Zittauer Gebirge & Sächsische Schweiz Mai 2019

01.05.2019

  • Stellplatz Zittau

Über das verlängerte Wochenende am Maifeiertag wollten wir gerne unser neues Wohnmobil einweihen und testen. Wir ließen uns etwas mehr Zeit, packten langsam alles in unser Wohnmobil, erledigten noch ein paar Dinge zu Hause und fuhren dann erst am späten Nachmittag los. Da wir uns hier mal wieder nach dem Wetter orientierten, blieben wir einfach in der der Gegend und fuhren mit dem Wohnmobil für eine kleine Tour hinunter nach Sachsen. Da Zittau nur ca. 2 Stunden Fahrzeit von uns entfernt ist, entschlossen wir uns, dort unsere Reise zu beginnen. Wir kamen schließlich gegen 20 Uhr auf dem Stellplatz am Dreiländereck in der Brückenstraße 23 an. Der Platz ist sehr groß, sauber und abends auch ruhig. 24 Stunden parken kosten 7 EUR, Strom 1 EUR für 6 Stunden. Wir sind schon gespannt, was die Gegend so für uns bereithält, da wir ja mehr oder weniger wieder spontan nach Sachsen gefahren sind.

Stellplatz in Zittau

Stellplatz in Zittau

02.05.2019

  • Kelchsteine

  • Oybin

  • Felsenstadt Jonsdorf

Die erste Nacht in unserem neuen WoMo haben wir sehr gut geschlafen. Was ja schon immer ein gutes Zeichen ist :-) Fast neben dem Stellplatz befindet sich ein großes Kaufland, in dem wir uns zunächst ein paar frische Brötchen für das Frühstück holten und noch zwei drei kleine Dinge einkauften, die uns noch im WoMo fehlten. Nach dem Frühstück brachen wir dann auch auf und fuhren die paar Kilometer nach Oybin, um uns dort die Ruinen des Klosters bzw. der Burg anzuschauen. Da wir zunächst falsch gefahren sind, fuhren wir über die Kammstraße (Lückendorf) nach Oybin und kamen hier auch am Aussichtspunkt „Sudetenblick“ direkt an der Straße vorbei. Von dort hat man einen schönen Ausblick direkt auf Tschechien.

Stopp beim Aussichtspunkt Sudetenblick

Sudetenblick

Wenig später kamen wir an den Kelchsteinen vorbei, hier gibt es auch einen kleinen Wanderparkplatz. Ein kurzer Stopp an den Felsen lohnt sich auf alle Fälle. Die Felsen stechen durch ihren Rotton deutlich hervor, da die meisten anderen Felsen einfach grau sind.

Kelchsteine 

Kelchsteine 

Kelchsteine 

Kelchsteine 

Wir sind dann schließlich in Oybin angekommen; der Parkplatz befindet sich im Übrigen in der Bürgerallee 12. Ab der Hauptstraße ist der Berg Oybin ausgeschildert. Es gibt auch eine kleine Bahn, die nach oben fährt, aber eigentlich ist dies für Personen, die noch gut zu Fuß sind, nicht nötig :-) Der Eintritt zur Ruine kostet 7 EUR pro Person. Und Hunde sind natürlich erlaubt. Vom Burggelände aus hat man auch immer wieder ein paar schöne Ausblicke auf die umliegende wunderbare Umgebung. Die Ruinen sind ebenfalls sehr schön und ein Besuch lohnt sich wirklich. Da wir uns allerdings nur ein Parkticket für 2 Stunden geleistet haben, mussten wir etwas auf die Zeit achten. Die zwei Stunden haben wir allerdings auch komplett ausgereizt und benötigt.

Burg und Kloster Oybin

Burg und Kloster Oybin

Burg und Kloster Oybin

Blick auf Oybin

Im Anschluss fuhren wir in Richtung Jonsdorf zum Wanderparkplatz in der Großschönauer Straße 43. Von hier wollten wir auch einfach zu einer Wanderung aufbrechen und liefen zusammen mit unseren Vierbeinern einfach erst einmal in Richtung Felsenstadt. Die Wanderwege sind einfach schön, führten immer wieder an eigenartigen und schönen Felsformationen wie dem „Dackel“ oder „der Orgel“ vorbei. Letzteres sind im übrigen Basaltprismen, sowas hätten wir hier niemals vermutet. :-) Auch einige schöne Aussichtspunkte sind dabei. Den Nonnenfelsen, der auch noch relativ bekannt zu sein scheint, haben wir dann zwar nicht mehr erklommen, aber es gibt ohnehin so viel zu sehen, dass wir entsprechend viel Kondition und Zeit hätten mitbringen müssen ;-) Wir waren – mal wieder – sehr überrascht, wie schön es im Zittauer Gebirge doch ist und vor allem, dass wir wieder etwas entdeckt haben, was wir auch ohne lange Anreise einfach mal bereisen können, um ein wenig abzuschalten. Wir kamen an so vielen Wanderparkplätzen und entsprechend auch Wanderwegen vorbei. Also wirklich ein kleines Paradies für Aktivurlauber.

