Reisebericht Westküste Kanada, 2013

31.08.2013 – Abflug in Berlin
Nach der Landung in Kanada waren wir zunächst über den schönen Flughafen erstaunt. Er war zwar groß und man benötigte ewig um von einem zu anderen Ort zukommen, aber durch die Dekorationen und die freundlichen Menschen ein herzlicher Empfang. Es gab Teiche, Wasserfälle und sogar Aquarien. Sehr außergewöhnlich. Wir machten uns auf den Weg zu unserem Mietauto, was Gott sei Dank ein relativ neuer VW Jetta war. Von dort ging es dann endlich Richtung Vancouver Downtown, also immer der Skyline nach. Die Stadt wirkt sehr grün und sauber. Nach kurzer Zeit sind wir auch im Hotel angekommen, total müde und hungrig. An dem Abend haben wir nur noch schnell die Stadt nach etwas Essbarem abgesucht, zu mehr waren wir nach der langen Flugzeit nicht mehr in der Lage.
 


01.09.2013 – Sightseeing in Vancouver
Wir waren wirklich beeindruckt von der Stadt, sie vereint Großstadt- mit Kleinstadtniveau. Die Kanadier sind super nett und durch das viele Grün kommt einem die Stadt viel freundlicher vor. Angeschaut haben wir uns:
•    Canada Place
•    Vanouver Art Gallery
•    Christ Church Cathedral
•    Gastown mit der Steam Clock
•    Chinatown mit dem Dr. Sun Yat-Sen Park Classical Chinese Garden
•    das Stadium
•    Sciene World haben wir von weiter Weg gesehen
•    sowie viele weitere Dinge und Straßen

Nachdem wir also fast einmal komplett die Downtown und weitere Stadtteile zu Fuß durchforstet haben, sind wir noch rüber gelaufen zum False Creek um von dort einen wunderschönen Ausblick auf die Skyline von Vancouver zu haben. Quasi während es dunkel wurde, sind wir dann am False Creek entlanggelaufen und konnten zusehen, wie langsam die Lichter in den Hochhäusern angingen. Danach konnten uns unsere Füße kaum noch tragen und nachdem wir bei Burger King unser Abendessen geholt haben, sind wir zurück ins Hotel.

 

 

02.09.2013 – Fahrt nach Vancouver Island und Victoria
Heute sind wir mit der Fähre rüber nach Vancouver Island gefahren, wo unsere Rundreise nun wirklich beginnt. Wir fuhren an ein paar Inseln vorbei auf denen vereinzelt Häuser stehen und hofften eigentlich die ganze Zeit, auch einen Bären zwischen den Bäumen zu sehen. Das erste Ziel für uns auf Vancouver Island war Victoria. Hier haben wir uns folgende Dinge angesehen:
•    Fairmont Empress Hotel
•    Netherlands Centennial Carillon
•    Thunderbird Park mit Totempfählen
•    Parlamentsgebäude
•    Bastion Square sowie Douglas Street
•    Christ Church Cathedral
•    Craigdarroch Castle

 


03.09.2013 – Fahrt nach Ucluelet
Weiter ging es nun nach Ucluelet beim Pacific Rim Nationalpark. Unser erster Halt war in Nanaimo. Hier haben wir in der Hafengegend in einem künstlich angelegten Becken Krabben und Seesterne gesehen, bzw. beobachtet. Danach haben wir an einem Strand bei Parksville angehalten und hatten eine wunderschöne Aussicht, am Strand lag Treibgut und im Wasser stand ein Reiher. Wir genossen den Anblick und wollten uns am liebsten ans Wasser setzen. Danach hielten wir an den „Little Qualicum Falls“ den ersten Wasserfällen, die wir auf der Reise gesehen haben. Der nächste Halt war dann am Cameron Lake und dann ging es auch schon weiter zu dem Mc Million Provincal Park, dieses ist einer der ältesten Regenwälder mit riesengroßen meterdicken Bäumen, überall waren Moos und große Farnpflanzen. Wirklich ein Denkmal, welches man weiterhin schützen sollte. Danach sind wir am Kennedy Lake vorbeigefahren, leider gab es keine richtige Ausfahrt an der wir hätten anhalten können. Danach haben wir an Stromschnellen gehalten und sind dort auf den Felsen herumgeklettert. Welche Stromschnellen dies waren, wissen wir leider auch nicht, jedoch waren wir nicht alleine da. Relativ viele Touristen haben es uns gleichgetan. Dann sind wir in Ucluelet angekommen. Das Hotel bzw. eher die Unterkunft haben uns die Sprache verschlagen, es war alles aufgebaut wie eine richtige Wohnung, inkl. Kamin und einem Whirlpool auf dem Balkon. Wir waren nur noch schnell einkaufen und haben uns dann in der Küche etwas Schönes gekocht und den Tag auf der Couch vor dem Fernseher ausklingen lassen.

