• Stephan Lorenz

Unsere 25 Norwegen-Highlights


In vier aufeinanderfolgenden Jahren konnten wir nicht genug von Norwegen bekommen und waren im Gefilde der Wikinger insgesamt fast 11 Wochen unterwegs. Hier möchten wir euch jetzt unsere 25 persönlichen Highlights vorstellen, wobei die Anordnung der Sehenswürdigkeiten nicht als Wertung zählt.


1. Das Nordkap und die Insel Magerøya

Zweimal waren wir bereits dort. Einmal mit dem Pkw und zwei Jahre später mit dem Wohnmobil. Nähert man sich der Insel hat man das Gefühl in eine andere Welt einzutreten. Ja es ist ein typisches Touristenziel, doch will man eine Nord-Norwegen-Reise ohne Nordkap absolvieren? Sollte man auch nicht. Die Natur Magerøyas sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Es ist karg und steinig, überall laufen einem Rentiere über den Weg und gerade diese Faktoren machen es so schön. Der Herbst taucht die Flechtengewächse in verschiedenste Farben, die mintfarbenen Rentierflechten setzen dann ihre Akzente. Als wir 2014 dort waren, haben wir von den Klippen immer nur einen Augenblick erhascht, denn es war nebelig und zwar so stark, dass man teilweise die Nordkapphallen neben einem nicht mehr gesehen hat. Dadurch war es so magisch, man steht so weit nördlich der Welt und kann "das Ende" nicht sehen. 2016 hatten wir dann das Glück einen wunderschönen Sonnenuntergang am Nordkap zu erleben. Die untergehende Sonne tauchte ganz Magerøya in ein wundervolles Licht und man war einfach nur glücklich, erneut an diesem Ort zu sein. Die Nordkapphallen enthalten im Übrigen auch eine interessante Ausstellung.


2. Polarkreiszentrum / Saltfjellet

Nähert man sich dem Polarkreiszentrum und somit auch dem Saltfjellet ist die Landschaft auf einmal karg, wie mit dem Lineal gezogen befindet man sich plötzlich 680 m über dem Meeresspiegel. Wir haben diese Gegend bisher nur im September erlebt, doch so karg die Pflanzenwelt auch ist, schillert sie auch hier wieder in den schönsten Farben, dunkles Rot und zartes Grün und zwischendrin die weißen Tupfen des Wollgrases, alles ist vertreten. Im Hintergrund erheben sich die schneebedeckten Berge, was für ein Anblick. Entlang der Saltfjellveien (E6) befinden sich Parkplätze, perfekt als Ausgangspunkt für Wanderungen. Und auch schon die reine Durchfahrt ist sehr lohnenswert, denn die Natur bezaubert.

Hinter dem Polarkreiszentrum haben sich viele Leute in Steinskulpturen verewigt und auch wir haben dort einen beschrifteten Stein liegen lassen, den wir hoffentlich noch in den nächsten Jahren ergänzen können.


3. Torghatten

Den Berg mit dem 35 Meter hohen und 160 Meter langen Loch in seiner Mitte findet man bei Brønnøysund. Am Fuße des Berges befindet sich ein Campingplatz und ein kleiner Parkplatz, beide dienen als Ausgangspunkt für die ca. 30-minütige steinige Wanderung zum Loch. Ist man erst einmal oben angekommen, sollte man innehalten und den wundervollen Ausblick auf die Schärenküsten genießen. Im Loch ermöglichen einem Treppen das Wechseln der Seiten, es schallt bei jedem Tritt und man vergisst ganz, dass man eigentlich in der Mitte eines Berges steht. Wie außergewöhnlich!


