Reisebericht Lübeck & Ostseeküste 2017                

28.04.2017 - Fahrt nach Lübeck

Heute war nur Fahrtag, leider hat der April das Wetter immer noch so ziemlich im Griff. Ansonsten waren wir die 417 Kilometer fast ausschließlich auf der Autobahn unterwegs, bis wir schließlich in Lübeck angekommen sind. Wir fuhren direkt Richtung Innenstadt zum Wohnmobilstellplatz in der Lastadie, direkt an der Trave gelegen und nur einen kurzen Fußmarsch von der Altstadt entfernt. Der Stellplatz war allerdings rappelvoll, also musste eine Ersatzlösung her. Da wir mit dem Kastenwagen nicht allzu groß sind, ließen wir uns dann auf dem Pkw-Parkplatz gegenüber nieder. Einige Wohnmobile standen auch auf dem Bus-Parkplatz, nur war uns das zu unsicher. Der Wohnmobilstellplatz kostet Mo bis Sa 10-18 Uhr 10 EUR, der Pkw-Parkplatz 6 EUR, also haben wir auch noch 4 Euro gespart :-) Erst am nächsten Tag haben wir gesehen, dass ein Stück weiter in der Willy-Brandt-Allee ein weiterer Stellplatz ist. Begrüßt wurden wir auf dem Parkplatz im Übrigen von einer Ratte, das haben wir so auch noch nicht gesehen, aber halb so wild, war ja ganz niedlich das Tier ;-)

 

Gefahren sind wir 417 km.

Lübeck - Blick entlang des Trave

Holstentor

 

29.04.2017 - Lübeck und Travemünde

Unser Tag startete gegen 8 Uhr, bevor die Stadt erwachte. Wir steuerten zunächst das bekannte Holstentor an und hatten Glück, dass jetzt frühs die Sonne doch ihr Bestes gab. Direkt neben dem Holstentor stehen die schönen Salzspeicher. Das älteste Lagerhaus stammt aus dem Jahr 1579. Bevor wir dann weiter in die Innenstadt liefen, machten wir noch einen Abstecher zum „Hellgrünen Gang“, welcher sich in der Engelswisch befindet. Wunderbar diese ganzen kleinen Gänge in Lübeck, die in schöne Innenhöfe führen. Die Altstadt selbst ist so wunderbar, wenn man gerade in einer ruhigen Gasse ist, fühlt man sich glatt in der Zeit zurückversetzt. Sie gehört auch seit 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe und das nicht ohne Grund. Wir liefen anschließend weiter zur St. Jakobi Kirche, dort gegenüber befindet sich das Restaurant „Schiffergesellschaft“, welches optisch deutlich hervorsticht.

Holstentor

Salzspeicher

Hellgrüner Gang

Die Breite Straße führt dann auch direkt ins Zentrum zu ein paar Shoppingmöglichkeiten und auch dem Historischen Rathaus. Vorher frühstückten wir noch gemütlich in der Backfactory, die eine große Auswahl belegter Brötchen und ähnliches hat. Das Rathaus ist sehr sehenswert. Vom Marktplatz aus hat man einen guten Blick auf das „Gesamtkunstwerk“, man kann das Gebäude wirklich so bezeichnen und von der Breiten Straße aus, sieht man die historische Rathaustreppe. Direkt gegenüber befindet sich auch das Niederegger Café und die Torten sahen unglaublich aus. Da tropfte uns der Zahn ;-)

Rathaustreppe

Rathaus Lübeck

Anschließend liefen wir weiter zum Dom, in dem gerade für das am Abend stattfindende Orgelkonzert geprobt wurde. Besonders beeindruckend ist das 17 Meter hohe aus Holz geschnitzte Triumphkreuz. Wir setzten nun unseren Weg weiter fort und bogen in die „An der Mauer“ ein. Besonders schön sind hier die Fachwerkhäuser die in die Stadtmauer eingearbeitet wurden.
Nun traten wir allmählich den Rückweg an und gingen zurück zum Wohnmobil, nachdem wir noch einigen Geschäften einen Besuch abstatteten. Im Übrigen fing es jetzt auch immer mal an zu regnen, was sehr schade ist, von Regen hatten wir erstmal genug. Ein Besuch Lübecks ist sehr lohnenswert und offenbart viel Geschichte. Lübeck feiert in diesem Jahr auch 30 Jahre Weltkulturerbe, weshalb viele kleine und große Aktionen geplant sind (Homepage).

Dom zu Lübeck

Dom zu Lübeck

Halbturm der ehemaligen Stadtmauer

Von Lübeck fuhren wir dann weiter nach Travemünde. Wir folgten der Parkleitroute und parkten beim großen Parkplatz am Kowitzberg. Dort gibt es ebenfalls einen Wohnmobilstellplatz. Bis zur Strandpromenade sind es ca. 7 Minuten, aber dafür hat man keinen Stress bei der Parkplatzsuche. Wir liefen zunächst entlang des Strandes (für Hunde leider verboten) zur Nordmole, allmählich besserte sich auch das Wetter und die Sonne versuchte sich dauerhaft durchzusetzen. Am Strand standen unzählige Strandkörbe, einige wurden jetzt erst noch aufgestellt.

