Reisebericht Rügen 2018

23.03.2018

Nach unsere ca. 4 ½-stündigen Anfahrt nach Göhren auf Rügen waren wir froh, als wir die Einfahrt zur Villa Granitz direkt fanden. Wir checkten ein und räumten zunächst das Auto aus und richteten uns kurz in unserem Apartment ein. Für unser kleines Apartment in der Villa Granitz zahlten wir 158 EUR inkl. Hunde und Kurtaxe. Wir gingen natürlich als nächstes direkt hinunter zum Strand, jedoch war es so windig, dass wir nach kurzer Zeit bereits den Rückweg antreten mussten, denn nicht nur unseren Hunden wurde der Sand um die Nase geweht, sondern auch uns. Wir beschlossen daher, noch durch den Wald zum Nordperd zu wandern, es war zwar weiterhin extrem windig, aber immerhin peitschte uns nicht mehr der Sand entgegen.

Nordperd

Nordperd

Wir liefen bis zum Südstrand und von dort dann wieder zurück zur Unterkunft. Da bei unserer Unterkunft auch das Café Jannys liegt, gingen wir dort noch eine Kleinigkeit essen. Anschließend war der Tag dann auch schon fast zu Ende.

Südstrand Göhren

Südstrand Göhren

24.03.2018

Der Tag startete mit einem kleinen Spaziergang zur Seebrücke von Göhren. Zum Wind kamen über Nacht auch noch eisige Temperaturen hinzu und so packten wir uns dick ein, bevor wir uns dann auf dann nach draußen begaben. Die Kälte hat über Nacht nicht nur den Strand vereist, sondern auch wunderbare Eisformationen an der Seebrücke hinterlassen. Die hintere Plattform war komplett vereist und bot ein einzigartiges Schauspiel.

Seebrücke Göhren

Seebrücke Göhren

Seebrücke Göhren

Strand von Göhren

Unsere kleinen Scheißer fanden das nicht so super und so brachten wir sie zurück zur Unterkunft, bevor wir zum Schloss Granitz fuhren. Der Parkplatz ist ein Stück vom Schloss entfernt, und so liefen wir zunächst die 15 bis 20 Minuten zum Jagdschloss. Der Eintritt kostet 6 EUR pro Person. Das Schlossmuseum ist sehr interessant und die Ausstellungen waren ziemlich gut aufbereitet. Besonders das interaktive Tagebuch der Fürstin Wanda Marie zu Putbus in der man ihre historische Reise nach Ägypten nachverfolgen kann, hat uns sehr gut gefallen. Leider war jedoch die Aussichtsplattform im Turm geschlossen, von der man eigentlich einen sehr schönen Ausblick auf Rügen hat. Es kam jetzt sogar immer mal wieder die Sonne heraus, was an den Temperaturen allerdings nicht änderte. Wir liefen zurück zum Parkplatz. Entlang der Strecke überquert man auch die Schienen des Rasenden Rolands, natürlich mussten wir kurz warten, als wir den Zug in einiger Entfernung heranfahren hörten, um ein paar Fotos zu machen. Die Parkkosten schockierten uns dann allerdings. Wir zahlten 6 EUR. Diese konnten wir im Übrigen nur geradeso bezahlen, denn der Automat nimmt nur Kleingeld, 10 EUR und 5 EUR-Scheine. Hätten wir das Geld nicht in Münzen zusammenkratzen können, hätten wir den 2 km weiten Weg zum Schloss noch einmal zurücklaufen müssen, denn jetzt in der Nebensaison war das kleine Service-Häuschen auf dem Parkplatz nicht geöffnet.

Jagdschloss Granitz

Jagdschloss Granitz

Rasende Roland

Jagdschloss Granitz

Jagdschloss Granitz

Rasende Roland

Anschließend fuhren wir weiter nach Binz. Der Wind wurde immer schlimmer und somit wurde es tatsächlich noch kälter. Es fing sogar an zu schneien. Für das Parken (1 ½ Stunde) zahlten wir in Binz dann auch 3 EUR. Auf dem Weg zur Seebrücke kamen wir an wunderschönen Häusern in der typischen Bäderarchitektur vorbei. Ein wirklich schöner Ort. Wir gingen auf der Seebrücke bis hinten, denn dort wartete eine komplett überfrorene Plattform auf uns. Naja, als wir dort angekommen sind, hatten wir dann auch schon den einen oder anderen Eiszapfen an der Nase :-) Wir konnten es zudem kaum vermeiden, auch von der eisigen Gischt getroffen zu werden.