Zittauer Gebirge - Wanderung Jonsdorf

Zittauer Gebirge "Orgel"

Zittauer Gebirge "Dackel"

Zittauer Gebirge - Wanderung Jonsdorf

Wir fuhren dann abends einfach wieder nach Zittau, auf den gleichen Stellplatz. Dieser war nicht weit weg und preislich auch in Ordnung. Morgen werden wir dann wahrscheinlich über Tschechien zur Sächsischen Schweiz fahren.

 

03.05.2019

  • Kamenicky Senov, Herrenhausfelsen

  • Nationalpark Sächsische Schweiz (Breite Kluft, Schrammsteinaussicht, kleine Bastei)

Der Morgen startete leider verregnet, so gingen wir nur kurz mit den Hunden raus, entsorgten/füllten Wasser auf und machten uns auf den Weg, in der Hoffnung, dass woanders besseres Wetter auf uns wartet. Wir fuhren in Richtung Tschechien, um uns dort bei Kamenicky Senov den Herrenhausfelsen anzuschauen. Der Felsen besteht aus vielen Basaltprismensäulen und ist von der Straße aus überhaupt nicht zu übersehen. Leider kostet das Parken 20 Kronen pro Stunde (Da wir keine Kronen hatten, fragten wir höflich an der Information, ob die uns für den Parkautomaten ein paar Euro für uns wechseln können. Was sie auch ohne Beanstandung gemacht haben). Bevor wir weiterfuhren nahmen wir uns noch die Zeit in Ruhe zu frühstücken, damit das Wetter auch noch etwas besser werden konnte. Die Basaltsäulen sind eindrucksvoll wie immer, es ist – obwohl wir solch ein Naturschauspiel jetzt schon ein paar Mal gesehen haben – immer wieder ein Wunder :-)

Herrenhausfelsen in Tschechien

Herrenhausfelsen in Tschechien

Von dort fuhren wir dann weiter in die Böhmische Schweiz. Die Landschaft wurde immer schöner und wir freuten uns schon auf eine schöne Wanderung zum Prebischtor. Unser Vorhaben wurde nur schnell zerschlagen, denn es war einfach extrem viel los. Zwischendurch gab es keine Wanderparkplätze und so tummelte sich alles auf einem Parkplatz und dementsprechend wenig – eigentlich gar kein Platz – war noch für uns vorhanden. Da wir keine Lust hatten, erst noch ewig nach einer Parklücke zu suchen, um dann schließlich mit so vielen Personen gleichzeitig loszuwandern, beschlossen wir einfach doch über die Grenze zu fahren und in der Sächsischen Schweiz unser Glück zu versuchen. Hier hatten wir dann auch mehr Erfolg. Kurz vor Bad Schandau gibt es einen kleinen Wanderparkplatz für 5 EUR/Tagesticket. Hier ließen wir uns nieder, zogen unsere Wanderschuhe an und zogen zusammen mit unseren Fellnasen los – auf in den Nationalpark der Sächsischen Schweiz. Die Wanderwege sind halbwegs gut ausgeschildert, wir hätten uns noch gewünscht, dass die Länge der jeweiligen Abschnitte angegeben wird und ob die Wege für Hunde geeignet sind oder nicht (was bei der Schrammsteinaussicht z.B. nicht so ist). Wir freuten uns, denn es kam nun sogar die Sonne heraus und so fiel der Aufstieg noch leichter.

