Reisebericht Paris, 2015

Einleitung

Stephan und ich waren 2013 bereits in der Stadt der Liebe <3 und haben dort ein wunderschönes verlängertes Wochenende verbracht. Warum also schon wieder Paris? Über meinen Geburtstag im Mai fahren wir immer weg, warum sollten wir dies nicht auch über Stephans Geburtstag im November machen? Da wir unseren ganzen Urlaub bereits genommen hatten, mussten wir also etwas suchen, was in kurzer Zeit zu erreichen ist und wo ein kompletter Tag reicht, um einfach ein bisschen was zu sehen und dem Alltag zu entkommen. Also fiel die Wahl auf Paris :-) Außerdem wollten wir auch sehen, wie Paris zur Weihnachtszeit aussieht.

 

 

27.11.2015 - Anreise, Dupleix, Eiffelturm, Triumphbogen

 

Leider hatte unser Flug etwas Verspätung, sodass wir ein bisschen unserer kostenbaren Zeit in Paris verloren haben. Als wir angekommen sind war es stark nebelig, man hat beim Landeanflug die Landebahn gar nicht wahrgenommen, die Landung war auch relativ ruckelig. Am Orly Flughafen haben wir uns gut zurechtgefunden. Der Weg zum OrlyVal war gut genug ausgeschildert. Mit diesem etwas überteuerten Verkehrsmittel kommt man bis zur Station „Anthony“ und kann dann von dort bequem mit der Metro weiterfahren. Karten kann man sich auch schon am Flughafen kaufen, jedoch gibt es dort nur das Paristicket für Zone 1-5, welches ebenfalls unverschämt teuer ist. So holten wir uns dann das Paristicket für Zone 1-3 erst am Schalter der Station Anthony. Wir entschieden uns für dieses Ticket, weil wir ohne zu überlegen immer einsteigen wollten etc., ansonsten kommt man mit Einzelfahrkarten billiger, wenn man wenig mit der Metro unterwegs ist.

Bei der Station Dupleix, nicht allzu weit vom Eiffelturm entfernt, sollte unser Hotel liegen. Nun begann also die Suche nach dem Timhotel Tour de Eiffel. Es musste sich dort irgendwo verbergen. Wir gingen probehalber mal in eine Seitenstraße und kamen an wunderbaren kleinen Geschäften vorbei, mit Käse, sorgfältig aufgestapeltem Obst und Gemüse, Fisch sowie Meeresfrüchten in allen erdenklichen Arten. Gleich auf der Ecke gab es auch eine sehr schöne Bäckerei, in der wir uns unser Mittagessen holten: zwei sehr schön belegte Baguettes. Ein Stück weiter haben wir dann auch unser Hotel erspäht. Es schien nicht sehr groß zu sein, wie die Zimmer ausfallen, sollten wir erst nachher erfahren, denn diese waren noch nicht bezugsfertig. Also haben wir unsere Kamera eingepackt, die Koffer abgegeben und sind gleich losgezogen, denn Paris hat gerufen.