4. Røros

Die Bergbaustadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und dies auch absolut berechtigt. Man hat das Gefühl, dass in Røros die Zeit stehen geblieben ist. Bunt gestrichene alte Holzhäuser aus dem 17 Jh. mit liebevoll gestalteten Innenhöfen, die teilweise Werkstätten und Ateliers ein zu Hause bieten, säumen die Straßen. Es erinnert alles an ein lebendiges Freilichtmuseum. Beim Stadtbummel sollte man etwas Zeit mitbringen, um kein

Detail zu übersehen :-) Die Stadt liegt 628 m über dem Meeresspiegel, weshalb dort auch durchaus ein raues Klima herrschen kann. Die Umgebung von Røros ist landschaftlich sehr reizvoll und lädt zu vielen Outdooraktivitäten ein. Des Weiteren liegt 13 km außerhalb der Stadt entlang der Fv 31 die sehr interessante Olavsgruva und auch die schwedische Grenze ist nur wenige Kilometer entfernt.


5. Nigardsbreen

Die Wanderung zum Nigardsbreen mag für die einen relativ abenteuerlich sein, festes Schuhwerk ist auf alle Fälle empfohlen, doch der "Marsch" lohnt sich. Die Sicht auf den türkisblauen Nigardsbreenvatnet mit dem dahinter liegendem Gletscher ist unglaublich faszinierend, doch steht man dann direkt vor dem Gletscher wird einem bewusst, wie klein man als Mensch eigentlich ist. Ein wunderschöner Ort, der einen den Atem stocken lässt. Es werden auch Gletscherwanderungen angeboten, was im Übrigen auch noch auf unserer To-Do-Liste steht :-) Vor der Parkplatzzufahrt befindet sich noch das Breheimsenteret, ein Informationszentrum und z.B. auch Ausgangspunkt für die Gletscherwanderungen. Bei der Straße zum Parkplatz handelt es sich im Übrigen um eine kurze Mautstraße.


6. Lom Stabkirche

Für uns hat diese Stabkirche nicht nur einen hohen Stellenwert, weil sie sehr schön anzusehen ist, sondern Lom auch das Tor zu Rv55 ist - hierzu im u. s. Beitrag dann mehr. Die Kirche stammt aus dem 12. Jh. und gehört somit zu den größten erhaltenen Stabkirchen. Die am Dach angebrachten Drachenköpfe stechen sofort ins Auge und die aufwendigen Schnitzereien im Innenraum und der vollfarbig ausgemalte Altarraum sind wunderschön. Vom Parkplatz der Kirche aus, kommt man zu einer Holzbrücke, von der aus man noch einmal einen etwas anderen Ausblick auf die Kirche genießen kann. Zudem kommt man auch zum Ufer des helltürkisen Flusses, wo sich 2016 sogar ein kleiner Sandstrand befand.


7. entlang der Fv55 / Sognefjellsvegen

Für uns ist und bleibt die Fv55 bzw. der Sognefjellsvegen eine der atemberaubendsten und schönsten Straßen Norwegens. Die Landschaft ist so unbeschreiblich schön, dass diese Strecke ein absolutes Must-See ist für jede Norwegen-Reise. Schon 2014 waren wir regelrecht geplättet und gleichzeitig wieder ganz aus dem Häuschen, da unsere Augen überhaupt nicht hinterher kamen, all die Schönheit zu erfassen. Berge, Seen, Flüsse, Gletscher und selbst im September liegen direkt neben der Straße noch große Schneefelder, die wie kleine Gletscher türkis leuchten. Die Straße ist gespickt mit sehr vielen Viewpoints und jeder einzelne davon lohnt sich für einen Fotostopp. Bisher stand sie jedes Jahr auf dem Plan und wird auch bei unseren nächsten Reisen ein nicht wegzudenkender Bestandteil unserer Reiseroute bleiben. Im Abendlicht wirkt alles im Übrigen noch schöner und magischer :-) 2015 sind wir dann, bevor wir Skjolden und somit das Ende der Prachtstrecke erreichten, in Richtung des Tindevegen (mautpflichtig) abgebogen. Auch diese Strecke ist landschaftlich wieder sehr reizvoll und endet zum Schluss nach mehreren Haarnadelkurven in Øvre Årdal. Noch in den zahlreichen engen Kurven blitzt auf einmal der Årdalsvatnet hervor und besticht durch sein blautürkises Wasser.


