Reisebericht Schottland 2017                Teil 2

25.05.2017 von Nairn nach John o' Groats

  • Fortrose

  • Dunrobin Castle

  • Duncansby Stacks

  • John o‘ Groats Caravan Camping Site

 

Nach einem kurzen Spaziergang entlang des Strandes von Nairn fuhren wir gegen 9 Uhr auch schon los. Heute hatten wir bewusst nur Ziele auf dem Plan, die wir auch schon 2015 angesteuert haben. Zunächst fuhren wir direkt zum Chanonry Point bei Fortrose, um nochmals die dortigen Tümmler zu beobachten. Fortrose selbst ist ein niedlicher Ort mit sehr schönen Einfamilienhäusern, die an vergangene Zeiten erinnern. Das Schild an der Kreuzung zum Chanonry Point wurde noch nicht vergrößert, aber wir wussten ja, wonach wir suchten. Und natürlich mussten man wieder quer durch den Golfplatz fahren und uns traf auch diesmal kein Ball J Der Parkplatz wurde allerdings erneuert und Wohnmobile wurden leider wieder nicht mit eingeplant, die Parkbuchten sich sehr kurz, aber mit ein bisschen Geschick kommt man dennoch ganz gut klar. Genau als wir ankamen, hat sich bereits eine Traube Fotografen um den Strand versammelt und auf eine Stelle gestarrt. So war es für uns sehr einfach herauszufinden, wo sich die Delfine gerade herumtummeln. Sie spielten richtig miteinander und sprangen sogar des Öfteren in der Gruppe – einfach wunderschön – nur haben wir nicht schnell genug reagiert, um dies zu fotografieren :-( Nach kurzer Zeit verschwanden die Delfine leider und so beschlossen wir, unseren Weg fortzusetzen. 

Chanonry Point

Delfine, Chanonry Point

Delfine, Chanonry Point

Im Übrigen ist das Wetter heute überhaupt nicht schottisch. Wir hatten sogar bis zu 22 Grad und puren Sonnenschein, was sich auch bei unserem nächsten Ziel, dem Dunrobin Castle nicht ändern sollte. Da wir die Hunde bei dem Wetter nicht im Wohnmobil lassen wollten, beschlossen wir, nicht ins Schloss zu gehen, sondern gingen nur hinunter zum Strand und genossen die Sonne und den Blick auf das Schloss. Des Weiteren übte dort auf der Wiese gerade der Falkner Tricks mit seinen Vögeln. Also haben wir die kostenlose Show gerne angeschaut ;-)

Dunrobin Castle

Dunrobin Castle

Anschließend fuhren wir weiter zum Duncansby Head und den Duncansby Stacks. Leider zogen jetzt auch ein paar Wolken auf und als wir dann nach der ¾ Meile bei den Stacks angekommen sind, waren diese nur schlecht zu sehen, was aber auch irgendwie mystisch wirkte. Wir warteten eine Weile vor den Stacks, doch die Sicht wurde eher schlechter als besser, also gingen wir zurück zum Parkplatz beim Leuchtturm. Wir verharrten dort eine Weile, weil so viele Leute mit Ferngläsern in eine Richtung schauten, doch wir erblickten dort nichts. Doch als wir uns umguckten, war auf einmal die Sicht wieder super, also setzten wir die Hunde ins Wohnmobil und liefen noch einmal schnell zu den Stacks, bevor diese wieder im Nebel versinken. Nun konnten wir die Felsnadeln komplett sehen und den Anblick in uns aufsaugen.

Duncansby Stacks

Duncansby Stacks

Möwen am Duncansby Head

Und schon waren wir wieder darüber erstaunt, was die Natur so zustande bringt. Des Weiteren gibt es am Duncansby Head auch wieder viele nistende Vögel und wir hatten das Glück, diesmal auch ein paar Papageientaucher zu sehen. Also sollte man dort definitiv die Augen aufhalten :-) Als wir auf die Uhr schauten, waren erstaunt, dass diese bereits 19 Uhr anzeigte.