Wir liefen direkt zum Eiffelturm, der zu Fuß gut zu erreichen ist. Der Nebel hatte sich noch nicht ganz gelegt, sodass die Spitze des Turms in diesem versank. Wir machten ein paar Fotos und liefen dann über die Pont d’Iéna Brücke weiter in Richtung Triumphbogen. Bei den Straßen des Palais de Chaillot gab es nicht nur viele Straßenhändler, sondern auch einige wirklich begabte Künstler. Auf dem Weg zum Triumphbogen kam auch allmählich die Sonne heraus, sodass sich Paris uns von seiner besten Seite zeigte. Wir gingen durch den Tunnel hinüber zum Triumphbogen und schauten uns das großartige Denkmal mit den Reliefs und den Ornamenten auch mal aus der Nähe an. Anschließend sind wir entlang der Av. des Champs-Élysées noch ein bisschen shoppen gewesen. Ein Pflichtbesuch haben wir wieder dem Disney-Store ;-) abgestattet. Anschließend landet man schon am Weihnachtsmarkt, der mit seinen weißen Buden sehr offen und freundlich ist, aber leider auch sehr teuer was Essen und Getränke angeht. Zurück ging es dann entlang des Grand Palais/Petit Palais in Richtung des Musée de l’Armée. Auf den dortigen Rasenflächen sind zahlreiche Hasen herumgelaufen, ein sehr ungewöhnlicher Lebensraum :-) Anschließend nahmen wir die nächste Metro und fuhren zunächst zum Hotel zurück, schließlich mussten wir noch unser Zimmer beziehen. Dieses ist im Übrigen wirklich sehr klein, allerdings war es relativ frisch renoviert. Das Bad wirkt auf den ersten Blick sehr modern, erst auf den zweiten merkt man, dass das Waschbecken deutlich zu klein für den Wasserhahn ist und dass die Dusche anscheinend falsch konzipiert wurde. Aber ansonsten ließ es sich für die paar Tage hier sehr gut aushalten. Ehrlich gesagt waren wir dann auch so müde, dass wir einfach eingeschlafen sind. Abends haben wir dann einfach noch schnell beim Subway um die Ecke ein Sandwich geholt und haben bis zum nächsten Morgen durchgeschlafen.

 

28.11.2015 - Notre Dame, Louvre, Weihnachtsmarkt

 

