Reisebericht Südnorwegen & Schweden - Teil 1

27.08.2020

  • Anreise Rostock

 

Aufgrund der Corona-Regelungen kam in diesem Jahr mal wieder alles anders als gedacht. Ursprünglich wollten wir unseren September-Urlaub eigentlich in Schottland verbringen. Die Fähre hierfür hatten wir schon im Januar gebucht. Doch da Großbritannien Frankreich zum Risikogebiet erklärt hat, durften wir mit der Fähre von dort nicht mehr einreisen. Also haben wir unsere Fähre storniert und uns überlegt, unserem neuen Wohnmobil mal Norwegen zu zeigen. Eigentlich hatten wir dann geplant, bis Sonntag nach Hirtshals in Dänemark zu fahren und dort die Fähre nach Kristiansand zu nehmen. Doch dann kam die Ankündigung, dass auch Norwegen voraussichtlich Deutschland als Risikoland einstufen wird und eine Einreise ab Samstag nur noch mit 10-tägiger Quarantäne möglich sein wird. Also brauchten wir einen Notfallplan. Wir hatten zwar unser Wohnmobil schon etwas vorbereitet, aber eben noch nicht komplett. Für Freitag hatten wir eigentlich noch keinen Urlaub und ein bisschen Arbeit lag auch noch auf unserem Tisch. Nur, wenn wir nach Norwegen wollten, mussten wir unbedingt noch am Freitag die Grenze überqueren. Also haben wir sehr kurzfristig für den Freitag Urlaub genommen. Eine Fähre von Rostock nach Trelleborg gebucht und in Windeseile alles abgearbeitet, was noch auf unserer To-Do-Liste stand. So konnten wir heute am Nachmittag unsere Segel setzen und nach Rostock fahren. Alles in der Hoffnung, dass wir morgen die Grenze nach Norwegen überqueren dürfen. Wir parkten für diese Nacht einfach wieder beim Bordershop gegenüber der HEM Tankstelle am Fährhafen.

Gefahren sind wir 353,1 km.

28.08.2020

  • Fähre Rostock – Trelleborg

  • Fahrt bis Halden in Norwegen

 

Unsere Fähre nach Trelleborg legte 8 Uhr ab. Inzwischen lief der Check-in kontaktlos über das Internet und wo einem sonst Mitarbeiter die Boarding-Papiere ausgehändigt haben, stand ein Automat, der uns einfach die Boarding-Karten ausdruckte. Nach dem Passieren einer weiteren Schranke standen wir schon brav eingereiht in unserer Lane und warteten darauf, dass wir auf die Fähre fahren dürfen. Die Fähre war bei weitem nicht ausgebucht und es standen erstaunlich wenig Wohnmobile mit uns drauf. Wir haben uns den „Luxus“ einer Hundekabine gegönnt, so hatten wir einen ruhigen Bereich für uns, mit eigenem Bad und Betten. Nachdem die Fähre abgelegt und wir Warnemünde hinter uns gelassen hatten, gingen wir dann auch in unsere Kabine und verbrachten die Überfahrt dort. Für unsere Hunde war das super, sie konnten sich die ganze Überfahrt frei bewegen. Zwischendurch gingen wir noch einmal an Deck zum Hundeklo, welches ein Sandkasten mit Baumstamm war, aber durchaus seinen Zweck erfüllte, und dann kamen wir gegen 14 Uhr auch schon in Trelleborg an. Dann hieß es für uns – auf dem direkten Weg ab nach Norwegen – denn anders hätten wir es auch nicht gedurft. Verlockend waren zwar die ganzen ausgeschilderten Sehenswürdigkeiten unterwegs, auch hätten wir wirklich gerne einen Abstecher an die schöne Schärenküste unternommen, aber abgesehen davon, dass dies nicht erlaubt gewesen wäre, hatten wir auch noch die Zeit im Nacken. Laut Navi sollten wir gegen 20 Uhr in Norwegen ankommen, vorausgesetzt wir landen in keinem Stau. Wir hielten nur einmal entlang der Strecke, um mit den Hunden eine kleine Runde zu gehen und uns selbst kurz die Füße zu vertreten und dann fuhren wir auch schon wieder weiter. Uns begleitete fast durchgehend ein feiner Nieselregen, der erst ein paar Kilometer vor Norwegen aufhörte – was für uns ein gutes Zeichen war. 20:30 Uhr überquerten wir dann die norwegische Grenze. Die Streckenführung war so angelegt, dass man sich der Grenzkontrolle nicht hätte „entziehen“ können. Der nette Polizist fragte allerdings nur nach unseren Ausweisen und ob wir Urlaub machen wollen. Jegliche Bestätigungen, dass wir erst heute angekommen sind etc. haben ihn gar nicht interessiert. Wir durften dann direkt weiterfahren. Wir waren also in Norwegen – unsere Freude war riesig, erst recht, weil in unserem Kopf sich so viele Szenarien abgespielt haben und es schlussendlich so einfach war.

​Abfahrt in Rostock

Abfahrt in Rostock

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sicher verstaut auf der Fähre

Wir fuhren jetzt nur noch zur nächstgelegenen Stadt – Halden – und steuerten dort den kostenfreien Stellplatz in der „Walkers Gate 18“ an. Der Platz liegt zwar nicht sonderlich schön und er ist aufgrund von Zügen im Hintergrund und vorbeifahrenden Autos auch nicht gerade ruhig, aber er ist immerhin kostenfrei. Das war uns aber dann für heute egal. Zudem verfügt er über eine kostenfreie Ver- und Entsorgung. Morgen stehen dann zunächst die Festung von Halden auf dem Programm und im Anschluss müssen wir entscheiden, wohin es uns dann verschlägt. Diesmal haben wir keinen festen Plan, da ja alles mehr oder weniger spontan vonstattenging.

