Reisebericht Norwegen 2017                Teil 2

Mi, 22.11.2017

  • Hardangerbrua und Hardangerfjord

  • Norheimsund, Steinsdalsfossen

  • Bergen
    Basic Hotel Bergen

Wir staunten nicht schlecht, als wir früh aus dem Fenster schauten und alles in einem frischen weißen Glanz erstrahlte. Über Nacht hat es angefangen zu schneien und dies sollte sich auch über den Tag nicht so wirklich ändern. Wir frühstückten noch gemütlich, bevor wir leider schon auschecken mussten und hofften, dass wir überall gut durchkommen. Einige Straßenschilder kündigten die Sperrung von Straßen an, wir ließen uns jedoch nicht beirren und fuhren stur weiter. Unser heutiges Endziel ist Bergen und vor uns lagen ca. 190 km durch Schnee und Kälte. Kurz vor Lofthus mussten wir an einer längeren Baustelle warten, bis die Baustellenmitarbeiter diese wieder für die Durchfahrt freigegeben haben. Die Landschaft war trotz der relativ schlechten Sicht so schön. Mit dem frischen Schnee sah alles so traumhaft aus. Bei Kinsarvik wurde dann auch die Sicht besser und so konnten wir nun auch die umliegenden Berge und den Fjord besser sehen. Beim Rastplatz der Hardangerbrua machten wir kurz Rast und gingen hinunter zum Aussichtspunkt auf die Brücke und stellten fest, dass dies auch der Fuß- und Fahrradweg auf die Brücke ist. Wir mussten uns warm anziehen, denn es wehte ein sehr starker kalter Wind, doch was wir dann auf der Brücke erlebt haben, sprengte alle unsere Vorstellung. Wir mussten uns schon fast festhalten, denn wir hatten das Gefühl, dass der Wind uns sonst die Beine wegzieht. Nicht einmal die Kamera konnte man richtig ruhig halten. Die Aussicht war hingegen wirklich gut, auch wenn das Atmen schwer viel.

am frühen Morgen in Odda

Hardangerbrua

Hardangerbrua

Anschließend fuhren wir weiter in Richtung Norheimsund. Der Verkehr wurde sehr dicht, denn die Strecke über Voss nach Bergen war gesperrt und so mussten auch alle Lkws auf der Fv7 fahren, vorbei am schönen Hardangerfjord. Viele Möglichkeiten zu halten gab es nicht, denn die meisten Rastplätze waren zugeschoben, aber bei einem konnten wir stoppen und verbrachten am Rand des stürmischen Fjords ein bisschen Zeit und genossen die Sicht, aber nicht das Wetter ;-)

Hardangerfjord

Hardangerfjord

Hardangerfjord

Als es wieder anfing zu schneien, fuhren wir weiter und hielten als nächstes am Steinsdalsfossen. Leider war der Durchgang unter dem Wasserfall gesperrt, wahrscheinlich aufgrund der Eiszapfen. Aber auch gerade wegen des ganzen Eises sah er sehr beeindruckend aus.

Steinsdalsfossen

Kurz nach Norheimsund fuhren wir etwas höher und so fing es auch an stärker zu schneien. Wir fuhren wieder durch ein wahres Winterwunderland und waren von der Schönheit Norwegens verzaubert. Leider wurde es auch inzwischen dunkel und so kamen wir bei Dämmerung und Regen in Bergen an. Wir fuhren direkt zum Hotel und checkten noch schnell ein, denn in der Nebensaison ist die Rezeption des Basic Bergen Hotels nur bis 16:30 Uhr besetzt. Auch hier gibt es keinen eigenen Parkplatz, sodass wir zunächst das Auto ausladen mussten und es dann in ein Parkhaus in der Nähe brachten. Die Parkkosten sind wieder überirdisch – 200 Kronen für einen Tag. Hätten wir das eher gewusst, hätten wir bei der Buchung mehr darauf geachtet, dass die Hotels kostenfreie Parkplätze anbieten. Anschließend schauten wir uns erst einmal das Zimmer an, welches größer war als erwartet, nur leider auch nicht sonderlich sauber. Es wirkte so, als hätte man komplett vergessen noch einmal Staub zusaugen. Leider doch etwas enttäuschend. Beim Coop um die Ecke holten wir uns etwas zu Essen, bevor wir es uns auf dem Zimmer gemütlich machten und den Tag für morgen planten, in der Hoffnung, dass sich der Regen dann in Grenzen halten wird. Und so haben wir heute das wahrscheinlich typischste norwegische Winterwetter kennengelernt und fanden es eher faszinierend. :-)

