Segelboote im Hafen von Rostock

Reisebericht Norwegen, 2015                      (Teil 1)

Prolog
Warum wieder Norwegen? Zunächst einmal hat uns dieses Land im letzten Jahr so begeistert, dass wir uns ohnehin geschworen haben, wiederzukommen. Zudem haben wir im letzten Jahr auch dort den Beschluss getroffen uns ein Wohnmobil zu kaufen. Was würde also näherliegen, als das Norwegen-Erlebnis gleich noch einmal mit dem Wohnmobil zu erleben. Schließlich gibt es kaum ein WoMo-freundlicheres Land. Außerdem stand die Walsafari in Andenes auch noch aus, da letztens das Wetter zu schlecht war. Norwegen hat außerdem so viel zu bieten, dass wir auch erst einen geringen Bruchteil gesehen haben und unbedingt noch mehr sehen wollen.

28.08.2015 - Fahrt nach Rostock
Bis Mittag saß ich noch im Büro fest. Zum Feierabend fuhr ich mit der Vorfreude nach Hause, dass Stephan das Wohnmobil schon soweit gepackt hat. Also mussten wir nur noch die letzten Kleinigkeiten zusammensuchen, uns umziehen und so saßen wir auch schon relativ schnell im Wohnmobil und fuhren noch schnell zu unserem ortsansässigen Lidl, um noch Getränke zu kaufen. 18:00 Uhr waren wir dann bereits auf dem Weg Richtung Rostock. Wir kamen ganz gut durch, bis wir ca. 1 Stunde vor Rostock aufgrund einer Baustelle von der Autobahn runter mussten. Wir fuhren also in der Dunkelheit durch enge Landstraßen und hofften, dass uns kein Reh oder gar Wildschwein vor das WoMo läuft. Ein Stück weiter kamen wir dann jedoch auch schon wieder auf die Autobahn und dann ging alles ganz schnell. Wir fuhren direkt bis zum Hafen, tankten bei der dortigen Tankstelle und setzten uns dann dahinter auf dem Parkplatz des Scandlines Shop zur Ruhe. Zum Abendessen holten wir uns dann in der Tankstelle noch jeweils ein Eis :-) eine Brezel und Brötchen, die auch gleich für das Frühstück reichten.
Gefahren sind wir heute 356 km

29.08.2015 von Rostock nach Grebbestad
Um 6:30 Uhr klingelte dann auch schon wieder der Wecker. Wir bekamen auf dem Parkplatz keine Probleme, ganz im Gegenteil, es haben sich auch noch weitere Wohnmobile hinzugesellt und auch zwei LKWs standen nun neben uns. Die Geräuschkulisse muss man beim Einschlafen ausblenden können, denn es fahren doch relativ viele Lkws vorbei, aber wir waren so müde, dass uns das nicht weiter störte. Nachdem wir gefrühstückt haben, sind wir direkt zum Terminal gefahren. Die Hunde wurden nicht kontrolliert, die Einreisebestimmungen schienen auch etwas lockerer. Wir gingen ein Stück mit den Hunden auf dem Gelände entlang und vertrödelten die restliche Wartezeit. Die Fähre kam etwas zu spät, dann ging aber alles ganz schnell. Sehr gefallen hat uns, dass man die Hunde sogar mit aufs Deck nehmen kann. Wir setzten uns auf dem Außendeck auf eine Bank und verbrachten dort die gesamte Überfahrt. Die Ausfahrt aus dem Hafen war aufgrund vieler bunter Segelboote besonders schön. Teilweise sogar in den norwegischen Farben.  
Die 1 ¾ Stunde verging schneller als gedacht und schon konnten wir uns wieder zum Wohnmobil begeben. Bis zur Öresundbrücke sind wir dann ohne Halt durchgefahren, die Route kannten wir ja auch noch aus dem letzten Jahr. Die Überfahrt war wieder sehr beeindruckend, die Sonne glänzte auf dem Wasser, überall waren kleine weiße Segelboote und im Vordergrund die großen Stahlseile der Brücke. Die Überraschung kam dann nach der Brücke, denn wir mussten natürlich bezahlen. 750 DKK (100,52 EUR) für ein Wohnmobil unserer Größe. Absolut unglaublich. Dafür haben wir im Anschluss 20 Cent gefunden, also hat sich das ja schon fast rentiert ;-) Wir hielten rechts, meldeten unsere Hunde beim Zoll an, was so unglaublich einfach war, dass wir es kaum glauben konnten. Es wurde nur ein kurzer Blick in den Pass geworfen und das war es dann auch schon.
Am Rastplatz Erikslund bei Ängelhom haben wir dann das erste Mal gehalten. Schöner grüner großer Rastplatz mit Tankstelle. Dann stoppten wir endlich in Halmstad beim Max. Lange mussten wir auf den Lyxshake verzichten und nun durften wir ihn endlich wieder in den Händen halten und natürlich auch genießen. Anschließend fuhren wir Richtung Göteborg. Wir sind auch hier sehr gut durchgekommen und waren ganz erstaunt, als wir mitten in der Stadt einen Freizeitpark gesehen haben, mit mehreren Achterbahnen und Riesenrädern. Wir hatten die Stadt nicht so schön in Erinnerung. Aber vielleicht sind wir auch nur eine andere Route gefahren.
Auf der Strecke kamen wir dann auch noch an der Bohus Festung vorbei, die man von der Straße aus kurz erblicken kann. Jedoch hatten wir vor, heute noch bis mind. Fjällbacka zu fahren, weshalb wir nicht die Zeit hatten, die Anlage anzuschauen.
Als wir dann endlich in Fjällbacka angekommen sind, mussten wir feststellen, dass der von uns avi-sierte Campingplatz angeblich voll war. Wir waren uns nicht ganz so sicher, ob wir uns darüber freuen sollten oder nicht, denn schon die Anmeldung wirkte nicht sehr einladend. Alles sah eher nach einem Provisorium aus, den Platz selbst haben wir aber gar nicht erst zu Gesicht bekommen. Fjällbacka hingegen war natürlich wieder so schön wie eh und je, daher waren wir doch traurig, dass es dort anscheinend keinen weiteren Campingplatz gibt. Hinzu kam dann auch noch, dass unser Tank sich auch langsam dem Ende neigte und wir also auch noch eine Tankstelle finden mussten. Unser Navigationssystem zeigte uns entlang der Langsjövägen einen Campingplatz an, nur war an der angegebenen Stelle schlussendlich gar nichts. Der kleine Umweg war aber nicht absolut umsonst, denn wir erhielten ein schönes Foto vom kleinen Hafen bei Sonnenuntergang. Schließlich passierten wir Grebbestad. Um auf dem dortigen großen Campingplatz zu übernachten, hätten wir eine Campingkarte für 150 Schw. Kronen kaufen müssen. Das erschien uns einfach zu viel, zumal nicht klar war, ob wir diese Karte überhaupt weiterhin noch benötigen würden. Also fuhren wir einfach weiter. Grebbestad war im Übrigen ebenfalls ein sehr schöner kleiner Ort. Auf dem Weg zu einem anderen Campingplatz kamen wir dann in Edsviks am „Nordic Camping & Resort“ vorbei, hielten und blieben, auch wenn wir hier ebenfalls die 150 Schwed. Kronen für die Campingkarte zahlen müssen. Wir waren aber einfach zu müde, um noch weiter zu suchen. Also blieb uns auch gar keine andere Wahl. Wir verschafften uns im Anschluss noch einen kleinen Überblick über den Platz. Der Platz war wirklich riesig, mit vielen feststehenden Campingwagen. Wir genossen noch den Sonnenuntergang an dem kleinen eigenen Strand. Gonzo und Baili haben sich gefreut, als wir eine kleine Chihuahua-Dame getroffen haben, die tatsächlich noch kleiner war als die beiden. Am Abend haben wir noch unseren neu erworbenen Huawei MobileWifi Router eingerichtet, was zunächst ein ziemlicher Akt war, da wir erst die Bedienungsanleitung herunterladen mussten, aber dann war alles ganz simpel. Nun haben wir im Wohnmobil also unser eigenes kleines WLAN :-) Und sagen nun: Nie wieder ohne!
Gefahren sind wir heute 606 km bei durchgängiger Sonne und ca. 21 Grad, lediglich eine super kleine Regenwolke haben wir gestreift.