Für das Abendessen nutzten wir erstmals unseren Omnia – zwar nur um Brötchen aufzubacken – aber das hat schon einmal super geklappt :-)

Gefahren sind wir heute 491 km.

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Stellplatz in  Halden

29.08.2020

  • Festung Fredriksten, Halden

  • Gräberfeld von Borre

  • Stavern

 

Wir ließen uns heute Morgen ziemlich viel Zeit. Gingen zunächst noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen, tanken usw. und fuhren dann hinauf zur Festung Fredriksten in Halden. Direkt vor der Festungsanlage befindet sich ein Parkplatz, man kann aber natürlich auch aus der Stadt hochlaufen. Die Festungsanlage ist relativ groß und der Zutritt ist kostenfrei. Wir beschränkten uns dennoch darauf, direkt zum Aussichtspunkt mit Blick auf Halden zu gehen. Die Aussicht ist nicht schlecht, aber in Norwegen gibt es natürlich noch schönere Viewpoints. Aber da wir schon einmal in Halden waren, wollten wir natürlich die Möglichkeit nutzen.

Festung Fredriksten

Festung Fredriksten

Festung Fredriksten

Festung Fredriksten

Festung Fredriksten

Festung Fredriksten

Festung Fredriksten

Festung Fredriksten

Wir fuhren im Anschluss eigentlich weiter nach Fredrikstad. Auch dort wollten wir uns die Festung bzw. Gamle Fredrikstad anschauen, doch uns war dort tatsächlich zu viel los, weshalb wir dann den direkten Weg in Richtung Drammen weiterfuhren. Wir fuhren zunächst weiter südlich und unser nächster Stopp war dann in Borre beim Borrehaugene (Gräberfeld). Wenn man sowieso in der Gegend ist, kann man ruhig einmal abfahren. Bei den dortigen Hügelgräbern handelt es sich um die größte Ansammlung in den nordischen Ländern. Wir waren leider etwas enttäuscht, da außen an den Gräbern keine Informationstafeln standen und man dadurch auch irgendwie nicht so richtig den Eindruck hatte, als würde es sich um etwas historisch Wertvolles handeln. Schön ist allerdings, dass an der Küste auch eine Art Wanderweg entlangläuft und man Borre auch als super Ausgangspunkt für einen Spaziergang nutzen kann. Wir verbrachten noch eine Weile dort am Strand und am kleinen Hafen. Daneben befindet sich noch das Midgard Vikingsenter, der Zutritt kostet 90 NOK und beinhaltet u.a. auch den Besuch der Wikingerhalle, die Ausstellung und eine Führung durch den Park.

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Festung Fredriksten

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Festung Fredriksten

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Festung Fredriksten

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Festung Fredriksten

Unser nächster Halt sollte dann auch gleichzeitig unser Übernachtungsplatz sein. So entschieden wir uns für einen Parkplatz in Stavern. Wir hatten es dann nicht weit zu der Minnehallen und der wunderschönen Küste von Stavern, wo wir nach Ankunft das schöne Abendlicht genossen. Nachdem die Sonne hinter den Bäumen verschwunden war und alles in Schatten getaucht wurde, gingen wir zurück zum Womo und ließen dort unseren Tag ausklingen.

Gefahren sind wir 260,7 km.

​Minnehallen Stavern

Minnehallen Stavern

​Stavern

Stavern

​Stavern

Stavern

​Stavern

Stavern

30.08.2020

  • Risør

  • Evje

 

Am Morgen gingen wir auf der Hunderunde erneut zur Minnehalle, um nochmals den Ausblick auf die Schärenküste von Stavern zu genießen.

Minnehallen Stavern

Minnehallen Stavern

Stellplatz Stavern

unser Platz für die Nacht

Da unsere Reise in diesem Jahr eher ungeplant verlief, gaben wir als nächstes Risør ins Navi ein, hatten aber die Hoffnung, dass zwischendurch noch eine Ausfahrt/Sehenswürdigkeit ausgeschildert ist, die wir noch nicht kannten. Da allerdings die komplette Strecke auf der Schnellstraße verläuft, bot sich hier kaum etwas an. Zwischendurch hielten wir beim Osterholtheia Rastplatz , dieser befindet sich an einem kleinen See und ist auch als Badeplatz ausgeschildert.

Osterholtheia Rastplatz

Osterholtheia Rastplatz

Osterholtheia Rastplatz

Osterholtheia Rastplatz

Wir genossen dort unser Frühstück und fuhren dann die wenigen Kilometer bis Risør weiter. Ein großer Parkplatz und auch ein Wohnmobilstellplatz sind ausgeschildert. Der Stellplatz ist kostenpflichtig, wie auch der Parkplatz. Allerdings entfallen am Sonntag die Parkgebühren für den regulären Parkplatz :-) Wir schnappten uns unsere Hunde und liefen direkt zum Hafen. Mit all den weißen Häusern und den Booten wirkt Risør so idyllisch. Wir genossen es einfach am Wasser entlangzulaufen.

Wir wollten hinauf zum Risørflekken – einem wunderbaren Aussichtspunkt – der Weg hinauf ist gut ausgeschildert. Der herausstehende Felsen wurde weiß angestrichen, sodass er gut sichtbar ist :-) Oben angekommen ließen wir uns auf den bunt angemalten Bänken nieder und genossen eine Weile den Ausblick auf Risør und den Hafen. Es war einfach herrlich.