Duncansby Head

Duncansby Stacks

Duncansby Stacks

Da sich in der direkten Nähe bei John o‘ Groats ein Campingplatz befindet, steuerten wir diesen als erstes an und waren froh, dass die Rezeption bis 20 Uhr geöffnet war. Wir checkten ein, zahlten 21 Pfund und bekamen einen super Stellplatz mit Meerblick. Nachdem wir gegessen hatten, gingen wir noch einmal direkt zum Schild von John o‘ Groats und machten dort ein paar Sonnenuntergangfotos. Im Übrigen ist es deutlich länger hell als in Deutschland, was wir immer sehr angenehm finden.

 

Campingplatzbewertung

Familienfreundlichkeit: 3 (für Kinder gibt es nicht viele Beschäftigungsmöglichkeiten und sollten aufgrund der Klippen sicherlich auch beaufsichtigt werden)
Hundefreundlichkeit: 5 (Hunde kosten nichts extra, ausreichend Möglichkeiten zum Gassi gehen)
Entsorgungsmöglichkeiten: 4 (es ist alles vorhanden, aber könnte etwas neuer sein)
Waschräume: 5 (von außen Pfui, von innen Hui. Die Duschräume sind riesig und komplett saniert)
Lage: 5 (super Meerblick, direkt bei John o‘ Groats).
Größe 5 (es waren noch Plätze frei, im Sommer könnte es für Wohnmobile etwas knapp werden)
Parzellengröße: 5 (schön groß und wurden sogar so ausgegeben, dass zwischen den vergebenen Plätzen immer einer frei war, wenn der Platz nicht voll belegt ist, ist es super, dass so etwas beachtet wird)
Personal: 5 (sehr freundliches älteres Ehepaar)
Preis: 21 Pfund passen unserer Meinung nach sehr gut für den Platz

 

Gefahren sind wir: 266 km

John o' Groats Campingplatz

​John o' Groats

​John o' Groats

 

26.05.2017 von John o' Groats nach Kylesku

  • Strathy Point + Strathy Arch

  • Bettyhill

  • Ceannabeinne Beach

  • Sango Sands

  • Kylesku

Der Tag begann mal wieder mit super Sonnenschein und es war tatsächlich schon sehr warm. Nachdem wir mit den Hunden eine Runde gegangen sind, fuhren wir gegen 9:30 Uhr los und wollten eigentlich den Strathy Point ansteuern, da es immer wärmer wurde, wollten wir die Hunde nicht im Wohnmobil lassen und so wurden wir jäh gebremst als wir sahen, dass auf der Route keine Hunde erlaubt sind – auch verständlich: als Begründung wurde angegeben, dass die Schafe sich vor den Hunden erschrecken und die Klippen herunterstürzen. Also wurde aus unserem Vorhaben leider nichts. So fuhren wir dann weiter bis Bettyhill und genossen dort kurz die Aussicht auf den Dünenstrand.

Bettyhill , Torrisdale Bay

Bettyhill , Torrisdale Bay

Leider fanden wir den Zugang nicht, weshalb wir dann auch wieder ins Wohnmobil stiegen und weiterfuhren bis zum Ceannabeinne Beach. Die Landschaft wurde immer beeindruckender und dies sollte sich auch nicht mehr ändern. Wir hatten fast vergessen, wie schön es hier eigentlich ist und waren umso faszinierter. Wir hatten inzwischen im Übrigen teilweise bis über 25 Grad und puren Sonnenschein, was für diese Region doch sehr ungewöhnlich ist. Der Parkplatz zum Ceannabeinne Beach befindet sich direkt an der Straße und zu unserem Glück hatten wir auch Ebbe und so sah der Strand unglaublich aus. Wir liefen entlang des Strandes, die Hunde spielten miteinander, bevor wir uns dann noch eine Weile auf den Steinen niederließen und einfach nur genossen. Nur haben wir die Sonne tatsächlich unterschätzt und unsere Unachtsamkeit mit einem Sonnenbrand bezahlt, gerade im Gesicht waren wir nun ziemlich rot :-)

Ceannabeinne Beach

Ceannabeinne Beach

Ceannabeinne Beach

Als nächstes steuerten wir ein Stück weiter die Sango Sands an. Ein hervorragender Strand bei Durness. Wir gingen wieder hinunter, machten ein paar Fotos und saßen in der Sonne. Abkühlung gab es bisher überhaupt nicht, einzig und allein der leichte Wind war sehr angenehm.

