Reisebericht Schottland 2017                Teil 1

19.05.2017 - Fahrt bis zum Stellplatz

Die Fahrt bis zum Stellplatz in Aldekerk (Kerken) war nichts Besonderes, nur der Temperaturschock, den wir durchgemacht haben, war extrem. Wir fuhren in Cottbus bei strahlendem Sonnenschein und über 30 Grad los und umso weiter westlicher wir kamen, umso kälter und regnerischer wurde es. Zum Schluss froren wir bei 12 °C. Wir haben nur noch schnell den Stellplatz bezahlt (9 EUR), bevor wir auch schon ins Bett fielen.

Gefahren sind wir 676 km.

20.05.2017 von Kerken bis Oldbury        

  • Fahrt bis Calais – Überfahrt nach Dover

  • Leeds Castle

  • Rochester
     

Wir sind heute bereits um 5 Uhr früh aufgestanden, damit wir die Fähre auch wirklich pünktlich kriegen. Wir kamen sehr gut durch und so waren wir schon deutlich zeitiger in Calais. In der Hoffnung, dass wir auch schon auf die zeitigere Fähre gelassen wurden, fuhren wir direkt zum Fährhafen. Bevor wir aber wirklich einchecken konnten, mussten wir das Wohnmobil noch durch einen Soldaten mit einer ziemlich großen Waffe im Anschlag untersuchen lassen. Auch wenn wir nichts Gesetzwidriges getan haben, fühlt man sich im Angesicht einer solchen Waffe wirklich seltsam. Später wurde das Wohnmobil noch einmal durchsucht, bevor wir dann wirklich einchecken konnten. Und wir hatten tatsächlich das Glück, dass wir schon auf die 12:25 Uhr Fähre gelassen wurden, anstatt wie gebucht auf die von 13:55 Uhr. So haben wir also noch über eine Stunde herausgeschlagen. Die Hunde durften natürlich mal wieder nicht mit an Bord, aber das waren wir ja inzwischen gewohnt. Aufgrund des sehr guten Wetters hatten wir eine unglaublich gute Sicht auf die französische Küste und später dann auf die White Cliffs of Dover.

DFDS Fähre

Französische Küste

White Cliffs of Dover

Auf England angekommen steuerten wir sofort das Leeds Castle an. Stephan hatte keine Probleme damit, sich wieder an den Linksverkehr zu gewöhnen. Bis Leeds fährt man fast ausschließlich Autobahn und der Weg ist sehr gut ausgeschildert. Der Parkplatz des Schlosses war extrem voll, sodass wir schon Angst hatten, dass man vor lauter Leuten kaum treten kam. Erst waren wir beim Eingang und mussten feststellen, dass wir die Hunde nicht mit in den Park nehmen durften, also mussten sie zurück zum Wohnmobil, erst dann waren wir schauen, wie teuer der Zugang zum Schloss überhaupt ist und wir wären beinahe umgefallen. Der Eintritt pro Erwachsenen kostet 24,90 Pfund. Das hat uns komplett vom Hocker gehauen. Etwas entmutigt gingen wir schon wieder zum Wohnmobil zurück und sahen dann aber einen Weg außen am Gelände entlang und probierten es einfach mal. Der Weg führte zum Public Footpath, der uns direkt und ohne Eintritt in den Schlosspark führte. Es war ein öffentlicher Eingang, der nicht mal durch ein Tor verschlossen wurde und dennoch hatten wir das Gefühl etwas Unrechtmäßiges zu machen, obwohl der Weg auch im Park offiziell ausgeschildert war. Aber das hat uns nicht davon abgehalten, zum Schloss zu gehen und ein paar schöne Fotos von diesem wunderschönen Bauwerk zu machen. Ein traumhaftes Schloss, welches uns schon in der Dokumentation „Secrets of Great British Castles“ von Dan Jones auf Netflix näher vorgestellt wurde. Und so live die Erwartungen noch übertroffen hat.

Leeds Castle

Leeds Castle

Gänse beim Leeds Castle

Anschließend fuhren wir weiter zur historischen Stadt Rochester. Dort parkten wir dann direkt an der Seitenstraße des Schlosses (Kastenwagen sei Dank war dies nun möglich) und bezahlten per App die Parkkosten, denn Bargeld hatten wir noch nicht. Die Altstadt von Rochester ist sehr schön, auf der einen Seite steht die alte imposante Burg und direkt gegenüber befindet sich auch gleich die Rochester Cathedral, des Weiteren kommt man von dort auch in die wunderbare High Street mit den vielen kleinen Geschäften und wehenden Wimpeln über dem Kopf.