Risør

Risør

Ausblick vom Risørflekken 

Ausblick vom Risørflekken 

Risør

Risør

Risør

Risør

Risør

Risør

Risør

Risør

Es war Sonntag und es war so wenig los, wir lieben diese Ruhe und genossen es einfach, dass man das Gefühl hatte, den Ort für sich zu haben. Nach einer Weile gingen wir zurück zum Womo und gaben unser nächstes Ziel ins Navi ein. Da wir morgen direkt mit einer Wanderung starten wollen, fuhren wir nach Evje, also etwas abseits von der Küste. Auf unserem Weg hielten wir kurz in Froland Verk, dort gibt es einen Badeplatz sowie ein Denkmal. Das Denkmal für Niels Henrik Abel befindet sich direkt an der Einfahrt zum Parkplatz. Der See befindet sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite und bei Interesse kann man dort im Übrigen auch kostenpflichtig mit dem Wohnmobil über Nacht stehen.

​Froland Verk

Froland Verk

​Froland Verk

Froland Verk

Kurz nach unserem kleinen Stopp fing es an zu regnen. Wir waren ganz perplex, denn Regen war überhaupt nicht vorhergesagt… Die Strecke nach Evje wäre eigentlich sehr sehenswert und führt immer wieder vorbei an Flüssen und Seen, nur mit dem Regen, der teilweise auch in Graupel umschlug, haben wir nicht so viel gesehen. Trost war, dass kurz vor Evje die Sonne wieder herauskam. Wir fuhren lediglich noch auf den Stellplatz im Alfred Uglands veg 15-9. Dieser liegt leider direkt neben einer großen Baustelle und auch sonst ist er nicht sehr sehenswert, aber eben kostenfrei und daher zweckmäßig. Morgen wollen wir in Evje noch einige Besorgungen machen (wir haben unser Ladekabel für die GroPro zu Hause vergessen und müssen auch noch ein paar Schrauben besorgen, denn unsere obere Schublade hat sich erneut selbstständig gemacht) und dann hinauf zum Himmelsyna wandern.

Gefahren sind wir 237,4 km.

 

 

31.08.2020

  • Himmelsyna

 

Wie geplant, gingen wir in Evje noch einkaufen. Wir fanden auch ein Kabel für unsere GroPro, nur an der Schublade wollten wir doch nicht richtig „rumwerkeln“, damit wir hier keine Probleme mit der Garantie bekommen. Unsere Zwischenlösung ist ein Klettpunkt, der die Schublade zu hält. Nicht schön, aber zweckmäßig und selten :-) Nachdem wir das alles erledigt hatten, fuhren wir etwas nördlich in Evje nach rechts auf die Fv306 und folgten der Straße bis zum Parkplatz beim Høgas Skianlegg (ist ausgeschildert). Von dort startet dann die Wanderung zum Himmelsyna, erst als wir zurück waren, haben wir bemerkt, dass es zwei Routen gibt. Beide wohl hin und zurück ca. 11 km lang. Wahrscheinlich wäre die eine etwas besser gewesen, als die, die wir „gewählt“ haben. Wir liefen zunächst durch das Gebiet mit den Ferienwohnungen und kamen dann auf eine Loipe, wenn man dieser folgt, kommt man ebenfalls auf den Gipfel, um die Strecke etwas abzukürzen zweigt der Wanderweg an einigen Stellen dann ins „Dickicht“ ab. Man kommt immer mal wieder an kleineren Seen vorbei.

​Wanderung Himmelsyna

Wanderung Himmelsyna

​Wanderung Himmelsyna

Wanderung Himmelsyna

​Wanderung Himmelsyna

Wanderung Himmelsyna

​Wanderung Himmelsyna

Wanderung Himmelsyna

Wir haben dann leider einmal den Abgang auf den Wanderweg übersehen und sind auf der Loipe weitergelaufen. Leider wurde diese wohl schon für die Wintersaison vorbereitet, also geglättet, denn die komplette Strecke wirkte umgegraben und war entsprechend matschig. Auch der reguläre Wanderweg war an einigen Stellen ziemlich schlammig, also ist wasserfestes Schuhwerk für diese Wanderung ein Muss. Sogar an einem Biberbau sind wir vorbeigekommen :-) Und auch Elchspuren im Schlamm haben wir gesehen. Das letzte kleine Stückchen hinauf auf den Gipfel verlief dann entlang einer baumlosen Ebene und man hatte schon jetzt einen wunderbaren Ausblick auf die Umgebung. Oben angekommen setzten wir uns eine Weile hin, außen unseren heute Morgen gekauften Apfelkuchen und genossen einfach die Ruhe und die Aussicht. Es war einfach herrlich.

Wanderung Himmelsyna

Wanderung Himmelsyna

Wanderung Himmelsyna

Wanderung Himmelsyna

Wanderung Himmelsyna

Wanderung Himmelsyna

Wanderung Himmelsyna

Wanderung Himmelsyna

Nach einiger Zeit gingen wir den gleichen Weg zurück, den wir gekommen sind, auch, weil es oben nicht anders ausgeschildert war, obwohl wir vorher gelesen hatten, dass es wohl ein Rundweg sein kann. Naja egal, die Natur die wir unterwegs gesehen haben, war dennoch wunderschön. Nachdem wir wieder beim Wohnmobil waren, zeigte unsere Fitness-Uhr 13,89 km, aber wie gesagt, das lag eher daran, dass wir ab und an mal falsch abgebogen sind. Auf dem Rückweg haben wir dann die richtigen Ausschilderungen gefunden und waren entsprechend schneller. Es hilft also, ob und an mal die Augen aufzumachen ;-)