 


04.09.2013 – Ucluelet
Frühs um 7 Uhr begann die Bärenbeobachtungstour mit einem Zodiac. Vom Veranstalter haben wir rote Schutzanzüge bekommen, darin sahen wir aus wie Michelinmännchen nur eben rot :) Wir sind dann in einer kleinen Gruppe im Zodiac losgefahren und durch den Hafen getuckert. Doch auf einmal wussten wir, warum wir die Anzüge bekommen haben, denn sobald wir aus dem Hafen raus waren, wurde Gas gegeben und wir waren wirklich relativ schnell unterwegs und um die Ohren wurde einem schnell kalt. Die Landschaft die an uns vorbeisauste sah wunderschön aus. Wir hielten, als wir auf einem Mast einen Weißkopfseeadler sahen. Auch wenn wir auf der Tour keine Bären gesehen hätten, hätte sich der Ausflug komplett gelohnt, denn die Natur verschlägt einem wirklich den Atem. Wir fuhren weiter, auf der Suche nach Bären. Wir sahen Seesterne, Robben und dann endlich auch einen Braunbären, der auf einer Insel am Strand unter den Steine nach Krabben suchte. Der Guide sagte er sei vom Festland rüber geschwommen. Wir beobachteten ihn eine ganze Weile und sahen zu wie er die Steine umkippte, als wären sie nur Legosteine. Als er satt war, verschwand er wieder im Schutz der Bäume. Wir sind ein bisschen weitergefahren und langsam kam auch die Sonne heraus und ließ das Wasser glitzern und strahlte die Bäume an. Die Aussicht war einfach wunderschön. Am nächsten Strand fanden wir dann wieder einen etwas kleineren Braunbären, der ebenfalls sein Frühstück unter den Steinen suchte. Wir hatten auch ein Fernglas vom Reiseveranstalter bekommen und konnten daher sogar sehen, wie die Fliegen um den Bären kreisten. Nachdem auch dieser Bär oder besser gesagt wahrscheinlich die Bärin satt war, verschwand sie auch wieder im Unterholz und wir traten die Reise zurück nach Ucluelet an. Am Nachmittag sind wir dann noch zum Long Beach, dem längsten Strandabschnitt vom Pacific Rim Nationalpark gefahren. Vorher hielten wir noch am Wickaninnsh Beach um unsere Zugangsberechtigung für den Park zu holen. Wir sind am Strand entlang gewandert und haben die frische Luft genossen. Da es dort auch Ebbe und Flut gibt, konnten wir auch schön auf eine Insel klettern, die normalerweise vom Wasser umgeben war. Ich habe mir noch ein bisschen Fußpflege gegönnt und bin mit nackten Füßen im kalten (!) Wasser zurück gelaufen.
 

 

05.09.2013 – Fahrt nach Telegraph Cove
Wir sind bis Alberni durchgefahren, haben nur kurz getankt, denn eigentlich war das alles ja jetzt die Strecke, die wir schon auf den Weg nach Ucluelet zurückgelegt hatten. Danach bogen wir dann Richtung Norden ab und fuhren auf dem Seaview Hwy entlang. Hier machten wir unseren ersten Stopp am Rosewell Creek Provincal Park, wir fanden einen kleinen Bach mit einer Bahnstrecke. Danach hielten wir an einem Strand, leider haben wir den Namen nicht gefunden. Hier fanden wir sogar zwei Golfbälle sowie Muscheln. Es gab auch schöne orangene Schnecken, doch leider waren diese immer noch besetzt, ob von der Schnecke selbst oder einem Einsiedlerkrebs. Nächster Halt war dann der Miracle Beach, dies war ein langer Sandstrand und als wir ankamen, war gerade Ebbe, sodass wir relativ weit raus konnten. Wir beobachteten, in welchem Tempo das Wasser wieder zurückkommt. Innerhalb kürzester Zeit waren Abschnitte unter Wasser, die wir eben noch betreten hatten. Auch gab es natürlich viele Krabben und wie-der einen Kranich. Das Gesamtbild passte immer so schön zusammen. In Campbell River haben wir zum Essen und Shoppen angehalten (wie so oft gab es unsere geliebten Sweet Potato Fries). Unser nächster Halt war dann am Willow Point. Wir sind weiter gefahren zu dem Elk Falls Provincal Park sowie zum Keta Lake. Wir genossen die Ausblicke und die Ruhe. Die Straßen waren schön ruhig und die Natur rings um uns herum begeisterte uns. Am Abend sind wir dann in Telegraph Cove angekommen und hatten schon Angst, dass wir zu spät da sind, da es ja doch eine relativ abgelegene Gegend ist. Doch es hat alles geklappt,  unser Schlüssel wurde bei einem „Versteck“ hinterlegt und so konnten wir unser Zimmer direkt auf der Seite des Hafens beziehen. An dem Abend gingen wir nur noch einmal kurz raus, um den Sonnenuntergang zu genießen.
 