Rochester Castle

Rochester Cathedral

High Street, Rochester

Bevor wir einen Campingplatz ansteuerten, wollten wir natürlich noch schnell in einen Tesco und quasi zelebrieren, dass uns Großbritannien wiederhat. So kauften wir Tesco-typische Produkte und freuten uns unseres Lebens. Doch die Freude hielt nicht so lange an. Der erste Campingplatz den wir ansteuerten, hatte leider keine Duschen und sah auch schon nicht sehr einladend aus (Overshaw Caravan Park, Gillingham) und so mussten wir weiter und fuhren zum „Bearsted Caravan Club Site“. Die Anlage sah sehr gut aus, bis wir den griesgrämigen Besitzer kennenlernten. Wir kamen punkt 20 Uhr an, doch leider schließt auch die Rezeption schon ihre Pforten um 20 Uhr. Wir probierten dennoch unser Glück und wurden von dem Besitzer damit abgespeist, dass die Kasse geschlossen sei und keine freien Plätze mehr zur Verfügung stehen. Blöd nur, dass direkt beim Eingang definitiv mind. zwei freie Stellplätze waren. Nicht gerade sehr kundenfreundlich. Also machten wir uns auf die Suche nach einem weiteren Platz in der Umgebung und kamen dadurch zum „Oldbury Hill Camping and Caravanning Club Site“. Auch dieser Platz schloss bereits um 20 Uhr, aber dennoch ließ uns der Platzwart noch auf dem Platz, wir mussten zwar ein bisschen betteln und versicherten mehrmals, dass wir am nächsten Morgen bezahlen, aber wir hatten einen Stellplatz! Und der Platzwart bekommt ein extra Lob von uns, da er tatsächlich so freundlich war, das Tor noch einmal für uns zu öffnen!!!

Campingplatzbewertung

Familienfreundlichkeit: 4 (es gibt einen Spielplatz, aber die sanitären Anlagen sind nicht gerade kinderfreundlich)
Hundefreundlichkeit: 5 (Hunde kosten nichts extra und außerhalb des Geländes gibt es viele Wanderwege um mit den Vierbeinern Gassi zu gehen)
Entsorgungsmöglichkeiten: 2 (Grauwasser haben wir gar nicht gefunden und auch die Entsorgung für die Chemische Toilette ließ sehr zu wünschen übrig, wir haben hier lieber nicht entsorgt und dies verschoben.)
Waschräume: 3 (Es gibt welche! Es gibt nur eine Dusche, dafür aber mehrere Toiletten. Die Anlage ist nicht sehr modern und auch nicht besonders reinlich, aber das warme Wasser funktioniert tadellos und sie sind kostenfrei und unbegrenzt)
Lage: 3 (sehr ruhig gelegen, viele Wanderwege in der Umgebung, allerdings keine weiteren Sehenswürdigkeiten)
Größe: 5 (ausreichend groß und viele Stellmöglichkeiten)
Parzellengröße: 3 (keine festen Bereiche, reine Rasenfläche und leider teilweise auch sehr abschüssig)
Personal: 5 (Der Platzwart hat uns immerhin noch hinein gelassen und auch die Besitzer waren am nächsten Morgen sehr freundlich.)
Preis: mit 20,50 Pfund einer der günstigeren Plätze, allerdings für die Leistungen noch überteuert.

 

Gefahren sind wir 518,7 km.

​Oldbury Hill Camping und Caravanning

Oldbury Hill Camping und Caravanning

 

21.05.2017 von Oldbury nach Seahouses

  • Dunstanburgh Castle

  • Springhill Farm, bei Seahouses

 