Strand Travemünde

Nordmole Travemünde

Travemünde

Damit sich unsere Hunde auch noch richtig austoben konnten, liefen wir direkt weiter zum Hundestrand und hab hier beginnt auch die schöne Landschaft. Wir trafen durch Zufall gleich einen Chihuahua-Mischling und eine weitere kleine schüchterne Chihuahua-Dame, von denen Gonzo gleich ganz angetan war.

Hundestrand Travemünde

Strand Travemünde

Ca. 17 Uhr gingen wir dann zurück zum Wohnmobil, da wir noch einen Campingplatz suchen wollten. Dieses Vorhaben gestaltete sich, trotz der Campingplatzdichte entlang der Küste, sehr schwer. Entweder waren die Plätze voll, zu, nahmen keine Wohnmobile an oder wollten, dass man mind. 2 Nächte steht. Also suchten wir weiter bis der Wohnmobilstellplatz Ostsee in Pelzerhaken (Auf der Pelzerwiese 45) ausgeschildert wurde. Was Besseres hätten wir gar nicht finden können. Die Lage ist optimal, denn es ist nicht weit bis zum Strand. Eingecheckt wird am Automaten, man bekommt eine Karte, auf der man auch gleich Guthaben für die Dusche/Strom und Wasser aufbuchen kann. Alles sehr unkompliziert. Für 2 Personen auf dem Platz zahlt man 13 EUR, duschen für 4 Min. kostet 1 EUR, Trinkwasser kostet für 10 Liter 10 Cent und Strom kostet bei 2 KWh/24 Std. 1 Euro. Es gibt einen kleinen Kiosk an dem man auch Brötchen bestellen kann und vor dem Campingplatz steht ein Eier-Automat mit frischen Hühnereiern. Die Stellflächen sind sehr groß und allgemein ist alles sehr angenehm, wirklich top.

 

Stellplatzbewertung

Familienfreundlichkeit: 4
Hundefreundlichkeit: 5
Lage: 4 (kurzer Fußmarsch zum Strand, dafür keine Einkaufsmöglichkeiten)
Größe: 5 (ausreichend, sogar für lange Wohnmobile gibt es extra Stellplätze)
Parzellengröße: 5 (ausreichend groß, genug Platz für Markise und Stühle)
Waschräume: 4 (sehr sauber, allerdings extra zu bezahlen)
Entsorgung: 5 (alles neu und sehr sauber)
Preis: 5 (13,00 EUR für 2 Personen, Hunde kostenfrei, allerdings müssen Strom, Wasser etc. zusätzlich gezahlt werden)

 

Gefahren sind wir schmale 69 km.

Wohnmobilstellplatz Ostsee

Wohnmobilstellplatz Ostsee 

 

30.04.2017 - Fehmarn und Grömitz

Noch kurz zum Platz: Die Duschen waren sehr sauber, der Platz ist abends gut beleuchtet und liegt sehr gut. Der Strand von Pelzerhaken hat uns ebenfalls sehr gut gefallen, vor allem ist es dort auch sehr ruhig gewesen. Es gibt auch einige schöne Ferienwohnungen, für alle die kein Wohnmobil fahren :-) Auch der Weg entlang des Strandes eignet sich super für einen Spaziergang oder eine Spazierfahrt mit dem Fahrrad. Wir waren sehr zufrieden und hätten es auch länger aushalten können.

Strand Pelzerhaken

Strand & Leuchtturm Pelzerhaken

Strandpromenade Pelzerhaken

Nichtsdestotrotz checkten wir aus und fuhren in Richtung Puttgarden auf Fehmarn, zum dortigen Naturschutzgebiet „Grüner Brink“. Es gibt zwei große Parkplätze, auf denen Parken von 8-22 Uhr erlaubt ist und einen doch relativ kleinen kostenpflichtigen Parkplatz für Wohnmobile, der allerdings komplett voll war, da die Leute dort kreuz und quer parkten. Also stellten wir uns auf den für Pkw ausgewiesenen Parkplatz, auf dem auch noch viele weitere Wohnmobile – nicht gerade geordnet – geradezu campten. Wir reihten uns „artig“ ein und gingen dann erstmal mit den Hunden zum Naturschutzgebiet. Am Strand waren Hunde nicht erlaubt und zudem handelte es sich um ein beliebtes Kite Surfer Gebiet. Wir liefen entlang der ausgewiesenen Wege bis zum Niobe Denkmal, genossen die Sonne und die Natur. Es handelt sich um ein wirklich schönes Naturschutzgebiet.