Wanderung Himmelsyna

Wanderung Himmelsyna

Wanderung Himmelsyna

Wanderung Himmelsyna

Wanderung Himmelsyna

Wanderung Himmelsyna

Wanderung Himmelsyna

Wanderung Himmelsyna

Wir fuhren im Anschluss in Richtung Rystad. Eigentlich hatten wir gehofft, unterwegs noch eine Entsorgungsstation zu finden, aber leider ohne Erfolg, also verschieben wir das einfach auf morgen. Kurz nach Evje hielten wir schon beim ersten Rastplatz, den wir noch von 2018 kannten. Dort fließt der Otra mit beachtlichen Wassermassen als Syrtveitfossane an einen vorbei. Nach ein paar Fotos stiegen wir wieder ins Wohnmobil und setzten unseren Weg fort.

​Syrtveitfossane

Syrtveitfossane

Die Landschaft entlang der E9 war wirklich schön. Die Strecke führt entlang dem See Byglandsfjorden und man erhascht immer wieder wunderbare Blicke auf den See und teilweise auch auf seine Strände. Wir überlegten erst in Rystad zu übernachten, aber fanden dort keine ordentliche Möglichkeit, weshalb wir dann auf die Fv337 abbogen, denn morgen steht die Wanderung zum Kjeragbolten auf dem Programm. Etwas später wurden wir beim Brokke Alpine Center fündig, hier befindet sich ein großer Schottparkplatz direkt am Fluss. Man stört hier niemanden und wird auch nicht gestört :-)

Heute Abend haben wir dann erstmals Pizza bzw. Calzone im Omnia zubereitet. Es hat super geklappt, war mega lecker und der Omnia hat sich somit unbezahlbar gemacht. Es ging sogar verhältnismäßig sehr schnell :-)

Gefahren sind wir heute 106,8 km.

​Parkplatz Brokke

Parkplatz Brokke

​Parkplatz Brokke

Parkplatz Brokke

​Parkplatz Brokke

Parkplatz Brokke

Calzone im Omnia

Calzone im Omnia :-)

01.09.2020

  • Wanderung Kjeragbolten

 

Nach einer kurzen Runde mit den Hunden fuhren wir auch schon los. Wir hatten noch ein paar Kilometer vor uns, bevor wir zur Wanderung zum Kjeragbolten aufbrechen können. Anfangs war unsere Strecke entlang der Fv337 leider noch sehr wolkenverhangen, doch dies änderte sich dann etwas später und die Sonne kämpfte sich durch den Hochnebel. Die Landschaft entlang unserer Route war wieder einmal wunderschön, wir haben ehrlich gesagt gar nicht damit gerechnet, dass wir hier ein solch schönes Fjell durchfahren, daher waren wir umso glücklicher, als sich dann diese wundervollen Naturschönheiten vor uns auftaten. Ab einem Punkt kamen wir kaum noch weiter, da die Straße belagert wurde von Schafen, rechts, links, vor uns und hinter uns waren überall Schafe und wir mussten uns dort ganz langsam durchkämpfen. Wir gehen davon aus, dass diese gerade aus dem Gebirge zusammengetrieben wurden und daher in einer solch vermehrten Anzahl in unseren Weg liefen :-) Aber es war wirklich ein Erlebnis…

​entlang des Lyseveien

entlang des Lyseveien

​entlang des Lyseveien

entlang des Lyseveien

Kurz nach Suleskard bogen wir in Richtung Lysebotn ab. Hier wurde die Landschaft nach kurzer Zeit noch schöner und beeindruckender. Wir hielten an einem kleinen Teich mit sehr vielen Steinmännchen, wenn man hier etwas nach hinten läuft, hat man einen wunderbaren Ausblick auf einen See.

​entlang des Lyseveien

entlang des Lyseveien

​entlang des Lyseveien

entlang des Lyseveien

​entlang des Lyseveien

entlang des Lyseveien

​entlang des Lyseveien

entlang des Lyseveien

Kurze Zeit später kamen wir beim Parkplatz des Kjeragbolten an, ein netter Herr begrüßte uns, das tröstete uns allerdings nur wenig über die Tatsache hinweg, dass wir 300 NOK (!) fürs Parken bezahlen müssen. Dies kann man zwar mit Kreditkarte machen, aber dennoch ist solch ein Preis absolut überteuert. Man hätte wohl höchstens weiter oben Parken können und z.B. vom Langvatn zum Kjeragbolten wandern können, diese Wanderung ist dann aber mal eben mind. 5 km länger. Unsere Hunde ließen wir im Auto, weniger, weil wir es ihnen nicht zugetraut haben, sondern eher, weil wir die Hände frei haben wollten, um uns festzuhalten, denn bereits zum Beginn des Weges zeigte er, was in ihm steckt. Es geht immer wieder steil bergauf und man kann sich an einer gespannten Kette hinaufziehen oder einfach nur festhalten. Die Landschaft und die Ausblicke entlang der Wanderroute sind wirklich wunderschön und man nutzt diese auch gerne, um kurz zu verschnaufen. Wir sind derzeit auch nicht wirklich im Training, weshalb uns die Wanderung wahrscheinlich doch ziemlich geschafft hat, aber die ersten Kilometer sind teilweise wirklich haarig. Ohne Kondition sollte man deutlich mehr Zeit einplanen, damit man sich die nötigen Pausen nehmen kann.