 

06.09.2013 – Telegraph Cove
Heute früh startete unsere Whale Watching Tour mit Stubbs Island. Leider war es doch sehr nebelig und ziemlich kalt aber wir wussten als wir losgefahren sind noch nicht, wie unglaublich und mystisch es werden sollte. Wir mussten eine ganze Weile fahren, bis wir angehalten haben, sobald der Motor aus war, hat man durch den Nebel hindurch die Wale gehört. Es war unglaublich wie man sie hat auftauchen und die Luft auspusten hören. Wir sind langsam immer näher an die Geräusche her-angefahren und konnten irgendwann die ersten Rückenflossen sehen. Laut dem Guide gibt es verschiedene Sorten Orcas und die, die in Telegraph Cove leben ziehen nicht weiter und ernähren sich hauptsächlich von Lachsen und anderen Fischen. Sie leben in Familien, die Kinder kehren stets zu ihrer Mutter zurück. Leider sind die Wale nach einer gewissen Zeit wieder weggeschwommen und wir sind daher mit dem Boot wieder ein Stück weiter gefahren. Auf einmal tauchte ein Delfin neben dem Boot auf. Schnell wurden es 3 bis 5, die das Boot begleiteten und mit den Wellen spielten. Nach und nach wurden es immer mehr Delfine, bis es wahnsinnig viele wurden und um uns herum ein Schwarm Delfine tobte. Wir konnte gar nicht richtig glauben was wir da sahen. Die Art lebt in Gruppen von 20 bis 1000 Mitgliedern und es sind die besten Akrobaten unter den Delphinen. Wir waren extrem geflasht und gingen vor einer Seite des Bootes zur nächsten um wirklich nichts zu verpassen. Zwischendurch haben wir auch die kleinen Rückflossen von Schweinswalen gesehen und sogar eine Babyrobbe, die aus dem Wasser geguckt hat. Ein Stückchen weiter sind wir noch an Seelöwen vorbeige-kommen. Dort in der Nähe haben wir auch einige Weißkopfseeadler gesehen. Damit war dann die atemberaubende Reise zu Ende und wir steuerten wieder den Hafen an. Mittag haben wir im Seahorse Cafe in Telegraph Cove gegessen. Es gab leckere Burger und selbstgemachte Pommes. Im Anschluss sind wir nach Port McNeil gefahren, denn Telegraph Cove hatten wir ja bereits erkundet (was ja nicht so schwer ist, bei einem kleinen Dorf mit höchstens 8 Einwohnern). Dort haben wir noch einen Strand gesucht, da es ab dem nächsten Tag ja wieder aufs Festland gehen sollte. Hier haben wir an einem Strandabschnitt viele angespülte Metallteile gefunden, u.a. zwei alte Motoren. Außerdem thronte über uns auf ei-nem Baum ein Weißkopfseeadler.
 

 

07.09.2013 – Fahrt nach Whistler
Um 7 Uhr ging die Fahrt Richtung Nanaimo zur Fähre los. Kurz nach Telegraph Cove haben wir noch an einer alten Lok gehalten. Es war sehr nebelig und zwischen den Bergen kam ab und zu die Sonne durch. Der erste Halt war erst in Coombs, wo es eine Markthalle mit Ziegen auf dem Dach gibt, des Weiteren wer-den daneben beeindruckende Statuen aus Stein und Holz verkauft. Wir kamen dann noch genau rechtzeitig bei der Fähre an und passten gerade so noch mit drauf. Dann wieder auf dem Festland angekommen ging es auf dem Sea to Sky Hwy weiter. Die Aussicht auf die Bucht, mit dem türkisfarbenen Wasser und den schneebedeckten Gipfeln im Hintergrund war atemberaubend. Kurz vor Squamish haben wir auch an einem Strand gehalten. Danach ging es direkt weiter zu den Shannon Falls, die von einer beeindruckenden Höhe über glatt geschliffene Steine nach unten fallen. Weiter ging es durch Squamish, zu den Brandywine Falls. Diese Wasserfälle fallen mit einer unheimlichen Kraft nach unten. Dies waren bisher die größten Wasserfälle die wir auf unserer Reise bisher gesehen haben. Dahinter lag gleich der See in den der Fluss mündet, ebenfalls türkisblau. Mit dem Wetter hatten wir auch wieder Glück, wie eigentlich schon die ganze bisherige Reise. Auf dem kleinen Trail zum Aussichtspunkt haben wir auch zwei kleine Chipmunks gesehen. Dem einen konnten wir sogar eine Weile beim Fressen beobachten. Dann ging es auch schon weiter nach Whistler.
 