30.08.2015 von Fjällbacka nach Tonsberg
Gegen 9:30 Uhr sind wir aufgebrochen. Die Duschen des Campingplatzes sind extrem sauber und modern, außerdem kann man unbegrenzt duschen. Ich ging noch eine kurze Runde mit den Hunden, während Stephan das Wohnmobil startklar machte. Die Entsorgung befindet sich direkt am Eingang des Platzes und war ebenfalls sehr neu und sauber. Zudem bezahlten wir auf einmal doch nur für den Quick-Stopp 250 SEK für die Nacht und nicht noch 150 SEK für die Campingkarte. Diese benötigten wir zum Schluss bei dem Platz also auch nicht.
Der Tag startete schon mit ganz viel Sonne, die sich auch den ganzen Tag durchgängig halten sollte. Unser erstes Ziel waren die Hügelgräber und Felszeichnungen des Oldtidsveien. Zunächst fuhren wir noch ein kurzes Stück durch das schöne Schweden, als wir dann auch bereits die norwegische Grenze überquerten. Das Zollamt war so groß, dass wir erst einmal suchen mussten, wo wir mit den Hunden hinmussten und das nur, um einfach nur kurz die Ausweise vorzuzeigen und dann wieder weiterzufahren. Es gibt keinen Eintrag und auch keine anderweitige Bestätigung, wieso dann das Ganze? Die Oldtidsveien waren gut ausgeschildert, allerdings sind wir nach einem kurzen Stück auf der Strecke wieder umgedreht. Ein paar sehenswerte Punkte waren ausgeschildert und wir sind auch an einem Grabfeld vorbeigefahren, uns war dann die Zeit zu schade, um den Rest zu finden, also steuerten wir direkt Drobak an, wo angeblich die oberen 10.000 von Norwegen oder Oslo wohnen sollen. Der Ort ist wirklich wunderschön und die Häuser ebenfalls, aber die Straßen sind auch sehr eng und einen Parkplatz haben wir auch nicht gefunden, schon mit einem Auto hätte man kaum Platz. Also bewunderten wir den Ort bei der Durchfahrt und fuhren dann nach Oslo. Auch wenn wir hier nur direkt zu dem Vigelandsparken gefahren sind, waren diese Ecken die wir gesehen haben, von den zahlreichen Tunneln mal abgesehen, wieder sehr schön. Oslo ist und bleibt einfach eine schöne Stadt. Wir hielten beim Parkplatz des Vigelandsparken, der am Sonntag sogar kostenfrei ist und ein netter Herr wies uns sogar ein. Man muss aber wirklich Glück haben, um mit dem Wohnmobil noch einen Parkplatz zu finden, vor allem am Sonntag, denn es war extrem viel los. Neben den vielen Touristen treibt es auch die Osloer selbst in den Park, um mit dem Hund spazieren zu gehen oder zu joggen. So viele Leute die sich sportlich betätigen sieht man bei uns in Deutschland nur im Fitnessstudio. Die Figuren sind sehr interessant, teilweise auch lustig bzw. manchmal auch eher verwunderlich. Aber gesehen haben sollte man nicht nur den kleinen Trotzkopf „Sinnataggen“, sondern auch die den Monolithen umgebenden Statuen in der Mitte des Parks, vor allem die Frau, die von zwei Kindern geritten wird ist ganz merkwürdig. ;-) Für Hunde ist der Park auf alle Fälle ein Eldorado, auch unsere freuten sich über die vielen Artgenossen, die unseren Weg kreuzten. Die beiden mussten auch des Öfteren selbst als Fotomotiv und neue Sehenswürdigkeit des Parks herhalten :-) Beim Fotografieren der Statuen stören leider natürlich wieder die vielen Leute, aber so ist das nun mal.
Nun steuerten wir Drammen an. Hier fuhren wir über den Tunnel „Spiralen“ zu dem Hausberg der Stadt. Der Tunnel ist gut ausgeschildert und hat man den Eingang einmal erreicht, fährt man immer im Kreis nach oben, sehr schwindelerregend. Eine nette Familie hat uns bei der Einfahrt ihr Parkticket geschenkt, welches noch gültig gewesen ist, so haben wir wieder 25 Kronen gespart. Oben gibt es nicht nur viele Wanderwege, man hat auch einen wunderbaren Blick auf die Stadt. Anschließend schlängelten wir uns den Weg wieder hinunter und fuhren nun weiter nach Heddal zur dortigen Stabkirche. Die Landschaft unterwegs war wieder wunderbar und unsere Vorfreude auf das „nördliche Norwegen“ stieg. Wir kamen u.a. an Kongsberg und der Silbermine vorbei. Vor der Stabkirche gibt es einen kostenfreien Parkplatz. Da die Kirche nur bis 17:00 Uhr geöffnet hat, konnten wir sie nur von außen bestaunen, was aber extrem lohnenswert ist. Es handelt sich um eine typische Stabkirche, die aber absolut sehenswert ist. Uns haben diese Kirchen schon im letzten Jahr fasziniert. Wie man damals nur mit den Händen so etwas schaffen konnte, ist eigentlich absolut unglaublich. Da wir noch gut in der Zeit lagen, haben wir uns entschlossen, unser erstes Tagesziel für morgen vorzuziehen und nach Tonsberg zu fahren. Ein kurzes Stück fuhren wir auf der gleichen Strecke zurück, die wir gekommen sind, bevor wir dann wieder auf die Autobahn abgebogen sind. In Tonsberg sind wir zunächst ins Zentrum gefahren, um endlich eine Bank zu finden. Uns war die ganze Zeit nicht so wohl, da wir nicht einen Cent Bargeld in der Tasche hatten. Nachdem wir das dann auch erledigt hatten, fuhren wir wieder etwas abseits zu einem Stellplatz in der Fjordgaten 15, wir haben hier vorher von der Straße aus schon zwei Wohnmobile stehen sehen. Der Platz kostet für 24 Stunden 150 NOK und beinhaltet Strom und Trinkwasser, aber keine sanitären Anlagen. Der Platz bietet einen schönen Blick auf den Byfjorden.
Wir machten uns schnell etwas zu Essen, gingen noch ein kleines Stück mit den Hunden und legten uns dann schlafen.
Gefahren sind wir heute 437 km.