Sango Sands

Sango Sands

Sango Sands

Nachdem wir genug an unserer Röte gearbeitet hatten, fuhren wir weiter nach Kinlochbervie, ursprünglich wollten wir dort zu der Sandwood Bay wandern, aber als erstes suchten wir den im Reiseführer beschriebenen Parkplatz und sind dabei schon fast verzweifelt, bis wir dann in Richtung Oldshoremore gefahren sind und diesen gefunden haben. Aber dann waren wir überrascht, dass dort 7 km Wanderweg stehen und nicht wie im Reiseführer 3 km. Davon mal abgesehen ist unser Thermometer noch weiter auf 28 Grad geklettert. Naja was soll man sagen, wir konnten uns dann nicht durchringen zu dem Strand zu gehen, bezweifeln auch, dass dies für unsere Hunde sehr angenehm geworden wäre. Wir fuhren anschließend noch weiter bis zum Polin Beach und sahen dort einen kleinen Strand mit anscheinend kostenloser Campingfläche. Die Zufahrt war allerdings nicht sehr gut.

Polin Beach

Highlands, entlang A838

Inzwischen war es tatsächlich schon 20 Uhr und so mussten wir uns auf Stellplatzssuche begeben. Wir fuhren weiter in Richtung Kylesku. Die Landschaft ist wunderschön und wir wussten gar nicht, wohin wir zuerst gucken sollten, zumal die Sonne alles in einem wunderbaren Licht erscheinen ließ. Schließlich parkten wir bei der Brücke vor Kylesku mit einigen anderen Wohnmobilen. Einziges Problem waren die vielen kleinen Midgets, die uns zu schaffen machten. Die Fliegengitter unseres Wohnmobils stellten für die kleinen Plagegeister kein Hindernis da und so mussten wir trotz der Wärme, sämtliche Fenster und Türen geschlossen halten. Wirklich abgekühlt hat es sich nicht, auch abends waren es immerhin noch 20 Grad. Was für abgedrehtes Wetter hier in den Highlands.

 

Gefahren sind wir 245,7 km.

Parkplatz Kylesku Bridge

Kylesku, Loch a' Chairn Bhai

Kylesku, Loch a' Chairn Bhai

27.05.2017

  • Stoer Lighthouse, Old Man of Stoer

  • Loch Assynt

  • Reraig Caravan Site Balmacara

Bevor wir losfuhren, machten wir von der Kylesku Bridge aus noch ein paar Fotos vom Loch a' Chairn Bhain. Das Wetter war schon wieder atemberaubend. Wir fuhren anschließend direkt in Richtung Culkein, da dort laut Reiseführer die Wanderung zum Old man of Stoer starten sollte. Die Landschaft der Highlands war wundervoll und allein schon die Fahrt ist ein Genuss. Nachdem wir dann in Culkein angekommen sind und dort eine Weile verwirrt nach dem Wanderweg suchten, fuhren wir etwas entnervt zurück und sahen dann erst das ausgeblichene Schild zum Stoer Lighthouse. Also fuhren wir dann in diese Richtung - warum nicht mal probieren? Es war dann tatsächlich so, dass dort der 3 km lange Wanderweg startete und dies meilenweit entfernt von Culkein. Wir schnappten uns die Hunde und liefen bei strahlendem Sonnenschein über Stock, Stein und … Matsch. Ohne Wanderschuhe sollte man diesen Weg wirklich nicht gehen und wahrscheinlich auch nicht, wenn es frisch geregnet hat. Immer wieder versunken wir und auch die kleinen Beinchen unserer Hunde waren teilweise mit Schlamm bedeckt ;-) Aber da es so warm war, waren wir alle schnell wieder trocken und erfreuten uns dann am Anblick des Old Man of Stoer und der Klippenszenerie. Wir beobachteten eine Weile einige Kletterer, die an der Felsnadel heraufkletterten.