200 km

 

 

Do, 23.11.2017

  • Bergen
    Basic Hotel Bergen

Früh ließen wir uns heute etwas mehr Zeit, denn als wir aus dem Fenster schauten, regnete es ohnehin und so beschlossen wir, einfach noch ein bisschen abzuwarten und erst später loszugehen. Zunächst machten wir uns auf den Weg zum UNESCO-Weltkulturerbe Bryggen. Leider waren einige der Gebäude aufgrund von Sanierungsarbeiten komplett verhüllt. So extrem schade, zumal einige auch noch mit einem rosa Netz verhüllt waren. Wir liefen zwischen den Gassen hindurch und waren fasziniert, was für schöne Gebäude.

Bryggen - Bergen

Bryggen - Bergen

Bryggen - Bergen

Anschließend fuhren wir trotz der nicht sonderlich guten Aussichten mit der Fløibanen zum Aussichtspunkt auf den Fløyen. Leider waren die 90 Kronen pro Person wirklich umsonst, denn dort oben war das Wetter sogar noch schlechter. Wir hatten die Hoffnung, dass wir zumindest ein bisschen wandern gehen konnten, aber bei dem ekligen Nieselregen und der noch schlechteren Sicht hatten wir dann auch keine Lust mehr. Zu diesem Zeitpunkt beschlossen wir, dass wir irgendwann noch einmal bei gutem Wetter nach Bergen kommen müssen ;-)

Nachdem wir wieder unten waren, gingen wir noch ins Bryggens Museum. Zu unserem Glück hatte dieses auch in der Nebensaison geöffnet, zwar zu kürzeren Öffnungszeiten – aber immerhin. Das Museum ist sehr interessant. Man steht neben den ältesten Überresten von Bryggen und zudem lernt man einiges über das damalige Leben, mit einer kleinen aber sehr interessanten Ausstellung. Auf der zweiten Etage wurden Comicausschnitte und Zeichnungen ausgestellt und in der dritten Etage sogar eine sehr schöne Wanderausstellung „Legends in Gold – Thrakische Schätze aus Bulgarien“. Die ausgestellten Stücke waren wunderschön und so interessant. Die meisten Schätze stammten aus dem 4. bis 3. Jahrhundert vor Christus. Kurz darauf wollten wir eigentlich noch zum Hanseaten Museum, doch leider waren wir hier viel zu spät dran und hätte nur noch 20 Minuten für die Besichtigung gehabt. Naja, vielleicht auch ein anderes Mal.

Da langsam unser Magen knurrte, holten wir uns etwas zu Essen und zogen uns erst einmal wieder in unser Hotelzimmer zurück. Als es dann dunkel wurde und auch noch anfing zu schneien, hielt uns nichts mehr im Zimmer und so machten wir uns noch einmal auf den Weg, um ein paar Nachtfotos zu schießen. Als wir schon wieder auf dem Rückweg waren, sahen wir, wie gut die Sicht auf den Fløyen auf einmal war und beschlossen spontan noch einmal das Geld für die Fahrt hinauf auszugeben und so fuhren wir gegen 20 Uhr nochmals auf den Berg und konnten kaum glauben, was wir sahen. Die Sicht war für einen kurzen Moment so gut, was wir natürlich auch für ein paar Fotos genutzt haben. Der Ausblick ist wirklich atemberaubend, es war so schade, dass es kurze Zeit später wieder anfing zu schneien und sich zuzuziehen, aber immerhin hatten wir das Glück, für einen kleinen Augenblick doch noch die Aussicht auf Bergen genießen zu können.

Bergen bei Schnee

Ausblick vom Floyen

Brygge im Dunkeln

Nachdem wir dann hinuntergefahren waren, gingen wir nass und durchgefroren wieder zum Hotel zurück. Der Schnee blieb unten nicht wirklich liegen und so war es auf den Wegen extrem matschig, was nicht gerade dazu beitrug, dass die Füße trocken blieben. Aber der Abend war auch aufgrund des Schnees noch einmal richtig schön.