 

31.08.2015 von Tonsberg nach Mandal
Beim Aufstehen konnten wir vor lauter Nebel kaum etwas sehen. Das vor uns liegende Naturreservat Ilene war eine einzige Masse und die Sonne war nur leicht zu erahnen. Wir machten uns fertig und als sich dann der Nebel etwas legte, haben wir gesehen, dass an dem Wasser ein kleiner Pfad entlangführt. Wir gingen mit den Hunden dort entlang und genossen die Idylle.
Wir steuerten als erstes Larvik an. Die Sonne zeigte sich nun auch in ihrer vollen Pracht. Leider war die Stadt mit Baustellen gepflastert, welche schon bei der Einfahrt anfingen. Dadurch verlor sie für uns wahrscheinlich auch den Reiz. Im Hintergrund hörte man auch ständig den Baustellenlärm. Nichtsdestotrotz hielten wir beim Hafen am „Larvik Sjofartsmuseum“ und machten ein paar Bilder von der Umgebung. Hier befindet sich auch ein Stellplatz für Wohnmobile, der allerdings kostenpflichtig ist. Ansonsten ist Larvik ganz ok, es gibt aber sicherlich auch schönere Städte, gerade in Norwegen.
Als nächstes fuhren wir nach Brevik. Wir hielten dort an einem kostenfreien Parkplatz in der Storgata an einem Bootssteg. Beim kurzen Gang auf den Steg ist uns sofort das kleine Dampfschiff aufgefallen, welches als Treibstoff anscheinend Holz benötigt. Sehr interessant, neben den ganzen Motorbooten. Ansonsten liefen wir noch ein bisschen durch die Gassen und genossen das Flair der Stadt.
Nun stand Risor auf dem Plan, leider haben wir auch hier nicht halten können. So haben wir bei der Durchfahrt die vielen weißen Häuser und den schönen Hafen bestaunt. Auch wieder ein schöner Küstenort, in dem uns schon fast zu viel los war. Nun stand noch Tvedestrand auf dem Programm. Wir parkten am Kommunengebäude am „Fjaeretjenn“, also direkt am Stadtsee mit Strand. Es war schön ruhig und vom Strand aus hat man einen wunderbaren Blick auf die Stadt. Und direkt vor einem im Wasser liegt auch ein großer „Wasserpark“, welcher ebenfalls kostenfrei zu sein scheint, also auch ein schöner Ort, um mit seinen Kindern im Sommer Halt zu machen. Wir spielten mit den Hunden auf der Wiese, genossen die Sonne und die Aussicht, bevor wir wieder aufgebrochen sind. Wir steuerten als nächstes Arendal an und wollten schon fast umdrehen, als wir merkten, dass hier anscheinend der Verkehr etwas zähflüssiger läuft. Wir haben uns dann doch noch durchgerungen bis in die Stadt zu fahren und waren wirklich erstaunt. Die Innenstadt ist wunderschön und auch der Hafen bietet eine unglaubliche Aussicht. Ein Halt ist hier allemal lohnenswert. Nun passierten wir Grimstad. Natürlich lässt auch hier die Innenstadt nicht zu wünschen übrig, wie bei den meisten Küstenstädten. Der Charme der alten Häuser und die engen, meist mit Blumen verzierten Gassen, lassen einen träumen.
Unser Weg führte nun weiter nach Lillesand, hier wollten wir ursprünglich Halt machen und auf dem Campingplatz die Nacht verbringen, wir lagen aber so gut in der Zeit, dass wir beschlossen, nach einem kurzen Halt an der Küste direkt nach Mandal über Kristiansand zu fuhren. Kristiansand ist eine Klasse für sich. Eine sehr schöne Stadt, die wir zwar nur durchfahren haben, jedoch sehr beeindruckend ist. Wer die Zeit im Gepäck hat und einen Parkplatz findet, kann hier sicherlich auch so einige schöne Ecken entdecken.
Nach Mandal wählten wir nun die Küstenstraße, um noch ein bisschen die wunderbare Natur genießen zu können. Wir wurden auch nicht enttäuscht und rissen unsere Augen weit auf, sobald wir auch nur einen Blick auf die Schärenküste erhaschen konnten. Das Wetter wurde erst jetzt etwas trüber und so setzten wir unseren Weg nach Mandal etwas zügiger fort. Eigentlich wollten wir hier auf dem Campingplatz „Sjosanden feriensenter AS“ mit dem riesigen Strand nächtigen, leider war die Rezeption bereits seit 17 Uhr nicht mehr besetzt und auch bei der angegebenen Rufnummer ging keiner ran, also sind wir anschließend zum Sandnes Campingplatz gefahren. Der schöne Platz liegt direkt an der Straße und direkt davor befindet sich für Angler auch der Fluss Marna. Es gibt auf dem Campingplatz sogar eine kleine Küche und einen Platz, um den gefangenen Fisch auch auszunehmen. Alles ist liebevoll mit Holzschildern ausgeschildert und auch die Besitzerin war eine sehr nette ältere Frau, die uns viele Tipps mit auf den Weg gegeben hat. Hier fehlte halt leider nur der Strand ;) Es gibt auch ein paar Wanderwege, sodass man ein paar schöne Runden mit dem Hund laufen kann. Im Übrigen haben hier die Steckdosen noch keinen CEE-Standard, sodass wir froh waren, unseren Adapter noch mitzuhaben.
Gefahren sind wir 347 km.

