Reisebericht Südengland & Wales, 2016                   (Teil 2)

Do, 19.05.2016 - von Gorran Haven nach Treen

Früh haben wir noch etwas gewartet, aber es kam niemand der uns abkassieren würde. Wir mussten dann aber aufbrechen und haben so das Geld für die Übernachtung gespart – wir Sparfüchse ;-) Erstes Ziel war das Caerhays Castle. Eine doch noch annehmbare Straße führt zum Schloss und dem danebenliegenden Strand. Dieser ist traumhaft und bei Sonnenschein wird dort sicherlich auch sehr viel los sein. Auch das Schloss ist von der Straße aus schon gut zu sehen. Hineingegangen sind wir nicht, zunächst, weil es noch gar nicht offen war und zweitens, weil der Eintritt nur schon für den Ground und den Garten 8,20 Pfund gekostet hätte. Anschließend fuhren wir nach Falmouth. Ab jetzt hat uns auch das Wetter komplett im Stich gelassen. Dauerhafter Nieselregen und Nebel. Dennoch liefen wir noch durch die schöne Hafengegend von Falmouth, auch wenn sehr viel los war. Als nächstes steuerten wir schon die Kynance Cove an. Der Parkplatz war sehr gut zu erreichen, dort mussten wir dann aber ca. 1 Stunde warten, bis wir überhaupt etwas sehen konnten. Das Warten hat sich aber gelohnt, denn die Landschaft und auch der Strand sich wirklich unglaublich. Das Meer ist hier so türkis, dass man sich am liebsten in die Fluten stürzen möchte, aber natürlich nicht bei den Wellen die aufgrund des Wetters heute tobten. Wir standen noch eine Weile einfach so da und genossen die Umgebung, bevor wir dann den Rückweg antraten und weiterfuhren zum St Michael’s Mount. Leider konnten wir das Schloss kaum erkennen, so nebelig war es. Nach einer Weile gaben wir auf und fuhren etwas enttäuscht weiter zum Treen Farm Campsite. Was die Lage angeht, ist dieser absolut super, denn er liegt direkt am Pedn Vounder Beach und The Porthcurno Beach. Allerdings können wir diesen nur bedingt weiterempfehlen für Wohnmobile, denn die Zufahrt ist einfach nicht zumutbar. Unten auf dem Schild stand nur nicht länger als 7m, da wir diese noch nicht überschreiten, dachten wir, dass es schon gehen würde. Sagen wir mal so: Uns graut es davor, am nächsten Morgen wieder wegzufahren. Wer zeltet oder mit einem kleinen Camper Van unterwegs ist, der passt dort super lang. Alles andere – NEIN! Wir haben wieder Blut & Wasser geschwitzt und einmal laut durchgeatmet als wir doch heil oben angekommen sind. Auch die Besitzer waren ganz erstaunt als wir vor ihnen standen. Trotz des Nebels gingen wir noch zum Coastal Path und schauten, wie man zum Strand hinunterkommt. Eine sagenhafte Aussicht hat man oberhalb der Klippen und der Pedn Vounder Beach sieht aus wie in der Karibik, reiner Sand, kein Treibgut, nicht mal eine Muschel. Jetzt müssen wir nur hoffen, dass das Wetter morgen früh auch mitspielt, sodass wir dann auch mal hinuntergehen können. Gezahlt haben wir für den Stellplatz 14 Pfund und für den Strom 4 Pfund extra. Noch so am Rande: Nicht nur bei den Spaziergängen, sondern auch unterwegs, riecht es immer wieder nach Bärlauch.

 

Gefahren sind wir 165,1 km.