 

Gefahren sind wir 0 km :-)

 

 

Fr, 24.11.2017

  • Eidfjord

  • Hardangervidda Nationalpark

  • die RV50 im Tiefschnee

  • Geilo
    Geilo Hotel

Heute hatten wir einen sehr chaotischen Tag, an dem wir trotz der Kilometer, die wir gefahren sind, so gut wie nichts gesehen und unternommen haben. Wir checkten gegen 9 Uhr im Hotel in Bergen aus und waren sehr traurig, die Stadt schon verlassen zu müssen, zumal das Wetter heute endlich etwas besser war. Geplant war über die Hardangervidda nach Geilo zu fahren. Wir haben gelesen, dass die Straße in Richtung Voss wegen Steinschlag geschlossen ist und so fuhren wir die Strecke entlang des Hardangerfjords wieder zurück. Wir hielten noch einmal kurz beim Steinsdalsfossen, da aufgrund des Regens der letzten Tage und der Schneeschmelze deutlich mehr Wasser hindurchfloss, als noch zwei Tage zuvor. Es waren keine Eisfelder und Eiszapfen mehr zu sehen, dafür schlug uns die Gischt ins Gesicht :-) Von dort fuhren wir dann durch bis zum Eidfjord. Das Wetter wurde immer schlechter und die Sicht war auch nicht besonders gut.

Eidfjord

auf dem Weg zum Hardangerfjord

In Eidfjord machten wir dann kurz Pause und schauten uns erneut den Fjord an, bevor wir auf der Rv7 zur Hardangervidda weiterfuhren. Und ab hier begann auch das Chaos. Zunächst haben wir noch nicht vermutet, dass es zu Problemen kommen könnte, im Tal schneite es nicht und es regnete auch nicht sonderlich stark. Nachdem wir uns die Tunnel hochgeschraubt haben und hofften, gleich den Voringsfossen im Schneekleid zu erspähen wurden wir schnell eines Besseren belehrt. Der Parkplatz dieser Attraktion wurde gar nicht geschoben, geschweige denn der Fußweg zur Aussichtsplattform, denn dieser war bis oben voller Schnee. Wir konnten nur in die Ferne schauen und sahen, dass zumindest auf der linken Seite gar kein Wasser mehr floss. Wir wollten dann zur zweiten Einfahrt des Voringsfossen fahren, denn wir hofften, dass die Straße zur neuen Aussichtsplattform frei wäre, aber auch da haben wir weit gefehlt. Ein Stück kamen wir noch voran, denn dort waren auch Hütten bzw. Wohnhäuser, doch genau die Durchfahrt zum Parkplatz des Hotels war dann gesperrt. Wir wussten, dass uns als nächstes eine Kolonnenfahrt erwarten würde, denn das Schneechaos beherrschte die Hardangervidda. Wir freuten uns eigentlich schon darauf, diese Landschaft im Schnee versunken zu sehen, doch schon ein Stück weiter fing es auch extrem an zu schneien. Wir reihten uns dann hinter den anderen wartenden Autos ein und mussten kurz darauf im Internet lesen, dass es sich um Wartezeiten von bis zu zwei Stunden handeln kann. Nach ca. 45 Min. kam endlich ein Räumungsfahrzeug und wir dachten, dass es dann auch für uns losgehen würde. Einige Fahrzeuge fuhren auch los, nur auf einmal stoppte es zwei Autos vor uns und wir mussten wieder warten. Inzwischen war schon eine Stunde vergangen und es tat sich gar nichts, wir schneiten lediglich langsam ein.