8. Trollstigen

Die Straße der Straßen in Norwegen und auch wahrscheinlich die bekannteste Touristen-Strecke. Von Geiranger kommend bietet die Fv 63 immer wieder fulminante Ausblicke auf Norwegens wunderschöne Natur und sollte schon daher auch auf dem Programm einer Norwegen-Reise stehen. Mit dem Bau der Passstraße wurde 1928 begonnen, noch heute sieht man entweder alte Straßenabschnitte oder die Straßenbanden, bestehend aus nebeneinander angereihten Steinen. Wir fanden es schöner, den Trollstigen hinunter zu fahren, da man dann einfach einen besseren Blick auf das Tal hat, vorausgesetzt das Wetter stimmt :-) Unterwegs passiert man noch den 320 Meter hohen Stigfossen. Oberhalb des Trollstigen befindet sich auch das Center mit Café und einem Souvenirgeschäft, interessanter sind aber die dort erreichbaren Aussichtsplattformen, die einen guten Panoramablick ermöglichen.


9. Geiranger und Fv 63

Der Geirangerfjord ist wahrscheinlich der bekannteste Fjord Norwegens. Uns interessierte bisher immer weniger der Fjord selbst, sondern eher der Weg dorthin, denn auch hier führt die Fv 63 wieder vorbei an atemberaubenden Kulissen. Davon einmal abgesehen, dass viele Touristen auch per Kreuzfahrtschiff zum Fjord gelangen, muss sich die Autostrecke keineswegs verstecken. Es gibt zudem mehrere Viewpoints, um den Fjord auch aus der Höhe zu bewundern - der Fydalsjuvet, der Ørnesvingen und der über eine Mautstraße erreichbare hoch oben gelegene Dalsnibba. Den berühmten Wasserfall "Sieben Schwestern" kann man zumindest vom Ørnesvingen Viewpoint aus sehen, für uns ohnehin der schönste unkompliziert erreichbare Ausblick auf den Fjord, da hier die Kulisse durch die Kurve und die nahen Berge noch deutlich schöner ist. Wer etwas Zeit mitbringt, kann den Fjord und vor allem die Wasserfälle auch noch einmal von dem Hof Skageflå aus bestaunen, der Ort ist zwar am besten mit dem Boot zu erreichen, man kann ihn aber auch ab Homlong erwandern. Wir fanden auch die alten Bootshäuser am Ufer haben ihren Reiz. Diese kann man am besten anschauen, wenn man vom Parkplatz des Lebensmittelgeschäftes den kleinen Bootssteg entlangläuft. Des Weiteren zweigt vom Campingplatz aus (öffentlicher Weg) ein Wanderweg über zahlreiche Stufen vorbei an einem Wasserfall (Vossevandring) hinauf zum Norwegischen Fjordcenter ab.


10. Bleik / Andenes auf Andøya

Andøya ist eine Insel der Vesteralen und mit ihren schroffen Bergen und den schönen Sandstränden einen Besuch wirklich wert. Die weißen Strände von Bleik und Andenes werden umrahmt von spitzen Bergen und türkisem klaren Wasser. Direkt an den Stränden liegen Campingplätze und es ist nicht ungewöhnlich, dass man bei einer klaren Nacht abends die Nordlichter tanzen sieht. Zudem haben wir auf Andøya auch unseren ersten Elch gesehen :-) Von Andenes starten Whale Watching & Wildlife Touren und so haben wir auf einer sehr wellenreichen Tour, die uns ewig in Erinnerung bleiben wird, unseren ersten Pottwal gesehen. Von Bleik starten im Übrigen auch Puffin Safaris. Ansonsten lohnt es sich, die Insel auch einmal zu umrunden, denn auch dort warten noch schöne Buchten und Aussichten darauf entdeckt zu werden.