 

08.09.2013 – Whistler
Heute haben wir uns ein bisschen in Whistler umgesehen. Wir haben versucht den Lost Lake zu finden, aber wie der Name schon sagt, wollte er nicht gefunden werden. Irgendwie hatten wir es heute nicht so mit dem Kartenlesen. Dafür haben wir auf einem Wanderweg frische Bärenprankenspuren an einem Baum gefunden. Wir sind auf dem schnellsten Weg wieder aus dem Wald raus, denn auf eine Begegnung mit dem Bären hatten wir keine Lust. Wir sind dann weiter zum Alta Lake gefahren. Bei den warmen Temperaturen haben wir die Sonne auf dem Steg genossen und die Beine im Wasser baumeln lassen. Wir haben uns ein Kajak geliehen und sind noch ein paar Runden auf dem See gedreht, da es relativ windig war, wurde es super lustig. Darauf folgte nur noch ein kurzer Sparziergang durch die Stadt. Es herrschte ein großer Touristentrubel, im Gegensatz zu den vorherigen Zielen war das schon fast wieder gewöhnungsbedürftig.
 

 

09.09.2013 – Fahrt nach Clearwater
Der erste Stopp war bereits kurz nach Whistler an dem „Nairn Falls Provincal Park“. Nach 1,5 km Sparziergang am Abgrund des schnellen türkisfarbenen Flusses erreichten wir die doch relativ kleinen aber kräftigen Wasserfälle. Hier hatten wir noch weitestgehend Regenwald oder allg. viel Wald. Kurz darauf stoppten wir wieder, da der nächste Point of Interest angezeigt wurde, der „Joffre Lakes Provincal Park“, hier waren wir aufgrund der Zeit zwar nur am kleinen „Lower Joffre Lake“ aber dieser war mehr als türkisblau und durch die Sonne, sahen die Gräser und das Wasser beeindruckend aus. Im Hintergrund glitzerte zudem noch das Eis auf den Bergen. Dann ging es weiter, unterwegs hatten wir eine wunderschöne Aussicht, schneebedeckte Gipfel und schöne Wälder. Hier haben wir noch einen kurzen Stopp an einem kleinen Fluss eingelegt, sind dann weiter nach Lillooet gefahren, wo dann die Wüstengegend langsam begonnen hat. Wir sind nicht direkt durch Lillooet gefahren, es aber auch von Weiten nicht sehr einladend aus. Vorher haben wir noch am Duffey Lake gehalten, auch hier wieder atemberaubende Aussichten. Vor Lillooet liegt der Seton Lake, welcher ein Stausee des Fraser River ist. Nach Lillooet haben wir noch an einer Stelle angehalten, an der man einen schönen Blick auf den Canyon und den Fraser River hat. Weiter ging die Fahrt dann Richtung Cache Creek. Zwischenzeitlich hatten wir dann sogar ca. 33°C. Der nächste Stopp war dann der Marble Canyon Provincal Park. Hier war der See zwar nicht so türkis, aber sehr klar und die Landschaft ringsherum wie immer schön. In Cache Creek haben wir auch nur wieder kurz bei A&W zum Essen gehalten. Danach kamen wir dann am Jumper Beach Provinical Park vorbei. Wir gingen runter zum Thompson River und beobachteten einen Fischer mit seinem Boot und ab und zu sah man auch mal einen Fisch in dem türkisblauen Wasser springen. An diesem Tag haben wir einen kompletten Kontrast erlebt. In Whistler war es doch im Gegensatz zur Wüste relativ frisch und eben waldig und auf einmal steht man in einer Wüstengegend, wo nichts weiter wächst und man sich vorkommt im wie Hochsommer. Der nächste Halt war dann am Kamloops Lake. Kamloops selbst haben wir uns auch nicht angeschaut, die Stadt hat uns nicht so sehr interessiert. Damit war der Tag auch schon fast beendet, doch vor Clearwater haben wir noch kurz an einer begehbaren Stelle des North Thompson River gehalten.
 