warten in der Kolonne

Hardangervidda im Schneechaos

Nach ca. einer weiteren halben Stunde drehten die Fahrzeuge vor uns auf einmal und auch uns wurde mitgeteilt, dass die Straße inzwischen für Fahrzeuge unter 7,5 t gesperrt ist. Wir mussten also nicht nur zurückfahren bis Voss, sondern dann auch noch einen extremen Umweg über die E16 durch Gudvangen und Flåm in Kauf nehmen und hatten nicht mehr allzu viel Zeit, bis es dunkel wurde. Warten wäre auch zu riskant gewesen, bei dem Schneesturm konnte keiner sagen, wann wir evtl. doch wieder hindurchfahren können. Ärgerlich waren nicht nur die vielen zusätzlichen Kilometer, sondern, dass wir nochmals die Maut für die Hardangerbrua zahlen mussten. Wir kamen relativ gut durch, es fing immer mal wieder an zu regnen bzw. zu schneien, aber die Straßen waren relativ frei. Im Halbdunkeln fuhren wir noch am Tvindefossen vorbei, der so schön war, wie eh und je. Etwas später war es dann so dunkel, dass wir von Gudvangen und Flåm gar nicht mehr so viel mitbekommen haben. Die unglaubliche Landschaft war uns ja noch aus den letzten Jahren in Erinnerung, umso trauriger ist es, dass wir diese raue Natur jetzt nicht mit Schnee sehen konnten. Bei Aurlandsvangen bogen wir ab auf die Rv50 und dann begann auch schon das nächste Abenteuer. Nicht nur, dass es immer mehr anfing zu schneien, nach einer sehr rutschigen Serpentinenstraße, die Gott sei Dank hinaufführte, kamen wir auch schon wieder bei einem Kolonnensammelpunkt an. Der freundliche Mitarbeiter wies uns darauf hin, dass die nächste Kolonne in ca. 30 Minuten losfahren würde. Wir warteten also, schneiten mal wieder ein und waren so traurig, dass wir all diese Schneemassen nicht im Hellen sehen konnten. Die Rv50 sind wir vorher auch noch nie gefahren und waren daher umso neugieriger. Als die Kolonne dann losfuhr, waren wir mind. 20 Fahrzeuge, wenn nicht sogar mehr. Jeder hatte Warnblinklicht an und wir wissen nicht, ob das was dann kam tatsächlich Alltag ist oder ob auch hier dieses Wetterchaos eher selten vorkommt. Wir fuhren immer höher und wir befanden uns auf einmal mitten im Schneesturm. Die Scheibenwischer kamen nicht mehr hinterher und froren ein, durch die starken Schneeverwehungen sah man teilweise gar nichts mehr und wir waren so froh, dass man sich zumindest an den blinkenden Lichtern des Vordermannes orientieren konnte. Im Schritttempo schob sich die Kolonne vorwärts, wir verkrampften immer mehr und hofften inständig, den Vordermann nicht zu verlieren und heil aus dieser ganzen Geschichte herauszukommen. Wir haben sowas noch nicht erlebt und möchten es auch nicht noch einmal. Aber in unserer Erinnerung wird es definitiv bleiben ;-) In den kurzen Momenten, in denen man mal nach rechts und links schauen konnte, sahen wir, wie viel Schnee in diesen Höhen lag. Es war unbeschreiblich. Einige Hütten am Straßenrand waren fast komplett eingeschneit. Einige Schneeverwehungen hatten wunderschöne Formen. Wenn man nach solch einem Schneesturm am nächsten Tag diese Route bei Sonnenschein fahren würde, wüsste man sicherlich nicht, wohin man zuerst schauen sollte. Die Menge an Schnee begeisterte und verängstigte uns zugleich. In dem Geiteryggtunnelen machten wir dann endlich Halt und jeder befreite seine Scheibenwischer vom Eis, also ging es nicht nur uns so. Nach einer kurzen Pause fuhren wir dann noch das letzte Stück in der Kolonne, bevor wir ein Stück weiter unten uns selbst überlassen wurden. Wir hatten nun noch ca. 50 Kilometer bis Geilo zu fahren. Die Straße war jetzt frei, aber auch extrem glatt, sodass man dennoch genau aufpassen musste, wie man fährt. Nach einiger Zeit kamen wir dann in Geilo an, gingen noch etwas einkaufen und fuhren zum Hotel. Es war erstaunlich, wieviel in dem Skigebiet los war. Es wirkte so, als wären die meisten Norweger spontan an diesem Freitag ins Skigebiet gefahren, da es die letzten Tage nun einmal richtig viel geschneit hat. Im Übrigen haben wir unterwegs mal wieder auf die Karte von Statens vegvesen (https://www.vegvesen.no) geschaut und festgestellt, dass die Hardangvidda schon wieder seit einiger Zeit freigegeben war. Wir wären also wirklich schneller gewesen, hätten wir einfach in Eidfjord gewartet und wären dann die restlichen Kilometer bis Geilo über die E7 gefahren. Aber das konnte man ja nicht wissen. Wir übernachteten im Geilo Hotel, welches gut zu erreichen war. Der Rezeptionist war sehr nett und nahm sich etwas Zeit für uns, um z.B. zu schauen, wo wir noch parken können, da draußen alle kreuz und quer standen. Die Zimmer sind ausreichend groß, zumindest der Wohnraum ist relativ modern eingeräumt, das Bad ist allerdings schon etwas älter, aber alles war sehr sauber. Schade ist, dass es keinen Wasserkocher gab. Bei dem Wetter hätte man gerne etwas Warmes getrunken. Aber egal, wir waren einfach nur froh, endlich angekommen zu sein. Leider konnten wir an diesem Tag nicht wirklich etwas unternehmen und haben mehr oder weniger nur im Auto gesessen, weshalb wir auch so ein bisschen enttäuscht waren, auf der anderen Seite werden wir diesen Tag nicht so schnell vergessen. Wir sind gespannt, was das norwegische Wetter morgen auf dem Weg nach Oslo für uns bereithält.