​Wanderung Kjeragbolten

Wanderung Kjeragbolten

​Wanderung Kjeragbolten

Wanderung Kjeragbolten

​Wanderung Kjeragbolten

Wanderung Kjeragbolten

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Wanderung Kjeragbolten

​Wanderung Kjeragbolten

Wanderung Kjeragbolten

​Wanderung Kjeragbolten

Wanderung Kjeragbolten

​Wanderung Kjeragbolten

Wanderung Kjeragbolten

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Wanderung Kjeragbolten

Laut Ausschilderung soll der Hinweg 4,9 km lang sein, wir hatten zum Schluss jedoch etwas über 12 km auf unserem Fitness-Tracker stehen. Das letzte Stück läuft man über eine Hochebene, dieses Stückchen ist dann deutlich einfacher. Der gesamte Weg ist sehr gut ausgeschildert, wenn man sich aber nicht so auf den Weg konzentriert und nicht immer mal wieder nach dem „roten T“ Ausschau hält, geht man doch ab und an mal einen nicht vorhergesehenen Weg, der dann aber irgendwie doch wieder zu einem T führt :-) Die letzten paar Meter zum Kjeragbolten mussten wir durch eine kleine Schlucht klettern und dann sahen wir schon den zwischen zwei Felsspalten eingekeilten bekannten „Bolzen“.

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Wanderung Kjeragbolten

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Wanderung Kjeragbolten

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Wanderung Kjeragbolten

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Wanderung Kjeragbolten

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Wanderung Kjeragbolten

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Wanderung Kjeragbolten

Es hat einiges an Überwindung gekostet, auf den Stein zu klettern, man sollte vorher wirklich nicht nach unten gucken. Auch der Ausblick auf den Fjord ist wunderschön, doch auch hier gilt – sicheren Abstand vom Rand bewahren :-) Wir genossen diesen Ausblick aus sicherer Entfernung, knabberten unser Proviant und gingen dann allmählich, als es etwas voller wurde, wieder zurück.

Stephan hatte kaum Probleme die Abhänge zu gehen, mir tat es komplett in den Zehen und den Knien weh, sodass ich mich teilweise sogar rückwärts an den Ketten hinabhangeln musste. Wir glauben allerdings, dass es bisher die aufopferndste Wanderung war, die wir bisher gemacht haben, auch, da sie so viel Konzentration und Trittsicherheit erforderte. Ansonsten ist es eine sehr schöne Wanderung mit atemberaubender Landschaft über den Dächern Norwegens :-)

Nachdem wir dann wieder unten im Wohnmobil waren, füllten wir zunächst unsere noch halbwegs leeren Mägen und fuhren dann weiter. Zunächst wieder die schöne Strecke zurück, die wir gekommen sind, doch wir bogen bei Suleskard nach rechts ab und folgten der Fv45. Die Landschaft war ebenfalls sehr schön, doch mit dem Fjell nicht zu vergleichen. Unser Ziel war der Månafossen bei Frafjord, zu dem wir zwar erst morgen wandern wollen, aber da wir den Parkplatz ohnehin bezahlen müssen, wollten wir das auch nutzen und direkt dort übernachten. Die Gebühr beträgt generell 40 NOK, die entweder bar oder per App entrichtet werden kann. Der Parkplatz liegt sehr malerisch an einem Fluss und verfügt sogar über eine Toilette. Also für eine Nacht wirklich super.

Gefahren sind wir 157,2 km.

02.09.2020

  • Månafossen

  • Wanderung Trollpikken

  • Skadberg Strand

  • Brusand Strand

 

Also der Parkplatz war wirklich super ruhig, wir haben geschlafen wir ein Stein und unsere müden Knochen konnten sich ordentlich erholen. Wir starteten auch unseren heutigen Tag gleich mit einer kleinen Wanderung zum Månafossen. Die „Wanderung“ ist mit nur 400 Metern ausgeschildert, doch diese führen über Stock und Stein. Beim Aussichtspunkt auf den Wasserfall angekommen, waren wir schockiert, dass wir bei dieser Urlaubsplanung erstmals etwas von diesem Wasserfall gehört haben. Er war einfach unglaublich schön. Die Wassermassen fallen in eine tiefe Schlucht und die sich dort bildende Gischt bildet schöne Muster. Wir machten Fotos und Videos und ließen immer wieder unseren Blick in den Abgrund schweifen. Wirklich einfach nur schön.