 

10.09.2013 – Clearwater/Wells Grey Nationalpark
Der erste Stopp noch vor der Einfahrt in den Nationalpark war wir bei der „Flour Meadow Bakery“, die von Deutschen betrieben wird. Wir kauften uns einen kleinen Zwischensnack. Danach ging es dann auch wirklich in den Park. Der nächste Halt dort war bei den Spahats Falls. Zwischendurch haben wir an dem „Third Canyon“ gehalten, was eigentlich nur ein kleiner Einschnitt war, mit einem kleinen Bach. Dann ging es wieder weiter zu der Mitte des Parks zum „Green Mountain Tower“. Von hier hatte man einen schönen Blick auf die umliegenden Berge. Der Weg hinauf zum Tower war auch für das Auto zugänglich, allerdings keine befestigte Straße. Auf diesem Weg haben wir drei kleine total süße wachtelartige Vögel gesehen, die keine Angst vor uns hatten. Man musste sie schon fast von der Straße tragen. Vom Aussichtssturm aus führte ein Weg zu einem kleinen „Foot Lake“. Gott sei Dank ist uns kein Bär begegnet (Wir haben teilweise ein bisschen gezittert.). Dafür haben wir wieder einen Chipmunk gesehen. Der See selbst war klein und niedlich, allerdings zu den Seen, die wir noch auf der Reise sehen werden, kaum ein Vergleich. Danach sind wir dann weiter gefahren zu den „Dawson Falls“, welche schön breit waren und über ein paar Steine gefallen sind. Bisher zwar nicht die höchsten, aber die schönsten Wasserfälle, die wir gesehen haben. Hiernach sind wir zu den "Helmcken Falls" gefahren, welche die 4. höchsten Kanadas sind. Hier hat sich schon um die Gischt herum eine Höhle gebildet. Auch hier beeindruckt uns die Kraft des Wassers. Es bahnt sich bereits seit Jahren seinen Weg durch das Lavagestein und aus welcher Höhe diese Wassermassen dann unten einfach weiterfließen. Ab hier fuhren wir dann weiter durch den Park auf einer unbefestigten Straße in Richtung Clearwater Lake. Aber wir waren noch lange nicht da. Denn von Clearwater sind es 68,5 km bis zum Clearwater Lake. Die Straße endet auch am Clearwater Lake, wer weiter möchte muss ein Boot mieten. Kurz nach den Wasserfällen haben wir an dem Aussichtspunkt „Redspring“ gehalten, hier hat uns das klare türkisfarbene Wasser des Clearwater River verzaubert. Vor uns sind auch welche mit dem Boot bzw. Kajak ins schnell fließende Wasser gestiegen und flussabwärts gepaddelt. Wir selbst haben unten am Wasser nach Steinen und „Gold“ gesucht. Viele Steine glitzerten so, als wären Goldpartikel drin. Man muss auch mal Träumen dürfen :) Nach ca. einer Stunde sind wir dann wieder weitergefahren zur Ray Farm, bzw. zum Alice Lake. Die Farm wird seit ca. 1947 nicht mehr betrieben und die Holzhütten dort verrotten und werden somit wieder der Natur zugeführt. Hier gab es auch Mineralquellen und die Wiesen waren sehr saftig, sodass dies die Trink- und Futterstelle vieler Tiere ist, wir haben leider oder vielleicht auch besser so, keine gesehen. Kurze Zeit später haben wir noch angehalten um den „Mineral Springs Vulkan“ zu sehen. Eher eine kleine brodelnde Quelle. Wie Stephan eben ist, musste er auch dieses Wasser testen und er hat es schnell bereut, denn es schmeckte sehr rostig. Die Wege dahin führten jeweils durch dichten Wald und wir waren weitestgehend alleine, sodass wir auch wieder mehr als wachsam waren. Danach haben wir noch kurz an den Stromschnellen „Bailey's Chute“ angehalten. Da es langsam anfing zu dämmern waren wir wirklich froh, nun auch den Clearwater Lake erreicht zu haben. Dieser hat seinen Namen total verdient. Es war absolut windstill, keine einzige Bewegung war auf dem See zu sehen, man wollte schon fast gar nichts sagen. Als wir dann kurz nach 20 Uhr zurück waren, gingen wir noch schnell auf Nahrungssuche, denn in der Stadt schließen die Geschäfte sehr zeitig.

 

 