01.09.2015 von Mandal nach Oanes
Leider gibt es auf dem Campingplatz nur eine Dusche für Frauen und eine für Männer, sodass man schon mal länger warten kann. Wir waren zwar heute die ersten und haben uns dann nur über die lange Schlange gewundert, die nun vor den Waschräumen gewartet hat. Die Dusche kostet 10 Kronen für 4 Minuten. Gegen 9:30 Uhr sind wir dann schon aufgebrochen. Unser erstes Ziel für heute sollte der Lindesnes Leuchtturm sein. Leichter gesagt als getan, wenn sich das Navi in den Kopf gesetzt hat, uns zu verwirren, denn es führte uns einen langen unbefestigten Weg entlang, bis wir dann endlich wieder auf die RV460 eingebogen sind. Naja, angekommen sind wir ja dennoch. Wie gut, dass wir ausgerechnet heute zum Südkap Norwegens gefahren sind, denn am 01.09.2015 war das Besucherzentrum des Leuchtturms geschlossen und das bedeutet auch automatisch freien Eintritt. So sparten wir immerhin 150 Kronen. Das Gelände und die Aussicht sind wunderschön. Ganz lustig ist das Schild, auf dem steht, wie weit es noch zum Nordkap ist: 2.518 km. Auch auf den Leuchtturm konnten wir hinaufgehen, dort bestätigt sich das Gesamtbild: Einfach wunderschön!
Das Wetter war heute noch nicht so besonders und sollte leider auch nicht besser werden. Es tröpfelte immer mal wieder und die Sonne war nicht zu sehen. Auf dem Rückweg sind wir diesmal die richtige Route gefahren und konnten dabei feststellen, dass sich einem hier auch immer mal wieder ein paar schöne Blicke auf die Küste bieten. Unser Weg setzte sich nun nach Flekkefjord über Lnygdal fort, der Reiseführer hat auch hier eine schöne Landschaft versprochen. Sagen wir es mal so: Wir hätten mehr erwartet.
Wir fuhren dann einfach weiter nach Egersund, denn die RV44 von Flekkefjord bis Egersund soll ebenfalls atemberaubend sein und dies war auch so. Die Strecke ist wunderbar, auch wenn wir ohne Sonne das türkise Wasser in den Seen nur teilweise erkennen konnten, bot die Fahrt zahlreiche atemberaubende Ausblicke. Diese Straße sollte man wirklich gesehen haben. Wir hielten hier auch am Jossingfjord bei den Helleren. Hier stehen zwei alte Häuser einer vorherigen Siedlung unter einer Felsspalte. Diese haben nicht einmal ein gedecktes Dach, da es nie rauf regnet. Die Häuser kann man kostenfrei betreten und auch in die Schränke schauen ;-) Dieser Abstecher lohnt sich auf alle Fälle.
Kurz darauf kommen dann auch noch weitere Aussichts- bzw. Rastplätze bei denen sich der ein oder andere Halt lohnt. Wir kamen nun in Egersund an, hatten jedoch keinen Grund zu halten und sind direkt weitergefahren nach Orre zum Orrestranden. Ein wunderschöner, langer Sandstrand. Allgemein hat hier Norwegen für kurze Zeit ein komplett anderes Äußeres erhalten. Keine Berge, sondern flache Felder, die das Landschaftsbild beherrschen. Am Strand hätten wir gerne noch ein bisschen mehr Zeit verbracht, jedoch hatten wir bereits die Zeit im Nacken und es war nicht gerade das beste Strandwetter. Auf dem Weg nach Lauvvik, zur Fähre, hielten wir noch in Kleppe beim Jaerhagen Einkaufszentrum. Mal abgesehen davon, dass Norwegen sowieso ein teures Pflaster ist, erschrickt man sich in den Supermärkten immer besonders, wenn man mal ein paar Kleinigkeiten umrechnet. Beim Bezahlen sollte man dies dann besser sein lassen, ansonsten versucht man im Urlaub zu hungern ;-) Als wir beim Einkaufszentrum angekommen sind, standen draußen auf dem Parkplatz 4 Jugendliche mit ihren Traktoren. Als wir etwas später wieder gefahren sind, waren es bereits 7 und noch zwei kleinere Fahrzeuge, die ebenfalls von Jugendlichen gefahren wurden. So etwas haben wir auch noch nicht erlebt, Traktor-Treffen statt Tuning-Treffen ;-)
Eigentlich hatten wir ursprünglich vor beim Fährhafen zu schlafen und dann einfach am nächsten Morgen ganz gemütlich mit der Fähre überzusetzen, jedoch stand gerade eine Fähre da und wir fuhren einfach noch schnell mit drauf um nach Oanes zu gelangen. Die Überfahrt kostet 99 Kronen, für nicht mal 10 Minuten reine Fahrt. Es war bereits dunkel, sodass wir einen wunderbaren Blick auf die Lichter entlang der Küste hatten. Kurz nachdem wir von der Fähre gefahren sind kam auch schon die Ausfahrt zum Rastplatz des Lysefjordsenteret hier haben wir dann einfach, zusammen mit einigen anderen Wohnmobilen, genächtigt. Man steht eben und hat einen super Ausblick, es fehlte leider nur der Strom.
Gefahren sind wir heute 315 km.

