Harz März 2020

12.03.2020

  • Ballenstedt

  • Aschersleben

 

Wir starteten unsere Tour mit einem Umweg nach Kamenz, denn dort hatten wir zunächst beim Bürstner-Vertragshändler einen Termin zur Dichtheitsprüfung, des Weiteren wurden dort einige Mängel angeschaut, die wohl über die normale Neuwagen-Garantie ausgebessert werden sollen. Hierzu berichten wir dann noch in einem separaten Blog-Beitrag. Aufgrund der ganzen Corona-Virus-Meldungen und auch des Wetterberichts fiel unsere Wahl des Reiseziels auf den Harz. Da wir mit dem Wohnmobil dort zuletzt 2015 waren, freuten wir uns schon darauf, die schöne Gegend erneut zu erkunden. Nachdem wir in Kamenz alles erledigt hatten, starteten wir dann unsere Reise und fuhren zunächst nach Ballenstedt. Wir gingen dort noch fix einkaufen und besuchten den Schlosspark, der jedoch leider im März noch etwas trostlos aussah. Wenn die Brunnen wieder voller Wasser sind und die Blumen blühen ist er sicherlich wunderschön. Auch der Vorplatz des Schlosses wurde gerade neu gepflastert, sodass dies auch nicht so fotogen aussah.

Schloss Ballenstedt

Blick auf Ballenstedt

Zunächst wollten wir noch zur Burg Falkenstein, hier haben wir allerdings die Öffnungszeiten verpasst, weshalb wir dann doch nach Aschersleben zu einem kostenfreien Stellplatz fuhren. Dieser liegt am Seegraben 7, direkt gegenüber von einigen Einkaufsmöglichkeiten. Es gibt natürlich Plätze die schöner angelegt sind, doch immerhin war er kostenlos. Schade war nur, dass die eine Stromsäule nicht ging und für die andere hätte man vorher jemanden anrufen müssen. Die Entsorgungsstation befindet sich auf der anderen Straßenseite.

Gefahren sind wir 364,2 km.

Stellplatz in Aschersleben

Stellplatz in Aschersleben

13.03.2020

  • Burg Falkenstein

  • Teufelsmauer

  • Wernigerode

 

Wir verbrachten heute Morgen nicht mehr wirklich viel Zeit in Aschersleben, sondern fuhren direkt zum Parkplatz der Burg Falkenstein. Es war zwar sonnig, aber super windig, so fühlten sich die angekündigten 9 °C eher wie 0 °C an. Nach einem kurzen Frühstück gingen wir los. Die Burg ist ca. 2 km vom Parkplatz entfernt. Der kurze Wanderweg ist leider eher unspektakulär, aber gut begehbar und sicherlich im Frühling, wenn die Bäume wieder grün sind auch weitaus schöner :-)

Weg zur Burg Falkenstein

Weg zur Burg Falkenstein

Leider war der erste Anblick der Burg Falkenstein eher enttäuschend, denn genau an der Front prangte eine grüne Einkleidung. So schade, denn die Burg ist wirklich sehr schön. Wir gingen auch hinein, der Eintritt kostet 6,50 EUR pro Person. Hunde dürfen leider nicht in die Ausstellungsräume, aber da wir unsere beiden Fellnasen im Wohnmobil gelassen haben, war dies diesmal kein Problem. Der Hof der Burg ist sehr schön und von dort aus kommt man zu verschiedenen, sehr interessanten, Ausstellungsräumen, die teilweise verschachtelt miteinander verbunden sind. Außerdem hat man vom Burgturm aus einen wunderbaren Ausblick auf die umliegende Landschaft.

Burg Falkenstein

Burg Falkenstein

Burg Falkenstein

Burg Falkenstein

Nach einiger Zeit gingen wir dann wieder zurück zum Wohnmobil und überlegten, welches Ziel wir als Nächstes ansteuern sollen. Wir beschlossen einfach, dass wir erneut zur Teufelsmauer fahren, denn wir hatten sie noch sehr imposant in Erinnerung und derzeit sind sehr wenig Touristen unterwegs, sodass es sicherlich ruhiger wird als 2015. Diesmal bekamen wir auf dem Hauptparkplatz bei Weddersleben auch ganz einfach einen Parkplatz und liefen von dort los. Wir schafften es leider nicht, bis zu den Mittelsteinen zu gehen, denn das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung. Vor uns tauchte auf einmal eine tiefdunkle Regenfront auf, die uns dazu bewog, wieder zurück zum Wohnmobil zu kehren und uns in „Sicherheit“ zu bringen, was auch eine ganz kluge Entscheidung war, denn kurz darauf schüttete es. Es war so ärgerlich, denn der Regen war überhaupt nicht angesagt. Die Teufelsmauer selbst war aber tatsächlich so imposant, wie wir sie in Erinnerung hatten.

