Reisebericht Dänemark und Norwegen 2018 - Teil 1

17.08.2018

  • Stellplatz in Flensburg

 

Unser Tag begann um 7 Uhr, denn bevor wir losfahren konnten, mussten wir noch ein paar Kleinigkeiten einpacken und auch noch zu Hause alles auf Vordermann bringen. Die Temperaturen kletterten immer weiter und so war das Einräumen des Wohnmobils diesmal mit nicht ganz so viel Freude verbunden wie sonst :-) Um 12 Uhr, bei ca. 35 °C, fuhren wir dann los nach Flensburg. Trotz Ferienende in einigen Bundesländern kamen wir schnell durch und so waren wir gegen 19 Uhr in Flensburg und gingen dort noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen, bevor wir zum Stellplatz am Citti-Center fuhren. Dieser bietet Platz für ca. 30 Wohnmobile, deshalb waren wir erstaunt, dass wir gerade so den vorletzten Platz bekommen haben. Wir teilten uns den Platz nicht nur mit Deutschen, sondern auch mit sehr vielen Skandinaviern, die im Einkaufszentrum nebenan auch noch einmal ihre Vorräte aufstockten. Trotz der Hauptstraße war es nachts ziemlich ruhig und zudem ist der Stellplatz auch noch kostenfrei. Was will man also mehr.

Gefahren sind wir 579 km.

18.08.2018

  • Spøttrup Slot

  • Stenbjerg Strand

  • Wikingerburg Aggersborg

  • Svinkløv Camping

 

Wir fuhren gegen 9 Uhr in Flensburg los und steuerten zuerst das Spøttrup Slot an. Leider fuhren wir die ganze Strecke hauptsächlich Autobahn bzw. Hauptstraße, weshalb Dänemark landschaftlich tatsächlich nicht ganz so viel zu bieten hatte. Auch das Wetter war bis zum Schluss nicht wirklich auf unserer Seite, es regnete immer mal wieder und die Sonne haben wir heute gar nicht gesehen. Es kann also die nächsten Tage nur besser werden. :-) Der Eintritt zum Schloss kostete 80 Kronen. Hunde dürfen zwar mit in den Garten, aber nicht mit in die Schlossanlage, daher musste immer einer draußen mit unseren Vierbeinern warten, während sich der andere die Innenräume angeschaut hat. Der Schlosshof und die Anlage selbst sind relativ groß. Von außen nimmt man dies gar nicht so wahr, wenn man vor der Wallanlage und dem Wassergraben steht. Auch von innen wurde das Schloss so belassen, wie es mal war, wozu auch ziemlich wenig künstliches Licht zählt. Hierdurch bekommt man sehr gut mit, wie dunkel es in einigen Räumen eigentlich gewesen sein muss. Ein paar der Räume sind noch mit Möbeln aus dem 18. Jahrhundert ausgestattet. Insgesamt waren die Innenräume sehr interessant und wir wünschten, der andere hätte nicht draußen warten müssen, damit man sich hätte mehr Zeit lassen können.

Spøttrup Slot

Spøttrup Slot

Spøttrup Slot

Baili wartet vor dem Spøttrup Slot

Im Übrigen kamen uns die heutigen 17 °C extrem frisch vor, wir hatten einen richtigen Temperaturschock, an solche Temperaturen müssen wir uns nach der Hitzewelle in Deutschland erst wieder gewöhnen. Im Anschluss fuhren wir weiter zum Thy Nationalpark, zum dortigen Stenbjerg Strand. In einer kurzen Regenpause gingen wir dann hinunter zum Strand und schauten uns die Dünen und die kleinen Boote an. Durch die Wellen kam vom Meer immer wieder Gischt, wodurch einem ziemlich schnell frisch wurde. Wir hielten es daher nicht allzu lange am Strand aus, auch wenn er zu einem Spaziergang eingeladen hätte.

Stenbjerg Strand

Stenbjerg Strand

Etwas später waren wir dann auf dem Weg zur Wikingerburg Aggersborg, wo es dann auch kurzfristig etwas windstiller wurde. Viel ist von der Wikingerburg natürlich nicht mehr übrig, eigentlich nur noch die Wallanlage. Doch daneben befindet sich noch eine schöne Kirche und eine kleine Ausstellung der Wikingersiedlung. Eigentlich sehr schön gemacht und für einen kurzen Stopp zwischendurch wirklich lohnenswert.

