Reisebericht England & Schottland 2018     Teil 2

Freitag, 25.05.2018

  • Braemer Castle

  • Balmoral Castle

  • Tomnaverie Stone Circle

  • Kildrummy Castle

  • Balvenie Castle

Der Tag begann heute erstmals mit Sonnenschein pur. Der Blick auf die Berge, direkt nach dem Aufwachen, war einfach sensationell. In direkter Umgebung haben wir von unserem Stellplatz sogar Rehe und Hasen gesehen. Als ich am Morgen dann mit den Hunden Gassi gegangen bin, natürlich blöderweise ohne Kamera, bin ich einen kleinen Wanderweg hinaufgelaufen und habe auch dort eine Herde Rehe stehen sehen, die verdutzt auf die Hunde geblickt haben sowie einige verschreckte Hasen, die ebenfalls vor uns flüchteten. In einiger Entfernung lag sogar noch das eine oder andere Schneefeld. Einfach beeindruckend.

Fahrt zum Breamer Castle

Fahrt zum Breamer Castle

Kurz vor 9 Uhr brachen wir dann auch auf und fuhren zunächst in Richtung Braemer. Die Landschaft war auch hier weiterhin überragend schön, sodass wir uns umso mehr freuten, dass wir diesmal nicht die Route entlang der Küste gewählt haben. Wir hielten kurz beim Braemer Castle, welches zwar noch nicht geöffnet war, dennoch konnte man in den kleinen Park davor hineingehen.

Braemer Castle

Braemer Castle

Wir machten ein paar Fotos, bevor wir weiterfuhren bis nach Crathie zum Balmoral Castle, welches auch als Residenz der Queen (damals und heute) Verwendung findet :-) Schnell sein lohnt sich hier, denn der Parkplatz füllte sich selbst so früh schon ziemlich schnell. Der Eintritt für das Schloss kostet 10,50 Pfund pro Person, Hunde sind zumindest überall im Garten erlaubt, nur in dem einen zugänglichen Raum im Schloss eben nicht. Der Park ist schon sehr schön und auch das Schloss selbst lässt keine Wünsche offen, allerdings finde ich persönlich, dass 10,50 Pfund hierfür zu viel sind, denn eine alte Burgruine für weniger Pfund erzählt mehr Geschichte, was mir durchaus besser gefällt. Ansonsten ist es schon ziemlich sehenswert.

Balmoral Castle

Balmoral Castle

Im Anschluss an unseren Besuch aßen wir noch eine Kleinigkeit, bevor wir dann zum Tomnaverie Stone Circle weiterfuhren, den man vor Tarland entlang der B9094 findet. Ein kleines Schild führt zu einem Parkplatz, von dort sind es dann nur wenige Meter bis zum Steinkreis. Der Rundumblick von dort oben ist auch nicht schlecht, sodass sich schon deshalb ein kleiner Abstecher dahin lohnt.

Tomnaverie Stone Circle

Tomnaverie Stone Circle

Wir verbrachten einfach einige Zeit in der Sonne und genossen die Stille, bevor wir weiterfuhren zum Kildrummy Castle. Unser Navi führte uns durch fast unbefahrene enge Straßen, entlang wunderschöner Natur. Die vielseitigen Farben der Landschaft waren einfach toll. Der Parkplatz des Kildrummy Castle liegt entlang der A97. Der Zutritt zur schönen Burgruine kostet 5 Pfund pro Person. Hunde sind auch hier wieder erlaubt. Uns hat die Ruine sehr gut gefallen, auch wenn nicht mehr allzu viel stand, dafür waren die Größe und die Strukturen, die man noch nachvollziehen konnte, ziemlich imposant und auch geschichtlich sehr interessant.

Kildrummy Castle

Kildrummy Castle

Als wir dann weiterfuhren, befanden wir uns plötzlich auf dem Whisky Trail mit zahlreichen Destillieren. Uns hat allerdings das Balvenie Castle in Duftown mehr interessiert. Direkt bei der Einfahrt zur Glennfiddich Destilliere befindet sich auch der Abzweig zur Burgruine. Allerdings ist dieser wirklich nur für Autos und kleine Wohnmobile geeignet, denn der Parkplatz bietet nur Platz für drei Autos. Auch hier kostet der Zutritt 5 Pfund pro Person und Hunde sind wieder gerne gesehen. Diese Ruine war leider nicht ganz so sehenswert, wie die anderen, die wir in diesem Urlaub bereits gesehen hatten, aber rausgeschmissenes Geld war es auch nicht :-) Vor dem Ort befand sich noch ein Abzweig (Fußweg) zum Auchindoun Castle welches wir schon von Weitem auf einem Berg haben stehen sehen, allerdings haben wir keinen Parkplatz gefunden.