Månafossen

Wanderung zum Månafossen

Månafossen

Månafossen

Månafossen

Månafossen

Wanderung zum Månafossen

Wanderung zum Månafossen

Ein Kilometer weiter wäre noch der „Friluftsgarden Mån“ gekommen. Da wir allerdings noch ein paar andere Wanderungen auf dem Programm hatten, ließen wir dies für heute sein und gingen wieder hinunter zum Wohnmobil. Wenig später fuhren wir dann los in Richtung Egersund. In Byrkjedal bogen wir auf die Fv503 ab und fuhren dabei auch durch den Gloppedalsura Magma Geopark. Überall ums uns herum lagen riesengroße Felsen: sehr beeindruckend. Es gab auch einen Rastplatz, da uns dort aber genau mittig ein Wohnmobil die Einfahrt versperrte, mussten wir weiterfahren. Die restliche Strecke bis zum Parkplatz bei Egersund war auch sehr schön, aber nicht so spektakulär wie unsere Fahrt gestern. In Vikeså machten wir kurz eine Pause um unsere Vorräte aufzustocken und die Entsorgung bei der Esso-Tankstelle zu nutzen. Danach fuhren wir direkt weiter zum Parkplatz des Trollpikken. Auch hier kostet das Parken wieder einmal viel zu viel – nämlich 100 NOK. Auch diesmal konnten wir mit der Handy-App Easy Park bezahlen. Zunächst muss man noch ein kurzes Stück auf der Straße entlanggehen, bevor der Abzweig zum Wanderweg kommt. Ab dort sind es laut Schild 1,9 km bis zum Trollpikken. Zunächst folgt man einer Kiesstraße, die von Strommasten begleitet wird, was nicht ganz so schön ist, aber irgendwie auch der Landschaft um uns herum kaum schadet. Nach ein paar Metern Steigung gelangt man zu einem Gatter und ab dann beginnt der wunderschöne Teil der Wanderung. Man kommt an einem kleinen Wasserfall, dem Kjervallveien Waterfall, vorbei und kann wunderschöne Ausblicke auf den Stemjørna genießen. Wenig später erblickt man in der Ferne schon den „Trollschwanz“ bzw. unserer Meinung nach eher die Trollnase oder bei genauem Betrachten des Felsens den Rüssel eines Elefanten :-) Wie man mag, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wir machten zunächst ein paar Fotos von unten und suchten dann den Weg auf diese Felsnase. Beim Rundgang um den Berg kann man die Magma-Landschaft richtig in sich aufsaugen. Bei den umliegenden Bergen handelt es sich um geschmolzenes Gestein, welches durch die letzte Eiszeit vor 10.000 Jahren und dem Rückgang der Gletscher erst sichtbar wurde. Zeugen hiervon sind auch die in der Landschaft verteilten Felsbrocken, die teilweise absurd aufgestapelt (z.B. auf mehreren kleinen Steinen) in der Umgebung liegen. Wenn man dies alles weiß, wirkt die Natur noch viel schöner. Im Übrigen kann man relativ einfach auf die Felsnase klettern, der Durchgang befindet sich direkt dahinter bzw. darunter. Einfach den Bauch einziehen und mit ein bisschen Kraft auf den Stein klettern :-)

​Wanderung zum Trollpikken

Wanderung zum Trollpikken

​Wanderung zum Trollpikken

Wanderung zum Trollpikken

​Wanderung zum Trollpikken

Wanderung zum Trollpikken

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Wanderung zum Trollpikken

​Wanderung zum Trollpikken

Wanderung zum Trollpikken

​Wanderung zum Trollpikken

Wanderung zum Trollpikken

Nach einer kurzen Rast gingen wir dann auch schon wieder zurück. Die 100 NOK Parkgebühren sind zwar immer noch ziemlich teuer, aber für diese Wanderung haben wir sie gerne ausgegeben. Wir wollten im Anschluss unterhalb von Egersund auf Eigerøya zum Eigerøy Fyr. Wir kamen allerdings nicht bis zum ausgeschilderten Parkplatz, da die Straße irgendwann zu schmal für uns wurde. Selbst mit einem Kastenwagen hätten wir dort nicht lang gepasst, daher ließen wir dies sein und fuhren dafür zum Strand von Skadberg. Davor befindet sich ein großer Parkplatz und so konnten wir noch ganz gemütlich über den Strand spazieren. Das Wasser war türkisblau und einfach schön. Seichte Wellen rollten sich an den Strand und wenn man etwas weiter am Strand entlanggeht, kommt man zu einer Insel.

​Strand von Skadberg

Strand von Skadberg

​Strand von Skadberg

Strand von Skadberg

​Strand von Skadberg

Strand von Skadberg

​Strand von Skadberg

Strand von Skadberg

​Strand von Skadberg

Strand von Skadberg

Strand von Skadberg

Strand von Skadberg

Langsam wurde es spät und wir mussten noch einen Stellplatz finden. Wir fuhren zunächst wieder auf die Rv44 (Jaerveien) und fuhren in Richtung Stavanger. Bei Brusand soll es einen großen Parkplatz geben mit Zugang zum Strand. Die Landschaft bis dorthin war mal wieder sehr schön und da es unterwegs keine besseren Möglichkeiten gab, blieben wir dann auch direkt auf dem Parkplatz in Brusand stehen. Kurz nachdem wir angekommen sind, zogen wir auch schon wieder unsere Schuhe an, denn wir wollten unbedingt noch zum Strand. Neben dem Parkplatz gibt es einen Tunnel, der auf die andere Straßenseite führt, dort dann links halten und immer weiter geradeaus. Über eine kleine „Brücke gelangt man zum Strand, doch auch wenn man rechts an der Küste entlanggeht, kommen noch weitere Strandabschnitte. Es ist ein herrlicher Sandstrand mit hohen Dünen. In der Ferne sieht man den Eigerøy Fyr und einen weiteren kleinen Leuchtturm auf einer Insel. Es war einfach sehr malerisch, weshalb wir für kurze Zeit einfach nur diesen Moment verinnerlichten. Nachdem der Wind uns dann aber anfing den Sand ins Gesicht zu peitschen, gingen wir wieder zurück zum Wohnmobil. Allgemein soll das Wetter ab morgen schlechter werden, was wir mit dem aufkommenden Wind heute schon bemerkten. Drücken wir mal die Daumen, dass der angekündigte Dauerregen morgen einfach schnell über das Land hinwegzieht. Wir machten uns ansonsten noch etwas zum Abendessen und überlegten, ob wir unsere Route umdisponieren, falls sich die Regenprognosen doch bewahrheitet.

Gefahren sind wir 115,7 km.