Teufelsmauer

Teufelsmauer

Teufelsmauer

Teufelsmauer

Wir fuhren dann einfach weiter nach Wernigerode und stellten uns dort auf den Stellplatz „Anger“ in der Halberstädter Straße. Das Tagesticket kostet 5 EUR, die Kurtaxe kostet 2,80 EUR pro Person und ist in der Tourismus-Information zu entrichten. Da sich diese beim Rathaus am Marktplatz 10 befindet, warteten wir noch, bis das Wetter etwas besser wurde und dann gingen wir noch einmal durch die Altstadt zum Rathaus. Wir nahmen dann einen anderen Weg zurück und kamen beim „Kleinsten Haus“ vorbei. Wenigerode ist doch immer wieder einen Besuch wert, die Altstadt ist mit all den Fachwerkhäusern so schön und birgt überall kleine Lichtblicke. Auch der Blick auf das Schloss ist atemberaubend, wir haben leider nur noch keinen schönen Ausgangspunkt gefunden, um hier ein schönes Foto zu machen. Aber vielleicht schauen wir morgen noch einmal, von wo aus wir dieses am besten sehen können :-) Wir hofften jetzt nur, dass der Wetterbericht für morgen Recht behält und es endlich mal nicht mehr regnet, denn morgen steht eine Wanderung zum Ottofelsen auf unserem Programm…

Gefahren sind wir 74,0 km.

Rathaus Wernigerode

Altstadt Wernigerode

14.03.2020

  • Wernigerode

  • Wanderung Ottofelsen

  • Wanderung Oderteich

 

Über Nacht sankt das Thermometer unter null Grad und so waren wir am Morgen nicht erstaunt, als es draußen trotz strahlendem Sonnenschein doch noch ziemlich kalt war. Wir zogen uns einfach ein bisschen wärmer an und schlenderten noch einmal ein bisschen durch Wernigerode, bevor wir zu unserem ersten Ziel fuhren.

Wernigerode

Wernigerode

Nur ein paar Kilometer von Wernigerode entfernt liegt der „Bahnhof Steinerne Renne“ in Hasserode, dort befindet sich auch ein kleiner Wanderparkplatz, von dem aus man sogar zum Brocken wandern kann. Dort startet auch die Wanderung zum Ottofelsen, zu dem wir wollten. Also zogen wir unsere Wanderschuhe an, schnappten unsere Hunde und zogen los. Laut Ausschilderung sind es 4,3 km über einen angeblich relativ steilen Weg. Der Wanderweg war aufgrund des Regens der letzten Tage doch teilweise etwas matschig, es hielt sich aber noch im Rahmen. Man folgt eigentlich durchgängig dem Fluss „Holtemme“, welcher auch sehr schöne Bilder bietet. Nach einer gewissen Zeit wird der Weg steiniger bzw. treppenartig, bevor man auf eine Art Wirtschaftsweg kommt.

Wanderung Ottofelsen

Wanderung Ottofelsen

Wanderung Ottofelsen

Wanderung Ottofelsen

Dort bogen wir links ab und nach ein paar Metern waren wir auch schon da, der Ottofelsen befindet sich etwas abseits vom Hauptweg, ist aber durchgängig sehr gut ausgeschildert. Die Treppen, die auf den Ottofelsen hinaufführen sind ziemlich steil, weshalb einer von uns unten mit den Hunden wartete und der andere dann hinaufging, um die Aussicht zu genießen. Wir konnten auch den Brocken sehr gut sehen und sahen auch, dass dort oben tatsächlich noch relativ viel Schnee liegt. Nach einiger Zeit gingen wir dann den gleichen Weg zurück, den wir auch gekommen sind. Die Wanderung hat uns persönlich sehr gut gefallen, vor allem landschaftlich ist sie wirklich toll.