02.09.2015 von Oanes nach Røldal  - und Wanderung zum Preikestolen
Als der Wecker heute klingelte, regnete es in Strömen und wir hatten schon die Befürchtung, dass sich unsere Wanderung zum Preikestolen damit erübrigt hat. Nach langem Warten haben wir dann dennoch alles zusammengesucht und gefrühstückt. Kurz bevor wir losfahren wollten, hat es dann tatsächlich doch noch aufgehört zu regnen. Wir fuhren die paar Kilometer zum Parkplatz des Preikestolen und hatten bei der Auffahrt teilweise ganz schön zu kämpfen. Der Parkplatz kostet, egal welches Fahrzeug man fährt, 100 NOK, die man bei der Ausfahrt mit der Kreditkarte zahlt. Wir waren noch relativ früh da, so hatten wir die freie Platzwahl. Da wir unsere kleinen Hunde den langen Weg natürlich nicht mitnehmen können, dafür sind die Beinchen einfach zu klein, sind wir mit den beiden noch ein bisschen über das Gelände gelaufen. Wir packten uns etwas Proviant in den Rucksack und gingen anschließend auch schon los. Nach den ersten Metern fingen wir bereits kräftig an zu schwitzen. Die Sonne war inzwischen draußen und meinte es sehr gut, zudem ging der Weg nur bergauf. Außerdem hatten wir uns anscheinend doch etwas zu warm angezogen. Angeblich benötigt man für den Trail jeweils 2 Std. Das mussten wir doch in weniger schaffen ;-) Erst liefen wir hinter einer Gruppe älterer Herren hinterher, die wir dann beschlossen doch noch zu überholen, da eher das langsame Tempo die Schwierigkeit ist. Wenn man einmal im schnellen Gang ist und ein bisschen Balance hat, kommt man die ersten Meter ganz gut voran. Ab und an kommen sogar mal ein paar gerade Strecken, da können sich die Beine auch wieder ein bisschen ausruhen. Der Weg führt durch eine wunderbare Gegend und schon alleine die Natur lohnt den Aufstieg. Ca. in der Mitte wurde der Trail für uns am schwierigsten. Denn ab dann kamen die hohen Stufen, die scheinbar nie endeten. Für uns hieß es: nur nicht anhalten, sondern Augen zu und durch. Damit sind wir ganz gut gefahren, denn oben angekommen hechelten wir zwar, jedoch hatten wir diesen Teil auch geschafft und konnten nun entspannter weiter. Das letzte Stück des Trails führt vorbei an ein paar Seen und fast glatten Felsplatten. Also gar nicht mehr so schwer zu gehen. Insgesamt muss man ab und an aufpassen, da einige Steine doch mal locker sein könnten oder aufgrund des Wetters glatt sind. Das allerletzte Stück des Trails bietet schon eine wunderbare Sicht auf den Lysefjord. Eigentlich steht man dann auch schon fast vor dem Preikestolen. Noch ein Stück an einem doch relativ breiten Felsvorsprung entlang und schon steht man auf dem Prädigerstuhl. Ein Gefühl der Erschöpfung gibt es nicht, zu groß ist auf einmal der Adrenalinspiegel. Es geht kilometertief nach unten und die Aussicht ist atemberaubend. Wir wagten uns am Anfang noch nicht ganz so nah an den Rand, schauten lieber aus sicherer Entfernung den anderen waghalsigen zu und setzten uns dann erst einmal hinten an die Wand, um etwas zu trinken und zu essen. Erst dann wurden wir etwas mutiger und haben uns auch an den Rand des Plateaus herangesetzt, jedoch behutsam und auf jeden Schritt bzw. Zug bedacht. Nach ein paar Fotos kletterten wir noch hinten an der Wand etwas nach oben, um besser auf den Preikestolen schauen zu können. Es war gar nicht mal so viel los, wir kennen Fotos aus dem Internet, die kaum noch freie Fläche zeigen. Für den Aufstieg haben wir nur 1 Std. 25 Min. benötigt und eine 1 Std. haben wir dann oben verbracht. Leider schwenkte das Wetter langsam um und so wurde es immer windiger und kälter, also traten wir dann wieder den Rückweg an. Dieser war teilweise schwieriger als der Hinweg, da man so oft ausbalancieren muss und viel abfedert. Die hohen Steine sind beim Abstieg ein größeres Hindernis als hinzu. Zum Schluss haben uns unsere Beine kaum noch getragen und das letzte Stückchen auf dem Schuttweg (vielleicht 400 m) war eine wahre Tortur, da das Gefälle einfach nicht mehr überwindbar war. Wieder beim Wohnmobil angekommen, mussten wir dieses erst einmal suchen, da der ganze Parkplatz auf einmal voll stand. Überall wurde geparkt, es gab keine freie Stelle mehr und das in der Nebensaison. Für den Rückweg benötigten wir insgesamt 1 Std. und 10 Min.