Fr, 20.05.2016 - von Treen nach Widemouth Bay

Die Duschen vom Platz waren super. Zwar nicht mehr so neu, dafür groß und sauber. Für uns war es kein Problem, dass es gemischte Duschen waren, man hat ja ohnehin abgetrennte Kabinen. Leider war es immer noch stark bewölkt und windig, nichtsdestotrotz gingen wir zum Pedn Vounder Beach. Heute war die Sicht noch besser, einfach unglaublich, was sich dem Auge dort bietet. Der Strand ist komplett unberührt, der Sand absolut sauber, ringsherum die hohen Klippen und dahinter das türkise Meer. Wir glauben, besser geht es nicht. Der Abstieg zum Strand ist möglich, wenn auch nicht ganz ungefährlich, ohne festes Schuhwerk geht da nichts. Wir sind dann geteilt zum Strand gegangen, da wir unsere kleinen Hunde das letzte Stück nicht mitnehmen konnten, denn hier musste man komplett über Felsen klettern. Aber der Abstieg lohnt sich und wenn man in der Gegend ist, sollte man sich den Strand wirklich angucken. Zudem befinden sich dort auch zwei Höhlen, betreten haben wir diese aber nicht. Nicht nur, dass man sich hätte hineinrobben müssen, wer weiß, was dahinter gelauert hätte :-) Die Vegetation entlang der Hänge ist ebenfalls wunderschön. Überall blühen verschiedenfarbige Blumen und Sträucher. Irgendwann mussten wir dann den Rückweg antreten, schließlich lagen auch noch weitere Ziele heute auf der Strecke, aber zunächst mussten wir uns mit unserem viel zu großen Wohnmobil die enge Zufahrt hinunter quälen. Als wir unbeschadet unten angekommen sind, atmeten wir laut auf und fuhren das kurze Stück zum Land's End Visitor Center. Fürs Parken allein zahlt man schon 5 Pfund. Genauso wie bei John o‘Groats werden auch hier natürlich die Touristenbusse angekarrt. Von Natur und Idylle hat das alles nicht mehr viel. Es scheint sogar ein Kino zu geben. Wir schauten uns dennoch die Klippenlandschaft an und hatten eigentlich vor bis zur Sennen Cove zu wandern, doch leider hatte Stephan einen Migräneanfall, sodass er sich erstmal im Wohnmobil hinlegen musste. Da dies den Tagesablauf etwas durcheinanderbrachte, sind wir, nachdem die Tabletten begonnen hatten zu wirken, weitergefahren nach Gwithian zum Godrevy Lighthouse. Für den unteren Parkplatz, der zum Restaurant gehört, zahlt man als Tagessatz nur 2 Pfund und für den oberen Parkplatz anscheinend 3 Pfund. Entlang der St Ives Bay läuft man zum Godrevy Lighthouse. Leider ist der Strand für Hunde verboten, sodass wir oben entlang der Klippen laufen mussten. Eine herrliche Aussicht, auch wenn das Wetter hätte etwas besser sein können. Anschließend fuhren wir dann weiter zur Holywell Bay. Ein traumhafter Strand, umgeben von Sanddünen. Im Wasser befinden sich zwei große Felsen, an denen die Wellen zerschellt sind. Die Wellen waren auch perfekt für die Surfer und beim Spaziergang über den Strand, findet man viele schöne Muscheln. Der Sand selbst besteht ebenfalls aus zermahlenen/zerriebenen Muscheln etc. Hunde sind auch erlaubt und so lädt dieser Strand einfach nur zum Verweilen ein. Da Parken in England nie kostenfrei ist, zahlten wir natürlich auch hier für das Parken wieder 2 Pfund. Aber das soll uns recht sein, zumindest wenn die Gelder wirklich für die Instandhaltung der Pfade, Parkplätze und natürlich der Natur genommen wird.

