Reisebericht Skandinavien, 2016                   (Teil 3)

So, 11.09.2016 - vom Trollstigen nach Geiranger​ 

Leider begann der Tag mal wieder mit Regen, aber dieser verflüchtigte sich nach kurzer Zeit und so konnten wir uns noch einmal den Trollstigen anschauen. Das Wetter war leider im Endeffekt genauso wie im letzten Jahr, aber zumindest hatten wir doch noch eine ganz gute Sicht. Beeindruckend sind die Straße und die umliegende Natur so oder so. Vom Trollstigen fuhren wir dann zunächst nach Andalsnes. Unser Plan war eigentlich den 2 km langen Aufstieg zum Aussichtspunkt Rampestreken zu wagen, allerdings waren im Tal so viele Wolken, dass wir oben im Endeffekt nichts gesehen hätten, also mussten wir diese Wanderung leider vertagen und fuhren nach Ålesund weiter. Auf dem Weg dorthin sind wir auch an dem Sunnmore Museum in Borgund vorbeigefahren und beschlossen die frei gewordene Zeit dann später dort zu „opfern“ ;-) Aber zuerst fuhren wir noch auf den Hausberg Aksla. Der Berg ist sehr gut ausgeschildert, allerdings gibt es nur wenige Parkplätze. Man kann auch vom Zentrum aus 418 Stufen nach oben erklimmen. Egal wie man auf den Berg kommt, die Aussicht ist es wert. Wer in Ålesund ist muss einfach hinauf. Wir fuhren dann noch ins Zentrum und bekamen mit dem Kastenwagen problemlos in den Seitenstraßen einen Parkplatz, der am Sonntag sogar kostenfrei war. Es ist auch ein Wohnmobilparkplatz ausgeschildert, allerdings haben wir diesen nicht gefunden, da die Ausschilderung auf einmal an einer Kreuzung aufhörte. Die Innenstadt unterscheidet sich durch die Jugenstilgebäude komplett von anderen norwegischen Städten und ist dadurch auch mal etwas komplett Anderes. Sehr beeindruckend und einen Besuch wert. Anschließend fuhren wir dann direkt zum Sunnmore Freilichtmuseum. Der Eintritt kostet pro Person 80 NOK, wir hatten allerdings das Gefühl, dass die meisten einfach an der Rezeption vorbeigegangen sind. Die dort ausgestellten historischen Gebäude sind oft betretbar, besonders interessant sind die beiden Schulen. Ansonsten gibt es auch noch eine Halle mit vielen Booten, u.a. auch Nachbauten einiger Wikingerschiffe oder alte Segelboote. Alles sehr sehenswert!

Genau als wir den Rundgang beendet hatten, fing es auch an zu regnen und so brachen wir auf Richtung Geirangerfjord. Wir fuhren über die Rv650 nach Lingen zur Fähre nach Eidsdal und passierten dabei auch Stordal. Ein sehr schöner Ort. Wir schielten neidisch auf die zahlreichen schönen Häuser ;-)

Auf die Fähre mussten wir nicht lange warten und waren so schon bald wieder auf der Rv63 Richtung Geiranger und hielten natürlich noch einmal beim Aussichtspunkt Ornesvingen. Eingekehrt sind wir dann im Geiranger Campingplatz, der direkt am Fjord liegt und wenn man Glück hat, bekommt man auch noch einen Platz direkt am Fjord. Wir bezahlten für eine Nacht 275 NOK, dafür sind die sanitären Anlagen sehr sauber und modern und auch die Entsorgungsstation für die Chemietoilette und das Abwasser sind komfortabel (nicht nur ein Loch im Boden). Die Duschen kosten für 5 Minuten noch einmal 10 NOK. Direkt vom Platz aus kann man zum oberhalb liegenden Wasserfall wandern. Der Weg führt auch zum Norwegian Fjordcenter. Alles in allem, trotz des etwas höheren Preises, der beste Platz den wir bisher in diesem Urlaub hatten. Abends wird der Fjord mit den umliegend beleuchteten Häusern und Hotels besonders schön :-)

 

Gefahren sind wir heute 243,8 km.