11. Ålesund

Ålesund ist wohl das Postkarten-Motiv schlecht hin, denn vom Berg Aksla aus hat man einen wahnsinnig guten Blick auf die schöne Stadt, die ganz untypisch für Norwegen nicht aus Holzhäusern besteht, da sie bei einem verheerenden Brand 1904 komplett zerstört wurde. Aber gerade für die jetzige Jugendstilarchitektur ist Ålesund so bekannt. Die Stadt erstreckt sich über mehrere Inseln und wird vom Atlantischen Ozean und den Sunnmørs-Alpen umrahmt. Den Berg Aksla erreicht man entweder zu Fuß (418 Stufen) vom Stadtpark ausgehend oder mit dem Auto. Oben bietet sich dann auf jeden Fall ein Moment zum Innehalten und Genießen. Norwegen in Perfektion :-) Auch etwas außerhalb lohnt sich noch ein Abstecher zum Sunnmøre Freichlichtmuseum, welches nicht nur eine umfangreiche Sammlung historischer Häuser bietet, sondern auch noch eine große Bootsausstellung beherbergt.


12. Oslo - Vigelandsparken, Wikingerschiffmuseum, Norsk Volkemuseum

Oslo - die Hauptstadt Norwegens - hat natürlich sehr viele Sehenswürdigkeiten zu bieten und ist schon deswegen eigentlich einen längeren Aufenthalt wert. Wir haben die Zeit in Oslo 2014 aber für den Besuch zweier sehr interessanter Museen genutzt und 2015 noch einen kurzen Stopp im Vigelandspark eingeplant. Das Wikingerschiffmuseum mit den weltweit am besten erhaltenen Schiffen und einer sehr interessanten Ausstellung von Grabbeigaben, sollte für all diejenigen auf dem Programm stehen, die sich für die Geschichte der Wikinger interessieren. Im Museum findet man auch Bilder, die den Verlauf der Ausgrabungen dokumentieren. Das Norsk Volkemuseum ist ein Freilichtmuseum mit ca. 155 Gebäuden und interessanten Ausstellungen, verteilt auf ein großes Areal. Sehr sehenswert und man vergisst komplett die Zeit, wenn man so durch die Häuser schlendert und versucht alles zu entdecken. Für uns zwei Museen, die wir wärmstens weiterempfehlen können. Der Vigelandsparken ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Oslos und wahrscheinlich auch Norwegens. Der Skulpturenpark wurde von 1939 bis 1949 von nur einem Künstler fertiggestellt und mit mehr als 200 Skulpturen ausgestattet, eine interessanter als die andere. Die Skulpturen sind teilweise sehr grotesk, was sie aber gerade so sehenswert macht. Natürlich dürfen auch in diesem Park die Pflanzen nicht fehlen, was zusammengenommen eine sehr schöne Mischung ergibt und daher sollte der Vigelandsparken ebenfalls bei einem Oslo-Trip immer auf der To-Do-Liste stehen.


13. Raubergstulsvegen / Juvashytta

Auf der Rv 55 bei Galdbygde zweigt eine Straße in Richtung Juvashytta/Galdhøpiggen ab, die Raubergstulsvegen. Nach einem Stück der Strecke passiert man einen Campingplatz, der Rest der Strecke bis hoch zur Juvashytta ist mautpflichtig. Die Straße schlängelt sich nach oben und wenn man die nächste Kurve noch nicht sieht, kommt es einem so vor, als würde man gleich den Abhang herunterfahren. Die Straße führt vorbei an karger Natur und Schneefeldern. Von der Juvashytta starten Wandertouren zum Galdøpiggen, außerdem befindet sich dort oben auch ein Sommerskigebiet und der Klimapark 2469 - ein Eistunnel. Wir hatten leider das Pech, dass der Eistunnel im September geschlossen war, sind aber hauptsächlich aufgrund der guten Aussicht zur Juvashytta gefahren, denn diese ist grandios. Ob nun der Blick ins Tal oder auf die umliegenden Berge, man ist fasziniert.


14. Oldevatnet mit dem Briksdalsbreen

Der Brikdalsbreen ist touristisch schon fast zu gut erschlossen, das ändert aber nichts an der Tatsache, dass das ganze Gebiet dort sehr schön ist. Auf der ca. 2,5 km langen Wanderung von der Fjellstove zum Gletscher passiert man zudem auch noch den Kleivafossen, hier kann es durchaus vorkommen, dass man bei der Überquerung der Brücke etwas nasser wird :-) Besonders schön ist jedoch die Fahrt vorbei am Oldevatnet, um zu dem Briksdalsbreen zu gelangen, wenn hinter dem türkisen See die Gletscher in der Sonne glitzern.


