Reisebericht England & Schottland 2018     Teil 1

Freitag, 18.05.2018 

  • Fahrt bis Aldekerk

Wir haben beim Buchen und planen unserer Reise gar nicht daran gedacht, dass wir direkt am Pfingstwochenende losfahren, weshalb wir doch etwas gestresst waren, als wir am frühen Nachmittag nach der Arbeit in Richtung Aldekerk aufgebrochen sind. Gleich nach Berlin standen wir in unserem ersten Stau und in den Verkehrsnachrichten im Radio hörten die Staumeldungen gar nicht mehr auf. Doch zu unserer Überraschung fuhren im Anschluss nur noch an den Staus vorbei und kamen sogar noch kurz vorm Dunkelwerden in Aldekerk beim Stellplatz an. Wir bezahlten noch schnell die 7 EUR für die Übernachtung und die Ver- und Entsorgung, bevor wir dann auch gleich schlafen gingen, da wir am nächsten Morgen schon um 5 Uhr Früh aufstehen müssen.

 

Gefahren sind wir 669 km.

 

Samstag, 19.05.2018

  • Fähre Calais nach Dover

  • Framlingham Castle

  • Forest Camping Ltd, Tangham Campsite

Leider ließ das Wetter zunächst noch zu wünschen übrig, es war super bewölkt und für Mitte Mai ziemlich frisch. Wir sind pünktlich 6 Uhr aufgebrochen, um ein bisschen Puffer zu haben, denn um 12:25 Uhr ging unsere Fähre nach Dover. Wir sind super durchgekommen, doch in Calais wartete dann eine Überraschung auf uns, denn es gab einen extremen Rückstau beim Fährterminal. Unser Zeitpuffer schwand von Minute zu Minute dahin und wir wissen bis jetzt nicht, warum es überhaupt so lange gedauert hat. Zu allem Übel hat uns dann auch noch ein Wohnmobil am Heck mit dem Spiegel getroffen. Wir stiegen natürlich sogleich aus und hofften inständig, dass nichts zu sehen ist, was auch so war, doch der Fahrer des Wohnmobils entschuldigte sich nicht einmal, obwohl er versucht hat, sich in eine Lücke zu quetschen, in die nicht mal ein Mini gepasst hätte. Zwischendrin mussten wir auch noch einmal kurz auf dem Grünstreifen mit unseren Hunden gehen. Nach zwei Stunden waren wir dann endlich eingecheckt und konnten zur Lane fahren. Hätten wir ein paar Minuten länger in der Schlange gestanden, hätten wir unsere Fähre tatsächlich verpasst, denn genau pünktlich zur eigentlich Abfahrtszeit begann das Boarding und in dem Moment standen wir dann auch in der Lane, also wirklich eine Punktlandung. Die Passkontrollen und auch der Check-In für die Fähre gingen eigentlich relativ fix, sodass wir immer noch rätseln, was da jeweils so lange gedauert hat. So einen Ansturm hatten wir die letzten Jahre noch nie. Die Überfahrt lief dann natürlich wieder problemlos :-)

Blick auf das Dover Castle und den Fährhafen

White Cliffs of Dover

Fährüberfahrt - Gemütlichkeit für die Hunde

White Cliffs of Dover

Auf der linken Seite zu fahren, fühlte sich schon fast wieder normal an, nur als wir dann von der Hauptstraße herunterfuhren und wieder mit den halbwegs engen Straßen konfrontiert waren, wussten wir wieder, warum wir auf einen Kastenwagen umgestiegen sind. Wir fuhren durch bis zum Framlingham Castle in Framlingham (Woodbridge). Den Eintritt für die Burgruine sparten wir uns zwar, aber auch von außen ist sie sehr schön.