 

 Mo, 12.09.2016 von Geiranger nach Skjolden

Für den heutigen Tag war durchgehend Sonne angesagt, also hofften wir auf das Beste und wurden nicht enttäuscht. Es dauerte zwar noch eine Weile bis sich die letzten Wolken im Geirangerfjord verzogen hatten, aber das Ergebnis war super ;-) Frühs liefen wir noch zum Wasserfall, machten hier und da ein paar Bilder, bevor wir uns dann die Serpentinen „hinaufquälten“ und natürlich auch an der Aussichtsplattform Fydalsjuvet hielten und ein paar Fotos des Fjords schossen. Die Aussicht vom Dalsnibba mussten wir leider auslassen, da wir vergessen hatten zu tanken und nicht sicher waren, dass wir mit der Tankfüllung dann noch durchhalten würden. So kommt Dalsnibba wieder auf die Liste der anzusteuernden Orte auf der nächsten Norwegen-Reise.

Nicht nur die Strecke direkt nach dem Fjord entlang der Rv63 ist wunderschön und atemberaubend, genauso faszinierte uns die Landschaft nach der Abbiegung auf die E15 Richtung Grolti und Bismo. Bei Grotli biegt auch die Rv258 (alte Strynefjellet-Straße) ab. Der Anblick der nebenher fließenden Otta versetzte einen immer wieder ins Staunen. Das Wasser so türkis und wunderschön. Wir konnten den Blick kaum davon abwenden. Die Sonne tat ihr Übriges. Wir hielten noch beim Rast-/Campingplatz Donfoss und genossen dort auf einer Bank die Sonne und die Stromschnellen. Im Übrigen ist der Campingplatz mit einem großen Pool ausgestattet und wirkte allgemein sehr schön und integrierte sich auch wunderbar in die Natur. In Lom angekommen mussten wir erstmal tanken und gingen dann natürlich mal wieder zur Stabkirche, die so schön war wie immer ;-) Ansonsten nutzten wir den kurzen Stopp noch zum Einkaufen, bevor es dann auf die Rv55 ging Richtung Skjolden. Die Sonne zeigte immer noch was sie eigentlich kann und die Route war schöner denn je. Wir hielten wieder an den zahlreichen Ausfahrten, machten tausende von Fotos und erfreuten uns einfach nur an der absolut unbeschreiblich schönen Natur. Man kann wirklich nicht beschreiben, was man auf dieser Strecke sieht. Es ist absolut einzigartig und man fühlt sich als Mensch so klein.

Als es bereits dämmerte kamen wir dann in Skjolden an und ließen uns einfach an der Straße auf dem Rastplatz nieder, so konnten wir immerhin bei beleuchteter Straße abends noch mit den Hunden eine Runde am Fjord drehen.

 

Gefahren sind wir „nur“ 192,7 km.

 