Schweren Herzens sind wir wieder aufgebrochen, was vielleicht auch gut so war, denn sobald wir im Wohnmobil waren, fing es auch schon an zu regnen. Wir fuhren die Küstenstraße entlang und kamen so auch am Porth Beach, der Watergate Bay und Mawgan Porth vorbei. Leider hörte der Regen auch nicht auf, als wir dann bei der Küste bei den Bedruthan Steps waren. Wir harrten noch eine Weile im Wohnmobil aus und warteten, bis es nur noch nieselte, bevor wir den kurzen Weg zum „Strand“ angetreten sind. Mit Strand war dann leider nicht viel, da gerade Flut war und zu dieser Zeit das Wasser den „Strand“ bedeckt. Die 120 Stufen kann man dennoch hinuntergehen und erlebt so die Wassermassen und die verschiedenen Felsinseln zumindest noch aus nächster Nähe. Das Wasser war wieder atemberaubend Türkis und die Wellen peitschten gegen die Felsen. Einfach unglaublich, was die Natur hier wieder geschaffen hat. Um hier den richtigen Moment abzupassen, braucht man wahrscheinlich unverschämtes Glück, immerhin ist es doch am schönsten, wenn die Sonne scheint und gerade Ebbe ist. AlsoPokern oder man plant den Urlaub soweit vor, dass man die Gezeiten kennt.

Auf der Suche nach einen Campingplatz fuhren wir Richtung Widemouth Bay und fanden dort auch einen in der Nähe des Atlantic Highways: Budemeadows Touring Park. Der Platz war eigentlich bereits geschlossen, doch der Besitzer kam noch heraus, als er uns ankommen sah. Der Check-in ging schnell, der Besitzer war sehr nett und erklärte uns alles und zeigte uns dann auch noch den Platz. Eigentlich sollen die Hunde dauerhaft an der Leine laufen, doch erlaubte uns, auf einem derzeit nicht benutzten Stück des Campingplatzes die Hunde laufen zu lassen. Der Platz selbst ist sehr groß, gepflegt und die Stellplätze sind gerade. Die sanitären Einrichtungen prüfen wir dann wieder morgen früh. Für den Stellplatz inkl. Strom zahlten wir 20 Pfund.

 

Gefahren sind wir: 174,9 km

Sa, 21.05.2016 - von Widemouth Bay nach Cheddar

Der Tag begann gleich wieder mit Regen und dieser sollte heute auch einfach nicht abebben. Die Duschen des Campingplatzes waren auch ausreichend und so können wir den Platz guten Gewissens weiterempfehlen.

Zunächst fuhren wir zur Museumsstadt Clovelly. Direkt zum Beginn wird man schon durch das Besucherzentrum geschleust und bezahlt für den Zugang zur Stadt 7 Pfund, die Hunde konnten wir ohne Probleme mitnehmen. Die Stadt ist wunderschön und so gut wie möglich erhalten geblieben. Auch die Anwohner müssen alle Änderungen im Haus & Garten vorher bestätigen lassen. Um Waren und Einkäufe die engen und gepflasterten Straßen hinunterzubringen werden sogar noch Esel und Schlitten eingesetzt. Die Steine der hinunterführenden Straße waren aufgrund des Regens sehr glatt und man teilte sie sich natürlich mit einigen anderen Besuchern, die ebenfalls mit ihrem Gleichgewicht zu kämpfen hatten. Endpunkt der Straße ist der altertümliche Hafen. Als wir dort waren, war gerade Ebbe und so konnte man genau sehen, dass auch das Hafenbecken und der entsprechende Steg noch original erhalten geblieben sind. Eine wirklich interessante und sehenswerte Stadt. Als es stärker anfing zu regnen, traten wir wieder den Rückweg an. Ursprünglich wollten wir noch zum Mouthmill Beach laufen, der 3 ¼ Meilen lange Wanderweg beginnt ebenfalls am Besucherzentrum. Aber aufgrund des starken Regens mussten wir auch dieses Vorhaben wieder abbrechen. Also beschlossen wir über Umwege zum Dunster Castle zu fahren und kamen hierbei noch an der schönen Küste von Lynton und Porlock vorbei. Nicht nur, dass die Orte auch sehr schön sind, so wirkt auch die Natur hier komplett anders und man erhascht immer mal wieder einen Blick auf das Meer. In Dunster angekommen schüttete es mal erneut wie aus Eimern und es wollte einfach nicht enden. Zudem war es auch mal wieder zu spät und die Dame von der Kasse meinte, dass wir es in der restlichen Zeit nicht mehr schaffen würden, dass Schloss anzuschauen und die 11,20 Pfund pro Person dann herausgeschmissenes Geld wären. Immerhin war sie ehrlich, aber unsere Laune hatte damit einen neuen Tiefpunkt erreicht. Einen Spaziergang durch die Stadt schenkten wir uns dann auch und fuhren nur noch kurz durch Dunster Village – ein sehr schöner Ort – Richtung Cheddar. In Burnham on Sea waren wir im Tesco noch schnell einkaufen, bevor wir dann in Cheddar den „Cheddar Bridge“ Campingplatz ansteuerten. Die Rezeption war nicht mehr besetzt, aber man kann sich einen Stellplatz auswählen und am nächsten Morgen bezahlen. Der Platz macht zunächst einen sehr guten Eindruck, nur scheinen keine Kinder erlaubt zu sein, aber diesmal wenigstens Hunde, was hier auch nicht selbstverständlich ist.