Framlingham Castle

Framlingham Castle

Wir spielten noch mit Gonzo auf dem Rasen, bevor wir dann auch schon einen Campingplatz ansteuern mussten. Aus Erfahrung wissen wir noch, dass die Rezeptionen in England immer ziemlich zeitig schließen, sodass wir unbedingt noch vor 18 Uhr ankommen mussten. Wir fuhren nach Tangham zum Forest Camping, der große Platz hatte noch ein paar Plätze frei. Der Mann von der Rezeption war sehr nett und hat immer versucht ein paar Worte mit uns auf Deutsch zu wechseln :-) Er hat uns zum Schluss sogar die 50 Pence für die Dusche geschenkt, weil wir noch kein Bargeld hatten. Wir zahlen 18 Pfund für eine Nacht, Strom und Hunde sind generell inklusive. Leider ist der Platz abends so gut wie nicht beleuchtet, aber ansonsten war er ganz in Ordnung. Zudem huschen Abend auch Fuchs und Hase über den Platz.

 

Gefahren sind wir 629,8 km.

 

Campingplatzbewertung:

Familienfreundlichkeit: 4 (die Kinder auf dem Platz hatten ihren Spaß, sie konnten toben und mit dem Fahrrad fahren, einen eigenen Spielplatz gibt es aber nicht)
Hundefreundlichkeit: 5 (Hunde kosten nicht extra und es gibt sehr viel Platz, mit den Fellnasen Gassi zu gehen)
Entsorgungsmöglichkeiten: 3 (die Entsorgung für die chemische Toilette ist nicht die neuste, aber zweckmäßig. Grauwasser kann wieder nur mit mobilem Tank entsorgt werden)
Waschräume: 4 (die Räume sind sauber, das Wasser ist warm, duschen kostet 50 Pence für 5 Minuten)
Lage: 4 (mitten in einem Naturpark mit sehr viel Wandermöglichkeiten gelegen, auch das Orford Castle ist in der Nähe).
Größe: 5 (ausreichend groß und viele Stellmöglichkeiten)
Parzellengröße: 4 (leider keine Abgrenzung zwischen den Parzellen, dafür hat man ausreichend Platz)
Personal: 5 (Der Platzbesitzer war sehr nett und aufmerksam)
Preis: Mit 18 Pfund ist der Preis ganz in Ordnung, zumal Strom und Hunde generell im Preis inkludiert waren.

 

 

Sonntag, 20.05.2018

  • Orford Castle

  • Southwold

  • Oxburgh Hall

  • Cleethorpes, Stellplatz Meridian Car Park

Nachdem wir am Morgen eine Runde mit den Hunden gedreht haben, fuhren wir auch schon zu dem nicht weit entfernten Orford Castle. Dieses war noch nicht geöffnet und so gingen wir zumindest die kleine Rund einmal herum, um die kleine Burg aus jedem Winkel zu sehen.

Orford Castle

Orford Castle

Im Anschluss fuhren wir weiter nach Southwold. Der Küstenort hat einen großen Parkplatz, der sich im Laufe der allerdings sehr schnell füllte. Bekannt ist der Ort für die bunten Strandhäuschen, die je nach Erhaltungszustand tatsächlich sehr schön sind. So gingen wir entlang der kleinen bunten Hütten am Strand entlang. Leider sind Hunde allerdings nur entlang der Promenade erlaubt und nicht am Strand. Wir ließen uns wirklich viel Zeit und erst nach ca. 2 Stunden traten wir dann den Rückweg zum Wohnmobil an. Vom Pier aus hat man einen sehr guten Blick auf den kompletten Strandabschnitt und den Leuchtturm, der mitten in der Stadt steht.

Southwold

Southwold

Southwold

Southwold

Im Anschluss fuhren wir nach Beccles, um dort einkaufen zu gehen. Bisher hatten wir noch nicht einmal Pfund im Portmonee, was wir nun änderten. Vollgetankt haben wir auch gleich noch und so konnten wir unseren Weg fortsetzen. Wir fuhren weiter zur Oxburgh Hall, doch ein Unfall auf der Hauptstraße ließ uns zunächst eine Weile durch die viel zu engen Straßen irren, bis wir dann endlich, mit einem erheblichen Umweg, auch dort angekommen sind. Da wir eine Viertelstunde vor Schließzeit ankamen, war die Kasse nicht mehr besetzt und so konnten wir uns den Garten und das Schloss von außen kostenfrei ansehen, auch wenn wir uns ein bisschen beeilen mussten. Leider war ein Teil des Schlosses mit einem Gerüst eingekleidet, sodass es nicht aus allen Winkeln einen guten Eindruckt machte, dennoch hätten wir uns gerne einfach auf den Rasen gesetzt und noch ein bisschen den Anblick genossen, doch wir wollten noch ein paar Kilometer hinter uns lassen.