Wall Wikingerburg Aggersborg

Wall Wikingerburg Aggersborg

Im Anschluss fuhren wir weiter zum Svinkløv Campingplatz. Der Platz sieht bei der Einfahrt noch gar nicht so groß aus, wie er eigentlich ist. Auf dem Gelände kann man sich wirklich schnell verirren :-) Der Platz ist zwar groß, doch auch ziemlich verwinkelt und so hat man dennoch seine Ruhe. Entweder hat man eine Parzelle komplett für sich oder teilt sich einen Bereich mit 4 anderen Wohnmobilisten. Also alles noch überschaubar. Der Strand dürfte eigentlich auch nicht allzu weit weg sein, doch aufgrund des blöden Regens am Abend haben wir den Weg dann nicht mehr ausgekundschaftet.

Campingplatzbewertung:

Familienfreundlichkeit: 3 (viel Platz zum Spielen haben Kinder hier nicht)
Hundefreundlichkeit: 5 (super Möglichkeiten, um mit den Hunden große und kleine Runden zu drehen, es gibt auch eine Hundedusche)
Entsorgungsmöglichkeiten: 4 (die Entsorgung für die chemische Toilette ist nicht die neuste, aber zweckmäßig, zudem gibt es direkt daneben ein Waschbecken mit Seife, sodass man sich gleich waschen kann)
Waschräume: 4 (die Räume sind sauber, das Wasser ist warm und unbegrenzt)
Lage: 4 (ziemlich küstennah, allerdings müssen hierfür doch ein paar Meter zurückgelegt werden).
Größe: 4 (sehr großer Platz, auf dem viele Wohnmobile unterkommen, im Sommer muss man sicherlich dennoch vorreservieren)
Parzellengröße: 4 (man hat ausreichend Platz und seine Ruhe)
Personal: 5 (Die Dame an der Rezeption war extrem nett und hat uns alles super erklärt, zudem war die Rezeption eigentlich schon geschlossen und sie hat uns kommen sehen und gleich noch einmal geöffnet)
Preis: mit 210 DK ist der Preis ganz in Ordnung

Gefahren sind wir 413,3 km.

19.08.2018

  • Lindholm Høje

  • Voergaard Slot

  • Råbjerg Mile

  • Skagen bzw. Grenen

 

Leider ließ uns das Wetter heute komplett im Stich. Es regnete unaufhörlich und so versuchten wir dennoch das beste aus der Situation zu machen. Den Strand des Campingplatzes steuerten wir leider nicht mehr an, was allerdings eher daran lag, dass wir wahrscheinlich in die falsche Richtung gegangen sind. Wir konnten zwar das Meer sehen, aber keinen Abgang hinunter zum Strand. Naja, als wir dann wieder beim Wohnmobil waren, fuhren wir auch direkt los. Unser erster Halt waren die Steingräber und Steinsetzungen „Lindholm Høje“. Das große Gräberfeld mit den Schiffssetzungen machte uns kurz sprachlos. Unglaublich wie viele Personen hier früher bestattet wurden. Wir schauten uns das Gebiet eine Weile an und lasen einige der Informationstafeln, bevor wir dann kurze Zeit später aufgrund des Wetters den Rückzug antreten mussten.

Lindholm Høje

Lindholm Høje

Lindholm Høje

Lindholm Høje

Im Anschluss fuhren wir dann auch schon weiter zum Voergaard Slot. Das Schloss selbst ist nur mit einer Führung zu besuchen, der Zutritt zum Garten ist allerdings kostenfrei. Wir schauten uns das Backsteinschloss im Renaissance-Stil auch nur von außen an, bzw. liefen ein bisschen durch den Garten, was sich aber auch schon sehr lohnt.

Voergaard Slot

Voergaard Slot

Von dort ging es dann weiter in Richtung Skagen zur Wanderdüne Råbjerg Mile. Der Wohnmobilparkplatz war selbst jetzt zur Nebensaison ziemlich voll, sodass wir uns gar nicht erst ausmalen möchten, was eigentlich im Sommer hier los ist. Die Ausmaße der Sandmassen haben uns dann aber ziemlich erstaunt. Wir liefen eine Weile zum anscheinend höchsten Punkt und genossen von dort einfach den Rundumblick auf die tolle Landschaft. Zudem fühlte es sich seltsam an, dass direkt an der Düne kein Wasser war, als würde der Verstand etwas erwarten, was gar nicht da ist. Aber in ein paar Jahren verschwindet sie ja ohnehin wieder im Meer, dann stimmt das Bild auch wieder ;-) Ein wirklich schönes Naturereignis.

Råbjerg Mile

Råbjerg Mile

Råbjerg Mile

Råbjerg Mile

Für die Nacht fuhren wir dann zum Parkplatz von Grenen. Über Nacht stehen ist hier erlaubt und kostet angeblich – laut Schild – 150 DK. Man muss hierfür eigentlich nach 18 Uhr zu dem Park-Automaten gehen. Dieser sagte uns jedoch immer noch, dass ab 18 Uhr parken kostenfrei ist und man solle die Kreditkarte hineinstecken um sich „anzumelden“. Wir sind ja dann mal gespannt, was morgen tatsächlich auf der Abrechnung steht. Leider wurde es mit dem Regen auch immer schlimmer, sodass wir uns dann mehr oder weniger ins Wohnmobil verkrümelten und dort einfach einen Film einlegten, was Leckeres kochten und den Abend in unserem kuscheligen Zuhause genossen. Morgen wollen wir dann, bei hoffentlich besserem Wetter, den Punkt anschauen, an dem sich Nord- und Ostsee begegnen.