11.09.2013 – Fahrt nach Jasper
Kurz nach Clearwater sind wir zu einem kleinen Flussabschnitt gekommen, bei dem man die vorbeiziehenden Lachse sehen konnte und leider auch teilweise diese, die ihre lange Reise nicht beenden konnten. In Blu River haben wir am Eleanor Lake gehalten, im Hintergrund schneebedeckte Gipfel und davor der kleine See mit einem schönen Strandabschnitt. Danach sind wir noch kurz hinter dem See langgefahren, um ein paar schöne Bilder von den Bergen zu machen. Auf dem nächsten Rastplatz gab es ein „Gopher Holes“ Schild. Sehr eigentümlich, wenn man bedenkt, dass bei uns die Hügel von Maulwürfen auch nicht ausgeschildert sind. Leider haben wir nicht alle Warnschilder fotografiert, denn es gab einige außergewöhnliche, z.B. Vorsicht vor Dickhornschafen.
Umso näher wir den Rocky Mountains kamen, umso schöner wurde auch die Aussicht. In Valemount haben wir an einem „Natural Walk“ angehalten, sind dort auf den Aussichtsturm gegangen und hatten einen schönen Ausblick auf die umliegenden Berge & die Moor-Landschaft vor uns. In diesem Ort haben wir auch am „Swift Creek“ gehalten, in diesem Flussabschnitt laichen normalerweise die Lachse. Leider waren wir anscheinend nicht zum richtigen Zeitpunkt da, denn von Lachsen war noch nichts zu sehen. Den nächsten Stopp legten wir bei den Reguard Falls ein, es sind zwar eher Stromschnellen, aber deswegen nicht weniger beeindruckend. Dann befanden wir uns schon auf dem Weg zum Mount Robson. Vorher haben wir noch an einem Aussichtspunkt zum Mount Terry Fox gehalten. Am Mount Robson selbst haben wir am Informationszentrum gestoppt, dahinter lag eine Plattform, von der man aus den Mount Robson sehr gut fotografieren konnte. Dort sind wir auch soweit es ging in den Wald gefahren, für den kompletten Trail zum Mountain hätten wir nicht genug Zeit und Ausrüstung ge-habt. Der nächste Halt war dann am Moose Lake. In der Sonne sitzend genossen wir die Aussicht und die Wärme. Danach sind wir dann auf den Mount Fitzwilliam zugefahren, der mit seinen Farben ins Auge gestochen ist, zudem steht er komplett alleine. Dann haben wir noch am Yellowhead Lake gehalten. Als wir dann in Jasper angekommen sind, versuchten wir verzweifelt ein Geschäft zu finden, welches noch auf hat, jedoch ohne Erfolg. Also sind wir dann auf dem Ice-field Parkway, dem Weg zum Hotel, gefolgt. Am Straßenrand haben wir dann einen Hirsch mit seiner Herde gesehen. Auf dem Highway war die Aussicht, auch aufgrund der untergehenden Sonne sehr schön. Alles schimmerte in einem wunderschönen Licht. Das Hotel liegt direkt an den Sunwapta Falls, die wir aber noch nicht besucht haben. Also genau in den Rocky Mountains.
 

 

12.09.2013 – Jasper/Columbia Icefield
Heute stand der Ice Walk auf dem Athabasca Glacier auf dem Programm. Zunächst sind wir den Icefield Parkway entlanggefahren zum Columbia Icefield. Wir hatten wieder die besten Ausgangsbedingungen, denn es war nicht eine einzige Wolke am Himmel und wir hatten natürlich keine Sonnencreme dabei. Der Guide war sehr freundlich und ein lieber Amerikaner hat uns sogar noch Essen gegeben, da wir ja gestern kein Geschäft gefunden hatten. Nach einem kurzen Stück auf einem Sand-Stein-Weg mussten wir auch schon unsere Hiking-Aufsätze über die Schuhe ziehen. Somit konnte der „Walk“ beginnen. Was man bei dem 6 ½ Std. Walk alles gesehen hat, lässt sich nicht wirklich in Worte fassen; kleine Wasserfälle im Eis, tiefe Höhlen, Schneemassen usw. Es war ein unglaubliches Erlebnis, auch wenn wir jetzt natürlich Sonnenbrand im Gesicht haben und unsere Beine schwer sind wie Blei. Wir sind den Gletscher einmal hoch und dann wieder herunter gelaufen. Das klare blaue Wasser, welches sich dort teilweise in den Höhlen sammelt und sich zwischen dem Eis seinen Weg nach unten in die Flüsse bahnt, lässt einen nur staunen. Als wir endlich wieder Straße unter den Füßen hatten, sind wir noch nach Jasper zum Einkaufen gefahren. Hier haben wir unterwegs auch ein paar Bergziegen gesehen. Vor der Rückfahrt ins Hotel haben wir noch bei den Athabasca Falls gehalten, die mit ihrer Kraft das Gestein ringsherum wunderschön ausgewaschen haben.
 

 