15. Lofoten - Hauklandstranda, Reine & Å i Lofoten, Borg Wikingermuseum

Wir waren bisher zweimal auf den Lofoten unterwegs und hatten dabei mehr oder weniger Glück mit dem Wetter, was wir dabei aber gemerkt haben - die Lofoten sind immer atemberaubend und zurecht die bekannteste Inselgruppe Norwegens. 2015 fuhren wir noch bei strahlendem Sonnenschein auf die Lofoten und besuchten zunächst das extrem interessante und gut durchdachte Borg Wikingermuseum. Zu Beginn erfährt man über Videotafeln viele geschichtliche Hintergründe, bevor man dann zur Ausstellung weitergeht, die sehr faszinierend ist, lernt man doch mehr über die Art des Lebens und den Handel der Wikinger. Interessant ist auch der Nachbau des Wikingerhauses, welches originalgetreu eingerichtet wurde. Alle Gegenstände darin dürfen angefasst und ausprobiert werden. Genauso beeindruckend wie die Dörfer und Berge der Inseln, sind die Strände. Leicht zu erreichen und wunderschön ist hier der Hauklandstranda, der leider nicht so oft Erwähnung findet, wie der in der Nähe liegende Strand von Utakleiv. Genauso sehenswert finden wir, sind die Fischerdörfer Reine und Å. Beide Orte haben wir in verschiedenen Situationen erlebt. 2015 haben wir auf der Durchfahrt von Flakstad nach Å kaum unsere Hand vor Augen gesehen, so nebelig war es auf einmal. Doch auch gerade deshalb hatte Å zu diesem Zeitpunkt etwas beeindruckendes. 2016 hatten wir dann etwas mehr Glück und konnten trotz wolkenverhangener Berge die Bilderbuchdörfer sehen und waren überrascht, was uns ein Jahr zuvor eigentlich alles entgangen ist. Die Dörfer und die Landschaft der Lofoten sind die pure Perfektion und man weiß gar nicht, was man zuerst anschauen soll und fragt sich, wie etwas so Schönes entstehen kann. Und wir vertrauen darauf, dass wir die Lofoten das nächste Mal bei vollem Sonnenschein erkunden können :-)


16. Preikestolen

Zunächst, die Felskanzel ist nichts für zartbesaitete. Nicht nur, dass die Wanderung dorthin etwas Kondition erfordert, sollte man, wenn man nicht schwindelfrei ist, den Aufstieg evtl. nicht wagen, denn es gibt und das ist auch gut so, keinen Zaun. Ansonsten muss man dieses Naturwunder gesehen haben. Die ca. 3 km lange Wanderung zum Felsplateau beginnt am Parkplatz des Berggasthofes Preikestolen Fjellstue, pro Strecke werden ca. 2 Stunden eingeplant. Festes Schuhwerk ist Pflicht. Die Wanderung hat schon ihren Reiz, die Natur ist wunderschön und gerade auf den letzten Metern kommen noch einmal ein paar reizvolle Ausblicke hinzu. sobald man dann den ersten Blick auf den Lysefjord erhascht, ist man hin und weg. Die Augen sollte man trotz grandioser Aussicht während der Wanderung auf dem Boden lassen und erst bei festem Stand dann den Blick schweifen lassen. Wer mutig ist, setzt sich an den Rand des Preikestolen und schaut die 604 m in die Tiefe. Nach unserer Erfahrung wird man - umso länger man sich dort aufhält - immer waghalsiger ;-) Also passt bitte auf euch auf! Absolut einzigartiges Ziel, mit unbeschreiblich schöner Aussicht.