Gefahren sind wir 164,4 km.

Parkplatz Grenen

20.08.2018

  • Grenen/Skagen

  • Rudbjerg Knude

  • Fähre von Hirtshals nach Kristiansand

  • Bornes Camping in Hægeland

 

Endlich Sonne – so startete heute ein wirklich sehr schöner Tag auf Grenen. Wir begannen noch vor dem großen allgemeinen Ansturm zu dem Punkt zu laufen, an dem sich Nord- und Ostsee treffen. Der Strand dorthin ist wirklich sehr schön und hat auch den Hunden mal wieder sehr gut gefallen. Wir wurden sogar von einer kleinen Robbe begrüßt, die faul im Sand herumlag. Einige Leute gingen deutlich zu nah an das Tier heran, sodass etwas später eine Linie im Sand den einzuhaltenden Abstand anzeigte. Es ist schon irgendwie ganz cool, mit einem Fuß in der Ostsee und einem in der Nordsee zu stehen :-) Wir liefen dann auch noch ein Stück an dem Nordseestrand entlang, bevor wir, als es uns zu voll wurde, allmählich wieder kehrtmachten und zum Wohnmobil zurückliefen. Leider merkte ich erst auf halber Strecke, dass ich meine Sonnenblende für die Kamera verloren hatte. Ich spurtete noch einmal los, um das Plasteteil zu suchen. Stephan blieb mit den Hunden solange im Sand sitzen. Nach ca. 10 Minuten wurde ich dann fündig und kehrte stolz zu Stephan und den Hunden zurück :-) Wieder beim Wohnmobil angelangt, gingen wir noch einmal zu dem Parkscheinautomaten, um uns mit der Kreditkarte wieder abzumelden. Anscheinend funktioniert dieser tatsächlich nicht richtig, denn wir zahlten nur 22 Kronen für die 2 Stunden parken am Morgen. Beschwerden werden wir uns da natürlich nicht :-)

Grenen/Sakgen

Grenen/Sakgen

Grenen/Sakgen

Grenen/Sakgen

Von Grenen ging es dann weiter zur Wanderdüne Rubjerg Knude. Wir fuhren hierbei auch durch Skagen. Der Ort hat uns wirklich sehr gut gefallen. Schließlich bei der Düne angekommen, waren wir froh, überhaupt noch einen Parkplatz erhalten zu haben. Für Wohnmobile wird es hier sicherlich zur Hauptsaison besonders schwer. Nach einem kurzen Fußmarsch ist man dann auch bei der imposanten Düne. Man könnte sich alternativ auch hinfahren lassen. Ob dies allerdings etwas kostet, konnten wir auf dem kleinen Informationsschild nicht sehen. Der Zugang zum Leuchtturm auf der Düne ist kostenfrei und von dort oben hat man einen wirklich guten Blick auf die sagenhafte Landschaft. Welch ein Anblick, wenn einem der harsche Wind nicht immer wieder Sand in die Augen gepustet hätte ;-) Der Leuchtturm soll in wenigen Jahren nicht mehr stehen, da er von der Düne mitgerissen wird. Wir liefen noch ein bisschen auf dem riesigen Sandhaufen herum, bevor wir allmählich zurück zum Wohnmobil mussten, um nach Hirtshals aufzubrechen.