Stoer Lightouse

Old Man of Stoer

Old Man of Stoer

Als wir merkten, dass es sich allmählich zuzog, machten wir uns dann auf den Rückweg. Über die Abkühlung waren wir noch ganz glücklich, aber nicht über das, was im Anschluss kam. Wir aßen noch eine Kleinigkeit, bevor wir unseren Weg fortsetzen und waren schockiert, als es kurz darauf auch anfing zu regnen und man kaum noch etwas sah. Es waren glatt mal 10 Grad weniger als noch vor einer halben Stunde. Auf der Hintour wollten wir nicht beim Loch Assynt anhalten, da wir dachten wir hätten auf dem Rückweg genügend Zeit – blöd von uns – denn nun bei Regen hatten wir keine Lust überhaupt auszusteigen und so hielten wir nur für einen kurzen Fotostopp an und fuhren leider am Ardvreck Castle vorbei.

Loch Assynt

Der Rest des Tages war dann Fahrtag, damit wir bis nach Kyle of Lochalsh kommen. Wir ließen uns dort auf dem Reraig Caravan Site Balmacara Campingplatz nieder und gingen nebenan im Spar noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen. Die Midgets machten uns auch heute das Leben wieder schwer, also kauften wir uns auch Insektenspray und sagten den Biestern den Kampf an. :-) Das Wetter wurde heute leider auch nicht mehr besser und wir können nur hoffen, dass wir morgen auf der Isle of Skye erneut besseres Wetter bekommen.

Campingplatzbewertung

Familienfreundlichkeit: 3 (für Kinder gibt es keine Beschäftigungsmöglichkeiten)
Hundefreundlichkeit: 5 (Hunde kosten nichts extra, ausreichend Möglichkeiten zum Gassi gehen)
Entsorgungsmöglichkeiten: 4 (es ist alles vorhanden, aber könnte etwas neuer sein)
Waschräume: 4 (nicht mehr die neusten, aber sehr sauber, Duschen kosten extra 10 P/2 Min.)
Lage: 5 (Zufahrt zur Isle of Skye nicht sehr weit entfernt, ebenso wie das Eilean Donan Castle, zudem kleiner Spar Supermarkt direkt nebenan)
Größe: 4 (der Platz war fast voll belegt, als wir angekommen sind)
Parzellengröße: 4 (für uns komplett ausreichend, aber wenn jemand mit Markise und Stühlen draußen sitzen möchte, doch etwas eng – aber wer macht das schon bei den Midget-Schwärmen J)
Personal: 5 (sehr freundlich, wechseln auch Münzen für die Duschen und hatten immer ein Lächeln auf den Lippen)
Preis: 17,20 Pfund passen unserer Meinung nach sehr gut für den Platz

 

Gefahren sind wir 253 km.

Reraig Caravan Shite Balmacara

Reraig Caravan Shite Balmacara

 

28.05.2017

  • Überfahrt Isle of Skye

  • Old Man of Storr

  • Kilt Rock

  • Claigan, Coral Beach

  • Neist Point Lighthouse

Wir waren so froh, dass wir den Campingplatz verlassen konnten, die Midgets haben uns sehr reizbar gemacht ;-) Wir fuhren direkt über die Skye Bridge nach Broadford und kauften dort im Co-Operative noch ein, bevor wir dann zum Old Man of Storr aufgebrochen sind. Wir haben schon kurz gedacht, dass wir die Wanderung nicht noch einmal machen können, da der Parkplatz und auch die Seitenstreifen komplett voll waren. Wir fuhren ein Stück weiter und fanden etwas entfernt noch einen Parkplatz, zwar war die Wanderung dann doppelt so lang, aber immerhin :-) Wahnsinn, was diesmal los war. Das Wetter hat auch ganz gut mitgespielt, zumindest hat es nicht geregnet. Der Ausblick war so wundervoll wie eh und je, da spielt der Old Man of Storr schon fast die Nebenrolle. Die Zeit verging so schnell dort oben, dass wir ganz überrascht waren, dass es schon 15:00 Uhr war, als wir wieder im Wohnmobil saßen.

Old Man of Storr

 beim Old Man of Storr

beim Old Man of Storr

Nun versuchte sich auch die Sonne durch die Wolken zu brechen und so machten wir uns weiter auf den Weg zum Kilt Rock, auch hier haben wir Probleme gehabt, noch einen Parkplatz zu finden, haben uns dann aber doch noch irgendwie „dazwischen geklemmt“. Nachdem was wir in diesem Urlaub schon alles gesehen haben, wirkte der Kilt Rock tatsächlich etwas „normal“.