13.09.2013 – Fahrt nach Banff
Der größte Teil der Strecke erfolgte wieder über den Icefields Parkway, d.h. wir hatten wieder die großartige Aussicht auf die Rocky Mountains. Nach dem Columbia Icefield haben wir an den Bridal Veil Falls gehalten, welche man den Berg herunterfließen sah, außerdem hatte man von diesem Aussichtspunkt auch einen schönen Blick auf den Fluss. Weiter ging es auf dem Highway. Der nächste Halt war am Saskatchewan River Crossing, wo man einen schönen Blick auf das Valley hatte, sowie auf die dahinterliegenden Berge. Wir haben unterwegs noch an einem See gehalten, welches der Waterfowl Lake gewesen sein müsste, dieser lag wieder ohne jede Bewegung komplett still zwischen den Bergen. Kurz danach kamen wir beim Bow Summit und dem Peyto Lake an, auch hier hatten wir wie-der eine überwältigende Aussicht. Der nächste Stopp war am Bow Lake, der Strandabschnitt war wirklich schön und im Hintergrund hat man einen Gletscher gesehen. Danach haben wir am Herbert Lake gepicknickt. Anschließend ging die Reise weiter zum Lake Louise, dem eigentlich bekanntestem See in Kanada. Leider hat uns dieser jedoch etwas enttäuscht, ebenso wie das dortige bekannte Fairmont Hotel. Der See wirkte dreckig und aufgrund der vielen Touristen nicht einladend und prickelnd. Bei den vielen anderen Seen, an denen wir inzwischen gehalten hatte, hatte man immer ein „Ohhh“ auf den Lippen, hier fehlte dies leider. Weiter ging es dann auch gleich zum Morraine Lake, der wunderschön war. Der Touristentrubel hat sich hier in Grenzen gehalten. Dort sind wir auch auf einen Steinberg geklettert und konnten von dort oben atemberaubende Fotos machen. Wir hätten auch den Wanderweg auf diesen Berg nehmen können, aber die Strecke kam uns zu lang vor, warum kompliziert wenn es auch einfach geht :) Kurz vor Banff haben wir noch an einem Aussichtspunkt gehalten. In Banff selbst sind wir noch zu den Bow Falls gegangen und haben eine kleine Rundfahrt gemacht. So sind wir auch am Golfplatz des dortigen Fairmont Hotels, welches im Übrigen im Gegensatz zu dem beim Lake Louise sehr gut aussah, ein bisschen wie ein Schloss, vorbei gekommen und haben zwei riesige Hirsche gesehen und konnten diese ein bisschen beobachten. Nachdem wir zugeschaut haben, wie einer der Hirsche mit seinem Geweih neue Löcher in den Golfplatz machte und sich dann auf eben diesen Löchern zur Ruhe bettete, es dann auch langsam anfing zu dämmern, sind wir wieder ins Hotel gefahren und waren anschließend noch in der Old Spaghetti Factory essen. So günstig, reichhaltig und lecker kann man in ganz Kanada nicht essen. Es war wirklich alles im Preis integriert. Brot, Vorspeise, Hauptgericht und ein Eis, sogar die Getränke wurden kostenfrei wieder nachgefüllt. So rund und vollgefuttert hatte der Tag einen wirklich schönen aus-klang.
 

 

14.09.2013 Banff/Calgary
Heute haben wir einen Tagesausflug nach Calgary geplant. Zuvor haben wir noch am Aussichtspunkt der „Hoodoos“ in Banff gehalten, wo wir auch ein kleines Streifenhörnchen gesehen haben. In Calgary sind wir ein bisschen durch die Downtown gelaufen, jedoch hat uns die Stadt leider etwas enttäuscht. Auch die Gärten auf dem Dach im Einkaufszentrum, die im Reiseführer so angepriesen wurden, waren nicht sonderlich beeindruckend. Bereits am frühen Nachmittag sind wir zurück nach Banff gefahren und haben die Stadt und die Souvenirläden erkundet. Den Abend haben wir bei einem Italiener ausklingen lassen.
 

 