Rubjerg Knude

Rubjerg Knude

Rubjerg Knude

Sanddorn

Da wir noch nie mit der Fähre von Hirtshals nach Kristiansand gefahren sind, wollten wir einen kleinen Zeitpuffer haben, falls irgendwas nicht klappen sollte. Der Fährhafen ist in Hirtshals super ausgeschildert und es gab sogar noch eine relativ günstige Tankstelle für uns :-) Wir orientierten uns an dem Schild für die Fjordline und kamen kurz darauf bei einer kleinen wartenden Schlange an Autos und Wohnmobilen an. 18 Uhr sollte die Fähre ablegen, es war jetzt gerade mal 14:45 Uhr. Also hatten wir einen deutlich zu großen Zeitpuffer eingeplant. Aber was soll’s. Kurze Zeit später begann nämlich auch schon der Check-In. Hier lief alles ganz unkompliziert und tatsächlich nicht so akkurat, wie wir es von Calais gewöhnt sind. Wir warteten dann also zusammen mit allen anderen Wohnmobilen in einer Line darauf, dass wir auf die schnelle Fähre dürfen, die uns in 2 ½ Stunden nach Kristiansand bringen soll. Das Warten nahm gefühlt tatsächlich kein Ende. Als dann jedoch die Fähre endlich einlief, ging alles ganz schnell. Bis zum Schluss haben wir gestaunt, wie all diese Autos und Wohnmobile überhaupt auf die Fähre passen. Im Übrigen kann es sein, dass man auch rückwärts auf die Fähre fahren muss. Die größeren Wohnmobile wurden hier beim Einladen rückwärts eingewiesen. Für die Überfahrt muss man dann jedoch auch seetauglich sein, denn das Boot ist nicht nur schnell, bei stärkerem Wellengang merkt man auch das Gewackel. Eine Angestellte verteilte sogar „***tüten“. Wir blieben auch extra draußen, um uns besser auf den Horizont zu konzentrieren, wurden dafür aber mit Gischt aus Salzwasser bespritzt, was man irgendwann auf der Haut und der Brille ;-) doch deutlich merkt. Im Übrigen dürfen Hunde mit aufs Außendeck genommen werden. Was eigentlich laut Beschreibungen nicht erlaubt ist, wurde jedoch vom Personal toleriert. Ein Daumen hoch hierfür :-)

wir warten am Fährhafen auf die Abfahrt

wir warten am Fährhafen auf die Abfahrt

endlich auf der Fähre

wir warten am Fährhafen auf die Abfahrt

Da wir leider etwas später losgefahren sind als geplant, kamen wir auch deutlich später an, als uns lieb war. So mussten wir noch im Halbdunkeln zu einem Campingplatz fahren. Entlang der E9 gibt es ein paar und wir fuhren bis nach Haegeland zum Bornes Camping. Hier kann man auch später ankommen und am nächsten Morgen bezahlen. Genauso wie wir es mögen. Wir gingen uns noch das Salzwasser abwaschen, aßen schnell zum Abendessen und drehten eine kleine Runde mit unseren Fellnasen, bevor wir erschöpft ins Bett fielen.

Campingplatzbewertung:

Familienfreundlichkeit: 4 (es gibt einen Spielplatz und direkt am Stellplatz einen See)
Hundefreundlichkeit: 5 (Hunde sind erlaubt. Man kann hier gut mit den Vierbeinern eine Runde drehen.)
Entsorgungsmöglichkeiten: 3 (die Entsorgung für die chemische Toilette ist nicht die neuste, es gibt einen Bodenablass fürs Abwasser und direkt daneben befindet sich auch das Frischwasser)
Waschräume: 4 (die Räume sind sauber, 5 Minuten duschen kosten 10 Kronen)
Lage: 4 (direkt am See gelegen).
Größe: 4 (relativ großer Platz, es gibt allerdings nur mittig einige Stellplätze für Wohnmobile)
Parzellengröße: 3 (keine extra abgetrennten Parzellen)
Personal: 2 (reagierte nicht auf Anrufe, war nicht zur dort stehenden Öffnungszeit vor Ort und das schlimmste, als er dann nach dem 5. Anruf endlich ans Telefon ging und gekommen ist, war er sturzbetrunken)
Preis: mit 235 NOK noch relativ in Ordnung, wenn die Probleme am nächsten Tag nicht gewesen wären

Gefahren sind wir 140,2 km.

21.08.2018

  • Fahrt durchs Setesdal

  • Haukelivegen

  • Låtefossen

  • Odda

  • Stellplatz bei Bondhusdalen

 