Balvenie Castle

Balvenie Castle

Vom Balvenie Castle fuhren wir dann zu dem Campingplatz „Silver Sands“ in Lossiemouth. Leider fuhren wir somit direkt in eine Wolkenfront, welche leider auch Kälte mit sich brachte. Der Platz ist ziemlich groß, dafür aber auch gut organisiert. Es gibt neben festen Häusern auch wieder einige Touringplätze, die sich aber auch ziemlich schnell füllten, was auch wiederum eine gewisse Unruhe auf den Platz brachte. Nachdem wir gegessen hatten, gingen wir trotz des mistigen Wetters noch einmal mit den Hunden zum Strand. Der Leuchtturm direkt neben dem Campingplatz wird abends sogar mit Farbwechsel beleuchtet ;-)

Campingplatzbewertung:

Familienfreundlichkeit: 5 (es gibt einen riesigen Spielplatz und auch so haben Kinder sehr viel Platz zum Spielen)
Hundefreundlichkeit: 5 (Hunde sind gern gesehen und man kann direkt an den Strand gehen)
Entsorgungsmöglichkeiten: 4 (die Entsorgung für die chemische Toilette ist sehr groß und sauber,  Grauwasserentsorgung ist mit Bodenablass wieder nicht möglich.)
Waschräume: 5 (Duschen ist inklusive, die Waschräume sind modern und sauber und ausreichend groß)
Lage: 5 (perfekt gelegen am Strand von Lossiemouth).
Größe: 5 (ziemlich groß, Stellplätze auf Rasenfläche)
Parzellengröße: 3 (leider keine Abgrenzung zwischen den Parzellen, wenn jeder neben sich ein Zelt aufbaut, wird der Platz schon mal enger)
Personal: 5 (Die Damen an der Rezeption waren super nett und haben sich sogar gefreut, dass wir Hunde dabei hatten)
Preis: 45,00 EUR; was uns fast die Schuhe ausgezogen hätte, aber einen neuen suchen wollten wir auch nicht

Gefahren sind wir 161,6 km.

 

Samstag, 26.05.2018

  • Clava Cairn

  • Culloden Battlefield

  • Kyle of Tongue

Unser Tag startete heute leider wolkenverhangen. Nachdem wir selbst duschen waren und uns fertiggemacht haben, gingen wir noch mit den Hunden eine kurze Runde an den Strand, bevor wir auch schon aufbrachen und in Richtung Culloden fuhren.

Strand beim Campingplatz

Strand beim Campingplatz

Zunächst bogen wir ab zu den Clava Cairns und waren erstaunt, wie viel bei den Steinsetzungen eigentlich los war. Selbst kleine Touristenbusse hielten dort. Die Steinsetzungen sind schon ziemlich beeindruckend, erst recht, wenn man sich wieder in Erinnerung ruft, wie alt diese sind. Ein Stück abseits des Geländes führt entlang der Straße ein Weg zu einer weiteren Steinsetzung und zu den Ruinen einer alten Kirche. Bei der Steinsetzung ragt ein einzelner Stein noch empor, der Rest ist leider schon mehr oder weniger der Zeit zum Opfer gefallen.

Clava Cairns

Clava Cairns

Wir liefen dann wieder zurück zum Wohnmobil und fuhren weiter zum nicht weit entfernten Culloden Battlefield bzw. dem dortigen Visitor Zentrum. Wenn wir das richtig gesehen haben, ist das Schlachtfeld selbst kostenfrei betretbar, allerdings ist die Ausstellung im Centre wirklich sehr interessant und sehenswert. Wer sich für die Geschichte hiervon interessiert, sollte die 11 Pfund pro Person ruhig ausgeben und auch einen kostenfreien Audio Guide hinzunehmen. Uns hat es sehr gut gefallen und es ist tatsächlich nicht nur für Outlander-Fans interessant ;-)

Culloden Battlefield

Culloden Battlefield

Culloden Battlefield

Culloden Battlefield

Im Anschluss fuhren wir weiter nach Inverness, um dort noch einmal kurz einkaufen zu gehen und zu tanken, bevor wir unseren Weg in die Highlands fortsetzten. Auch hier wollten wir diesmal nicht komplett an der Küste entlangfahren und wählten somit den Weg über Lairg nach Tongue auf der A 836. Die Landschaft wurde von Kurve zu Kurve noch schöner, wenn das überhaupt möglich ist, gerade ab Lairg hatten wir die Single-Track-Road komplett für uns und genossen einfach nur die wunderbare Natur entlang der Strecke.