Oxburgh Hall

Oxburgh Hall

Zunächst fuhren wir einfach erst einmal in Richtung schottische Grenze, bis wir mit der Promobil App einen super Stellplatz bei Grimsby in Cleethorpes, in der Meridian Road, gefunden haben. Wir kamen bei Sonnenuntergang an und gingen noch eine kleine Runde mit den Hunden, bevor wir uns noch etwas zu Essen machten und dann auch allmählich den Tag beendeten.

Gefahren sind wir 337,3 km.

Cleethorpes

 

Montag, 21.05.2018

  • Raby Castle

  • Alnwick Castle

  • Schottische Grenze

Der Tag startete mit Nebel und es sollte zwar den Tag über sonnig werden, aber der Nebel hat sich nie richtig verzogen. Am Morgen gingen wir noch mit den Hunden zum Strand, wo wir uns allerdings nicht lange aufhielten, da angeblich Petroliumwax an den Strand gespült wurde und wir nicht das Risiko eingehen wollten, dass unsere Fellnasen das evtl. essen. Heute stand ansonsten mehr oder weniger ein Fahrtag auf dem Programm. Wir fuhren zunächst bis Staindrop zum Raby Castle. Da Montag dort Ruhetag ist, waren Schloss und Garten geschlossen, aber man durfte auf dem Gelände herumlaufen, was wir ohnehin vorhatten. So liefen wir einmal um das schöne Schloss herum. Auf den Wiesen grasen Rehe und Kühe. Den schönsten Blick auf das Schloss hat vom Teich aus, wirklich malerisch. Auf diesem Teich schwamm auch eine Entenfamilie mit ihren Jungen.

Raby Castle

Raby Castle

Nachdem wir dann noch eine Weile mit den Hunden auf dem Rasen gespielt haben, fuhren wir weiter in Richtung Schottland und hielten zunächst noch einmal beim Alnwick Castle. Leider sind im Schloss und im Garten immer noch keine Hunde erlaubt, sodass wir uns einfach, wie bereits 2015 auf den kleinen Platz in der Nähe des Hauptparklatzes hinstellten. Hinter der Brücke befindet sich ein schöner Pfad entlang der anderen Flussseite, von dort hat man einen wunderbaren Blick auf die Burg, nur leider war die Sicht heute sehr diesig, aber ansonsten ein sehr schöner Spaziergang. Wir liefen bis zur Lions Bridge und machten dann kehrt, um noch ein Stück zu fahren.

Alnwick Castle

Fluss "Aln" beim Alnwick Castle

Kurz darauf passierten wir auch schon die schottische Grenze und hielten noch einmal an, um ein paar Bilder zu machen. Ein Stück weiter ließen wir uns dann schon auf dem Campingplatz Scoutscroft Leisure Park in Eyemotuh nieder, der in der Nähe von St. Abbs Head liegt. Hier unterhielten wir uns eine ganze Weile mit einer netten Engländerin, während unsere Hunde miteinander spielten. Im Anschluss machten wir uns noch etwas zu Essen und ließen den Abend bei einem Film ausklingen.