Wir sind heute schon besonders zeitig aufgebrochen, damit wir auch etwas vom Tag haben. Also verließen wir bereits um 8:00 Uhr das Hotelzimmer und nahmen die Metro bis zur Station „Chatelet“. So kamen wir direkt beim Tour S. Jacques heraus. Wir genossen den Sonnenaufgang, der die Umgebung der Seine in ein sanftes Orange tauchte und gingen entlang des Palais de Justice und St. Chapelle. Da das Frühstück nicht inklusive war, gingen wir in das Bistro „Stratto“. Die Panini dort sind wirklich lecker, auch wenn der Innenraum zum Sitzen sehr beenget ist. Von dort gingen wir dann direkt weiter zur Notre Dame. Das Licht war gerade perfekt, sodass wir wunderschöne Fotos machen konnten. Es waren so früh am Tage auch noch nicht allzu viele Leute unterwegs, was es umso angenehmer machte. Wir liefen einmal um die Kathedrale herum und waren wieder begeistert von den vielen kleinen Elementen und dem Bauwerk selbst, welches so wunderschön ist. Da wir auch noch einen Magneten für unseren Kühlschrank brauchten gingen wir noch in die Souvenirläden nebenan, die so ziemlich alles bieten. Anschließend liefen wir weiter zum Louvre, diesmal stand wirklich noch die Mona Lisa auf dem Plan, denn 2013 waren wir etwas zu spät und das Louvre schloss bereits, bevor wir sie gefunden hatten. Wir zahlten 15 EUR Eintritt, was unseres Erachtens sogar annehmbar ist für die Menge und Fülle an Kunstwerken, die man dort bestaunen kann. Diesmal liefen wir durch die zahlreichen Gänge direkt zur Mona Lisa und schauten uns unterwegs auch immer mal wieder die Gemälde, Statuen und Fresken an. Der Raum der Mona Lisa war rappelvoll, um das doch relativ kleine Gemälde zu sehen, muss man sich etwas durchdrängeln. Anschließend liefen wir auf die andere Seite des Louvre zum Apartment Napoleons, welches mit all dem Prunk und Glanz sehr beeindruckte. Interessant sind auch immer wieder diese Statuen oder Gemälde, die eigentlich Teil eines Gebäudes waren. So steht z.B. eine alte Tür samt Türbogen an einer Wand. Auch die Gänge und Treppenhäuser beeindrucken, anders kann man das nicht beschreiben. Als wir schließlich zur ägyptischen Abteilung gelaufen sind, kamen wir zunächst an den alten Festungsmauern vorbei, der komplette Gang wurde lila angestrahlt und mit weißen Tüchern ausgehangen. Schließlich kam man an einer Sphinx heraus. Auch hier sind die vielen Sarkophage und die alten Relikte der ägyptischen Geschichte einfach überwältigend. Teilweise kann man kann gar nicht nachvollziehen, wie diese Gegenstände in dieses Gebäude gekommen sein sollen, so groß sind z.B. einige Steintafeln und Statuen. Die Zeit verging unglaublich schnell, als wir den Ausgang suchten und durch das unterirdische Einkaufszentrum geschickt wurden, war es bereits Nachmittag. Wir setzten uns auf eine Bank beim Arc de Triomphe du Carrousel, die Sonne brannte für Novemberverhältnisse geradezu auf der Haut, die Tauben um uns herum bettelten bei den vorbeigehenden Leuten. Wir gingen anschließend weiter in Richtung Museum d’Orsay und suchten dort ein Restaurant, in dem wir 2013 sehr leckere Profiteroles mit Eis und Sahne gegessen haben. Wir fanden dieses auch relativ schnell „Paris-Orsay“, allerdings waren die Profiteroles nicht mehr so lecker wie noch vor 2 Jahren. Dafür war der Kellner sehr nett und sympathisch. Anschließend fuhren wir mit der Metro noch einmal bis zum Eiffelturm, weil wir hofften, diesmal den Turm samt Spitze sehen zu können, allerdings war mit einem Mal auch die Sonne verschwunden. Der komplette Platz war voller Touristen, gestern waren gerade mal eine Hand voll. Wir liefen nun zunächst zum Hotel zurück und ruhten uns etwas aus, bevor wir dann abends noch einmal losgezogen sind. Ziel war das Riesenrad in dem wir 2013 mitgefahren sind und der Weihnachtsmarkt an sich, schließlich wollten wir die Av. des Champs-Élysées auch noch mit der Weihnachtsbeleuchtung sehen. Also fuhren wir mit der Metro zum Place de la Concorde, wo sich auch der l’Obélisque de Louxur und das Grande Roue (Riesenrad) befindet. Wir machten einige Fotos und zur vollen Stunde fing der Eiffelturm in einiger Entfernung an zu glitzern. Wieder ein unglaubliches Schauspiel. Wir gingen nun den Weihnachtsmarkt entlang, welcher wirklich schön ist, auch wenn er am Abend natürlich etwas überlaufen war. Beim Triumphbogen angekommen fuhren wir wieder zurück zum Hotel und holten uns dort beim „Feyrouz“ an der nächsten Ecke noch ein leckeres Sandwich bzw. Kebab.

 

29.11.2015 - Freiheitsstatue, Notre Dame, Invalidendom & Abreise

 

Der Tag der Abreise, wir hätten es wirklich wieder länger in Paris aushalten können J Das Kofferpacken ging schnell und so ließen wir diese einfach wieder im Hotel und machten uns auf den Weg zur Freiheitsstatue. Wir nahmen die U-Bahn, wobei wir später merkten, dass das total sinnlos war, zumal wir uns dann auch noch verlaufen haben, dabei lag die Statue fast direkt neben unserem Hotel. Karten lesen sollte halt gelernt sein ;-) Da wir bisher noch nicht gefrühstückt haben, liefen wir heißhungrig entlang Allée des Cygnes, vorbei an zahlreichen Joggern, zum Eiffelturm. Nach einem kurzen Stück entlang der Quai Branly, auf der wir auch das Haus von Monsieur Blanc mit dem an der Fassade angebrachten Vertikalgarten sahen, beschlossen wir dann doch einfach mit der Metro zur Station „St. Michels“ zu fahren, da wir noch einmal in das Restaurant „A L’Ombre de Notre Dame“ neben der Notre Dame gehen wollten, in dem wir auch 2013 schon einmal waren. Und wie auch 2013 genossen wir dort ein paar leckere Crepes mit Nutella und Bananen. Wir sind aber zugegeben etwas gefräßig und gingen dann auch noch einmal zum Stratto gegenüber dem Palais de Justice. ;-) Nun mussten wir uns entscheiden, wie der weitere Tag verlaufen soll. Eigentlich wollten wir so viel machen, wussten aber auch irgendwie nicht, ob das zeitlich alles machbar ist und so gingen wir – leider – dann doch auf Nummer sicher, denn den Flug verpassen wollten wir später auch nicht, zumal die Fluggesellschaft bereits mitteilte, dass man aufgrund der erhöhten Sicherheitsbedingungen deutlich mehr Zeit einplanen soll. Außerdem mussten wir unsere Koffer auch noch holen. Also strichen wir die Fahrt zur Sacré-Coeur, die wir ursprünglich noch vorhatten und fuhren direkt zum Invalidendom. Bei dem ganzen Gold glitzern die Augen wie die einer kleinen Elster :-)