Lairg nach Tongue, A 836

Lairg nach Tongue, A 836

Lairg nach Tongue, A 836

Lairg nach Tongue, A 836

Wir hielten immer mal wieder für ein paar Fotos und kamen dann bei strahlendem Sonnenschein in Tongue an, wo wir uns wieder auf der Straße über den Kyle of Tongue niederließen. Die Abendstimmung hätte besser nicht sein können…

Heute sind wir 211,7 km gefahren.

Kyle of Tongue

Kyle of Tongue

 

Sonntag, 27.05.2018

  • Ceannabeinne Beach

  • Balnakeil Beach

  • Ardvreck Castle & Loch Assynt

  • Campingplatz bei Kyle of Lochalsh

Das Wetter war auch heute wieder herrlich und so gingen wir zunächst noch einmal kurz zum Steinstrand, bevor wir gegen 8:30 Uhr auch schon aufbrachen. Unser erstes Ziel war der Ceannabeinne Beach. Zunächst fuhren wieder entlang der wunderschönen kargen Natur der schottischen Highlands bzw. vorbei am Loch Eriboll. Es war einfach himmlisch. Wir lieben die Landschaft einfach.

Loch Eriboll

Loch Eriboll

Am Ceannabeinne Beach war dann so gut wie gar nichts los und so konnten auch unsere Hunde ohne Leine toben. Aufgrund der einsetzenden Ebbe konnten wir wieder den kompletten Strand entlanglaufen und genossen einfach nur die Sonne, den Sand und die Aussicht.

Ceannabeinne Beach

Ceannabeinne Beach

Ceannabeinne Beach

Ceannabeinne Beach

Im Anschluss fuhren wir dann weiter zum noch größeren Balnakeil Beach. Direkt am Strand befindet sich auch eine sehenswerte Kirchenruine und ein altes Farmhaus. Aber der Strand ist dann wirklich imposant, aufgrund der Ebbe kann man auch hier wunderbar lange am Strand spazieren gehen, was selbst auch einigen Kühen gefallen hat :-) Einige Mutige waren sogar baden. Ein Geheimtipp ist der Strand allerdings nicht, denn es waren schon ein paar Leute dort. Der Abstecher lohnt sich aber wirklich.

Balnakeil Church

Balnakeil Beach

Balnakeil Beach

Balnakeil Beach

Bevor wir weiterfuhren, aßen wir noch kurz etwas zum Mittag. Als nächstes steuerten wir dann den Loch Assynt mit dem Ardvreck Castle an. Bereits zum dritten Mal fahren wir diese Route und zum ersten Mal haben wir beim Loch Assynt tatsächlich auch gutes Wetter :-) Die Landschaft ist einfach atemberaubend und wir konnten uns gar nicht sattsehen. Beim Loch Assynt angekommen, konnten wir dann sogar zum Ardvreck Castle hinübergehen, denn der Wasserstand war gerade relativ niedrig. Dort machten wir einige Fotos uns setzten uns zum Schluss noch ein bisschen ins Gras und genossen den Ausblick.