Um 8 Uhr klingelte unser Wecker, da wir gestern Abend erst relativ spät ins Bett gekommen sind. Unser Plan war eigentlich, uns soweit zurecht zu machen, dass wir dann nur noch für das Bezahlen auf den Besitzer des Campingplatzes warten müssten. Auf dem Schild stand, dass dieser ab 11 Uhr dort ist oder man sich über eine Rufnummer melden könne, falls man eher auschecken möchten. Aus diesem Plan wurde dann leider nichts, als wir merkten, dass man für die Duschen nicht 10 Kronen verwenden kann, sondern die 10 Kronen gegen bestimmte Coins tauschen muss. Also versuchten wir ab 9 Uhr jemanden zu erreichen, doch es ging nie jemand ans Telefon. Die Zeit verstrich einfach so, während wir versuchten den Besitzer zu kontaktieren. Auch die paar Camper auf dem Platz konnten uns nicht helfen. Wir gingen mit den Hunden, räumten das Wohnmobil auf und saßen einfach in der Sonne. Schließlich kam auch um 11 Uhr niemand zur Rezeption und so versuchten wir ein letztes Mal den Besitzer per Telefon zu erreichen. Diesmal ging er endlich ran. Verstehen konnte man ihn sehr schlecht, er meinte allerdings, dass er in ca. 10 Minuten da sein kann. Wir warteten also weiter und als er dann endlich kam, waren wir absolut schockiert. Denn er kam mit dem Auto die 100 Meter (!) von seinem Haus gefahren, welches auch auf dem Campingplatz steht, und hat beim rückwärts einparken fast noch seine eigene Hütte eingerissen. Als er dann ausgestiegen ist, quatschte er zunächst weitere 5 Minuten mit einer Person, die durch Zufall vorbeigekommen ist und wandte sich dann endlich uns zu. Verstehen konnten wir ihn immer noch sehr schlecht, was aber eher daran lag, dass er zu besoffen war, um sich auf den Beinen zu halten. Er konnte nicht einmal die Tür richtig aufschließen. Wir waren so wütend, dass wir aufgrund eines besoffenen Typs so viel Zeit vertrödelt hatten. Wir bezahlten, holten uns die Duschcoins und dann ging alles ganz schnell. Duschen, entsorgen und endlich weg. Gegen 11:45 Uhr waren wir dann auf der Straße und fuhren zunächst in Richtung Rysstad. Kurz nach Evje kam ein schöner Rastplatz mit den Syrtveitfossane. Die vorbeifließenden Wassermassen hatten schon fast etwas Hypnotisches auf uns.

Rastplatz Syrtveitfossane

Rastplatz Syrtveitfossane

Kurze Zeit später fuhren wir schon weiter. Nach Rysstad, in Richtung Bykle, hielten wir erneut an einem Rastplatz mit Badeplatz am Øyfossen. Hier setzten wir uns eine Weile auf die Steine und lagen in der Sonne, spielten mit den Hunden und genossen das schöne Wetter.

Rastplatz am Øyfossen

Rastplatz am Øyfossen

Rastplatz am Øyfossen

Rastplatz am Øyfossen

Ab jetzt begann die Landschaft noch beeindruckender zu werden. Wir blieben weiter auf der Rv9 in Richtung Haukeli. Die Landschaft wurde karger, dafür aber noch wasserreicher. Einfach wunderschön. In Haukeli bogen wir dann auf die E134 ab. Auch hier hat uns die Landschaft absolut fasziniert. Man befindet sich sehr weit oben. Die Natur ist sehr karg und erstrahlt in den verschiedensten Farben, die sich dann in den vielen Seen spiegeln. Einfach toll.

entlang der Rv9

entlang der Rv9

entlang der Rv9

entlang der E134

Einen kurzen Schockmoment hatten wir, als uns im Svandalsflonatunnelen Schafe auf der Fahrbahn entgegenkamen. Es ist zwar alles gutgegangen, aber der Tunnel war extrem dunkel, also hätte die Situation auch ganz anders ausgehen können. Über Røldal fuhren wir dann weiter nach Odda. Natürlich hielten wir auch noch einmal beim Låtefossen, der im Gegensatz zum Winter deutlich mehr Wasser getragen hat ;-) Leider werden allerdings Sanierungsarbeiten an der Brücke durchgeführt, sodass wir hier diese „Fotoansicht“ nicht mehr nutzen konnten.

Låtefossen

Låtefossen

In Odda bogen wir dann ab auf die Fv551 und in den Folgefonntunnel. Nach den 11 km wollten wir dann eigentlich beim Wanderparkplatz zum Bondhusdalen übernachten, doch leider ist dort Camping verboten, sodass wir ein paar Kilometer zurückfuhren und an einem Schotterparkplatz einen Platz für die Nacht fanden. Das Wetter war im Übrigen den ganzen Tag himmlisch, leider soll es morgen, wenn wir unsere Wanderung geplant haben, nicht mehr ganz so super sein. Wir drückten uns einfach selbst die Daumen.

Gefahren sind wir 313,4 km.

22.08.2018

  • Wanderung Bondhusvatnet

  • Vøringsfossen und Fahrt entlang der E7

  • Birkelund Camping, Hovet

 

Der Tag heute war leider ziemlich wässrig und das ganze Wasser kam von oben. Früh wollten wir zum Bondhusvatnet wandern. Aufgrund des Regens ließen wir unsere Vierbeiner nach einer kurzen Gassi-Runde dann im WoMo. Mit Regenjacke zogen wir dann los zu dem schönen Gletschersee. Der Weg führt durchgängig an einem wunderschönen Fluss entlang. Als wir dann beim See angekommen sind, waren wir komplett durchnässt. Wir versuchten ein paar Fotos zu machen, ohne, dass unsere Technik komplett durchweicht. Wir überlegten sogar kurzzeitig, doch noch bis zum Gletscher zu wandern, doch die Nässe hat uns besiegt, denn trotz Schutz, wurde auch bereits unser Rucksack ziemlich nass. Also liefen wir dann wieder zurück und freuten uns darauf, endlich die nassen Klamotten los zu werden. Bevor wir weiterfuhren, wärmten wir uns noch auf und versuchten unsere nassen Sachen so zu arrangieren, dass sie schnell trocknen. Leider gibt es im Kastenwagen für solche Fälle nicht sehr viele Möglichkeiten.