​Strand von Brusand

Strand von Brusand

​Strand von Brusand

Strand von Brusand

​Strand von Brusand

Strand von Brusand

​Strand von Brusand

Strand von Brusand

​Strand von Brusand

Strand von Brusand

​Strand von Brusand

Strand von Brusand

03.09.2020

  • Fahrtag

 

Wie angekündigt, wurde das Wetter tatsächlich sehr schlecht. Eigentlich wollten wir mit den Hunden noch einmal zum Strand, doch der Wind war so stark, dass ihnen der Sand in die kleinen Gesichter geweht wäre, also beschränkten wir uns auf eine kleinere Morgenrunde und direkt als wir wieder im Womo waren, fing auch der angekündigte Regen an. Wir beschlossen daher doch, unsere Route abzuändern und quasi von hinten anzufangen. Denn der Osten Norwegens sollte vorerst vom Dauerregen verschont bleiben. So fuhren wir nun doch an der Küste zurück in Richtung Kristiansand, wir hatten leider nicht einen regenfreien Moment. Also legten wir unterwegs nur eine kurze Hundepause ein und fuhren dann nach Homborsund. Fast am Ende der Halbsinsel befindet sich ein kleines Wandergebiet „Kalvehageneset“, leider ist die Zufahrt etwas zugewachsen. Mit dem Wohnmobil haben wir gerade so durchgepasst. Der behindertengerechte Weg, der links beginnt, führt zu einem Ausblick mit Sitzbänken, von dort hat man einen direkten Blick auf den Homborsund Leuchtturm. Wir verbrachten ansonsten den restlichen Tag im Wohnmobil, etwas Anderes ist uns auch nicht übriggeblieben, denn es regnete bis nachts einfach durch. Also hatten wir einen kompletten Faulenzer-Tag.

Gefahren sind wir 245,5 km.

Homborsund Leuchtturm

Homborsund Leuchtturm

Kalvehageneset

Kalvehageneset

 

04.09.2020

  • Wanderung Gaustatoppen

 

Wir mussten heute erst einmal überlegen, wohin es uns verschlagen sollte. Unsere eigentlichen Pläne gingen ja aufgrund des Wetters nicht auf und so suchten wir uns Ersatz. Es kam tatsächlich die Sonne heraus, was uns natürlich sehr freute. An der Küste wollten wir nicht bleiben und so fuhren wir zunächst in Richtung Seljord. In Grimstad fuhren wir noch zur Circle Tankstelle, dort befindet sich eine sehr gute kostenfreie Ver- und Entsorgungsstation. Nach einiger Zeit bogen wir auf die Rv41 ab. Die Landschaft war natürlich wie immer sehr schön, doch ab dem See „Nisser“ wurde die Straße sehr schlecht und es gab einfach keine ordentlichen Rastplätze, weshalb uns das Fahren heute eher weniger Spaß gemacht hat, also fuhren wir einfach weiter zum Parkplatz des Gaustatoppen. Kurz vor dem Wanderparkplatz wird die Landschaft wieder sehr karg und wunderschön. Der Parkplatz war fast voll, was uns etwas schockierte, da wir letzten Tage so viel Ruhe hatten. Die Parkkosten in Höhe von 150 NOK ließen uns wieder kurz schlucken, doch man darf auch über Nacht stehen bleiben, weshalb wir es dann eher tolerierten. Uns ist nicht bewusst, dass wir in einem anderen Jahr schon einmal so viel fürs Parken in Norwegen ausgegeben hätten. Einfach Wahnsinn, welche Summen inzwischen veranschlagt werden. Der Parkplatz liegt allerdings wunderschön und wenn man über Nacht stehen bleibt, kann man eine wunderbare Aussicht genießen. Wir starteten die Wanderung, eine Strecke ist 4,9 km lang. Anfangs schien noch die Sonne, nur die Spitze des Gaustatoppen lag etwas in den Wolken, da aber die Sicht noch sehr gut war, dachten wir uns nichts weiter dabei und gingen mit unseren beiden Fellnasen los. Die Aussicht entlang der Wanderstrecke ist wirklich wunderschön, selbst wenn man nicht bis zur Spitze geht, kann man die umliegende Landschaft genießen.

​Wanderung Gaustatoppen

Wanderung Gaustatoppen

​Wanderung Gaustatoppen

Wanderung Gaustatoppen

​Wanderung Gaustatoppen

Wanderung Gaustatoppen

​Wanderung Gaustatoppen

Wanderung Gaustatoppen

Es fing dann an ganz leicht zu nieseln, was in einiger Entfernung für Regenbögen sorgte. Der Weg ist sehr gut ausgeschildert. Es geht stetig, aber nie wirklich steil, nach oben. Gute Wanderschuhe sind dennoch ein Muss, da der Weg sehr steinig ist und nur selten durch sog. Sherpa-Treppen „unterstützt“ wird. Lasst immer mal wieder euren Blick schweifen und saugt die Landschaft in euch auf. Oben angekommen zogen leider noch mehr Wolken auf, sodass unsere Sicht ziemlich getrübt wurde, doch das was wir sahen, war einfach toll. Es war ziemlich windig, weshalb wir dort oben nur ganz fix eine Kleinigkeit aßen und dann auch schon wieder den Rückweg antraten.