Im Wohnmobil machten wir uns zunächst über etwas Kuchen her und erholten unsere Beine etwas, bevor wir noch einmal ein Stück mit den Hunden gingen und wieder losfuhren. Nächstes Ziel für heute war eigentlich nur ein Campingplatz, jedoch wussten wir noch nicht genau wo, also fuhren wir erstmal einfach drauf los und schauten, wie weit wir kommen. Zunächst fuhren wir Richtung Ardal, da wir eh auf der Rv13 bleiben wollten. In Ardal haben wir dann im Coop schnell etwas zu trinken geholt und dafür tatsächlich an die 35 EUR bezahlt. Wir haben mal wieder blöd geguckt. Auf dem Plan stand jetzt der alte Hof Vigatunet. Dieser war auch gut ausgeschildert, zwar wussten wir, dass der Hof nicht mehr aufhat, aber es gab es auch keine Parkmöglichkeiten für das Wohnmobil, sodass wir einfach aus dem WoMo heraus fotografiert haben und drehten. Eigentlich auch sehr schade, denn der Hof sah sehr interessant aus und wir hätten gerne mehr gesehen. Wir fuhren nun zur Fähre und setzten über von Hjemeland nach Nesvik. Wir zahlten für das Wohnmobil tatsächlich 203 Kronen. Die Überfahrt dauerte maximal 15 Minuten, diese Preise sind einfach unverschämt. Nun steuerten wir Sand an, eigentlich mit dem Ziel dort zu campen. Die Strecke bot immer wieder wunderbare Ausblicke auf den Josenfjord und den Erfjord. Zahlreiche Wasserfälle schlängelten sich neben uns und weiter weg die Berge herunter. Traumhafte Bilder, die man nicht mehr vergisst. Den Campingplatz in Sand ließen wir lieber aus, er sagte uns überhaupt nicht zu, so suchten wir also weiter. Unser Navi sagte uns, dass noch 1 ½ Stunde weiter in Røldal ein Campingplatz ist, also ging die Fahrt weiter entlang einer wunderbaren Landschaft. Manchmal so spektakulär, dass uns der Mund offen stehen blieb. Wir folgten anschließend dem türkisen Fluss Suldalslagen, der immer mal wieder in Seen mündete. Leider haben wir viele Ausfahrten verpasst, die z.B. einen Rastplatz ankündigten oder andere Sehenswürdigkeiten und uns dann geärgert, als wir beim Vorbeifahren gesehen haben, was man hätte sehen können. Eine hieß „Gamle Veg“ oder so ähnlich und beim Vorbeifahren haben wir die Schlucht gesehen, durch die sich der türkise Fluss schlängelte. Sehr schade! Dafür hielten wir rechtzeitig beim Wasserfall auf der Strecke. Er scheint keinen Namen zu haben, da auf dem Schild nur stand „Fossefall“. Aber wir machten dennoch ein paar Fotos und fuhren dann sogleich weiter.
Nach einem guten Stück kam dann der Abzweig nach Røldal. Die Zufahrt zum Seim Campingplatz ist super ausgeschildert und alles wird total unproblematisch organisiert. Kommt man zu einer Zeit, zu der die Rezeption nicht besetzt ist, soll man einfach 20 Uhr wiederkommen, denn dann werden die letzten Anreisenden quasi alle „abkassiert“. Also suchten wir uns schnell einen Platz, es waren ja noch genügend frei, schlossen das Wohnmobil an und machten uns dann auf den Weg zur Rezeption, denn es war bereits 20 Uhr. Wir bezahlten für das Wohnmobil + Strom 200 NOK. Also eigentlich noch ganz ok. Da nicht viel los war, hatten wir einen super Platz mit Blick auf den Røldalsvatnet und einen Wasserfall. Also sehr lohnenswert. Neben dem Gelände liegen auch ein paar alte Grabhügel, die von 200 bis 600 n.Chr. datiert wurden. Des Weiteren steht in dem Ort auch die Røldal Stabkirche, die wir uns morgen noch kurz anschauen möchten.
Wir gingen mit den Hunden noch ein gutes Stück und machten uns im Anschluss etwas zu Essen. Das Wetter ist jetzt endgültig umgeschlagen, der Wind und der Regen peitschten gegen das Wohnmobil, aber wir sind so müde, dass uns das Einschlafen nicht schwerfallen sollte. Wir hofften einfach, dass das Wetter morgen wieder besser wird.
Wir fuhren heute 199 km.