 

Campingplatzbewertung:

Familienfreundlichkeit: 3 (viel Platz zum Spielen haben Kinder hier nicht)
Hundefreundlichkeit: 4 (Hunde sind kostenfrei)
Entsorgungsmöglichkeiten: 4 (Die Entsorgung für die chemische Toilette ist nicht die neuste, aber zweckmäßig. Die Grauwasserentsorgung ist mit Bodenablass wieder nicht richtig möglich.)
Waschräume: 4 (die Räume sind sauber, das Wasser ist warm, die Duschkabine ist riesengroß, allerdings sind die Spiegel sehr tief angebracht)
Lage: 4 (ziemlich küstennah, allerdings müssten hierfür doch ein paar Meter zurückgelegt werden)
Größe: 4 (nicht sehr viele Touringpitches, da hauptsächlich feste Campinghäuser auf dem Platz stehen)
Parzellengröße: 4 (leider keine Abgrenzung zwischen den Parzellen, dafür hat man ausreichend Platz)
Personal: 5 (Die Dame an der Rezeption war extrem nett und hat uns alles super erklärt.)
Preis: mit 20 Pfund ist der Preis ganz in Ordnung

Gefahren sind wir 418 km.

schottische Grenze

schottische Grenze

Dienstag, 22.05.2018

  • Dirleton Castle

  • Crichton Castle

  • Midhope Castle (Outlander-Drehort)

  • Blackness Castle (Outlander-Drehort)

  • Linlithgow Palace (Outlander-Drehort)

  • Falkirk

Das Wetter war heute anfangs noch sehr bescheiden, es nieselte ganz leicht und dazu peitschte auch noch stark der Wind. Unsere Hunde schauten uns blöd an, als wir Früh mit ihnen Gassi gehen wollten. Im Übrigen führte direkt hinter dem Campingplatz entlang der Hecke ein Weg hinunter zum Strand, was wir etwas zu spät bemerkt haben. Nach dem Spaziergang brachen wir auf und fuhren zunächst zum Dirleton Castle und kamen dabei auch am Tantallon Castle und dem Bass Rock vorbei. Da wir dieses zumindest ansatzweise bereits 2015 angeschaut hatten, fuhren wir direkt weiter nach Dirleton. Man kann direkt an der Straße perfekt parken. Der Zugang zur Burgruine kostet 6 Pfund pro Person, die sich auch durchaus lohnen. Zunächst kann man eine kleine Runde durch den Garten drehen, im Anschluss kommt man zu einem alten Taubenverschlag, bevor man dann den Eingang zur Burg passiert. Von der Burg ist noch einiges erhalten und durch die guten Illustrationen auf den Infotafeln kann man sich schnell in die Zeit von damals hineinversetzen. Eine wirklich interessante Burg, in der man gut und gerne ein bisschen Zeit verbringen kann.

Garten des Dirleton Castle

Dirleton Castle

Nachdem wir wieder beim Wohnmobil waren, frühstückten wir zunächst in Ruhe, bevor wir weiterfuhren zum nicht weit entfernten Crichton Castle. Von außen kann man die Burgruine auch ohne Eintritt zu zahlen erkunden. Wenn man allerdings die besondere Diamond Wall sehen möchte kommt man nicht darum herum.  Diese Art der Architektur ist eigentlich in Schottland nicht typisch und kommt aus Spanien und Portugal. Ansonsten ist diese Ruine von außen doch sehenswerter als von innen. Außerdem kamen wir uns ein bisschen so vor, als würden wir den Mann im Kassenhäuschen stören, obwohl er dann doch noch versuchte Konversation mit uns zu betreiben.

Crichton Castle

Crichton Castle

Danach umfuhren wir zunächst Edingburgh, bevor wir kurz darauf in Richtung Hopetoun House fuhren, um dort das aus der Serie Outlander bekannte „Lallybroch“ – Midhope Castle – anzusehen. Hopetoun House war zwar ebenfalls Drehort der Serie, aber dieses Schloss ließen wir aus, denn auch der Parkplatz vom Midhope Castle war schon teuer genug, denn wir zahlten allein fürs Parken (obwohl es den „Eintritt“ beinhaltet“) 10 Pfund. Viel zu sehen gibt es allerdings nicht, denn eigentlich handelt es sich um eine alte Ruine, die für die Serie per Computer ziemlich aufgehübscht wurde, aber dennoch war es irgendwie ganz cool dort zu stehen. Inzwischen gehört das Schloss auch zum Filmtourismus, denn es wurden ganze Busladungen von Fans angekarrt und jeder musste ein Bild auf der Treppe machen, dabei wollten wir doch nur ein Bild ohne jemanden Unbekannten darauf ;-)