Seebrücke Binz

Sicht auf Binz

Sicht auf Binz

Strand von Binz

Unser nächstes Ziel für heute war dann Sassnitz. Schon auf dem Weg zur Mole bzw. zum Leuchtturm konnten wir wunderbare Blicke auf den vereisten Leuchtturm genießen. Wir stoppten direkt an der Straße und machten ziemlich viele Fotos von dem Leuchtturm, der ständig von der Gischt des Wassers „umringt“ wurde. Eigentlich wollten wir dann auch noch bis zum Leuchtturm laufen, allerdings war es so stürmisch, dass wir absolut durchnässt hinten angekommen wären. Das Risiko wollten wir dann doch nicht eingehen und so fuhren wir von Sassnitz weiter nach Sellin.

Leuchtturm von Sassnitz

vereistes Sassnitz

Leuchtturm von Sassnitz

vereistes Sassnitz

Vorher machten wir noch einen Halt am Strand von Prora und liefen dort ein bisschen herum. Der Sand war fast komplett vereist und hat teilweise in Platten dagelegen.

Strand von Prora

Strand von Prora

Strand von Prora

Strand von Prora

In Sellin blieben wir dann nicht mehr so lange. Die Seebrücke war zwar nur im hinteren Teil vereist, sah aber mit dem leichten Schnee dennoch sehr schön aus. Naja, inzwischen waren wir auch so ziemlich durchgefroren und fuhren im Anschluss wieder zurück nach Göhren, Vorher gingen wir allerdings noch einkaufen, um uns dann im gemütlich warmen Apartment noch einen schönen Abend machen zu können.

Seebrücke von Sellin

Sellin

 

25.03.2018

Heute war eigentlich Abreisetag, wir wollten uns dennoch etwas anschauen und fuhren daher zunächst nach Klein Zicker. Wir parkten auf dem kleinen Parkplatz vor dem Ort und liefen von dort ein bisschen am Strand entlang. Das Ufer und die Steine waren gefroren und bildeten somit mit der Sandsteilküste einen sehr schönen Kontrast und auch ein sehr schönes Motiv :-) Wir gingen dann die Treppe hinauf zum Ort und liefen entlang der kleinen Häuser zurück zu unseren Auto. Es gibt dort wirklich einige schöne Ferienhäuser.

Klein Zicker

Klein Zicker

Klein Zicker

Thiessow

Auf dem Rückweg hielten wir an der L292 (kurz nach Thiessow) noch einmal am Strand. Der Parkplatz liegt auf der gegenüberliegenden Straßenseite und ein kleiner Weg führt durch ein Waldstück dann zum Strand. Die Dünenanlage dort wurde neu bepflanzt, sodass der Sand ungebremst herumwirbeln konnte, was unseren Fellnasen gar nicht gefiel, also mussten wir dann relativ schnell wieder zurück zum Auto. Spontan beschlossen wir dann noch einmal nach Sassnitz zu fahren, um zu prüfen, ob der Weg zum Leuchtturm heute frei wäre. Auf alle Fälle tobten heute die Wellen nicht mehr ganz so stark wie gestern und so wagten wir den extrem glatten und 1450 Meter langen Weg hinter zum Leuchtturm. Schon die Eismassen entlang der Mole waren beeindruckend, doch der zugefrorene Leuchtturm aus der Nähe war einfach unglaublich. Wir verbrachten eine ganze Weile dort und genossen den Anblick, machten Fotos und passten auf, dass wir nicht doch von einer Welle erwischt wurden. Da es heute doch ein bisschen wärmer war, spürten wir deutlich, wie das ganze Eis langsam aber sicher antaute und so wurde der Rückweg noch einmal eine ziemliche Schlitterpartie. Aber das war es wirklich wert.

Mole von Sassnitz

Mole von Sassnitz

Leuchtturm Sassnitz

Blick auf Sassnitz

Leuchtturm Sassnitz

Leuchtturm Sassnitz

Schließlich stiegen wir dann wieder ins Auto und traten die Rückfahrt an. Wir hatten wirklich ein paar faszinierende Tage auf Rügen und obwohl es so kalt war, sind wir so froh, dass wir die Ostsee einmal so eisig erleben konnten. Die Eisformationen an den Seebrücken und gerade am Leuchtturm haben uns teilweise kopfschüttelnd dastehen lassen. Es ist wirklich unglaublich, zu was die Natur so in der Lage ist.

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