Di, 13.09.2016 von Skjolden nach Flåm                                

Wir könnten uns wirklich daran gewöhnen frühs mit dem Blick auf einen Fjord aufzuwachen. Einfach wunderschön. Skjolden wirkte so gemütlich, auch wenn ab 7 Uhr relativ viele Autos die Hauptstraße langfuhren. Schließlich kam dann auch langsam die Sonne in den Fjord und alles wirkte noch schöner. Nach einem kurzen Spaziergang mit den Hunden mussten wir dann leider aufbrechen und fuhren zum Nigardsbreen. In Gaupne zweigt die ca. 35 km lange Straße zum Gletscher ab. Die letzten 6 km bis zum Parkplatz sind dann mautpflichtig und kosten 40 NOK. Auf der Strecke hat man immer mal wieder Sicht auf den kompletten Gletscher, vom Parkplatz aus dann „nur“ noch auf den unteren Teil. Der Nigardsbrevatnet ist ein Traum, so türkis milchiges Wasser, wie wir es bisher nur aus Kanada kannten. Wir zogen dann die Wanderschuhe an und begaben uns auf die Wanderung zum Gletscher. Der Trail ist eigentlich immer mit einem T ausgeschildert und führt auch ziemlich nah an den Gletscher heran. Wir haben direkt vor dem Gletscher die geführten Wanderungen starten sehen und irgendwie mussten diese Leute auch dort hinkommen, also suchten wir ein bisschen, bis wir die Brücke gefunden haben, die über die Strömung führt. Von dort ist es dann noch ein Stück bis zum Gletscher. Zweimal mussten wir noch über das Schmelzwasser kommen, wenn man nach den richtigen Stellen Ausschau hält, klappt dies auch ganz gut. Aufpassen sollte man immer, denn die nassen Stellen auf den Steinen sind ziemlich glatt, wie wir am eigenen Leib erfahren mussten. Wenn man dann vor dem Gletscher steht, ist man fassungslos. Diese Massen von Eis, die Farbe und die Formen. Wir machten so viele Fotos, glotzten sprichwörtlicher immer wieder mit offenen Mündern den Gletscher an und hätten dort wieder ewig stehen bleiben können. Ein Stück des Eises ist sogar abgebrochen, als wir in der Nähe waren, also sollte man den Spruch auf den Warnschildern beherzigen und wirklich etwas Sicherheitsabstand zum Gletscher wahren oder eben eine geführte Tour buchen, wenn man tatsächlich hinauf möchte. Es lohnt sich wirklich ein bisschen früher da zu sein, denn als wir zurückgegangen sind, war der Parkplatz auf einmal voll. Alles in allem, mit etlichen Fotostopps und dann der Zeit vor dem Gletscher, waren wir sicherlich 3 ½ Std. unterwegs. Wanderschuhe und bequeme Kleidung sind dringend notwendig, denn schon der Beginn des Trails führt über Stock, Stein und Wasser. Eine sehr lohnenswerte Tour und auch die geführten Gletscherwanderungen scheinen sehr gut zu sein. Auf dem Rückweg hielten wir entlang der Rv604 noch an einem Rastplatz in der Nähe einer Brücke. Hier befindet sich unterhalb der neuen Brücke noch der alte „Steg“, der ursprünglich einmal über den Jostedola geführt hat. Davon mal abgesehen, dass das Holz entsprechend verfault gewesen ist, hätten wir wahrscheinlich schon damals keinen Fuß daraufgesetzt.

Vom Parkplatz ging es dann direkt weiter nach Flåm. Die Strecke führt immer mal wieder am Fjord entlang, bis man auf die Fähre Mannheller – Fodnes fährt. Nach Laerdalsoryi folgt dann der 24,5 km lange Laerdalstunnel, bei so schönem Wetter wie heute, ist es wieder besonders traurig, wenn man eine so lange Zeit stur durch einen Tunnel fahren muss. Kurz vor Flåm sind wir bei Aurlandsvangen noch einmal zum Stegastein abgebogen. Es war erstaunlich viel los, wenn man bedenkt, dass wir uns im letzten Jahr mit dem Challenger alleine die Serpentinen hinaufgeschlängelt haben. Wir hielten zunächst beim Aussichtspunkt As, bevor wir dann die letzten Kurven zum Stegastein fuhren. Der Parkplatz dort war voll und wir konnten nur noch auf dem Busparkplatz parken. Allerdings haben wir dann auch gesehen warum, denn auf der Aussichtsplattform wurde gerade ein indischer Film gedreht, genau genommen anscheinend eine kleine Tanzszene. Eine Weile schauten wir uns das Gewusel an, wie die beiden Darsteller mehrmals neu starten mussten und immer mal wieder neu geschminkt wurden, aber die Aussicht vom Stegastein konnten wir so leider nicht genießen, also fuhren wir dann wieder zurück nach Flåm. Ursprünglich hatten wir vor, erst morgen früh auch mal mit der Flåmsbana zu fahren, doch als wir ins Ticketoffice gegangen sind, sahen wir, dass in 20 Minuten die nächste Bahn fahren würde und so beschlossen wir, mal wieder spontan, die Fahrt schon heute anzutreten. Wir gingen noch fix mit den Hunden, bevor wir dann in die Bahn stiegen. Ein günstiges Vergnügen ist dies im Übrigen nicht, denn eine Karte kostet 440 NOK, Kinder unter 4 Jahren fahren allerdings umsonst mit. Wir hätten nach dem Lob mehr erwartet von der 55-minütigen Fahrt, aber es war dennoch schön und man kann Orte sehen, die man sonst mit dem Auto nicht erreicht. Außerdem ist es schon beeindruckend diese historische Strecke abzufahren, denn es hat immerhin 20 Jahre gedauert, die Bahnstrecke fertigzustellen. Selbst 18 der 20 Tunnel wurden noch mühevoll mit der Hand abgetragen. Der kurze Halt beim Kjosfossen ist auch super, auch wenn die Linse der Kamera durch die Gischt gleich nach dem ersten Bild total nass ist ;-)

