziges Manko, in der Hauptsaison wird es in der Schlucht sicherlich ziemlich eng. Als wir dann wieder beim Parkplatz waren, wurde es tatsächlich auch schon wieder allmählich dunkel. Da unsere Füße ohnehin nicht mehr weit laufen wollten, fuhren wir noch einkaufen und verbrachten dann unseren letzten Abend in unserer Unterkunft bei einem leckeren Essen vor dem Fernseher.

Partnachklamm

Partnachklamm

Blick in die Partnachklamm

Partnachklamm

Partnachklamm

Blick in die Partnachklamm

 

25.11.2018

 

Der Tag startete wieder kalt. Leider mussten wir heute die schöne Ferienwohnung schon wieder verlassen, vorher gingen wir aber noch eine schöne Runde mit unseren Fellnasen spazieren. Da alles mit Reif bedeckt war, sah die Landschaft wunderschön aus und wir konnten noch einmal die wunderbare Alpenluft einatmen, bevor wir wieder ins Flachland fuhren :-) Es war eine wirklich wunderschöne kurze Tour mit atemberaubenden Wundern von Natur und Mensch erschaffen.

Garmisch-Partenkirchen

vereiste Spinnweben

Garmisch-Partenkirchen

vereiste Hagebutte

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