​Wanderung Gaustatoppen

Wanderung Gaustatoppen

​Wanderung Gaustatoppen

Wanderung Gaustatoppen

​Wanderung Gaustatoppen

Wanderung Gaustatoppen

​Wanderung Gaustatoppen

Wanderung Gaustatoppen

Leider zog dann genau über uns eine Regenwolke vorbei, die sich im Berg verhangen hatte. Anfangs – auf dem steilsten Stückchen des Weges – war es nur leichter Nieselregen, so wurden die Steine nicht ganz so rutschig, doch etwas später fing es richtig an. Unten angekommen mussten wir zunächst unsere beiden Fellnasen im Bach abwaschen, denn sie waren bis obenhin nass und entsprechend dreckig und auch wir waren komplett nass. Natürlich hörte es dann auf den letzten Metern zum Wohnmobil auf zu regnen, als würde das Wetter uns auslachen :-) Unsere beiden Mäuse trockneten wir gut ab und stellten sofort die Heizung im Wohnmobil an, damit sie und wir nicht frieren. Wir blieben, wie gesagt, direkt auf diesem Parkplatz und übernachteten dort. Was uns aber auch viele andere Wohnmobilisten gleichtaten. Aber so konnten wir beim Abendessen einen schönen Ausblick auf den Heddersvatn genießen :-)

Gefahren sind wir 253,8 km.

​Ausblick vom Parkplatz Gaustatoppen

Ausblick vom Parkplatz Gaustatoppen

​Ausblick vom Parkplatz Gaustatoppen

Ausblick vom Parkplatz Gaustatoppen

05.09.2020

  • Hegge Stabkirche

  • Passstraße Valdresflye, Fv51

 

Bevor wir heute unser Wohnmobil verließen, mummelten wir uns zunächst warm an, denn es war einfach nur kalt und unsere Hunde dankten uns das auch. Sie machten in Rekordschnelle Klein und Groß und zogen dann direkt zurück ins Wohnmobil :-) Bevor wir in Deutschland losgefahren sind, hatten wir mal wieder eine Hitzephase mit bis zu 35 °C und nun erlebten wir einen Kälteschock bei ca. 5 °C. Viel wärmer wurde es heute allgemein nicht.

​Parkplatz Gaustatoppen

Parkplatz Gaustatoppen

​Parkplatz Gaustatoppen

Parkplatz Gaustatoppen

Viel stand heute nicht auf dem Plan, wir wollten zunächst in Richtung Vågamo fahren, damit wir morgen auf den Besseggen wandern können. Unsere Route führte uns die FvFv124 entlang, welches eine schöne Passstraße ist. Schließlich bogen wir auf die Fv40 ab und fuhren nach Geilo. Es war relativ viel los, wir gingen davon aus, dass alle Norweger, die dort eine Ferienhütte haben, das Wochenende nutzten und alle Urlauber, die die Möglichkeit haben, dem Wetter davonzufahren, ebenfalls im Osten Norwegens ihren Urlaub fortsetzten, denn für die Fjordküste sieht das Wetter leider immer noch sehr schlecht aus. In Geilo gingen wir nur einkaufen und legten eine kurze Rast zum Frühstücken ein. Bei Fagernes bogen wir dann auf die Fv51 ab, wo wir uns die Hegge Stabkirche anschauten. Ein kurzer Abstecher lohnt sich, allerdings nur, wenn man ohnehin in der Gegen ist. Die berühmteren Stabkirchen in Norwegen sind durchaus sehenswerter und von außen beeindruckender.

​Hegge Stabkirche

Hegge Stabkirche

​Hegge Stabkirche

Hegge Stabkirche

​Hegge Stabkirche

Hegge Stabkirche

​Hegge Stabkirche

Hegge Stabkirche

Kurze Zeit später kamen wir dann beim „Touristenweg“ Valdresflye an. Eine wunderschöne Passstraße, die viele Möglichkeiten bietet um anzuhalten und die Landschaft zu genießen. Und das sollte man auch wirklich machen. Wir fuhren die Straße heute noch nicht komplett, da wir einen der vielen Rastplätze als Stellplatz für diese Nacht nutzten. Beim Abzweig auf den mautpflichtigen Jotumheimvegen befindet sich ein großer Parkplatz, von diesem hat man eine wunderbare Aussicht auf den Vinstre.

Ein kurzes Stück weiter kommt der offizielle Rastplatz Rjupa, auch hier kann man den See noch einmal aus einer anderen Perspektive bestaunen. Auf der anderen Straßenseite sticht der Bitihorn hervor, auf den man auch wandern kann.

​Blick auf den Vinstre

Blick auf den Vinstre

​Ausblick vom Rjupa

Ausblick vom Rjupa

​kurzer Stopp am Vinstre

kurzer Stopp am Vinstre

​Ausblick vom Rjupa

Ausblick vom Rjupa

Wir fuhren noch ein Stück weiter und hielten bei einem größeren Schotterparkplatz entlang der Valdresflye, den wir auch direkt für die Nacht nutzten. Die Aussicht auf die karge Hochebene lieben wir einfach, es machte für uns sogar den Eindruck, als wären wir viel weiter im Norden Norwegens – ein absoluter Bonuspunkt für diese Strecke :-) Erst Recht, da wir nicht wissen, ob wir unsere eigentlich geplanten Ziele noch irgendwie umsetzen können. Morgen wandern wir aber zunächst auf den Besseggen, die Tickets für die „Fähre“ haben wir schon gebucht, also gibt es kein Zurück. Wir freuen uns außerdem auf die weitere Fahrt entlang der Valdresflye und hoffen, dass uns vielleicht noch ein Rentier über den Weg läuft.

Gefahren sind wir 285,8 km

​Parkplatz Valdresflye

Parkplatz Valdresflye

​Hochebene Valdresflye

Hochebene Valdresflye

​Abendessen mit Ausblick :-)

Abendessen mit Ausblick :-)

​Hochebene Valdresflye

Hochebene Valdresflye

​Parkplatz Valdresflye

Parkplatz Valdresflye

​Abendessen mit Ausblick :-)

Abendessen mit Ausblick :-)