Midhope Castle

Midhope Castle

Nachdem wir dann unser Foto hatten, fuhren wir weiter zum Blackness Castle, welches wunderbar am Fluss/Meer liegt, doch leider bereits geschlossen war. Zumindest von außen konnten wir es noch in Ruhe besichtigen. Zudem kam jetzt auch die Sonne heraus, sodass es auch wieder etwas wärmer wurde, obwohl der Wind immer noch durch die Klamotten fuhr.

Blackness Castle

Blackness Castle

Von Blackness fuhren wir dann direkt die paar Kilometer weiter nach Linlithgow und drehten dort noch einmal eine Runde um den Linlithgow Palace, welchen wir 2015 auch bereits angeschaut haben. Das Gebäude ist noch genauso malerisch wie damals, aber auch hier waren wir inzwischen zu spät dran, sodass wir auch nicht hinein konnten.

Linlithgow Palace

Linlithgow Palace

Nachdem wir noch eine Weile die Enten am See und die Hasen auf dem Rasen beobachtet haben, gingen wir zurück zum WoMo und setzten unsere Fahrt nach Falkirk fort. Dort gingen wir noch im Tesco einkaufen, bevor wir uns wieder auf dem Parkplatz des Helix Parks für die Nacht niederließen. Zunächst verarbeiteten wir gleich das, was wir im Tesco günstig erstanden hatten, bevor wir bei Dämmerung noch einmal zu den Kelpies gegangen sind.

Wir sind 163,3 km gefahren.

Kelpies bei Nacht

Kelpies bei Nacht

 

Mittwoch, 23.05.2018

  • Falkirk, Callendar House (Outlander-Drehort)

  • Doune Castle (Outlander-Drehort)

  • Castle Campbell

Der Stellplatz war wieder ein super Ausgangspunkt, um auch am Morgen mit den Hunden eine schöne Runde zu drehen. Zudem gingen wir auch noch einmal im Hellen zu den Kelpies, um uns diese noch einmal ohne Regen (2017) anzuschauen. Im Anschluss fuhren wir weiter zum Callender House in Falkirk. Die Zufahrt ist für große Wohnmobile eher nicht geeignet, aber mit dem Kastenwagen war es in Ordnung. Der Park ist riesengroß und überall sah man nur spielende Hunde J Der Zutritt zu dem historischen Herrenhaus ist kostenfrei, innen befinden sich verschiedene Ausstellungen zur damaligen Zeit in Falkirk, ein paar geschichtliche Hintergründe von Schottland und eine restaurierte Küche von 1825, in der z.B. auch eine Szene für Outlander gedreht wurde. Nur leider war genau diese Küche heute nicht geöffnet. Das Callendar House ist von Mittwoch bis Montag geöffnet, jedoch die Küche nur von Donnerstag bis Sonntag, so haben wir das leider um einen Tag verpasst. Eigentlich sehr schade.

Callendar House

Callendar House

Von Falkirk fuhren wir dann weiter zum Doune Castle, ebenfalls bekannt aus Outlander als Castle Leoch. Zudem stellt das Schloss auch Winterfell in der Pilotfolge von Game of Thrones dar. Inzwischen überwiegt hier wahrscheinlich wirklich der Filmtourismus. Leider war fast das komplette Schloss mit Gerüsten verkleidet, gerade der Innenhof war nicht begehbar. Dafür waren die Innenräume, wenn auch nicht mehr vollständig erhalten, auch sehr interessant. Der Zutritt hat 6 Pfund pro Person gekostet, Hunde sind in der Burg leider nicht erlaubt.