Wir hoffen jetzt darauf, dass der Wetterbericht recht behält und sich ab morgen das Wetter bessert.

 

Gefahren sind wir heute dennoch 277,6 km.

So, 22.05.2016 - von Cheddar nach Penmaen

Der Campingplatz war sehr gut. In den Duschen hätte man auch tanzen können :-) Auch der Check-Out verlief dann total problemlos. Wir zahlten insgesamt 20 Pfund, Duschen und Hunde wurden anscheinend nicht extra berechnet.

Als erstes fuhren wir natürlich durch die Schlucht Cheddar Gorge, die auch zum Wandern einlädt. Unseren Weg kreuzten extrem viele Steinböcke, die sich in der Schlucht sehr wohl zu scheinen fühlen. Als nächstes steuerten wir Wells an und liefen dort zu der schönen Kathedrale. Hineingegangen sind wir allerdings leider nicht, denn die 6 Pfund für den Eintritt haben wir uns dann doch gespart. Direkt daneben liegt auch der Bishops Palace, der ebenfalls sehr interessant aussah. Von Wells sind wir dann weiter nach Bath gefahren. Leider haben wir in der Stadt keinen Parkplatz bekommen, aber wir haben so lange nach einem gesucht, dass wir bereits eine Stadtrundfahrt abgeschlossen haben. Bath ist wirklich eine sehr schöne Stadt, die eigentlich komplett von den anderen Orten Englands abweicht. Auf alle Fälle einen Besuch wert und mit Auto kommt man dort sicherlich auch besser zurecht. Von dort fuhren wir nun weiter nach Wales nach Chepstow. Vorher überquerten wir noch entlang der M48 eine Brücke und mussten 6,60 Pfund Maut bezahlen. Das Chepstow Castle haben wir uns dann nur von der Ferne angeschaut, aber auch da wirkte die Burg bereits sehr groß. Ohne uns lange aufzuhalten fuhren wir direkt weiter zum Raglan Castle. Pro Person zahlt man 6 Pfund Eintritt, die sich jedoch lohnen. Die Ruine ist sehr interessant und auch die Informationstafeln sind sehr gut gemacht. Eine wirklich schöne Ruine, durch die man gerne auch einfach noch eine zweite Runde dreht. Als nächstes auf dem Programm stand dann das Caerphilly Castle. Da gerade heute auch ein Fahrradrennen durch die Stadt ging, war entsprechend viel abgesperrt, aber bis zum Parkplatz für das Schloss sind wir noch gut durchgekommen. Die Burganlage ist riesig und imposant. Um hinein zu kommen zahlt man ebenfalls 6 Pfund pro Person, die man ruhig ebenfalls investieren sollte. Alles ist sehr anschaulich gemacht und teilweise mit schönen Toneinlagen hinterlegt. Der schiefe Ostturm ist zudem eine Bekanntheit für sich.