Kilt Rock

beim Kilt Rock

Als nächstes Stand eigentlich der Coral Beach bei Claigan auf dem Programm, wir nahmen dennoch die längere Route über Staffin bis zum Duntulm Castle. Die Sonne hatte sich nun auch durchgesetzt und so wurde es immer wärmer und das Wasser glänzte wunderschön. Die Ruine des Duntulm Castle war noch immer „gesperrt“, aber der Blick auf die Duntulm Sea und die umliegende Landschaft entschädigt dies.

Duntulm Castle

Duntulm Sea

Duntulm Sea

Nun fuhren wir die Küstenstraße weiter bis nach Claigan. Wir wussten mal wieder nicht, wo wir zuerst hinschauen sollten, die Landschaft verschlägt einem glatt den Atem. Wir fanden es sehr ungewöhnlich, wie viel doch los war, hatten wir 2015 doch das Gefühl, dass wir fast alleine unterwegs gewesen sind und so bekamen wir beim Coral Beach auch wieder etwas abseits den letzten Parkplatz. Wir nahmen die Hunde mit zu dem wunderbaren Strand, der so schön war, wie wir ihn in Erinnerung hatten. Die allmählich tiefer stehende Sonne tauchte alles in ein wunderbares Licht. Natürlich schauten auch diesmal wieder ein paar Robbenköpfe aus dem Wasser und beobachteten neugierig, was die Besucher so anstellen. Wir setzten uns eine Weile an den Strand und genossen einfach nur das Ambiente.

Coral Beach

Coral Beach

Dunvegan Castle

Auf dem Weg zum Neist Point Lighthouse fuhren wir die gleiche Strecke zurück und hatten noch einen guten Blick auf das Dunvegan Castle, welches inzwischen ohnehin geschlossen hatte. Wir fuhren vorbei an Landschaft, die zu schön war um wahr zu sein und vorbei an niedlichen Schafen und spielenden Lämmchen. Beim Neist Point mussten wir warten, bis einige Personen zurückkamen und ausparkten, damit wir überhaupt noch einen Platz bekamen. Da wir auch über Nacht hier stehen bleiben wollten, hatten wir keine Eile. Wir schnappten uns im Anschluss die Kamera und machten uns auf den Weg zum Viewpoint. Die leicht untergehende Sonne tauchte die Felsen in ein wunderbares Licht und wir hätten dort ewig sitzen bleiben können, wäre nicht auch die Temperatur deutlich gesunken. Besser hätten wir den Tag nicht ausklingen lassen können. Im Wohnmobil machten wir uns dann etwas zu Essen und genossen immer wieder den Blick nach draußen auf die Klippen und das Meer.

 

Gefahren sind wir 189,3 km.

Neist Point Lighthouse

beim Neist Point Lighthouse

Neist Point Lighthouse

 

29.05.2017

  • Neist Point Lighthouse

  • Eilean Conan Castle

  • Loch Garry, Glenfinnan, Arisaig

  • Fort William, Loch Holiday Park

Den Tag starteten wir mit einem Spaziergang zu dem Leuchtturm. Über Nacht hat es sich komplett zugezogen und es sah leider stark nach Regen aus. Das Gelände des Leuchtturms war diesmal komplett abgeschlossen, also hat sich leider noch niemand gefunden, der das Gelände wieder bewirtschaftet. Als wir in der Ferne auf dem Meer immer wieder etwas auftauchen sahen, versuchten wir schnell irgendwie herumzugehen. Und was wir sahen war unglaublich, eine „Herde“ Delfine schwamm vorbei und sprangen dabei immer wieder aus dem Wasser. Was für ein schöner Anblick.

Neist Point Lighthouse

Neist Point Lighthouse

Landschaft Neist Point Lighthouse

Wir machten uns dann langsam wieder auf den Weg nach oben und fuhren anschließend wieder aufs Festland zurück. Vorher hielten wir auf Skye erneut in Broadford, wir benötigten dringend Kopfschmerztabletten und trotz Bank Holidays hatte der Co-Operative auf und praktisch ist, dass man dort normale Medikamente einfach so kaufen kann. Natürlich landeten auch noch ein paar Leckereien im Korb, da konnten wir nicht widerstehen. Im Anschluss fuhren wir nach Dornie zum Eilean Donan Castle und legten dort einen kurzen Fotostopp ein.