 

Gefahren sind wir 436 km.

 

 

Sa, 25.11.2017

  • Hol Stabkirche

  • Torpo Stabkirche

  • Oslo
    Smarthotel Oslo

Auch an Stephans 30. Geburtstag klingelte der Wecker wieder um 7 Uhr. Laut Wetterbericht sollten wir heute nicht wieder vom Schnee „heimgesucht“ werden, also lassen wir uns mal überraschen. Diesmal war im Hotelpreis das Frühstück inbegriffen und so aßen wir uns zunächst richtig satt. Es war wirklich für jeden was dabei, ein sehr reichhaltiges Frühstücksbuffet, das eigentlich keine Wünsche offenließ. Im Übrigen hatten wir von unserem Zimmer aus auch einen super Blick auf das Skigebiet. Es fing Früh tatsächlich noch einmal leicht an zu schneien. Wir überlegten kurz, ob wir nicht doch noch einmal ein Stück auf der E7 in Richtung Hardangervidda fahren, die Straße war immer noch freigegeben, aber es war uns dann doch etwas zu riskant, später finden wir z.B. keine Wendemöglichkeit und schon wäre unser kleiner Ausflug nicht mehr so klein gewesen. Endziel für heute ist Oslo, also sind wir auch schon wieder auf dem Rückweg. Wir hielten zunächst bei der Stabkirche in Hol. Erst als wir versuchten auf den Friedhof zu gehen, haben wir bemerkt, wie hoch der Schnee eigentlich ist. Wir standen auf einmal fast bis zu den Knien im Schnee.

Blick aus dem Fenster in Geilo

Hol Stabkirche

Hol Stabkirche

Anschließend fuhren wir schon weiter in Richtung Torpo. Die Landschaft war wunderschön mit all den schneebehangenen Bäumen, den zufrierenden Seen und Flüssen sowie den vielen leicht eingeschneiten Holzhäusern. Es wirkte alles so idyllisch und geradezu perfekt. Bei Torpo fuhren wir dann ebenfalls zur schönen kleinen Stabkirche. Das Eingangsportal dieser Kirche war wunderschön verziert. Die Kirche machte, obwohl sie ziemlich klein ist, großen Eindruck auf uns. Sehr schön :-)

Torpo Stabkirche

Torpo Stabkirche

Torpo Stabkirche

Wir blieben auf der Rv7 und stoppten noch einmal kurz nach der Ausfahrt zum Gardnos Meteoritenkrater, den wir heute im Übrigen nicht erst angesteuert haben, denn auch diesmal hätten wir aufgrund des vielen Schnees dort nicht wandern gehen können. Aber direkt an der Straße an einem kleinen Rastplatz, lag eine Brücke und wir mussten dort einfach rauf, denn man hatte eine wunderbare Sicht auf den teilweise zugefrorenen Hallingdalselva. Wir stampften also durch den Schnee auf der Brücke, fühlten uns dadurch wie Kinder und waren einfach nur froh, dass wir hier in Norwegen dieses Winterwunderland erleben durften.