Ardvreck Castle

Loch Assynt

Nachdem dann ein Touristen-Bus angekommen ist, setzten wir uns auch wieder in Bewegung und machten uns eigentlich schon auf den Weg hinunter in Richtung Isle of Skye und wollten dann eigentlich einfach einen passenden Campingplatz ansteuern. Dieses Vorhaben gestaltete sich dann gar nicht so einfach, wie wir ursprünglich gedacht hatten. Zunächst haben wir uns einen großen Steinschlag auf der Windschutzscheibe eingehandelt – sehr ärgerlich. Als erstes versuchten wir unser Glück in Kinlochewe, aber bis auf den schönen Ausblick auf den Loch Maree, haben wir hier leider nichts bekommen. Der Platz war schon komplett belegt und so mussten wir weiterfahren. Unser nächster Versuch war dann in Lochcarron, doch auch dieser kleine Campingplatz war auch voll belegt. Im Anschluss mussten wir auch hoffen, überhaupt weiterfahren zu können, denn auf der anderen Seite vom Loch Carron tobte ein Feuer und wir konnten nicht sehen, ob dieses inzwischen unter Kontrolle gebracht wurde. Da uns aber nichts Anderes übrig blieb, fuhren wir einfach drauflos in Richtung Kyle of Lochalsh und kamen dann auch beim Feuer vorbei. Die Feuerwehr sicherte zumindest den unteren Abschnitt, sodass die Häuser und die Straße nicht betroffen waren, aber alles was weiter oben lag, fiel den Flammen zum Opfer. Da es wirklich schon seit Tagen nicht geregnet hat, war alles super trocken, so hatte das Feuer leichtes Spiel. Wir fuhren somit wieder zur „Reraig Caravan Site“ in Balmacara. Hier haben wir auch bereits im letzten Jahr schon einmal genächtigt und fanden auch diesmal noch einen Platz. Die Übernachtung inkl. Strom kostete 18.30 Pfund, die Duschen kosten weitere 10 Pence pro 2 Min. duschen. Alles in allem war es ein sehr schöner Tag und zu unserer Freude, wurden wir diesmal nicht von einem Haufen Midges überrascht. Es hätte eigentlich, trotz der Suche nach einem Campingplatz und dem Steinschlag, nicht schöner sein können. Im Übrigen haben wir diesmal noch Glück mit den Midges, tagsüber haben sich gar keine blicken lassen und abends waren es auch nicht so viele, wie noch im letzten Jahr, denn da haben wir es ja kaum ausgehalten.

Campingplatzbewertung:

Familienfreundlichkeit: 3 (viel Platz zum Spielen gibt es nicht, dafür kann man sich dennoch auf den Grünflächen ein bisschen austoben)
Hundefreundlichkeit: 5 (Hunde sind gern gesehen und kosten nichts extra)
Entsorgungsmöglichkeiten: 5 (die Entsorgung für die chemische Toilette ist ausreichend, Grauwasserentsorgung ist mit Bodenablass möglich.)
Waschräume: 5 (die Duschen sind schon älter, aber sauber, 10 Pence für 2 Min. duschen)
Lage: 4 (gut gelegen an einem kleinen Supermarkt und die Isle of Skye ist nicht weit entfernt).
Größe: 4 (noch überschaubar und dadurch ziemlich ruhig)
Parzellengröße: 4 (komplett ausreichend, allerdings kann kein Vorzelt aufgebaut werden)
Personal: 5 (Der Besitzer war wieder sehr freundlich und hat glaube ich auch versucht ohne Dialekt zu sprechen)
Preis: 18.30 Pfund sind absolut in Ordnung für den Platz

Gefahren sind wir 321,8 km.

 

 

Montag, 28.05.2018

  • Portree

  • Kilt Rock

  • Quiraing Massiv

  • Waterstein Head & Neist Point Lighthouse

Als wir am Morgen aus dem Wohnmobil gingen, hat uns fast eine Wärmewand erschlagen. Die Midges von gestern Abend waren schon wieder verschwunden und wir freuten uns auf eine erfrischende Dusche. Nachdem wir mit allem fertig waren, gingen wir zunächst mit den Hunden zum Ufer vom Loch Alsh. Im Anschluss fuhren wir los, zur Isle of Skye. Irgendwie verging heute die Zeit so extrem schnell, wir wussten zum Schluss gar nicht, wo wir diese so „verplempert“ haben. Wir hielten zunächst zum Einkaufen. Trotz Bank Holidays hatte der Supermarkt regulär geöffnet, was uns sehr entgegenkam. Von dort fuhren wir dann in Richtung Portree, wo wir auch kurz stoppten, um ein Bild von den bunten Häusern am Hafen zu machen.

Loch Alsh - Blick auf Skye Bridge

Landschaft Isle of Skye

Landschaft Isle of Skye

Portree

Auf der weiteren Fahrt in Richtung Quiraing Massiv kamen wir natürlich wieder beim Old Man of Storr vorbei, hier hielten wir diesmal allerdings nicht. Ein Stück weiter fuhren wir dann noch einmal beim Kilt Rock heraus und machten bei dem schönen Wetter noch ein paar Fotos.