In Cardiff wollten wir eigentlich noch im Tesco einkaufen gehen, allerdings hatte dieser am Sonntag nur bis 16 Uhr auf und das haben wir leider etwas verpasst. Na immerhin konnten wir dennoch günstig tanken. Cardiff selbst haben wir dann nicht weiter erkundet, Bath als Großstadt hatte uns bereits gereicht. Also fuhren wir direkt weiter nach Southgate, um von dem dortigen Parkplatz am Ende des Ortes zur Three Cliff Bay zu wandern. Vorher fuhren wir noch durch Swansea. Eine sehr schöne Stadt, die alt und modern sehr gut kombiniert. Zudem konnte man von der Küstenstraße auch gut den Mumbles Leuchtturm sehen. Es gab entlang der Straße auch einen Fußballgolfplatz – Golf mit Fußbällen – eine sehr schöne Erfindung, nur gab es kein Netz zur Straße, wenn jemand also komplett talentfrei dort spielt, sollte man hoffen, dass man nicht getroffen wird.

Der Parkplatz in Southgate ist kostenpflichtig bis 18 Uhr. Wie eigentlich bisher alle Parkplätze, auch in England. Mit den Hunden brauchten wir ungefähr eine halbe Stunde bis zum Aussichtspunkt auf die Bay. Die Abendsonne tauchte die Klippen wieder in ein schönes Licht und wir setzten uns kurz auf die Bank und genossen einfach die Sonne (die wir die letzten Tage so vermisst haben) und die Aussicht. Als wir dann wieder beim Wohnmobil waren, suchten wir nach Campingplätzen in der Umgebung und fanden die Nicholaston Farm. Der Besitzer war auch gerade draußen und hat uns sofort einen Platz zugewiesen. Sehr schöner Platz mit Blick auf das Meer. Zudem kann man auch von dort zum Strand oder zur Three Cliff Bay wandern. Die Anlage ist sehr unkompliziert. Hunde dürfen frei herumlaufen und der Besitzer war sehr locker. Die sanitären Anlagen haben uns vom Hocker gehauen. Die Duschkabinen sind auch jeweils mit einer Toilette ausgestattet und alles ist komplett neu gefliest und mit super Technik ausgestattet. Zudem sind die Duschen auch kostenfrei, bzw. dann natürlich schon von vorneherein im Preis inbegriffen.

 