Wanderung zum Bondhusvatnet

Wanderung zum Bondhusvatnet

Wanderung zum Bondhusvatnet

Wanderung zum Bondhusvatnet

Wir fuhren im Anschluss wieder in Richtung Odda und von dort dann über Eidfjord entlang der E7 bis nach Hovet zum Birkelund Camping. Da das Wetter leider nicht besser, sondern von Stunde zu Stunde noch schlechter wurde, blieben uns nicht viele Möglichkeiten, als weitestgehend durchzufahren. Beim Vøringsfossen hielten wir zwar kurz, aber in der Schlucht befand sich eine dicke Wolke, sodass man gar nichts gesehen hat. Wir warteten dort noch einige Zeit ab, ob sich die Sicht wieder verbessern würde, doch leider war dem nicht so. Die Landschaft entlang der E7 war aber trotz Regen und doch relativ schlechter Sicht ziemlich schön. Zum Glück wissen wir, wie es dort auch mit Sonne aussehen kann :-) Leider waren das auch schon die Erlebnisse dieses Tages. Als wir beim Campingplatz angekommen sind, hörte es dann im Übrigen auch auf zu regnen. Der Campingplatz sieht auf den ersten Blick relativ klein aus, doch entpuppte sich größer als gedacht. Die Parzellen sind mit Schotter ausgelegt und es gibt so ziemlich alles, was man benötigt. Sogar eine Saune und eine kleine Spülmaschine. Die Sauna ist im Preis inbegriffen. Für die Spülmaschine bekommt man beim Check-in extra Coins. Wir haben diese natürlich auch getestet, auch wenn wir nur einen Topf, zwei kleine Schlüsseln und Besteck hatten. Unser Abwasch wurde zwar komplett sauber, nur nicht wirklich trocken. Unser Gegenüber hatte zu viel Geschirr im Spüler, er musste teilweise noch einmal nachspülen. Also, wenn man nicht zu viel Abwasch hat und diesen ordentlich in der Maschine anordnet, klappt das Teil ganz gut. Die Sauna haben wir allerdings nicht getestet ;-)

Campingplatzbewertung:

Familienfreundlichkeit: 4 (es gibt einen Spielplatz und sogar einen Pool)
Hundefreundlichkeit: 4 (Hunde sind erlaubt, kosten anscheinend nichts extra)
Entsorgungsmöglichkeiten: 3 (die Entsorgung für die chemische Toilette liegt direkt neben dem Abwaschraum und ist nicht richtig geschützt vor Blicken, es gibt einen Bodenablass für das Grauwasser)
Waschräume: 4 (die Räume sind sauber, 5 Minuten duschen kosten 5 Kronen, es gibt jeweils ein Bad pro Geschlecht und ein gemischtes Bad
Lage: 4 (entlang der Rv50. Der Aurlandsfjord und die E7 sind nicht weit weg)
Größe: 5 (mittelgroßer Platz mit Stellplätzen für Wohnmobile, Zeltplätze und Hütten)
Parzellengröße: 3 (extra abgetrennte Parzellen, jedoch nicht sehr groß)
Personal: 5 (sprach super Englisch und hat alles gleich erklärt, man braucht nicht mehr)
Preis: mit 275 NOK schon relativ teuer, dafür bekommt man aber freies WLAN, eine Sauna und einen modernen Campingplatz

Gefahren sind wir 203,9 km.

Birkelund Camping

Birkelund Camping

23.08.2018

  • Fahrt über die Fv 50 nach Aurlandsvangen

  • Weiterfahrt auf dem Lærdalsvegen, Halt beim Stegastein

  • Tindevegen

  • Fahrt auf dem Sognefjellsvegen, Rv 55

  • Lom Stabkirche

  • Stellplatz am Heggjebottvatnet

 

Nach dem Aufstehen gingen wir nur noch fix duschen und dann konnte uns nichts auf dem Campingplatz halten, wir freuten uns auf einen wunderbaren Tag mit einer tollen Fahrt durch die wunderschöne Landschaft Norwegens. Wir fuhren zunächst weiter die Fv 50 entlang in Richtung Aurlandsvangen. Kaum zu glauben, welche schöne Landschaft wir im November 2017 bei dem Schneechaos verpasst haben. Auf der Strecke gab es auch einige lebensmüde Schafe, die einfach mittig auf der Straße lagen. Wir mussten quasi einen Schafslalom fahren ;-)

Fahrt entlang der Fv50

Fahrt entlang der Fv50

Nach der Fv50 bogen wir in Aurlandsvangen auf den Lærdalsvegen bzw. das Aurlandsfjellet ab. So konnten wir auch den extrem langen Lærdalstunnel umgehen. Natürlich hielten wir zunächst an der Aussichtsplattform Stegastein an. Die Sicht auf den Aurlandsfjord war diesmal sogar wieder ganz gut, sodass wir einfach eine Weile den Anblick genossen.