 

03.09.2015 von Røldal nach Gudvangen
Der Seim Campingplatz war wirklich super, schön ruhig, die Anlage war sauber und man hatte einen super Ausblick. Die Dusche ist zwar kostenpflichtig, jedoch ist der Waschraum sehr groß, sodass man auch endlich mal Platz hat beim Umziehen. Wir waren sehr zufrieden.
Zunächst fuhren wir noch zur Stabkirche, diese ist zwar nicht so verziert, wie z.B. die Heddal Stabkirche, jedoch ganz „niedlich“. Sie ist auch mit Schiefer gedeckt, anstatt mit Holzschindeln. Nun fuhren wir weiter Richtung Odda zum Latefossen. Kurz vor dem Latefossen kam bereits ein anderer Wasserfall und wir dachten kurz, dass dies die Latefossen sind, jedoch gab es hier keinen Parkplatz und als wir ein Stück weiter die Gischt sahen, wussten wir, dass dort ein noch größerer Wasserfall sein muss. Man fährt über eine alte Brücke von 1859 und ist zunächst „geflasht“. Wir parkten, eilten aus dem Wohnmobil und waren einfach nur beeindruckt. Anders kann man es nicht schreiben. Neben einem fließt das türkise Wasser, man merkt die Gischt auf der Haut und ist überwältigt. Wir machten ein paar Fotos, suchten die beste Perspektive (für uns unten vom Ufer aus, mit der Brücke drauf) und fuhren dann schweren Herzens weiter. Erst zu Hause haben wir bei Recherchen im Internet gesehen, dass es auch einen kleinen Weg gibt, der in die Nähe der Wasserfälle führt. Sehr schade, denn hier hätte man den Wassermassen noch ein Stück näher sein können.
Auch bei der Weiterfahrt nach Odda sahen wir immer wieder Wasserfälle. Die Strecke ist auch wieder wunderbar. Odda selbst hat uns nicht so gut gefallen, es hatte nicht den Charme der anderen Städte und wirkte auch nicht so sauber. Wir fuhren weiter nach Lofthus und genossen die Landschaft, die einen in den Bann zieht. Schon ein kurzes Stück vor Lofthus begannen die Obstplantagen. Meistens mit Apfel- und Kirschbäumen. Immer wieder standen am Straßenrand kleine Stände mit einer „Kasse des Vertrauens“, an denen man hätte das frisch gepflückte Obst kaufen können. Die Straßen sind meistens so eng, dass man extrem auf den Alkoven aufpassen muss. Einmal mussten wir sogar mehrere Meter zurücksetzen, als uns ein Wohnmobil entgegenkam. Bei Kinsarvik haben wir Rast gemacht, bevor wir über die teure aber beeindruckende Hardangerbru (150 NOK) Richtung Norheimsund gefahren sind, eigentlich als Endziel Bergen vor Augen. Leider war die Strecke dann kurz vor Norheimsund gesperrt, sodass wir dieses Stück umsonst zurückgelegt haben und umdrehen mussten. Wir hätten zwar mit einem kleinen Umweg über die RV13 nach Bergen fahren können, haben uns aber dafür entschieden, einfach schon heute weiter gen Norden zu fahren. Etwas traurig, weil wir wissen, wie sehenswert Bergen ist, jedoch wollten wir nicht so viel Zeit ein-büßen und irgendwie war uns nicht so richtig nach „Stadt“. Wir fuhren also nach Voss, vorbei an den Skjervefossen. Der Rastplatz, an dem wir im letzten Jahr noch gehalten haben, wurde komplett abgerissen. Die Sonne hat einen Regenbogen in die Gischt gezaubert, was großartig aussah. Etwas angesäuert aufgrund der nun fehlenden Haltemöglichkeit fuhren wir weiter. Da wir Voss noch aus dem letzten Jahr kannten, haben wir hier nur zum Einkaufen angehalten, denn unsere Getränke waren schon wieder alle und endlich gab es hier auch mal anderes Wasser als „Ferris“, welches uns überhaupt nicht schmeckte. Wir hielten, wie auch schon im vorigen Jahr, bei den Tvindefossen. Allerdings gingen wir diesmal, trotz des Schildes des Campingplatzes, einfach direkt zum Wasserfall, welches wirklich schön ist, aber mit den Latefossen nicht ganz mithalten kann. Wir fuhren weiter nach Gudvangen und durchquerten dabei die Stalheim-Schlucht. Überall kamen Wasserfälle die Berge herunter, manchmal mit atemberaubenden Fallhöhen und Wassermassen. Teilweise sahen wir auch wieder Regenbögen in der Gischt. Das Wetter war heute wirklich wieder traumhaft und belebte die Natur noch zusätzlich. Auch letztes Jahr haben wir bereits in Gudvangen gehalten, konnten uns aber nicht daran erinnern, dass das Wasser des Naerfjords so türkis gewesen wäre. Über uns kamen mehrere Wasserfälle herunter. Wir machten ein paar Fotos und setzten unseren Weg fort nach Flam. Auch hier hatten wir im letzten Jahr bereits Station gemacht, nun wollten wir noch einmal auf der Wiese Champignons suchen gehen ;) Leider diesmal ohne Erfolg. Dafür genossen wir noch einmal den Blick auf den Fjord, machten ein paar Fotos von der Flambahn und gingen auch noch ein paar Souvenirs einkaufen. Das türkise Wasser des Fjords ließ uns einfach nicht los. Wir können uns nicht daran erinnern, dass es im letzten Jahr genauso aussah. So war alles noch viel schöner. Wir fuhren nun weiter nach Aurland bzw. dann die Strecke hoch zur Aussichtsplattform Stegastein. Die Fahrt dorthin war schon sehr spektakulär, von den engen Straßen einmal abgesehen. Als wir jedoch oben angekommen sind und uns auf die Glasplatte legten, um herunterzuschauen, kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Diese Aussicht ist grandios. Man hat einen so wunderbaren Blick auf den Aurlandsfjord. Am liebsten hätten wir dort auch die Nacht verbracht, aber der Parkplatz ist so schief, dass selbst uns das unangenehm war. Nun mussten wir den ganzen Weg auch wieder bergab. Zwischendrin hielten wir am Punkt „Al“, um unsere Bremsen etwas auskühlen zu lassen. Auch von diesem Punkt aus, hat man einen super Blick. Hinzu kam auch noch das Farbenspiel des nahenden Sonnenuntergangs. Wir wollten am liebsten einfach hier stehen bleiben und die Aussicht für den Rest des Urlaubes genießen.
Nun begann für uns jedoch auch die Suche nach einem Stellplatz. In Aurland fanden wir leider keinen guten Platz, an dem das Campen nicht verboten gewesen wäre und so mussten wir die Strecke durch die zahlreichen Tunnel wieder zurück. Auf einem Rastplatz ließ gerade ein Pferdetransporter seine Pferde grasen, sodass man nicht mehr drauf fahren konnte und so kamen wir dann auch schon wieder an Flam vorbei. Kurz nach Flam haben wir eine gute Ausfahrt verpasst (Richtung Stabkirche), hier war auch ein guter Parkplatz. Umdrehen konnten wir aufgrund des nahen 11 km langen Tunnels nicht mehr. Also ließen wir uns zum Schluss in Gudvangen beim Fährableger nieder. Hier gibt es einen kleinen Parkplatz, der genug Platz bot.
Gefahren sind wir heute 298 km.

 