der Ottofelsen

Ausblick vom Ottofelsen

Ausblick vom Ottofelsen

auf dem Rückweg

Wieder beim Wohnmobil angekommen setzten wir uns noch kurz für 5 Minuten hin, bevor wir auch direkt nach Braunlage zum Einkaufen weitergefahren sind. Von Braunlage fuhren wir die B242 hinauf zum Oderteich. Der Wanderparkplatz war wieder gut frequentiert, doch wir fanden noch ein Plätzchen für unser WoMo. Auch wenn dort unzählige Wandermöglichkeiten starten, wollten wir lediglich eine Runde um den Oderteich drehen. Wir waren erstaunt, als wir sahen, dass auf dieser Höhe tatsächlich noch Schnee liegt, freuten uns aber auch, da wir im letzten Winter noch gar nicht mit Schnee konfrontiert wurden, da es bei uns einfach zu mild war. Laut Ausschilderung ist der Rundweg 4,5 km lang. Wir nahmen natürlich wieder unsere Hunde mit und freuten uns eigentlich auf eine kurze entspannte Runde um den See. Doch aufgrund des Regens und der Schneeschmelze war der Weg sehr matschig. Wir kamen nur sehr langsam vorwärts, denn auf den meisten Etappen der Strecke mussten wir jeden Schritt abwägen und teilweise auch die Hunde hochnehmen, damit wir danach keine Schlammmonster haben. Die Natur ist wirklich wunderschön und man hat erhascht immer wieder großartige Ausblicke auf den See. Entlang der Ostseite verläuft der Weg auf einem Holzsteg, was uns nicht nur trockene Füße bescherte, sondern auch ein tolles Motiv bot. Die Sonne stand gerade relativ tief am Himmel und tauchte so alles in ein wunderschönes Licht. Es war also dennoch einfach traumhaft.

​Oderteich Rundweg

​Oderteich Rundweg

​Oderteich Rundweg

​Oderteich Rundweg

​Oderteich Rundweg

​Oderteich Rundweg

Wieder zurück beim Wohnmobil wollten wir heute eigentlich einen Stellplatz mit Stromanschluss ansteuern, damit sich unsere Batterie mal etwas erholen kann. Dies war leider schwieriger als gedacht. Wir fuhren nach Schulenberg im Oberharz, dort gibt es einen schönen Stellplatz mit Blick auf den Okerstausee, aber leider nur mit einer Stromsäule, die bereits komplett besetzt gewesen ist. Zudem fanden wir auch keinen freien Parkplatz. Wir fuhren also zurück nach Altenau, denn dort hatten wir die Ausschilderung eines Stellplatzes gesehen. Dieser folgten wir und kamen schließlich beim Stellplatz am alten Bahnhof in der Rothenberger Str. heraus. Die Dame, der der Platz gehörte, begrüßte uns ganz nett, stellte uns unsere Kurkarte aus und schaltete noch den Stromanschluss frei. Die Übernachtung kostet wohl 12,50 EUR, also leider doppelt so teuer wie der in Schulenberg, aber zumindest hatten wir Strom. Die Endabrechnung wird dann am nächsten Morgen vorgenommen, denn der Strom wird nach Verbrauch bezahlt. Eine Ver- und Entsorgungsstation ist ebenfalls vorhanden, diese werden wir dann ebenfalls erst morgen nutzen. Leider ist der Platz nicht beleuchtet, aber das war okay für diese eine Nacht. Wie gesagt, dafür war die Betreiberin wirklich sehr nett und hat sich sehr bemüht :-)

 

Gefahren sind wir 69,6 km.

Stellplatz in Altenau

Stellplatz in Altenau

15.03.2020

  • Brockenwanderung ab Torfhaus

  • Stabkirche Hahnenklee

  • Stellplatz in Quedlinburg

 

Direkt am Stellplatz beginnt ein Wanderweg, der wohl um Altenau herumführt. Da wir allerdings heute noch auf den Brocken wollten, sind wir diesen nicht weiter abgegangen. Wir nutzten noch die Ver- und Entsorgung und bezahlten dann bei den Besitzern die Standgebühr. Insgesamt (Stellplatz, Kurtaxe, Strom) zahlten wir 19,50 EUR. Wir verließen Altenau und fuhren die paar Kilometer weiter nach Torfhaus und stellten uns auf den großen Parkplatz. Das Tagesticket kostet 7 EUR, also auch nicht gerade preiswert. Wir gingen noch eine kurze Runde mit unseren Hunden, denn die beiden wollten wir aufgrund des Schnees und des kalten Windes nicht mitnehmen, zumindest unsere kleine Frostbeule Baili hätte es uns nicht gedankt ;-) Im Anschluss zogen wir unsere Wanderschuhe an und stiefelten los. Laut Ausschilderung sind es 8,1 km bis zum Brocken, aber wenn man die Kilometerangaben unterwegs zusammenrechnet doch eher 9 km, was auch mit dem übereinstimmt, was wir gemessen haben. Der Weg ist sehr gut ausgeschildert und unserer Meinung auch ziemlich leicht zu gehen. Der Aufstieg im letzten Jahr über Schierke war doch deutlich steiler. Wir liefen zunächst eine Weile auf dem Goetheweg. Teilweise lag sogar noch Schnee, sodass wir ganz froh waren, dass unsere Wanderschuhe ein ziemlich gutes Profil haben.