17. Aurlandsfjord / Aussichtsplattform Stegastein

Der Aurlandsfjord ist zumeist durch den Ort Flåm sehr bekannt, da hier auch die Flåmsbana abfährt. Der Ort ist entsprechend sehr touristisch und zudem halten dort auch viele Kreuzfahrtschiffe, aber etwas außerhalb bei Aurlandsvangen schlängelt sich der Bjørgavegen den Berg hinauf und man kommt schließlich bei der Aussichtsplattform "Stegastein" heraus, die einen unglaublichen Blick auf den Aurlandsfjord gewährt, gerade in der Abenddämmerung bietet dies einen wunderschönen Anblick. Die Aussichtsplattform hat zum Fjord hin eine schräge Glasplatte, sodass man sich dort auch ein bisschen drauflegen und hinunter schauen kann. 2015 waren wir im September hier komplett alleine, was noch eine zusätzliche Magie verströmte. 2016 hatten wir da weniger Glück, denn zu dem Zeitpunkt wurde auf der Plattform gerade ein indischer Film gedreht - was aber auch ziemlich interessant war :)


18. Felszeichnungen Hjemmeluft, Alta Museum

Es gibt einige Orte in Norwegen und Schweden um Felszeichnungen längst vergangener Tage zu besichtigen. Aufgrund der Fülle und der guten Beschreibungen hat uns hier jedoch das Alta Museum am besten gefallen, über eine Länge von 2,9 km Fußweg findet man dort ca. 3000 Felszeichnungen und hat dabei auch immer wieder gute Sicht auf den schönen Altafjord. Die Felsritzungen wurden im Übrigen von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Einige Ritzungen wurden mit roter Farbe nachgemalt, damit sie besser erkannt werden können. Auf anderen Steinen darf der Besucher die Ritzungen dann selbst suchen :-) Weiterhin sehr sehenswert sind die Felsritzungen bei Bøla (Abzweig von Steinkjer auf die Rv 763) sowie auf der E6 fahrend ca. 10 km südlich von Innhavet, beim Abzweig zur Rv 835 bei der Ausfahrt "Hellerstninger" (übersetzt Felszeichnungen) befindet sich ebenfalls eine große Felszeichnung zweier Rentiere in einer sehr schönen Umgebung (Schaut mal ins Gästebuch, vielleicht findet ihr unsere Einträge.)

In Schweden können wir folgende Orte empfehlen: Felsritzungen von Tanum und Felszeichnungen von Backa bei Brastad, beide auch sehr interessant.


19. Saltstraumen und Godøystraumen

Bei den Saltstraumen handelt es sich um den größten Gezeitenstrom der Welt und dieses Schauspiel ist wirklich sehr beeindruckend. Beim Gezeitenwechsel bilden sich riesige Strudel und pro Sekunde strömen 3000 m³ Wasser über die Fjordschwelle. Zugleich sind die Gewässer auch ein Paradies für Angler, denn aufgrund des nährstoffreichen Wassers werden auch die Fische angelockt, so wurde dort z.B. der weltweit größte Seelachs gefangen. Aber auch wenn man nicht angelt, so wie wir, kann man sich einfach auf die Steine setzen und das Geschehen beobachten. Ein Stück vor den Saltstraumen, entlang der Fv17, gibt es einen Rastplatz an den kleineren Godøystraumen. Hier lohnt sich ebenfalls ein Halt. Die Landschaft ist sehr schön und die Steine glitzern mit dem hellen Wasser um die Wette.


20. Trondheim

Trondheim symbolisiert für uns immer die perfekte Mischung von alter und neuer Architektur. Sehr sehenswert und bekannt sind die Speicherhäuser entlang des Nidelva. Einen guten Blick auf den Fluss und die Häuser hat man von der Gamle Bybro (Brücke). Des Weiteren befindet sich auf der Ostseite des Flusses auch die Straße "Bakklandet", in den alten Holzhäusern befinden sich Geschäfte und Cafés. Ideal für einen kleinen Stadtbummel. Etwas oberhalb von Trondheim erhebt sich die Kristiansten Festung. Man hat von dort oben nicht nur einen guten Blick auf ganz Trondheim und den Fjord, auch das Gelände und die Ausstellung sind ziemlich interessant. Im Übrigen ist der Zugang kostenfrei :-) Auch sehr imposant ist der Nidarosdom, der zu den bedeutendsten Kirchen Norwegens gehört. Trondheim sollte man bei einem Spaziergang auf sich wirken lassen, die Stadt wirkt gleichzeitig verträumt und modern.