Hallingdalselva

Hallingdalselva

Hallingdalselva

In Flå wären wir gerne in den Bärenpark gegangen, doch dieser war leider außerhalb der Saison geschlossen und die Bären beim Winterschlaf stören wollten wir dann doch nicht :-) Wir setzten ihn aber auf die To-Do-Liste für den nächsten Norwegen-Besuch. Also fuhren wir nun direkt durch bis Oslo und kamen bis zum Smarthotel Oslo ganz gut durch und mussten jedoch feststellen, dass auch hier beim Hotel leider kein Parkplatz zur Verfügung steht – leider haben wir beim Buchen nicht richtig aufgepasst – und mussten in ein extrem überteuertes Parkhaus in der Nähe fahren. Wenn wir das richtig gelesen haben, kostet es pro Tag 360 NOK. Wir sind fast vom Stuhl gefallen und haben das Hotel eigentlich gewählt, weil es so günstig war, aber wenn wir jetzt raufrechnen, was wir fürs Parken bezahlen, hätten wir wahrscheinlich gleich ein etwas teureres Hotel nehmen können und hätten da den Parkplatz direkt vor der Nase gehabt. Naja aus Fehlern lernt man. Wir schnappten unseren ganzen Kram und liefen mit Hilfe von Google Maps zum Hotel. Das Einchecken ging schnell, viel war ja nicht zu erklären und schon gingen wir hoch, um uns häuslich einzurichten. Das war schneller erledigt als gedacht, denn das Zimmer ist extrem klein. Es besteht aus einer Nische für das Bett und einem schmalen Gang inkl. kleinem Badezimmer. Es ist nicht mal genügend Platz, um die Koffer auszubreiten. Als Einzelperson reicht so ein Zimmer komplett und wir sind es ja auch gewohnt, auf engen Raum im Wohnmobil zu leben, aber für jemanden, der das nicht kennt, könnten diese Räume wirklich deutlich zu klein sein. Es ist aber sehr sauber und das komplette Hotel ist sehr modern. Also hier kann man nicht meckern. Wir blieben gar nicht erst lange im Zimmer und machten uns sofort auf den Weg in die Stadt. Wir haben uns wieder das passendste Wochenende ausgesucht, als wir ankamen, wurde gerade der Weihnachtsmarkt lautstark eröffnet und hinzu kommt dann auch das Wochenende vom Black Friday. Die Stadt war entsprechend voll, was wir ja immer nicht so sehr mögen. Wir gingen also, um aus dieser Traube von Menschen herauszukommen, zunächst zum Opernhaus, um dort einige Fotos zu machen. Hier hatten wir größtenteils unsere Ruhe und verbrachten so noch ein bisschen Zeit am Wasser. Anschließend kümmerten wir uns ums Abendessen und gingen zum Max in der Innenstadt und nahmen die Burger und Luxusshakes mit ins Hotel. Das Wetter war den ganzen Tag im Übrigen wieder traumhaft. Besser hätte es an Stephans Geburtstag fast nicht sein können. Und so beendeten wir wieder einen wunderbaren Tag in unserem Lieblingsland.

 

Gefahren sind wir 230 km.

Opernhaus bei Nacht

Opernhaus bei Nacht

 

So 26.11.2017

  • Oslo
    Smarthotel Oslo

Heute stand komplett Oslo auf dem Plan. Leider hat der Wetterbericht absolut nicht das gehalten, was er versprochen hat. Sehr zu unserem Bedauern, begann der Tag mit Regen und endete mit Regen. Wir machten dennoch das Beste aus der Situation und besuchten zunächst die Innenstadt, mit dem Schloss und der Karl Johans Gate.

Karl Johans Gate

Schloss in Oslo

Universität Oslo

Es war so gut wie gar nichts los, was uns sehr wunderte, war doch gestern noch die Hölle los. Aber umso besser, so hatten wir auf dem Weihnachtsmarkt diesmal unsere Ruhe und konnten gemütlich entlang schlendern. Davon einmal abgesehen, dass alles noch teurer ist als auf den deutschen Weihnachtsmärkten, unterscheidet er sich nicht großartig. Lediglich die kandierten Äpfel hatten leckere Toppings und sahen dadurch noch schmackhafter aus :-)

Weihnachtsmarkt Oslo

Weihnachtsmarkt Oslo

Weihnachtsmarkt Oslo

Von dort ging es dann weiter hinunter zum Hafen, dem Rathaus und der Akershus Festung.