Blick auf Old Man of Storr

Kilt Rock

In der Ferne sah man zwei weitere Waldbrände, einen auf der Skye und einen auf dem „Festland“. Da auch für die nächsten Tage kein Regen vorausgesagt wird, könnten diese evtl. nicht die letzten sein. Kurze Zeit später, nach dem Ort Staffin, kamen wir auch schon zur Zufahrt des Quiraing Massivs und bogen natürlich ab :-) Ein Stück nach der 15 %-Steigung gibt es einen Parkplatz, der wirklich gut besucht gewesen ist. Die Autos und Wohnmobile standen entlang der Straße wie aufgefädelt dar. Wir zogen uns die Wanderschuhe an und zogen mit den Hunden los. Die Aussicht ist wirklich überragend. Wir liefen bis zu der Felsformation „Prison“ und „Needle“. Dort genossen wir zunächst eine Zeit lang einfach die Landschaft und beschlossen dann, doch noch einmal Stück höher zu gehen. Doch der Weg gestaltete sich aufgrund des losen Gerölls schwieriger als es von unten aussah und so drehten wir nach der halben Strecke schon wieder um. Da auch andere vor uns liefen und durchaus mal ein Stein herunterbröckelte, mussten wir besonders auf unsere Hunde aufpassen, einer verfehlte Gonzo ganz knapp, der dann in seinem Spieltrieb, dem Stein sogar hinterherjagen wollte. Wir liefen dann einfach den gleichen Weg zurück, den wir gekommen sind und setzten unseren Weg dann fort. Da wir nicht wussten, ob die Strecke bis Uig entlang des Quiraing Massivs auch für Wohnmobile geeignet ist, fuhren wir zurück und fuhren dann außen herum.

Quiraing Massiv

Quiraing Massiv

Quiraing Massiv

Quiraing Massiv

Es war extrem viel los auf der Insel und wir kamen ziemlich langsam voran, so fuhren wir dann direkt bis zum Neist Point Lighthouse, ohne zwischen durch noch einmal Halt zu machen. Wir kamen dann gegen 19 Uhr an. Beim Leuchtturm wurden jetzt jede Menge Parkplätze neu angelegt, die allerdings auch fast alle belegt waren. Doch wieder einmal hatten wir Glück und konnten noch ganz vorne direkt einen Stellplatz ergattern. Bis zum Sonnenuntergang war es ein ständiges Kommen und Gehen. Wir liefen dann auch mit der Kamera bewaffnet etwas später zum Aussichtspunkt und blieben dort dann bis zum Sonnenuntergang. Welch schöne Stimmung, trotz der anderen Personen, die dort entweder ebenfalls Fotos machten oder die Landschaft genossen. Immer wieder ein Traum. Abgekühlt hat es sich bis zum Schluss nicht so richtig, auch wenn der Wind zum Schluss doch schon ziemlich pfiff. Erst als es Dunkel wurde, leerten sich auch die Parkplätze und so kehrte etwas Ruhe ein. Wir machten uns noch etwas zu Essen und gingen im Anschluss schlafen.

Gefahren sind wir 187,8 km.

Neist Point Lighthouse

Neist Point Lighthouse

 

Dienstag, 29.05.2018

  • Neist Point Lighthouse

  • Dun Beag Broch bei Struan

  • Talisker Bay Beach

  • Sligachan Bridge

  • Eilean Donan Castle

  • Campingplatz in Form William

Das Wetter wurde nicht schlechter, eher schon fast zu warm, aber dafür gab es aufgrund der Wärme weiterhin keine Midges. Wir liefen am Morgen noch einmal mit den Hunden zum Neist Point Lighthouse. Einfach um bei diesem schönen Wetter noch ein paar Fotos zu machen. Natürlich richteten wir unsere Augen auch wieder auf das Wasser, aber leider haben wir diesmal keine Delphine gesehen :-/

Neist Point Lighthouse

Neist Point Lighthouse

Im Anschluss fuhren wir weiter nach Struan zum Dun Beag Broch. Aufgrund der Single Track Roads und der wirklich schlechten Straßenqualität kommt man relativ langsam voran, was uns heute auch noch etwas später sehr viel Zeit kosten wird. Der Parkplatz zum Broch liegt direkt an der Straße. Neben der historischen Bedeutung ist die Aussicht wirklich schön. Vom Broch erkennt man noch klare Strukturen und eine kleine Informationstafel bildet ab, wie der Turm mal ausgesehen haben muss. Leider wurde der Ort dann kurze Zeit später von Touristengruppen überspült, die mit kleinen Bussen anreisten. Komischerweise haben sich diese Touristen sofort auf die Überreste des Brochs geschwungen und nur ein Foto von der Aussicht gemacht. Unten stand noch, man sollte das historische Erbe mit Respekt behandeln – sehr respektvoll war das nicht. Wir warteten den größten Ansturm ab und machten dann selbst noch ein paar Fotos, bevor wir aufbrachen.