Heute stand uns ein Fahrtag bevor. Ab 9 Uhr öffnete die Rezeption, wir gingen bezahlen und fuhren auch direkt los in Richtung schottische Grenze, die wir heute aber noch nicht überqueren werden. Erstes und einziges richtiges Ziel heute wird das Dunstanburgh Castle an der Northumberland Coast sein. Wir fuhren die Strecke komplett durch, nicht weil wir wollten, sondern weil sich nie eine gute Gelegenheit ergab, mal einen Rastplatz anzusteuern. Umso schneller kamen wir aber auch vorwärts und nur im Speckgürtel von London standen wir tatsächlich aufgrund einer Baustelle kurz im Stau. Also wir dann von der Autobahn abfuhren und die Burgruine ansteuerten, erwarteten uns wieder die typisch englischen engen Straßen, wobei diese mit dem Kastenwagen diesmal deutlich einfacher zu fahren waren. Man kann nicht direkt vor dem Dunstanburgh Castle parken, sondern oberhalb des Ortes Dunstan gibt es einen großen Parkplatz. Das Tagesticket kostet nur 2 Pfund und wir haben das Ticket sogar von einem netten Engländer geschenkt bekommen, der gerade weggefahren ist. Und so machten wir uns direkt nach Ankunft auch schon auf den Weg, doch nur wohin? Also noch einmal zurück und bei der Touristeninfo nach dem Weg fragen. In Dunstan führt dann ein Küstenweg direkt zur Ruine und als wenn die Küstenlandschaft mit dem Stechginster, der felsigen Küste und den Schafen auf der Weide nicht schon atemberaubend genug wäre, thront über all dem in der Ferne die riesige Ruine des Dunstanburgh Castle. Sehr imposant und mystisch. Hingehen konnten wir leider nicht, dies hätte sich nicht mehr gelohnt, hätte das Gelände doch in 15 Minuten geschlossen. Also gingen wir dann den wunderbaren Weg wieder zurück und machten uns auf zu dem Campingplatz.

Dunstanburgh Castle

Dunstanburgh Castle

Lämmchen

Wir hatten im Internet den Beadnell Bay Camping and Caravanning gefunden. Auf der Homepage stand, dass man bis 20 Uhr anreisen kann, nur als wir dann dort ankamen, waren wir schockiert, als wir sahen, dass dieser heute nur bis 13 Uhr Stellplätze vergeben hat. Wer zur Hölle ist denn so zeitig auf einem Campingplatz? Wir versuchten zu klingeln und anzurufen, doch man wollte uns nicht öffnen (von innen hörte man aber Stimmen), also suchten wir erneut und fanden einen Campingplatz wie er im Buche steht: Springhill Farm Campsite. Auch hier war die Rezeption leider bereits geschlossen, doch nach einem kurzen Anruf kam der Platzwart vorbei und hat uns noch eingecheckt. Sehr guter Service und sehr nettes Personal. Zudem hat der Platz auch noch kostenfreies WLAN, so konnten wir abends noch ohne unsere Mobilen Daten zu belasten etwas surfen. Morgen werden wir dann, wenn alles klappt, einen Ausflug zu den Farne Islands buchen, um dort hoffentlich ein paar Papageientaucher zu sehen.

Campingplatzbewertung

Familienfreundlichkeit: 5 (es gibt eine große Spielwiese und einen Spielplatz)
Hundefreundlichkeit: 5 (Hunde kosten nichts extra und sind auch gern gesehene Gäste)
Entsorgungsmöglichkeiten: 4 (alles top, nur leider ist das Grauwasser ohne Bodenauslass, sodass wir hier das Altwasser nicht ablassen konnten)
Waschräume: 4 (ausreichend Platz, und für englische Verhältnisse sehr gut, unbegrenzt)
Lage: 4 (sehr ruhig gelegen, es gibt einen Wanderweg zum Strand und einen in den Ort, aber kurz sind die Strecken nicht, ansonsten hat man sogar Meerblick und liegt dennoch in direkter Nähe zum Ort Seahouses).
Größe 5 (ausreichend groß und viele Stellmöglichkeiten)
Parzellengröße: 5 (Parzellen sind riesig, ausreichend Platz für Wohnwagen+Auto+Vorzelt, unser Kastenwagen wirkte ganz verloren auf dem geschotterten Platz)
Personal: 5 (sehr freundlicher Platzwart, der uns sogar noch Infomaterial mitgegeben hat)
Preis: mit 15 Pfund schon fast zu günstig, für die gebotenen Leistungen. Wir waren richtig perplex.

 

Gefahren sind wir 559,3 km.