Wanderung Brocken

Wanderung Brocken

Wanderung Brocken

Wanderung Brocken

Ab dem Eckersprung folgt ein steiles Stück und dort bogen wir dann links ab und folgten den Bahnschienen der Brockenbahn. Diese kam dann sogar zweimal vorbei. Aufgrund des Tutens und der großen Rauchwolke hört und sieht man sie schon relativ zeitnah heranfahren.

Wanderung auf den Brocken

Wanderung auf den Brocken

Wanderung auf den Brocken

Wanderung auf den Brocken

Auf diesem Abschnitt des Weges kann man auch schon eine schöne Aussicht genießen. Im Anschluss mündet der Weg dann wiederum in die Brockenstraße, von dort war es dann nur ein 1 km bis zum Brocken-Plateau. Es war alles so anders, als im verfrorenen Februar letztes Jahr, die Landschaft hatte Farben und die Bäume waren in ihrer vollen Größe zu sehen. Wir liefen schließlich noch eine Runde um das Brocken-Plateau und setzten uns kurz auf eine Bank, um die Beine auszuruhen und die Aussicht zu genießen, doch da der Wind kalt um unsere Nasen zog, setzten wir schon bald wieder den Rückweg an.

Brockenstraße

Ausblick vom Brocken

Brockenbahn auf dem Brocken

Brocken-Plateau

Wir liefen dieselbe Strecke zurück, machten jedoch 2 km vor dem Torfhaus-Parkplatz einen Schwenker zum Torfhausmoor, da wir auf dem Hinweg den anderen Teil des Rundwegs gekommen sind. Erschöpft kamen wir dann schließlich wieder bei unserem Wohnmobil an. Wir waren mit Pause ca. 5 Stunden unterwegs.

Torfhaus-Moor

Torfhaus-Moor

Wir gingen erneut eine kurze Runde mit unseren Hunden und füllten im Anschluss noch unsere Mägen und fuhren dann auch schon wieder los. Wir wollten noch nach Hahnenklee, um uns dort die Stabkirche anzuschauen. Direkt beim Ortseingang am Kranicher Teich, befindet sich ein kostenfreier Parkplatz, der für nicht allzu lange Wohnmobile gut geeignet ist. Im Übrigen haben wir gelesen, dass es in Hahnenklee auch einen schönen kostenfreien Stellplatz gibt – nur als kurzer Hinweis :-) Wir gingen zur sehr schönen Stabkirche, doch diese war leider geschlossen, sodass wir nicht hineingehen konnten. Wir fühlten uns ein bisschen wie in Skandinavien :-)

Stabkirche Hahnenklee

Stabkirche Hahnenklee

Stabkirche Hahnenklee

Stabkirche Hahnenklee

Bevor wir wieder abfuhren, liefen wir noch die kleine Runde um den Kranicher Teich, mehr wollten unsere Füße heute nicht mehr. In Hahnenklee gibt es u.a. auch noch den 7 km langen Liebensbankenweg, doch den heben wir uns einfach für ein anderes Mal auf. Wir überlegten noch kurz, ob wir nicht doch in Hahnenklee bleiben sollten, beschlossen dann jedoch noch ein paar Kilometer zurückzulegen und nach Quedlinburg zu fahren, damit wir morgen, bevor wir abfahren, noch einen Stadtspaziergang machen können. Wir steuerten den gleichen WoMo-Stellplatz „Marschlinger Hof“ an, den wir auch schon bei unserer ersten Harz-Reise in 2015 gewählt haben. Inzwischen kann man am Parkautomaten auch mit EC-Karte bezahlen, was damals irgendwie nicht ging. Der Preis hat sich allerdings leider nicht reduziert. Mit Kurtaxe zahlt man immer noch 15 EUR, dafür liegt der Platz halt direkt am Zentrum.

 

Gefahren sind wir 115,7 km.

Quedlinburg

Quedlinburg

16.03.2020

  • Spaziergang durch Quedlinburg

 

Bei wunderschönem Wetter brachen wir am Morgen noch zu einem Spaziergang durch die Altstadt von Quedlinburg auf und waren wieder einmal von den Fachwerkhäusern verzaubert. Ein Besuch in Quedlingburg lohnt sich doch immer wieder.

Nach unserem Stadtbummel gingen wir wieder zurück zum Stellplatz, packten alles zusammen und verließen dann leider auch schon wieder den Harz. Wir fuhren wieder nach Hause, freuen uns aber schon darauf, dem Mittelgebirge demnächst mal wieder einen Besuch abzustatten. 

 

312,4 km gefahren.

Rathaus Quedlinburg

Marktplatz Quedlinburg

Quedlinburg

Quedlinburg

Quedlinburg

Quedlinburg

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