21. Heddal Stabkirche

Die größte Stabkirche Norwegens hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Sie ist sehr imposant und die Vielzahl der überlappenden Dächer verstärkt dieses Gefühl noch. Die Eingangsportale sind mit wunderschönen Holzschnitzereien verziert, die auf das 13. Jh. zurückdatiert werden können. Die Kirche dient im Übrigen auch heute noch als Gemeindekirche für die Einwohner von Heddal.

300 m weiter befindet sich zudem das Freilichtmuseum "Heddal Bygdetun".


22. Helleren Jøssingfjord

Entlang der Nordseeroute zwischen Egersund und Flekkefjord auf der Rv 44 findet man zwei alte Holzhäuser, die unter einem Berg - dem Helleren - Schutz suchen. Lediglich ein Holzdach bietet Schutz vor Regen und Witterungsbedingungen, doch den haben die Häuser gar nicht richtig nötig, denn die Felskante des Helleren ragt weit über die Häuser aus dem 19. Jahrhundert. Einige Teile der Häuser können aber auch älter sein. Der Zugang ist kostenfrei, doch sollte man natürlich mit solchem historischen Erbe auch entsprechend sorgsam umgehen. Im Inneren befindet sich sogar teilweise noch Mobiliar. Wir haben die Häuser durch Zufall entdeckt und waren begeistert.


23. Låtefossen

Der Låtefossen, auch Zwillingswasserfall genannt, in der Nähe von Odda, gehört sicherlich auch zu den meistfotografierten Motiven bzw. Wasserfällen Norwegens. Beeindruckend ist nicht nur seine Fallhöhe von 165 Metern, sondern die dadurch entstehende Gischt, die über die Straße weht und niemanden trocken lässt. Bei Sonnenschein bilden sich in der Gischt Regenbögen, was es noch faszinierender macht. Die vor dem Låtefossen liegende Steinbogenbrücke von 1859 rundet das Bild sogar noch ab. Sehr imposant und auf alle Fälle einen Halt wert. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich zudem der Espelandsfossen.


24. Die Schärenküste beim Lindesnes Leuchtturm

Der Lindesnes Fyr ist der älteste Leuchtturm und auch südlichste Punkt Norwegens und daher entsprechend ein beliebtes Touristenziel. 1655 wurde dort Norwegens erste Leuchtfeuer entzündet. Ein Schild zeigt sogar die Entfernung zum Nordkap an: 2518 km. Auf dem Gelände befindet sich das nationale Leuchtfeuermuseum, ein Restaurant und eine Galerie. Des Weiteren wurde die Leuchtturmwärterwohnung zu einer Wohnung umfunktioniert, die man jetzt mieten kann. Uns persönlich hat hingegen besonders die Umgebung gefallen, die Schärenküste ist wunderschön. Den besten Ausblick genießt man natürlich vom Leuchtturm aus.


25. Trollholmsund

Wir lieben ja im Allgemeinen den Norden und die Landschaft des Porsangerfjords, doch mit den versteinerten Trollen von "Trollholmsund" bietet sich nicht nur eine tolle Geschichte, sondern auch mal wieder ein einzigartiger Ort. Entlang der E6 nach Lakselv führt die Ausschilderung auf die Fv185. Die Straße endet bei einem Hof und davor befindet sich ein Parkplatz mit einer Info-Tafel. Hier startet die kurze 1,2 km lange Wanderung zu den Trollen. Die Landschaft ringsherum ist wunderschön und das Wasser so klar und azurblau, dass man darin die Quallen und Unterwasserpflanzen tanzen sehen kann. Geologen meinen, dass die Dolomit-Felsen rund 700 Mio. Jahre alt sind und eben als Härtlinge zurückblieben, als Wasser den Kalk löste. Uns gefällt die Geschichte der Samen besser, dass es sich um versteinerte Trolle handelt, die sich nicht rechtzeitig vor der Sonne verstecken konnten. Wenn man genau hinsieht, erkennt man sogar ihre Gesichter :-)

#Norwegen

  • Instagram
  • YouTube Social  Icon
  • Twitter Social Icon