Kalb, Naturschutzgebiet Grüner Brink

Naturschutzgebiet Grüner Brink

Niobe Denkmal

Als wir dann wieder zurückkamen aßen wir im Wohnmobil eine Kleinigkeit bevor wir überlegten, wo wir die Nacht verbringen sollten. Wir entschieden uns für einen Stellplatz in Grömitz. Erst auf der Autobahn bemerkten wir die „Verwarnung“, die an unserer Scheibe klebte. 10 EUR sollen wir fürs Falschparken bezahlen, da wir auf einer Pkw-Fläche standen. Wir wissen nicht, ob es die anderen Wohnmobile auch getroffen hat, aber wenn man auf einem riesigen Parkplatz, für Wohnmobile maximal einen schmalen Streifen zulässt und dort dann nicht einmal überwacht, dass die Wohnmobile auch ordentlich stehen, dann kann man sich an einem Wochenende wie diesen (Sonne pur, super Wind zum Surfen und dann auch noch Montag frei) natürlich als Stadt auf ein super Geschäft freuen, denn die Wohnmobile wollen ja dennoch parken. So kann man als Stadt bzw. Gemeinde die Kassen auch füllen. Und statt man dann nur die ermahnt, die auf einem Parkplatz campen, bestraft man gleich alle im Allgemeinen. Finden wir nicht fair und wir fühlen uns stark diskriminiert.

In Grömitz suchten wir kurz den Stellplatz in der Gildestraße, kauften uns ein Ticket und gingen noch kurz zur belebten Strandpromenade und auf die Seebrücke. Das Wetter war immer noch super und so liefen wir noch eine Weile am Strand entlang, bevor wir uns wieder auf den Weg zum Wohnmobil machten. Der Stellplatz hat eine relativ gute Lage und man hat sogar ein bisschen „Ostseeblick“, allerdings finden wir ihn mit 15 EUR doch relativ überteuert. Der Stromanschluss kostet extra sowie auch das Frischwasser. Trotz dessen, dass es entlang der Promenade relativ turbulent zuging, war auf dem Stellplatz nicht viel los und es ist allgemein in der Gegend sehr ruhig.
 

Stellplatzbewertung:

Lage: 5 (Nähe zur Promenade, aber dennoch ruhig)
Größe: 4 (ausreichend)
Parzellengröße: 4 (könnten etwas großzügiger sein)
Hundefreundlichkeit: 3 (Hunde sind natürlich erlaubt, der Hundestrand ist allerdings sehr weit weg.)
Entsorgung: 4 (leider direkt an der Straße)
Preis: 3 (mit 15,00 Euro zu teuer, da Strom und Wasser nicht im Preis inklusive sind)
 

Gefahren sind wir 127,8 km.

Seebrücke Grömitz

Strand Grömitz

Stellplatz Grömitz, Gildestraße

01.05.2017 - Grömitz

Relativ zeitig sind wir noch bis zum Hundestrand gelaufen, der mal wieder ein Stück entfernt gewesen ist. Entlang der Promenade von Grömitz war so gut wie nichts los. Der starke Wind pustete uns ab und an den Sand ins Gesicht und die Sonne glitzerte im Sand. Einige der Strandkörbe wurden richtig „unterspült“. Unsere Hunde sind auch noch auf ihre Kosten gekommen. Ein schönes Seebad, mit einem schönen Strand. Auf dem Rückweg zum Wohnmobil holten wir uns noch unser Frühstück beim Bäcker, welches wir noch genüsslich im Wohnmobil verspeisten, bevor wir die Rückfahrt antraten.

Gefahren sind wir: 484,8 km.

Strand Grömitz

Strand Grömitz

Strandpromenade Grömitz

Fazit: Wir hatten wirklich wieder eine schöne Zeit an der Ostsee und auch das Wetter spielte mit, vor allem am Sonntag war es durchgängig sonnig. Schade ist, dass tatsächlich an vielen Strände nur an kleinen Abschnitten Hunde erlaubt sind, was es eigentlich unmöglich machen würde, einen schönen Strandspaziergang mit den Hunden zu unternehmen. Wir wissen auch, dass die Hunde im Badegebiet nicht frei herumlaufen sollten, aber es wäre doch schon schön, wenn man mit den vierbeinigen Freunden an der Leine dort entlanglaufen dürfte und der Hundestrand bleibt dann natürlich zum Toben. Zudem sind die Hundestrände von den Stell- und Campingplätzen auch immer ein gutes Stück entfernt, sodass man nicht einfach mal „schnell“ mit dem Hund an den Strand kann. Sehr schade, gerade im Sommer, wenn die Hunde sich auch gerne abkühlen möchten. Super ist, dass es so viele zentrale Stellplätze gibt und man so eher selten auf einen Campingplatz angewiesen ist. Die Landschaft entlang der Straßen ist sehr schön und auch die kleinen Orte mit den vielen Backstein-/Klinkerhäusern sind sehr idyllisch. Die Strände sind meist sehr schön, nur an manchen Teilen wurden einige Algen angespült. Enttäuscht hat uns allerdings ausschließlich die Parksituation beim Naturschutzgebiet Grüner Brink.

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