Doune Castle

Doune Castle

Von dort ging es dann weiter nach Dollar zum Castle Campbell. Wir haben zunächst die Einfahrt verpasst und sind dadurch etwas durch den schönen Ort geirrt. Es gibt zwar fast direkt vor der Burg einen Parkplatz, allerdings ist dieser für Wohnmobile nicht befahrbar, doch weiter unten ist ein deutlich größerer Parkplatz und von dort führt ein sehr schöner Wanderweg entlang des Dollar Glen hinauf zur Burgruine. Von dem terrassenförmig gestalteten Garten hat man einen wunderbaren Blick auf die Burgruine, sehr malerisch. Zudem kann man auch noch komplett hinaufgehen und hat auch von dort einen sehr schönen Blick auf Dollar. Insgesamt ist die Ruine sehr schön und es sind sogar Hunde erlaubt :-) Der Zutritt kostet ebenfalls 6 Pfund pro Person. Auch die Landschaft ist atemberaubend sowie die Landschaft des Dollar Glen. Auch unsere Fellnasen hatten bei den Stufen und Treppen wieder ihren Spaß :-)

Dollar Glen

Castle Campbell

Dollar Glen

Castle Campbell

Nachdem wir dann wieder im Wohnmobil saßen, suchten wir zunächst nach einem Campingplatz und haben im Internet die Gallowhill Farm bei Kinross gefunden, die Zufahrt ist in der Gallowhill Road. Für den Platz nimmt der Besitzer 20 Pfund, es ist alles Notwendige vorhanden. Da der Besitzer auch gleichzeitig dort wohnt, kann man auch ohne Probleme etwas später kommen.

Campingplatzbewertung:

Familienfreundlichkeit: 5 (es gibt einen kleinen Spielplatz und auch so hätten Kinder sehr viel Platz zum Spielen)
Hundefreundlichkeit: 5 (Hunde sind kostenfrei, hinter dem Platz gibt es einen Weg um Gassi zu gehen)
Entsorgungsmöglichkeiten: 4 (die Entsorgung für die chemische Toilette ist nicht die neuste, aber zweckmäßig. Die Grauwasserentsorgung ist mit Bodenablass wieder nicht möglich.)
Waschräume: 4 (es stehen jeweils 2 Duschkabinen zur Verfügung, 8 Min. duschen kostet 50 Pence, sehr sauber und komplett ausreichend)
Lage: 4 (ziemlich abseits von Kinross, aber zumindest eine gute Ausgangslage, um am nächsten Tag weiterzufahren, wenn man mit Wohnwagen kommt, wirklich gute Ausgangslage um die Gegend zu erkunden)
Größe: 5 (ziemlich groß, Stellplätze auf Rasenfläche)
Parzellengröße: 4 (leider keine Abgrenzung zwischen den Parzellen, dafür hat man ausreichend Platz)
Personal: 5 (Der Besitzer war sehr nett und hat alles gut erklärt)
Preis: mit 20 Pfund ist der Preis ganz in Ordnung

Gefahren sind wir 100,1 km.

Donnerstag, 24.05.2018

  • Aberdour Castle (Outlander-Drehort)

  • Culross & West Kirk (Outlander-Drehort)

  • Queens View auf Loch Tummel

  • Cairngorms Nationalpark – Glenshee Ski Centre

Der Campingplatz war wirklich sehr ruhig und wir haben sehr gut geschlafen. Nachdem wir uns fertiggemacht haben und mit den Hunden eine kleine Runde gegangen sind, fuhren wir direkt zum Abedour Castle. Leider war es wieder einmal ziemlich bewölkt, aber ab Mittag sollte das Wetter dann besser werden. Der Parkplatz direkt beim Aberdour Castle ist vielleicht für Wohnmobile etwas eng, auch wir parkten in einer Seitenstraße vor der Burg. Der Eintritt kostet 6 Pfund pro Person, Hunde dürfen überall mit hin. Nicht nur die Gartenanlage ist sehr sehenswert, auch die Ruinen sowie der erhaltene Teil des Gebäudes beinhalten interessante Räume. Zudem wurden auch hier wieder Szenen der Serie Outlander gedreht, weshalb wir auch noch ein bisschen genauer hingeschaut haben :-) Den Eingang zur St. Fillians Church haben wir ein bisschen länger gesucht, bis wir gesehen haben, dass der Zugang außen ist. Auch der Friedhof mit der normannischen Kirche ist sehr interessant, zumal fast alle Grabsteine extrem alt sind und wir eine Weile damit verbrachten, die Innenschriften zu entziffern.