Campingplatz Springhill Farm

Campingplatz Springhill Farm

 

22.05.2017 von Seahouses nach Falkirk

  • Farne Island Tour 

  • Bamburgh Castle

  • Lindisfarne Castle

  • Kelpies in Falkirk
     

Der Tag startete zumindest noch mit Sonnenschein, die ideale Voraussetzung für die geplante Tour zu den Farne Islands. Wir kamen etwas verspätetet vom Platz los und fuhren dann direkt zum großen Parkplatz in Seahouses. Gerade noch rechtzeitig für die 10 Uhr Tour zur Staple Island kauften wir unsere Tickets bei Billy Shiels Boat Trips und zahlten 15 Pfund pro Person. Am Stand vom National Trust am Hafen mussten wir noch einen Beitrag bezahlen, um auch an Land gehen zu dürfen (9 Pfund p.P.). Dann begann auch schon das Boarding und es ging los. Wir freuten uns zunächst, dass kaum Wellengang war, doch dies sollten wir dann auf der „hohen See“ anders erleben, denn in dem nicht allzu großen Boot wurden wir hin und her geschaukelt :-) Doch dann sahen wir ihn, der erste Papageientaucher, er trieb allein im Wasser vor sich hin. Kurze Zeit später sah man auch in den Lüften immer mehr von ihnen und natürlich auch viele andere Vogelarten. Wir kamen den Inseln näher.

Papageientaucher

Farne Islands

Krähenscharbe

Zunächst fuhren wir um Staple Island herum, bevor wir dann auch dort anhielten und für eine Stunde auf der kleinen Insel im abgegrenzten Bereich herumlaufen durften und natürlich lief die Kamera heiß. So viele Vögel auf einmal. Der Geräusch- und Geruchspegel war enorm. Auf den Felsen saßen unendlich viele Trottellummeln, neben uns brüteten die Krähenscharben und zwischendrin sah man immer wieder die kleinen, tollpatschig wirkenden Papageientaucher mit ihrer schönen Färbung. Die eine Stunde ging so unglaublich schnell um, der Wahnsinn. Nachdem wir wieder auf dem Boot waren, umfuhren wir noch die Insel Inner Farne. Ebenso beeindruckend und unglaublich. Zudem sahen wir unterwegs auch eine Kolonie von Robben und es war so niedlich, wie die dort faul und regungslos auf ihrem Felsen lagen und andere wiederum aus dem Wasser neugierig zu uns hinaufschauten. Was für eine unglaublich wunderbare kurze Tour. Nach drei Stunden hatten wir wieder Land unter den Füßen und holten uns um die Ecke noch etwas zu Essen (Fish & Chips sowie einen Veggie-Burger).

Papageientaucher

Papageientaucher

Robbenkolonie

Anschließend fuhren wir weiter zum Bamburgh Castle. Leider sollte sich ab jetzt auch das Wetter gegen uns stellen und es fing unangekündigt an stark zu regnen und so warteten wir eine Weile auf dem kostenfreien Parkplatz, bevor wir dann hinaufliefen. Achtung, parkt unten, der obere Parkplatz direkt vom Schloss kostet 2 Pfund. Ins Schloss selbst sind wir leider nicht gegangen, weil wir jetzt mit den Hunden gehen wollten und so besichtigten wir dieses von außen und gingen mit den Hunden hinunter zum wunderschönen Strand. Eine sehr tolle Gegend und ein sehr surreal wirkendes Schloss. Schon von der Ferne sah es extrem groß aus, doch wenn man davor steht, weiß man gar nicht wohin man zuerst schauen soll.

Bamburgh Castle

Bamburgh Beach

Bamburgh Beach

Als es wieder anfing zu regnen, setzen wir uns wieder ins Womo und fuhren weiter zu den Lindisfarne Islands. Zunächst waren wir überrascht, als der Hinweis gegeben wurde, dass man sich an den Gezeiten orientieren soll, doch als wir sahen, dass die Straße bei Flut komplett überflutet wird, waren wir froh, dass vorne eine verständliche Tabelle abbildet, von wann bis wann eine Überfahrt sicher ist. Da die Ebbe gerade erst anfing, hatten wir ausreichend Zeit. Vor dem Dorf befindet sich ein großer Parkplatz, drei Stunden parken kosten 2,40 Pfund. Da das Lindisfarne Castle derzeit restauriert wird und so für die Öffentlichkeit komplett verhüllt ist, gingen wir ausschließlich zu den Klosterruinen von Lindisfarne Priory. Lindisfarne ist uns von der Serie Vikings ein Begriff und daher ohnehin ein interessantes Ziel für uns gewesen. Der Eintritt zu den Ruinen kostet 6,50 Pfund p.P. Hinter dem Friedhof führt ein Weg hinauf zu einer Erhebung, von der aus man nicht nur einen guten Blick auf die Ruinen hat, sondern in der Ferne auch auf das Bamburgh Castle und die unglaubliche Küstenlandschaft. Ein sehr lohnenswerter Abstecher.