Eilean Donan Castle

Eilean Donan Castle

Eilean Donan Castle

Geplant war, die Nacht heute auf einem Campingplatz in der Nähe von Fort William zu verbringen und evtl. vorher noch einen Abstecher beim Glenfinnan Monument einzulegen. Doch leider fing es kurz nachdem wir wieder im Auto saßen an zu regnen und es sollte auch bis abends nicht mehr aufhören. Wir passierten die dennoch sehr schöne Landschaft des Glen Shiel und kamen auch beim Loch Garry vorbei, nur war hier leider beim Viewpoint kein Parkplatz mehr frei, sodass wir weiterfahren mussten. Als wir dann beim Campingplatz (Linnhe Lochside Holidays) angekommen sind, machten wir einen schnellen Rückzieher, denn es wimmelte nur so von den kleinen fiesen Midgets. Unser Plan sah jetzt vor, einfach nach Airsaig zu fahren und dort einen Campingplatz zu suchen, da die Biester am Meer nicht so stark auftreten. Doch wir haben die Bank Holidays unterschätzt, jeder Campingplatz dort war komplett ausgebucht. Wir fuhren bis Maillaig durch, doch auf keinem war noch ein Plätzchen zu finden. In Maillaig stand aber gerade der berühmte „Harry Potter Express“ und wartete wahrscheinlich auf seinen nächsten Einsatz. Die Strecke entlang der Coastal Route B8008 bietet aber immer mal wieder einen Blick auf die schönen Sandstrände, daher war die Fahrt nicht ganz umsonst :-) Ein Jammer, dass unser Plan nicht aufgegangen ist, also brauchten wir den nächsten. Wir fuhren zurück in Richtung Fort William, hielten vorher aber noch beim Glenfinnan Monument. Was wir schnell bereuten, denn auch dort waren die Midgets übermäßig aktiv. Als wir wieder im Wohnmobil saßen machten wir uns schon fast einen Spaß daraus zuzugucken, wie auch andere diese fiesen Dinger in die Hölle schickten, wo sie anscheinend auch hergekommen sind. In Fort William fuhren wir tanken und erhielten dort auch endlich ein Abwehrmittel gegen die Midgets. Im Anschluss fuhren wir zum Loch Holiday Park, welchen wir durch Zufall entdeckt haben. Check-In ist tatsächlich bis 20 Uhr möglich und die nette Dame erklärte uns kurz wo wir uns hinstellen konnten und somit war unser Abend endlich gesichert. Wir probierten auch gleich das Abwehrmittel, denn wir wollten noch eine Runde mit den Hunden gehen und siehe da, es wirkt. Die Midgets haben uns nun endlich in Ruhe gelassen und man kann fast in Ruhe durch die Natur laufen. Im Übrigen sollen die Viecher jetzt nur so stark auftreten, da es vorher so warm war und nun auch noch die Feuchtigkeit dazu kommt. 2015 haben wir z.B. von den Fieslingen überhaupt nichts mitbekommen.

Campingplatzbewertung

Familienfreundlichkeit: 5 (sehr großer Platz, inkl. Spielplatz)
Hundefreundlichkeit: 5 (Hunde kosten nichts extra, ausreichend Möglichkeiten zum Gassi gehen)
Entsorgungsmöglichkeiten: 4 (es ist alles vorhanden, leider sehr offen, Abwasserentsorgung für Bodenauslass leider nicht vorhanden)
Waschräume: 4 (Duschraum sehr klein, Wasser aber unbegrenzt, Anlage relativ neu)
Lage: 4 (relativ zentral, allerdings nichts Sehenswertes in der fußläufigen Umgebung)
Größe 5 (neben Stellplätzen können auch Bungalows gemietet werden, Platz bietet viele Stellfächen)
Parzellengröße: 5 (große Parzellen, ausreichend für Markise oder Vorzelt)
Personal: 5 (sehr freundlich und zuvorkommend)
Preis: 21,70 Pfund sind ganz angemessen für den Platz.

 

Gefahren sind wir 344,2 km.