Hafen von Oslo

Rathaus von Oslo

Akershus Festung

Auch hier ließen wir uns etwas Zeit, betrachteten die Street Art und liefen durch das Festungsgelände, bevor wir noch einmal zum Opernhaus liefen. Diesmal gingen wir auch hinein und bestaunten die schöne Architektur. Zudem konnte man nun ohne Sorge auf dem Dach herumlaufen, da es nicht mehr so spiegelglatt war, wie gestern Abend noch.

Oper Oslo

Oper Oslo

Oper Oslo

Inzwischen war es schon fast 14 Uhr und wir wollten noch in das Historisk Museum gehen, welches allerdings in der Nebensaison nur bis 16 Uhr offen ist. Das Museum liegt in der Fredriks Gate – in direkter Nähe unseres Hotels. Nachdem wir die 100 NOK pro Person Eintritt bezahlt haben, gingen wir gleich in den gegenüberliegenden Raum mit der Ausstellung norwegischer Stücke. Im Übrigen gehört zu dem Historischen Museum auch das Vikingskipshuset auf der Museumsinsel Bygdøy und ist somit auch im Eintrittspreis enthalten. Für beide Museen zusammen finden wir 100 NOK p.P. tatsächlich sehr preiswert, blöd für uns, dass wir das Vikingskipshuset bereits 2014 angeschaut haben. Unter den norwegischen Stücken waren einige Pforten von Stabkirchen, Kirchenfunde und weitere historische Stücke des täglichen Lebens. Wirklich sehr interessant. Eine Etage darüber kamen wir dann zur kleinen ägyptischen Ausstellung und den amerikanischen Vitrinen. Ebenfalls interessant war die Arktis-Abteilung, die einem das Leben von Eskimos und ähnlichem etwas näherbrachte. Besonders fasziniert waren wir dann auch noch von der asiatischen Sammlung. Leider gab es zu den einzelnen Stücken keine englische Beschreibung, sodass wir nicht wissen, von wann einige datieren, aber interessant war es allemal.

Inzwischen wurde es langsam dunkel und so gingen wir noch einmal durch die Stadt zum Hafen und machten dort noch einige Aufnahmen, in der Stadt selbst – gerade beim Weihnachtsmarkt – war auf einmal wieder die Hölle los. Nachdem es wieder stärker anfing zu regnen, beschlossen wir uns noch etwas für das Abendessen zu holen und dann ins Hotel zurückzuziehen. Leider fliegen wir morgen schon wieder zurück und wurden allmählich auch ziemlich wehmütig. Wenn der Wetterbericht diesmal stimmt, können wir zumindest morgen früh noch ein bisschen die Sonne in Oslo genießen. Wir drückten uns die Daumen ;-)

Wir sind wieder 0 km gefahren :-p

Rathaus Oslo

Rathaus Oslo

Akershus Festung

 

Mo, 27.11.2017

  • Oslo
    Rückflug um 18 Uhr

 

Auch heute war das Wetter leider noch nicht besser. Wir checkten früh aus dem Hotel aus, brachten alles zum Auto und gingen dann noch einmal in die Stadt, da wir bis zum Abflug noch ein bisschen Zeit hatten. Zunächst holten wir uns eine Kleinigkeit zum Frühstück und setzten uns beim Schloss auf eine Bank, um gemütlich zu essen. Anschließend gingen wir noch einmal hinunter zum Hafen und von dort zurück in die Innenstadt und kamen in der Kirkegata an einem super Comic-Geschäft vorbei, in dem wir uns dann doch länger aufhielten als gedacht. Die vielen Sammelfiguren in den Vitrinen hatten schon fast etwas von einem Museum und so liefen wir dort gemütlich durch und begutachteten die Kleinigkeiten ;-) Zum Abschluss holten wir uns beim Max noch einmal einen Luksusshake und liefen dann zufrieden zurück zum Auto. Die Strecke bis zum Flughafen wünschten wir uns, wir hätten mal wieder länger in Norwegen bleiben können. Wir wären so gerne weitergefahren, bis in den Norden, um zu sehen, wie der Winter dort aussieht. Aber da unsere Urlaubstage und unsere finanziellen Mittel eher begrenzt waren, brachten wir den Mietwagen zurück und stiegen wenig später in das Flugzeug, welches uns wieder zurück nach Deutschland gebracht hat.

Gefahren sind wir 53 km.

Insgesamt gefahren sind wir 1.914 km.

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