15.09.2013 – Fahrt nach Revelstoke
Heute ist der erste Tag unserer Rückreise nach Vancouver. Der erste Halt war bei den Spiral Tunnels der Railway, wo ein bisschen die Geschichte der Eisenbahn bzw. der Tunnel beschrieben wurde. Vor Field sind wir Richtung Takakkaw Falls gefahren, hier haben wir noch an dem Punkt "Meeting of the waters" gehalten, wo sich der Yoho River und der Kicking Horse River treffen. Die beiden Flüsse hatten unterschiedliche Farben, sodass die Ver-schmelzung zu einer Wassermasse sehr gut aussah. Danach sind wir weitergefahren zu den Takakkaw Falls, welches die zweithöchsten Kanadas sind. Man konnte hier bis zu dem Fuß der Wasserfälle herangehen und die Gischt auf der Haut spüren. Besser gesagt war man danach sehr nass. Ich weiß nicht, wie ich auf die Idee kam, heute meine Brille zu tragen, da war ich irgendwie ganz klar im Nachteil. Auch die Natur ringsherum war wieder einzigartig. Kurz danach haben wir an einem Campingplatz gehalten, hier befanden sich in den Bergen darüber Höhenlöcher und wir haben versucht bis zu den Höhlen zu klettern, wir sind ziemlich weit gekommen, mussten dann jedoch abbrechen, da der Weg leider zu unsicher wurde. Dafür haben wir unterwegs ein paar schöne Steine mit Kristallen oder Mineralien (?) gefunden, ein niedliches Streifenhörnchen gesehen und auch eine alte Lore entdeckt. Wir bemerkten jetzt auch, dass Stephan seine normalen Schuhe auf dem Parkplatz der Wasserfälle stehen gelassen hatte und mussten somit noch einmal zurückfahren, um diese zu holen – sie standen wirklich noch da. Die Rückfahrt hat sich auch gelohnt, denn so konnten wir jetzt aufgrund der anderen Sonnenstellung auch sehen, wie sich ein Regenbogen in der Gischt des Wasserfalls abzeichnete. Dann ging es aber wirklich weiter an Field vorbei zu der Natural Bridge. Diese war vorher auch ein Wasserfall, jedoch haben sich die Wassermassen ein Loch durch das Gestein „gegraben“, sodass das Gestein jetzt aussieht wie eine Brücke. Danach ging es dann weiter zum Emerald Lake, der genauso türkis und wunderschön war wie die anderen Seen. Die Strecke führte uns weiter Richtung Golden und dann nach Revelstoke durch Wälder und Berge. Gehalten haben wir noch einmal am Rogers Pass, hier gibt es Tafeln mit der Geschichte dieses Passes und um einen herum hatte man einen schönen Ausblick auf die umliegenden schneebedeckten Berge.
Das Hotel in Revelstoke hat uns wieder vom Hocker gehauen. Es war nicht nur super schön eingerichtet und hatte einen niedlichen Balkon, wir hatten dort jeglichen Luxus, sogar eine Waschmaschine. Wir haben die Chance genutzt um noch unsere Dreckwäsche zu beseitigen, so konnten wir mit fast frischen Sachen wieder nach Hause fahren und hatten dann dort nicht mehr so viel Stress.
 

 

16.09.2013 – Fahrt nach Vancouver
Am Vormittag haben wir noch den Mount Revelstoke Nationalpark erkundet. Im Sommer, wenn die ganzen Blumen dort oben blühen sieht das sicherlich atemberaubend aus. Anschließend sind wir Richtung Sicamous und Salmon Arm gefahren, haben dann ab Kamloops den Goldrush Highway genommen, der unsere Fahrt etwas verlängerte, sodass wir leider in einigen Städten im Dunkeln ankamen und daher z.B. in Yale nicht mehr wie geplant nach Gold suchen konnten. Schade, aber dann vielleicht können wir dann beim nächsten Aufenthalt in Kanada in den Goldrausch verfallen. Dafür sind wir dann im Dunkeln auch in Vancouver angekommen und konnten so die beleuchtete Skyline noch einmal sehen.

 


17.09.2013 – Vancouver
Vormittags haben wir uns den Lynn Canyon Park mit einer Hängebrücke angeschaut. Den Rest des Tages waren wir einkaufen und sind wieder durch die Stadt gelaufen.

 

 

18.09.2013 – Vancouver und Abreise
Heute haben wir die letzten Souvenirs und Mitbringsel besorgt, anschließend ging es schon zum Flughafen und leider wieder zurück nach Hause. Den Mietwagen haben wir dann wieder abgegeben und zwar mit von uns 4750 gefahrenen Kilometern. Die Reise war wirklich extrem beeindruckend und vielseitig. Wir haben viel gesehen, gelernt und gestaunt. Wir waren mehr als traurig, dass die Zeit so schnell verging und werden sicherlich demnächst weitere Orte und Landschaften in Kanada erkunden.

Geplant haben wir die Reise mit folgenden Reiseführern:

Kanada Der Westen - Michael Müller Verlag, Aufl. 2010

Kanada Der Westen - ADAC Reiseführer Plus, Aufl. 2012

Steam Clock, Vancouver

Skyline, Vancouver

Fairmont Empress Hotel, Victoria

Strand bei Parksville

Mc Million Provincal Park

auf Tour mit dem Zodiac / Ucluelet

Long Beach 

Long Beach 

Miracle Beach

Miracle Beach

Telegraph Cove

Whale Watching, Telegraph Cove

Fahrt am Sea to Sky Highway

Shannon Falls

Innenstadt Whistler

Lower Joffre Lake

Blick auf Fraser River

Duffey Lake

Dawson Falls

Helmcken Falls

Clearwater River

Ray Farm

Natural Walk, Valemount

Mount Robson

Moose Lake

Athabasca Galcier/Ice Walk

Athabasca Galcier/Ice Walk

Blick auf Rocky Mountains

Peyto Lake

Morraine Lake

Chipmunk

Meeting of the Rivers (Yoho River/Kicking Horse River)

Takakkaw Falls

Emerald Lake

Mount Revelstoke Nationalpark

Lynn Canyon Park, Vancouver

  • Instagram
  • YouTube Social  Icon
  • Twitter Social Icon