Loch Holiday Park

 

30.05.2017

  • Glencoe

  • Oban – Fähre zur Isle of Mull/Craignure

  • Duart Castle

  • Fionnphort/Fidden

Unsere Pläne für den Tag mussten wir leider spontan etwas umdisponieren, da es einfach nicht aufhören wollte zu regnen und so mussten wir die Wanderung zu den Steal Falls und den Ausflug ins Glen Coe Tal auf einen anderen Urlaub vertagen und machten uns auf den direkten Weg nach Oban. Die Sicht war so schlecht, dass wir leider die umliegenden Berge überhaupt nicht sehen konnten. Selbst beim Castle Stalker brauchten wir nicht zu halten, denn es schüttete wie aus Eimern. In Oban war dann die Hölle los, bevor wir zur Fähre fahren, wollten wir noch kurz im Tesco einkaufen, es war schon eine Herausforderung überhaupt noch einen Parkplatz zu finden. Beim Fährhafen wartete dann die nächste Überraschung auf uns. Wir haben nicht vorher gebucht und dachten, dass dies kein Problem sein würde, leider doch, denn die Fähre um 15:55 Uhr war offiziell bereits ausgebucht. Wir durften dennoch auf dem Seitenstreifen parken und kauften im Office ein Ticket für die nächste Fähre und auch gleich das Rückticket für morgen und zahlten insgesamt nur 39,80 Pfund, was wir als günstig empfanden, sind wir doch ansonsten die Preise aus Norwegen gewohnt. Aber wir hatten Glück, denn wir passten dann doch noch auf die 15:55 Uhr Fähre und mussten so nicht bis nach 17 Uhr auf die nächste warten.

Blick auf Oban

Eilean Musdile Lighthouse

Dunollie Museum, Castle

Die Überfahrt dauerte nicht ganz eine Stunde und man kommt auch am Duart Castle vorbei, welches wir dann ohnehin sofort ansteuerten. Leider wurde das Schloss gerade restauriert, daher befanden sich ringsherum Baugerüste. Das Schloss selbst war ebenfalls leider bereits geschlossen. Nichtsdestotrotz liefen wir dann noch einmal auf dem Gelände umher und erfreuten uns an der gerade herauskommenden Sonne, die uns auch noch den restlichen Abend versüßen sollte.

Duart Castle

beim Duart Castle

Die komplette Strecke auf der Isle of Mull von Craignure bis nach Fionnphort ist eine Single Track Road und wir hatten das Gefühl überhaupt nicht vorwärts zu kommen, da extrem viel Verkehr herrschte. So schlimm war dies aber nicht, denn die kurzen Stopps konnten wir nutzen, um ein paar Fotos zu machen, denn die Landschaft entlang des Glen More war einfach unglaublich. Wir kamen vorbei am Loch an Ellen und Loch Airdeglais, wo es auch einen kleinen Parkplatz gibt und bewunderten unterwegs die ausgefallene Landschaft, überzogen mit Farn und abstrakten Bergen. Die Vegetation und auch die Bergformen waren so anders, diese Seite kannten wir von Schottland noch nicht. Schon deshalb lohnt sich auch ein Abstecher auf die Insel. Wir fuhren bis nach Fionnphort und schauten schon einmal, wo dann morgen das Schiff für die Tour zur Insel Staffa und Lunga ablegen wird.

Loch an Ellen und Loch Airdeglais

Landschaft Isle of Mull

Landschaft Isle of Mull

Dann fuhren wir weiter in Richtung Knockvologan bis zur Fidden Farm. Hier gibt es einen wunderbaren Campingplatz, zwar ohne Strom, dafür ist aber alles andere vorhanden und das Beste: Sandstrand und Schärenküsten direkt vor der Nase. Wir zahlten für 2 Personen 16 Pfund. Wenn man Glück hat ergattert man einen der heiß begehrten Plätze mit Blick auf das Meer. Und da auch die Sonne ihr Übriges tat, könnte man sich keinen besseren Stellplatz vorstellen. Wir kamen bei Ebbe an und hatten einen relativ großen Strand, doch während der Flut bleibt davon leider nicht mehr ganz so viel übrig. Wie gut, dass sich die Gezeiten abwechseln ;-) Wir genossen später noch den Sonnenuntergang und gingen im Anschluss schlafen, denn morgen müssen wir schon kurz nach 9 Uhr in Fionnphort sein.

 

Gefahren sind wir 154,8 km.

Fidden Farm Camping

Fidden/Fionnphort

Fidden Farm Camping

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