Gefahren sind wir heute: 300 km

Mo, 23.05.2016 - von Penmaen nach Bosherston

Erst beim Bezahlen merkten wir, dass der Campingplatz sogar eine richtige Kantine hatte, in der man auch gut frühstücken kann. Bezahlt haben wir 25 Pfund, was für die Aussicht und den Komfort, der einen dort geboten wird, durchaus akzeptabel ist. Unser erstes Ziel war ein TESCO Extra in Swansea. Nachdem wir die einen oder anderen Leckereien und Lizenz-T-Shirts gekauft haben, steuerten wir dann das Kidwelly Castle an. Auch heute ließ sich die Sonne wieder blicken und so konnten wir die Ruine bei vollem Sonnenschein erkunden. Sehr interessante Burg und vor allem auch gut zu besichtigen. Für den Zutritt zahlt man nur 4 Pfund pro Person und ist wirklich eine Weile damit beschäftigt, jede Ecke der Anlage zu erkunden. Sehr lohnenswert. In der Gegend gibt es viele Schlossruinen und wir hatten zu wenig Zeit, also entschieden wir uns noch nach Laugharne zu fahren, denn dort hat man vom Parkplatz aus bereits einen guten Blick auf das Schloss, allerdings schien sich eine Besichtigung nicht wirklich zu lohnen, zumal man hätte wieder 4 Pfund pro Person zahlen müssen und Hunde durften auch nicht mit hinein. Also setzten wir uns noch auf eine Bank vor der Ruine und setzten dann unseren Weg fort. In der Nähe von Manorbier gibt es eine wunderbare Bucht, die Skrinkle Haven. Direkt davor ist ein Parkplatz, der auch mit dem Wohnmobil zu erreichen ist. Eine Treppe führt hinunter zum Strand. Die Hunde konnten frei herumtoben, denn wir waren komplett alleine. Highlight der Bucht waren aber natürlich die Church Doors – das eine um einiges größer als das andere. Extrem beeindruckend. Wäre nicht gerade das Wasser wiedergekommen, hätten wir auch durch dieses Rechteck hindurchgehen und noch den anderen Strand erkunden können, aber so stand der Durchgang nach kurzer Zeit schon unter Wasser. Eine sehr schöne Kulisse, die wir eigentlich nicht mehr verlassen wollten. Anschließend fuhren wir dann bereits zum Campingplatz, den wir im Internet gefunden haben beim St Govan‘s Head, der Trefalen Farm. Die Zufahrt war noch ganz in Ordnung und die Lage hat uns angelockt, denn der Platz liegt direkt oberhalb des Broadhaven Beach Bosherston. Der Inhaber und seine Frau waren auch sehr nett, haben uns zu sich hineingebeten, uns alles erklärt, auch wie wir hier entlang des Küstenweges alles finden, nur hat er leider ausgelassen, dass es kein Strom gibt und auch keine ordentlichen Duschen. Der Platz ist leider sehr uneben, sodass man mit Aufstellkeilen ausgleichen muss. Die Toiletten sind ganz ordentlich und normalerweise gibt es zumindest Kaltwasserduschen, nur, dass diese derzeit defekt waren. Rein von der Ausstattung her würden wir diesen Platz nicht mehr nehmen, zumal man immerhin doch 15 Pfund für die Nacht bezahlt. Aber hier entscheidet eindeutig die Lage, denn zum Broadhaven Beach Bosherston läuft man wahrscheinlich nur 10 bis 15 Minuten. Auch der St Govan‘s Head und die dortige St Govan‘s Chapel liegen in nicht allzu weiter Entfernung. Wir gingen also gleich los und machten uns auf den Weg zur alten Kapelle und den absolut unglaublichen Küstenkulissen entlang des Weges bzw. auch natürlich des St Govan‘s Head. Zunächst wollten wir von hier auch noch zur Green Bridge of Wales laufen, aber dies hätten wir in der Zeit nicht mehr geschafft, sodass wir hoffen, dass wir den Weg zum Parkplatz morgen finden. Die Kapelle und auch die Wanderwege gehören zu Militärgebiet und sind leider nicht immer zugänglich.

Auf dem Gebiet wachsen auch seltene Orchideen, die streng geschützt werden. Auf dem Rückweg ging dann bereits die Sonne unter und alles erschien in einem ganz anderen Licht. Einfach wieder unglaublich, was die Natur einem hier bietet. Total überwältigt, ließen wir uns dann oberhalb des Broadhaven Beach Bosherston nieder und genossen noch die letzten Sonnenstrahlen, bevor wir es uns im Wohnmobil gemütlich machten.

Gefahren sind wir 168,3 km.

Caerhays Castle

Strand beim Caerhays Castle

Kynance Cove

Kynance Cove

Pedn Vounder Beach

Land's End Visitor Center

St Ives Bay, Godrevy Lighthouse

Holywell Bay

Bedruthan Steps

Bedruthan Steps

Clovelly

Clovelly

Cheddar Gorge

Wells Cathedral

Chepstow Castle

Raglan Castle

Caerphilly Castle

Three Cliff Bay

Kidwelly Castle

Skrinkle Haven

St Govan's Head

St Govan's Chapel

Broadhaven Beach Bosherston

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