Wandern im Nationalpark Sächsische Schweiz

Wandern im Nationalpark Sächsische Schweiz

Wir gingen zunächst zur „Breiten Kluft“. Von dort hat man einen wunderbaren Ausblick auf die umliegende Umgebung. Es ist einfach himmlisch. Wir setzten uns eine kurze Weile auf die Steine und genossen die Sonne und den Ausblick. Hätte sich dann nicht die Sonne hinter ein paar Wolken versteckt, wären wir wahrscheinlich noch eine ganze Weile dort sitzen geblieben. :-)

Breite Kluft - Sächsische Schweiz

Breite Kluft - Sächsische Schweiz

Wir liefen dann aber weiter zu den Schrammsteinen. Wir kamen bis zu einem schönen Aussichtpunkt und konnten ab dann leider nicht mehr weitergehen, denn die Strecke ist für Hunde nicht geeignet – egal ob groß oder klein, denn zur „Schrammsteinaussicht“ kommt man tatsächlich nur über mehrere Treppen bzw. Leitern. Die Treppen würden für größere Hunde noch keine Hürde darstellen, aber die Leiter machen ein Vorankommen unmöglich. Wir versuchten erst unsere beiden einfach hochzunehmen, doch da man sich selbst auch meist ziemlich gut festhalten muss, wäre dies über die Länge der Strecke zu gefährlich.

auf dem Weg zu den Schrammsteinen

Schrammsteine Sächsische Schweiz

auf dem Weg zu den Schrammsteinen

Schrammsteine Sächsische Schweiz

Also gingen wir dann doch den gekommenen Weg zurück und bogen schließlich noch zur „Kleinen Bastei“ ab. Pünktlich, als wir dort angekommen sind, kam tatsächlich noch einmal die Sonne heraus und so konnten wir noch einmal einen wunderbaren Ausblick über die Elbe genießen.

Kleine Bastei - Sächsische Schweiz

Kleine Bastei - Sächsische Schweiz

Die Wanderwege sind im Übrigen wirklich schön, man könnte fast sagen, auch hier ist der Weg das Ziel, von den wunderschönen Aussichtspunkten, die man über diese Wege erreicht, einmal abgesehen. :-) Wandern in der Sächsischen Schweiz ist also wirklich sehr lohnenswert. Wir kamen gegen 19 Uhr wieder beim Wohnmobil an und suchten uns nun einen Stellplatz im Netz heraus. Es wurde uns einer in Sebnitz angezeigt. Auf dem Weg dorthin fuhren wir auch durch das wirklich schöne Bad Schandau. Den Stellplatz in Sebnitz haben wir allerdings dann ganz schnell wieder verlassen. Zunächst hätte dieser 19 EUR gekostet für die Nacht (10 EUR Übernachtung/Nacht; 3 EUR pro Person zzgl. 1,50 EUR Kurtaxe p.P). Wir sind ganz ehrlich, dies war er uns wirklich nicht wert. Er lag nicht besonders schön und die Nebengebäude mit der kompletten Umgebung sahen für uns aus, als wären sie aus einem Horrorfilm entsprungen. Wir hätten uns dort nicht wohl gefühlt und beschlossen einfach, unser Glück woanders zu versuchen. Ein Stück weiter wurde uns ein Stellplatz in Neustadt in Sachsen angezeigt – kostenfrei. Dort blieben wir dann auch für die Nacht. Der Stellplatz befindet sich neben einer Schwimmhalle und bietet allerdings nur Platz für 3 Wohnmobile. Wir haben aber tatsächlich noch einen Platz ergattert. :-) Wir waren glücklich, denn direkt nebenan befindet sich auch ein kleiner Park und ein kostenfreier Stellplatz ist immer super ;-) Generell finden wir, dass es zu wenig erschwingliche Stellplätze unten in Sachsen gibt. Hier sollte wirklich noch nachgebessert werden. Zudem gibt es – im Vergleich zu gestern im Zittauer Gebirge – zu wenig ausgewiesene Wanderparkplätze. Man kann nicht einfach spontan parken und wandern, sondern muss dies tatsächlich entsprechend vorher planen, um überhaupt zu wissen, wo man starten muss bzw. kann. Ansonsten ist die Landschaft wirklich beeindruckend. Sachsen hat mit der Sächsischen Schweiz wirklich ein großes Naturidyll. Überall blitzen die Sandsteine in den verschiedensten Formen und Größen aus den Wäldern. Es macht schon Spaß, einfach durch die Gegend zu fahren.

Kleine Bastei - Sächsische Schweiz

Kleine Bastei - Sächsische Schweiz

04.05.2019

Der Tag startete mit viel Regen und da der Wetterbericht leider keine besseren Aussichten für uns hatte, beschlossen wir, heute schon wieder zurückzufahren. Die kurze Auszeit in Sachsen haben wir sehr genossen und sind sehr froh, solche Naturschönheiten in so kurzer Entfernung erreichen zu können.

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