Lindisfarne Priory

Lindisfarne Priory

bei Lindisfarne Priory

Nun wollten wir auch noch ein paar Kilometer hinter uns bringen und auch noch die schottische Grenze überqueren, weshalb wir bis nach Falkirk fuhren, um dort nicht nur einen Platz zum Schlafen zu finden, sondern auch noch die Metall-Konstruktion „Kelpies“ anzuschauen. Leider fing es als wir genau vor der imposanten „Kunst“ standen stark an zu regnen, sodass wir uns erstmal eine Weile unterstellen mussten. Anschließend fuhren wir noch im Tesco einkaufen, bevor wir uns wieder beim Parkplatz der Kelpies für die Nacht niederließen.

 

Gefahren sind wir 208,9 km.

Falkirk - Kelpies

23.05.2017 von Falkirk nach Stonehaven

  • Stirling & Stirling Castle

  • Lunan Bay

  • Dunnottar Castle

  • Stonehaven Caravan Park
     

Der Tag startete noch relativ freundlich und bevor wir wieder aufbrachen liefen wir mit den Hunden noch eine kleine Runde um den Helix Park. Erstes Ziel heute war das Stirling Castle. Der Eintritt kostete 15 Pfund pro Person. Leider kamen zum gleichen Zeitpunkt auch sehr viele Touristengruppen an, sodass es doch sehr voll war und gerade in den „königlichen Gemächern“, wo auch Personen in Kostümen die Geschichte des Schlosses erzählen, konnte man kaum treten. Ansonsten ist es eine sehr schöne Festungsanlage mit unglaublich schönen Gebäuden und interessanter Geschichte. Entlang der Mauern hat man einen super Blick auf die umliegende Landschaft und auch das Wallace Monument. Sehr sehenswert und eine klare Weiterempfehlung.

Blick auf das Wallace Monument

Sterling Castle

Sterling Castle

Anschließend fuhren wir zur Lunan Bay und genossen einen langen Spaziergang mit den Hunden an dem langen Sandstrand. Der Strand hat wieder die perfekte Mischung aus Dünen und Steilklippen. Über dem Strand thront zudem die Ruine des Red Castle, einen Zugang zum Schloss haben wir leider nicht gefunden. Wir picknickten noch in Ruhe, bevor wir dann weiterfuhren nach Stonehaven.

Lunan Bay

Lunan Bay - Red Castle

Gonzo - Lunan Bay

Da wir noch zum Dunnottar Castle wollten, checkten wir fix beim Campingplatz „Stonehaven Caravan Park“ ein und erschrocken angesichts des Preises von 35,20 Pfund pro Nacht, der Aufschlag für Nichtmitglieder ist ganz schön hoch. Wir kamen gerade rechtzeitig, denn 17 Uhr schließt schon die Rezeption. Das Personal war sehr freundlich und hat uns alles erklärt. Wir fuhren dann aber zunächst noch hoch zum Schloss, der Parkplatz für Pkw ist in jedem Fall kostenfrei, aber Wohnmobile zahlen 5 Pfund, wenn man nicht gleichzeitig die Ruine besichtigt. Was auch wieder eindeutig zu viel ist, zudem fing es jetzt auch erstmals an diesem Tag an zu regnen. So fuhren wir zurück zum Campingplatz, schlossen das Wohnmobil an und überlegten hin und her, ob wir es wagen sollten, zu Fuß zum Castle zu gehen. Wir zogen unsere Regenjacken an, packten das Equipment zusammen und marschierten zunächst entlang des Hafens hoch zum Schloss. Der Wanderweg ist gut ausgeschildert und ab dem Hafen sind es ca. 1 ½ Meile, man ist schneller dort als man denkt, da man auch immer wieder die wunderbare Aussicht auf die Steilküste genießen kann. Beim Schloss angekommen, hörte es auch kurz auf zu regnen und so konnten wir noch einige Fotos machen und den Ausblick auf das imposante Bauwerk genießen, bevor wir dann auch allmählich wieder zurückgingen.

Klippenlandschaft Stonehaven

Dunnottar Castle

Blick auf Stonehaven

In der Hafenpromenade holten wir uns noch Chips & Cheese und gingen dann ausgepowert und zufrieden zurück zum Wohnmobil und ließen dort dann ganz gemütlich bei einem Film den Tag ausklingen.