04.09.2015 von Gudvangen nach Olden
Früh wurde es an unserem Stellplatz relativ laut, denn fast neben uns wurde ein Schiff mit Steinen beladen. Da wir aber eh zeitig losfahren wollten, war das kein Problem.
Wir mussten noch ein kurzes Stück der Strecke zurückfahren, um dann Richtung Vik auf die Rv13 abzubiegen. Zunächst führte die Straße nur nach oben, neben uns nur die Birkenwälder und grasende Kühe und Schafe. Wir kamen an einem großen Wasserfall vorbei und Haarnadelkurven führten uns nach oben. Auf einmal war nichts mehr neben uns, außer Schnee, kleine Seen, Flechten-gewächse und Wollgras. Was für eine Aussicht. Wir konnten uns überhaupt nicht sattsehen. Kurz bevor es dann wieder hinunterging, hielten wir an einem kleinen Rastplatz, das kleine Café war zwar geschlossen, man kann hinter dem Haus aber die Sicht nach unten auf Vik genießen. Im Tal von Vik angekommen, sind wir zur Hopperstad Stabkirche gefahren. Eigentlich kostet der Eintritt 60 NOK pro Person, jedoch machte der Kassierer gerade eine Führung mit einer Schulklasse, sodass man das Gelände schon einmal betreten durfte. Wir wollten dann einfach im Anschluss bezahlen. Wir warteten sogar noch eine Weile, bevor wir in die Kirche gingen, weil wir hofften, dass der Mann mit der Schulklasse wieder herauskommen würde. Als er dies nicht tat, haben wir uns auch die Kirche von innen angeschaut. Insgesamt eine schöne Stabkirche und endlich auch mal eine, die im September noch geöffnet ist. Der Herr sprach innen mit einem anderen Pärchen und erklärte alles. Wir warteten draußen noch eine Weile, sind dann, als er immer noch nicht herauskam, doch losgefahren, schließlich mussten wir noch eine Fähre bekommen. Es tat uns zwar leid, aber man kann da ja auch nicht über eine Stunde warten, damit man mal sein Geld loswird. Wir fuhren nun also nach Vangsnes zur Fähre. Wir wollten herüber nach Dragsvik, mussten jedoch über Hella fahren, was uns aber nichts extra gekostet hat. Auch Zeit haben wir dadurch nicht verloren. Von dort machten wir einen kurzen Abstecher nach Balestrand. Ein sehr schöner Ort mit schönen Häusern, deren Design an Stabkirchen angelehnt ist. Ein kurzer Besuch lohnt sich auf alle Fälle. Wir machten Rast an dem türkisen Wasser des Sognefjords und fuhren dann weiter Richtung Viksdalen auf der Rv13. Nach dem Tal schlängelt sich die Straße wieder den Berg hoch. Leider regnete es inzwischen, was auch die Schafe am Straßenrand nicht freute, denn sie standen mit hängenden Ohren reglos da und ließen es über sich ergehen. Auch dieser Weg bot wieder eine atemberaubende Aussicht. Am Ende entsteht auch gerade die Aussichtsplattform „Utsikten“. Wenn diese zackenförmige Plattform fertig ist, wird sie auf alle Fälle einen sehr guten Blick über das Tal ermöglichen. Wir fuhren nun vorbei an Teilen des Fossestien Trails und hielten am Likholefossen. Der Wasserfall ist gut erreichbar, es gibt eine Edelstahlbrücke, von der man herunterschauen kann. Möchte man den Wasserfall auch frontal sehen, muss man den kleinen alten Trail vorbei an Farnen und Blaubeerpflanzen gehen. Das Wasser war wunderbar Türkis. Immer wieder schön anzuschauen. Wir fuhren noch weiter durch die wunderbare Landschaft, leider fing es immer mal wieder an stärker zu regnen. Wir kamen an den Vallestadfossen vorbei, verpassten aber anscheinend den Parkplatz. Aber dennoch waren diese auch wieder beeindruckend. Bei Holsen gibt es einen kleinen Rastplatz, von dem aus man einen guten Blick auf einen Wasserfall auf der anderen Seite des Holsavatnet hat. Dieser stürzt ziemlich tief hinab, bevor der restliche Teil der Gischt wieder auf einem Felsvorsprung aufkommt. Dies kann man mit einem Fernglas noch besser beobachten.
Der nächste Abzweig führte uns dann auf die E39 Richtung Skei vorbei am Jolstravatnet bzw. Byrkjelo. Auch diese Strecke war wieder, soweit wir es sehen konnten, sehr schön. Leider war die Sicht teilweise stark beeinträchtigt, da wir auch immer mal wieder durch Nebel- oder Wolkenschwaden fuhren. In Byrkjelo bogen wir dann auf die Rv60 nach Olden ab. Von hier an ging es dann wieder nach oben, jedoch auch wieder in Wolkenschwaden hinein, sodass wir teilweise kaum etwas gesehen haben. Als sich die Sicht wieder besserte waren wir bei einem Skigebiet und hielten am Rastplatz Utsikten. Hier gingen wir auf dem Trail ein Stück mit den Hunden spazieren. Den Rastplatz beanspruchten die vielen Schafe fast für sich alleine. Unser Plan sah vor, in Olden einen Campingplatz zu finden, was eigentlich aufgrund des Briksdalsbreen, kein Problem darstellen sollte. Wir fuhren einfach bereits in Richtung des Gletschers und hofften, dass wir dann schon einen guten Campingplatz finden würden. Wir fuhren vorbei an türkisen Seen – täuscht es oder wurden diese tatsächlich von Meter zu Meter türkiser? Wir hielten dann am Oldevatn Campingplatz. Mit der ADAC-Campingkarte zahlten wir inkl. Strom tatsächlich nur 160 NOK und das für einen Stellplatz direkt an diesem wunderbaren See. Auf den ersten Blick sah der Campingplatz schon einmal sehr gut aus. Schade nur, dass es die ganze Zeit regnet und die Wolken so tief hängen, dass man die umliegende Natur gar nicht wahrnehmen kann.
Gefahren sind wir heute 300 km.

Segelboot - Rostock

Langsjövägen (Schweden)

Strand vom Edviks Campingplatz

Vigelandspark Oslo

Vigelandspark Oslo

Vigeldandspark Oslo

Vigelandspak Oslo

Vigelandspark Oslo

Heddal Stabkirche

Blick auf Drammen

Vigelandspark Oslo

Larvik, Segelschiff

Tonsberg, Byfjorden

Landschaft Norwegens

Tvedestrand

Haus in Brevik

Brevik

Helleren, Jossingfjord

Lindesnes Leuchttrum

Arendal

Orrestranden

Traktor-Treffen

Lysefjord Fv491

Wanderweg zum Preikestolen

Wanderweg zum Preikestolen

Wanderweg zum Preikestolen

Wanderweg zum Preikestolen

Preikestolen

Roldal Stabkirche

Fossefall/Wasserfall

Hof Vigatunet

Tvindefossen

Gudvangen

Flamsbana

Latefossen

Viewpoint Stegastein

Aurlandsfjord

Fahrt entlang Rv13

Blick auf Vik

Hopperstad Stabkirche

Schaf im Regen

Likholefossen

  • Instagram
  • YouTube Social  Icon
  • Twitter Social Icon