Aurlandsfjord

Aurlandsfjord

Kurze Zeit darauf kamen wir dann allerdings aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die Passstraße über das Aurlandsfjell war einfach überwältigend und wunderschön. Wir wussten mal wieder nicht, wo wir zuerst hinsehen sollten. Also wer die Zeit mitbringt, sollte definitiv lieber diese Route wählen. Natürlich hielten wir auch für einige Fotostopps immer wieder an.

Aurlandsfjell

Aurlandsfjell

Aurlandsfjell

Aurlandsfjell

Aurlandsfjell

Aurlandsfjell

Nachdem wir dann in Lærdal angekommen sind, fuhren wir weiter nach Øvre Årdal. Dort tankten wir und gingen noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen, bevor wir auf dem Tindevegen zur Rv 55 abgebogen sind. Die Straße ist im Übrigen mautpflichtig und muss per Kreditkarte bezahlt werden. Berechnet werden 80 NOK. Ab hier erlagen wir dann schon fast einer Reizüberflutung. Die Landschaft entlang des Tindevegen ist schon überwältigend, doch die Strecke entlang der Rv 55 (Sognefjellsvegen) ist wie immer unbeschreiblich schön. Wir sind diese Straße ja bereits mehrfach gefahren, doch die Landschaft fasziniert uns jedes Mal aufs Neue so, als würden wir die Strecke zum ersten Mal fahren. So natürlich auch heute.

Tindevegen

Tindevegen

Tindevegen

Rv55 - Sognefjellsvegen

Rv55 - Sognefjellsvegen

Rv55 - Sognefjellsvegen

Tindevegen

Tindevegen

Rv55 - Sognefjellsvegen

Rv55 - Sognefjellsvegen

Rv55 - Sognefjellsvegen

Rv55 - Sognefjellsvegen

Nach zahlreichen Fotostopps fuhren wir dann weiter nach Lom, nun auch allmählich auf der Suche nach einem Stellplatz. In Lom machten wir noch ein paar Fotos von der Stabkirche.

Lom Stabkirche

Lom Stabkirche

Leider ist auf dem dortigen Parkplatz Camping verboten uns so fuhren wir weiter in Richtung Geiranger und hofften, dass wir unterwegs irgendwo schon einen Rastplatz finden werden. Wir hielten an ein paar Möglichkeiten, doch leider war dort immer wieder Camping verboten, was wohl an den massenhaften Campingplätzen in der Umgebung liegt. Schließlich – schon fast entmutigt – fanden wir einen sehr tollen Rastplatz am Heggjebottvatnet. Hier ist Campen ausdrücklich erlaubt und es gibt sogar Toiletten. Zudem steht man direkt am schönen See. Ein wirklich super Stellplatz. Zum Abend mussten wir zunächst die Eindrücke des Tages verarbeiten. Die karge Landschaft, mit den Flechten- und Moosgewächsen, die Schneefelder und Gletscher, die Seen und Teiche. Alles zusammen kann man nur ans perfekt beschreiben.

Wir sind 310,5 km gefahren.

Rastplatz am Heggjebottvatnet

Rastplatz am Heggjebottvatnet

 

24.08.2018

  • Geiranger

  • Oppstrynvatnet

  • Nordfjordeid

  • Kannesteinen

  • Kråkenes Fyr

  • Camping am Refviksanden

 

Der Stellplatz war wirklich super, denn von dort führt auch direkt ein Weg in den Wald, sodass man prima eine Runde mit den Vierbeinern drehen kann. Und noch dazu kostenlos – wer wird sich da also beklagen :-)

Unser erster Halt heute war der Geirangerfjord. Das Wetter war eine Mischung aus Sonne, Regen und Wolken und entsprechend lief auch unsere Fahrt dorthin ab. Mal sahen wir was, dann hingen wir wieder komplett in den Wolken. Aber auch dieses Wetter hatte auf dieser Strecke wirklich etwas für sich. Beim Geirangerfjord angekommen, war gerade die Sicht auf den Fjord mit der Mischung aus Wolken und Sonne ein schönes Schauspiel.