Campingplatzbewertung

Familienfreundlichkeit: 5 (es gibt eine große Spielwiese und einen Spielplatz)
Hundefreundlichkeit: 5 (Hunde kosten nichts extra und sind auch gern gesehene Gäste, an der Rezeption wurden uns sogar Leckerlis für die Kleinen angeboten)
Entsorgungsmöglichkeiten: 5 (alles super, mehr kann man dazu nicht sagen)
Waschräume: 5 (ausreichend Platz, sehr neu und sauber)
Lage: 5 (direkt an der Promenade von Stonehaven und auch das Dunnottar Castle ist per Fußmarsch erreichbar).
Größe: 5 (ausreichend groß und viele Stellmöglichkeiten)
Parzellengröße: 4 (auf der Homepage werden auch Stellplätze ohne Vorzelt angeboten, nur leider waren diese alle ausgebucht, als wir angekommen sind, sahen wir auch warum, davon gibt es nämlich nur einen. Die Stellplätze mit der Möglichkeit zur Anbringung der Markise/Vorzelt sind deutlich teurer, bieten dafür aber natürlich auch jede Menge Platz. )
Personal: 5 (sehr freundlich, waren sehr bedacht darauf ordentlich zu sprechen und haben uns alles super erklärt.)
Preis: mit 35,20 Pfund trotz der Leistungen zu teuer, der Campingplatz ist zwar neu und man hat viel Platz, aber der Preis ist dennoch schockierend.

 

Gefahren sind wir 215,10 km.

Stonehaven Campingplatz

Stonehaven Campingplatz

Stonehaven Campingplatz

24.05.2017 von Stonehaven nach Nairn

  • Cruden Bay, Slains Castle

  • Bullers of Buchan

  • Crovie

  • Portnockie /Bow Fiddle Rock

  • Nairn
     

Als erstes stand heute die Ruine des Slains Castle bei Cruden auf dem Plan. Es war sonnig und sogar ziemlich warm. In Cruden gibt es einen kleinen Parkplatz, von dem aus der ca. 15-minütige Wanderweg startet. Die Ruine selbst ist schon beeindruckend, aber gerade die Küstenlandschaft mit der darüber thronenden Ruine macht das Bild erst komplett. Wir verbrachten eine ganze Weile dort, machten Fotos, die Hunde aalten sich in der Sonne und die Zeit verstrich einfach so.

Slains Castle

Slains Castle

Baili beim Slains Castle

Als wir dann wieder beim Wohnmobil waren, aßen wir noch Mittag und fuhren dann das kurze Stück weiter zu dem Felsbogen „Bullers of Buchan“, vom Parkplatz direkt an der Straße sind es ca. 5 Minuten bis zu dem Felsbogen. In dem Gebiet nisten viele Vögel, nicht nur, dass man dies sieht, man riecht es auch ;-)

Bullers of Buchan

Küstenlandschaft Bullers of Buchan

Wir fuhren dann weiter entlang der Touristenroute nach Crovie. Die Landschaft ist wie wir es in Erinnerung hatten einfach unglaublich und so fuhren wir vorbei an Feldern, Schafen und Stechginster bis zum Aussichtspunkt von Crovie. Das unten am Abhang liegende Dorf ist schon sehr ungewöhnlich und lohnt einen Abstecher. Der Parkplatz ist im Übrigen nicht für sehr große Wohnmobile geeignet, da man sehr schlecht wenden kann.

Viewpoint Crovie

Wir fuhren anschließend weiter entlang der Küste durch die schönen Orte Banff, Portsoy und Cullen (sehr sehenswert) bis nach Portknockie wo wir zu dem Bow Fiddle Rock gegangen sind. Die gesamten Felsformationen sind sehr beeindruckend, doch natürlich kann nichts den in der Mitte stehenden Bow Fiddle Rock das Wasser reichen. Sehr imposant, was die Natur dort wieder geschaffen hat. Viele Parkplätze gibt es im Übrigen beim ausgeschilderten Viewpoint nicht, am besten man parkt in den Häuserreihen. Nun machten wir uns auf Stellplatzsuche, wir versuchten unser Glück erst beim Cawdor Castle, doch dieses war bereits geschlossen und in dem hübschen Ort gab es leider auch keinen anderen Parkplatz, also fuhren wir das Stück zurück nach Nairn und ließen und dort in der Nähe des Strandes nieder. Den Abend schlossen wir dann bei einem gemütlichen Strandspaziergang ab.

Gefahren sind wir ca. 248 km.

Bow Fiddle Rock

Landschaft Bow Fiddle Rock

Bow Fiddle Rock

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