Dun Beach Broch

Dun Beach Broch

Dun Beach Broch

Dun Beach Broch

Als nächstes fuhren wir weiter zur Talisker Bay. Eines vorab, da es kaum Parkmöglichkeiten gibt, ist dies eher weniger für große Wohnmobile geeignet. Auch wir mit dem Kastenwagen hatten Glück, dass bei dem „Ansturm“ noch ein Plätzchen frei war. Vom nicht wirklich vorhanden Parkplatz vor einer Farm läuft man dann ca. 2 km bis zum wunderschönen Strand. Der Strand besteht aus vielen dunklen Steinen und bei Ebbe aus wunderschönem kontrastreichen Sand. Schwarze Sandkörner mischen sich mit zerkleinerten Muscheln und geben somit ein sehr schönes Bild ab. Auf der linken Seite steht eine Felsnadel und auf der rechten Seite erhebt sich eine hohe Steilküste, an der ein Wasserfall herunterfällt. Ein unglaublich schöner Strand. Wir verbrachten eine gefühlte Ewigkeit dort, bevor wir uns dann mit leichtem Sonnenbrand auf den Rückweg zum Wohnmobil machten. Selbst Baili –unserem Sonnenanbeter – wurde es allmählich zu warm.

Talisker Bay

Talisker Bay

Talisker Bay

Talisker Bay

Eigentlich wollten wir dann weiter zu den Fairy Pools und fuhren von Carbost in Richtung Glenbrittle. Die Strecke war einfach schrecklich, es war extrem viel los und wir mussten auf der Single-Track-Road ständig anhalten. Wir kamen so gut wie gar nicht vorwärts und uns verging somit schon etwas die Lust auf die Wanderung. Als wir dann sahen, dass beide Parkplätze und selbst der Straßenrand fast komplett ausgelastet waren und zu allem Überfluss in dem Flusslauf gar kein Wasser floss, beschlossen wir kurzerhand, die Wanderung auf einen anderen Schottlandbesuch zu verschieben. Man hatte wieder das Gefühl, dass alle Touristen gleichzeitig dort wandern waren. Wir waren nun wieder auf dem Weg zum „Festland“ und stoppten noch einmal bei der Sligachan Bridge. Entgegen zur Hinfahrt, war hier diesmal gar nichts los und so konnten wir auch noch das eine oder andere Foto von den Cullin Hills machen. Da wir hier auch erstmals richtig gutes Internet hatten, legten wir auch noch eine kleine Rast ein und riefen mal unsere Nachrichten etc. ab.

Sligachan Bridge

Sligachan Bridge

Von dort ging es dann über die Skye Bridge weiter nach Fort William und wir machten lediglich beim Eilean Donan Castle noch einmal kurz Halt, einfach weil es so schön ist :-)

Eilean Donan Castle

Die Landschaft entlang der Strecke war teilweise wieder sehr schön, gerade wenn man durch das Glen Shiel fährt, wird man wieder verzaubert. In Fort William tankten wir noch kurz, bevor wir dann erneut beim Loch Holiday Park ein Plätzchen für die Nacht fanden. Gezahlt haben wir 23 Pfund, die Duschen sind kostenfrei und unbegrenzt. Hier kamen jetzt abends tatsächlich doch ein paar der fiesen Midges heraus, tagsüber haben sie einen allerdings wieder in Ruhe gelassen.

Campingplatzbewertung

Familienfreundlichkeit: 5 (sehr großer Platz, wo Kinder auch Platz zum Spielen finden und zudem gibt es auch einen Spielplatz)
Hundefreundlichkeit: 5 (Hunde kosten nichts extra, ausreichend Möglichkeiten zum Gassi gehen)
Entsorgungsmöglichkeiten: 4 (es ist alles vorhanden, leider sehr offen, Abwasserentsorgung noch nicht gefunden)
Waschräume: 4 (Duschraum sehr klein, Wasser aber unbegrenzt und relativ neu)
Lage: 4 (relativ zentral, allerdings nichts Sehenswertes in der fußläufigen Umgebung, Glen Navis in der Nähe)
Größe 5 (neben Stellplätzen können auch Bungalows gemietet werden, Platz bietet viele Stellfächen)
Parzellengröße 5 (große Parzellen, ausreichend für Markise oder Vorzelt)
Personal 5 (sehr freundlich und zuvorkommend)
Preis: mit 23,00 Pfund leider etwas teurer geworden im Gegensatz zum Vorjahr

Wir sind 240,9 km gefahren.

  • Instagram
  • YouTube Social  Icon
  • Twitter Social Icon