Geirangerfjord

Geirangerfjord

Wir fuhren dann allmählich die Strecke wieder zurück und genossen erneut den unglaublichen Ausblick, besonders, als sich im Tal ein Regenbogen gebildet hat. Auch der Nebel hat sich etwas verzogen, sodass wir von der schönen Umgebung etwas mehr gesehen haben.

entlang der Fv63

entlang der Fv63

entlang der Fv63

entlang der Fv63

Etwas später hielten wir an einem Parkplatz am Oppstrynvatnet und frühstückten dort zunächst, bevor es uns weiter nach Nordfjordeid verschlug. Dort erhaltet ihr alles was ihr für eure Weiterreise braucht: mehrere Supermärkte, Tankstellen usw. Am Fjord wurden ein paar Parkplätze mit einer öffentlichen Toilette, einem Spielplatz, inkl. Trampolin :-) und der typischen Buchstabenkonstellation des Nordfjord angelegt. Dort entsteht im Übrigen derzeit auch das weltgrößte Wikingerschiff. Es soll im Frühjahr 2019 eröffnen. Wenn ihr da gewesen seid, teilt uns doch mal mit, wie es ist :-)

auf dem Weg nach Nordfjordeid

Nordfjordeid

Schließlich fuhren wir weiter auf die Insel Fågsøy. Hier fuhren wir zunächst zum Kannesteinen. Einem Stein, der durch das Meer und die Wellen eine Wespentaille bekommen hat. Außerdem ist er doch deutlich größer, als er auf den Bildern aussieht.

Kannesteinen

Kannesteinen

Von dort ging es dann weiter zum Kråkenes Fyr. Schon die Straße zum Leuchtturm ist ein Highlight. Die Küste ist so beeindruckend. Zudem hatten wir ein tolles Farbenspiel aufgrund der dunklen Regenwolken und der gleichzeitig scheinenden Sonne. Man hat immer wieder atemberaubende Ausblicke auf das Meer und die dahinterliegenden Berge. Bis nach Kråkenes führt eine relativ gute Straße, ab dem Abzweig zum Leuchtturm wird die Straße etwas „löchriger“, aber machbar. Kurz vor dem Leuchtturm befindet sich dann ein Parkplatz. Der Leuchtturm selbst ist doch relativ unspektakulär. Man könnte dort auch übernachten, dies muss man aber sicherlich im Voraus buchen, denn eine Rezeption oder ähnliches gab es dort nicht. Stephan kletterte noch den relativ matschigen Weg den Berg hinter dem Leuchtturm hinauf, um von dort noch ein paar Fotos zu machen. Es wurde zur Sicherheit sogar ein Seil gespannt, damit man den steilen Weg nicht hinunterfällt.

Insel Fågsøy

Insel Fågsøy

Kråkenes Fyr

Insel Fågsøy

Kråkenes Fyr

Kråkenes Fyr

Nach einiger Zeit fuhren wir dann ein Stück wieder zurück und ließen uns an dem super gelegenen Campingplatz am Strand Refviksanden nieder. Wenn man Glück hat, bekommt man sogar noch einen Platz mit Blick auf den langen feinen Sandstrand. Bezahlt wird direkt an einem Automaten bei der Einfahrt. Der Stellplatz für das WoMo kostet 200 NOK und Strom 50 NOK. Es gibt einen kleinen Kiosk. Duschen, Toiletten und eine Waschmaschine sind vorhanden. Also auch hier hat man wieder fast alles, was man braucht.

Campingplatzbewertung:

Familienfreundlichkeit: 4 (was ist besser als der Strand und das Meer direkt vor der Nase)
Hundefreundlichkeit: 5 (Hunde sind erlaubt, kosten nichts extra, perfekte Möglichkeiten um mit den Vierbeinern Gassi zu gehen)
Entsorgungsmöglichkeiten: 3 (die Entsorgungsmöglichkeiten könnten etwas sauberer und moderner sein, aber es funktioniert alles)
Waschräume: 4 (Duschen ist kostenfrei, die Waschräume sind sauber, das Wasser ist schön warm)
Lage: 5 (direkt am Strand gelegen – einfach perfekt).
Größe: 4 (mittelgroßer Platz mit Stellplätzen für Wohnmobile und Zelte)
Parzellengröße: 3 (der Campingplatz ist nicht wirklich eben, weshalb man schauen muss, wie und wo man steht. Parzellen gibt es nicht so wirklich, jedoch sind auch überall Stromanschlüsse)
Personal: 4 (Personal direkt gibt es nicht. Die Dame vom Kiosk hat uns aber beratend zur Seite gestanden. Mit Englisch kamen wir hier ganz gut klar :-) )
Preis: mit 250 NOK doch etwas teurer, aber wenn man keinen Strom braucht, ist es sogar ganz in Ordnung

Gefahren sind wir 303.9 km.

Campingplatz am Strand Refviksanden

Campingplatz am Strand Refviksanden

Campingplatz am Strand Refviksanden

Campingplatz am Strand Refviksanden

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