Aberdour Castle

St. Fillians Church

Aberdour Castle

Aberdour Castle

Nachdem wir dann alles erkundet hatten, fuhren wir weiter nach Culross. Der Ort hat seinen historischen Charakter beibehalten, weshalb es wirklich interessant ist, durch die Gassen zu schlendern. Im Culross Palace waren wir zwar nicht drin, da wir mit den Hunden unterwegs waren, aber der Zugang ist direkt an der Straße. Jeweils an beiden Ausgängen des Ortes gibt es große Parkplätze, sodass man hier mit dem Wohnmobil nicht lange suchen muss. Zunächst liefen wir zum Mercat Cross, da dies nicht nur zum historischen Stadtkern gehört, sondern dort ebenfalls Szenen von Outlander gedreht wurden.

Culross Palace

Mercat Cross - Culross

beim Mercat Cross von Culross

Culross

Ein Stück weiter haben wir die Ausschilderungen zur West Kirk gesehen und sind dann den ½ Meilen Weg dorthin gelaufen. Die Hunde konnten super ohne Leine mitkommen, da nirgends eine Straße war. Auch dieser Friedhof strotzt wieder nur so vor alten Grabsteinen, die wir schon fast interessanter fanden, als die Kirchenruine selbst. Nachdem dann eine Kolonne Arbeiter ankamen, um Grünpflege zu betreiben, machten wir uns auf den Rückweg.

West Kirk bei Culross

West Kirk bei Culross

Wir bogen dann ab zu dem Hanging Gardens Viewpoint. Hier hat man einen guten Blick auf den Garten vom Culross Palace, auch wenn man sich an manchen Stellen auf Zehenspitzen über die Mauer lehnen muss ;-) Im Übrigen war es jetzt durchgängig sonnig und es wurde sogar immer wärmer.

Hanging Gardens - Culross

Hanging Gardens - Culross

Von Culross fuhren wir dann weiter nach Perth, um dort noch einkaufen zu gehen. Ansonsten haben wir uns in Perth nichts weiter angeschaut, sondern sind weiter gefahren zum Blair Castle. Jedoch war dieses leider bereits geschlossen als wir angekommen sind. Nicht mal einen Blick auf das Schloss kann man erhaschen. Da wir unterwegs allerdings die Ausschilderung zur Queen’s View auf den Loch Tummel gesehen haben, sind wir einfach dorthin weitergefahren und auf der teilweise engen Straße fast mit einem Lkw kollidiert. Aber es ist alles noch einmal gut gegangen und so konnten wir etwas später die Aussicht auf den See genießen.

Queens View

Queens View

Da wir nun noch einen Stellplatz benötigten und noch ein Stückchen unserem morgigen ersten Ziel entgegenfahren wollten, setzten wir noch einmal unseren Weg fort in Richtung Breamer. Zunächst durchquerten wir hier noch Pitlochry, die Innenstadt wirkte bei der Durchfahrt sehr schön. Die Strecke entlang der A93 ist atemberaubend. Man fährt zumindest teilweise durch die kargen Berge des Cairngorms Nationalparks. Parkplätze sind entlang der Straße allerdings rar gesät, sodass wir froh waren, als wir auf einem großen Parkplatz für ein Skigebiet (Glenshee Ski Centre) einige Wohnmobile haben stehen sehen und wir uns einfach dazustellen konnten. Wir machten uns mal wieder etwas Leckeres zu Essen, was mit den fertig geschnittenen Produkten aus dem Tesco nicht lange dauert und schauten noch einen Film, bevor wir noch einmal die Reiseroute für den morgigen Tag durchgingen und dann auch den Tag beendeten.

Gefahren sind wir 232 km.

Fahrt entlang der A93

Fahrt entlang der A93

Fahrt entlang der A93

Fahrt entlang der A93

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