Nun liefen wir vorbei am Unesco-Gebäude wieder zurück zum Hotel. Unter der Brücke der Metro-Linie war ein großer Markt, über den wir noch schlenderten und schon in Versuchung gerieten uns mit Käse und Fisch einzudecken, was im Handgepäck sicherlich sehr gut bei den anderen Fluggästen angekommen wäre. ;-)

Mit den Koffern befanden wir uns dann schon wieder in der Metro auf dem Weg zum Flughafen. Im Übrigen konnten wir heute komplett kostenfrei fahren, wahrscheinlich aufgrund der Klimakonferenz, jedoch hätte uns die Dame vom Schalter am Freitag mal darüber aufklären können, denn dann wäre unser Paris Visite Ticket deutlich günstiger ausgefallen. Auch der OrlyVal war kostenfrei, aber auch extrem voll. Wir kamen für unseren Geschmack jedoch zu schnell voran, denn jetzt mussten wir doch noch super viel Zeit am Flughafen totschlagen, die wir auch hätten in der Stadt verbringen können. Selbst der Sicherheitscheck ging wie am Fließband. Beim Boarding gibt es auch einfach zu wenige Sitzplätze, sodass man ewig stehen muss. Es ging dort dann einfach nicht voran, sodass der Flug wieder zu spät startete.

Im Übrigen nutzen wir neben Straßenkarte zum Auffinden der Metro-Stationen noch die „Paris Metro Guide“ App. Man gibt einfach nur ein wo man startet und den Haltepunkt und die App rechnet die kürzeste Fahrroute aus, auch ohne mobiles Internet.

 

Fazit:

Paris ist und bleibt eine wunderschöne Stadt, auch wenn es immer mal wieder ein paar dreckige Ecken gibt, was uns erst in diesem Jahr besonders stark aufgefallen ist. Es gibt so viel zu sehen und immer wieder Neues zu entdecken. Das Essen ist großartig und allgemein das gesamte Flair der Stadt. Wir lieben es durch die Straßen zu schlendern, vorbei an den kleinen Cafes und den unglaublichen Altbauten. Die Touristenhighlights sind nicht umsonst Highlights, denn was die Menschen damals geschaffen haben, ist einfach überragend und fesselnd. Leider hatten wir diesmal wieder nur drei Tage, aber es werden nicht die letzten drei Tage in Paris gewesen sein. Auf dem Plan stehen auf alle Fälle noch das Moulin Rouge, Sacré-Coeur und ein Besuch auf dem Montparnasse-Tower, denn dies haben wir 2013 auch noch nicht „abgehackt“, obwohl wir fast direkt daneben gewohnt haben. Also: Paris wir kommen wieder! :-)

Käsefachhandel in Dupleix

Eiffelturm

Triumphbogen

Petit Palais

Musée de l’Armée

Notre Dame

Pyramide des Louvre

Apartment Napoleons

Eiffelturm bei Nacht

Grande Roue

Freiheitsstatue

Vertikalgarten Monsiuer Blanc

Notre Dame

Invalidendom

Markt unter U-Bahnstation Dupleix

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