Schließlich kehrten wir im Flåms Campingplatz ein und zahlten 280 NOK für die Nacht, die Duschen kosten noch einmal 20 Kronen extra. Die Entsorgung und die sanitären Anlagen haben einen sehr guten Standard und sind absolut sauber. Der Platz ist somit zwar leider nicht sehr günstig, aber immerhin doch recht komfortabel, zumal er wirklich direkt am Zentrum liegt.

 

Gefahren sind wir heute 210,8 km.

 

Mi, 14.09.2016 von Flåm nach Dagali​                                                

Leider hat der Wetterbericht gelogen, denn der Tag startete bereits mit Wolken und diese sollten sich bis abends auch nicht so richtig verziehen, wie gut, dass wir die Fahrt mit der Flåmsbana doch schon gestern gemacht hatten. Zunächst fuhren wir bis Voss, um dort noch einmal einkaufen zu gehen und irrten dann zwischen den dortigen Apotheken herum, bis wir eine gefunden hatten, die noch das ZooLac für Gonzo vorrätig hatten. Denn das Medikament half sehr gut, aber wir wollten lieber noch eines vorrätig haben, falls er einen Rückfall bekommt. Also wer mit dem Hund verreist, der kann auf das ZooLac zurückgreifen, falls der Hund mal Durchfall bekommen sollte.

Vor Eidfjord fuhren wir entlang der E13 nicht nur wieder durch den Tunnel mit den Kreisverkehren, sondern auch wieder über die teure Hardangerbrua. In Eidfjord fuhren wir dann kurz die Fv103 entlang, um von dort einen besseren Blick auf den Fjord zu haben. Beim Kraftwerk startet dort im Übrigen auch die Wanderung zur Kjeasen Farm. Anschließend fuhren wir weiter auf der E7 zu den Vøringsfossen. Zunächst hielten wir an der unteren Aussichtsplattform, von der aus man schon 2014 keinen allzu guten Blick auf den Wasserfall hatte. Dabei erspähten wir hinten beim Fossli Hotel die neue Aussichtsplattform, die sich teilweise noch im Bau befindet. Wir steuerten also dann zu dieser und von dort kann man endlich den Wasserfall sehr gut sehen, 2014 hatten wir hier nur einen notdürftigen Maschendrahtzaun, der einen vom Abgrund abgeschirmt hat, aber den Wasserfall konnte man damals auch nicht richtig sehen. Die Plattform die jetzt gebaut wurde bzw. gebaut wird, ermöglicht die Sicht aus allen möglichen Winkeln. Sehr schön!

Von dort ging es dann weiter entlang der wunderschönen Natur der Hardangervidda. Wir hielten noch einmal am Stausee Sysenvatnet, allerdings sah auch dieser nicht so aus wie noch in 2014, er führte deutlich mehr Wasser, sodass man leider nicht mehr schön am Ufer entlanggehen konnte.

Langsam besserte sich aber das Wetter und so konnten wir wieder die Gletscher im Hintergrund erkennen. Die Farben der Landschaft kommen durch die Sonne erst Richtung zur Geltung. Entlang der E7 bis nach Geilo fährt man durch die karge Natur der Hardangervidda, man kommt an zahlreichen kleinen und größeren Seen vorbei, sieht im Hintergrund die mit Schnee bedeckten Berge und die herbstlichen Farben lassen die eigentliche Kargheit so lebendig wirken. Als dann noch langsam die Sonne unterging wurden die Farben noch schöner und wir wären am liebsten noch für ein paar Tage dortgeblieben, aber leider näherte sich unser Urlaub dem Ende und so mussten wir weiter.

Geilo hat außer Einkaufsmöglichkeiten nicht so viel zu bieten, also fuhren wir dann direkt weiter nach Dagali und hofften, zwischendrin eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden. Doch leider waren Rastplätze so rar gesät, dass wir den nächsten tatsächlich erst kurz nach Dagali gefunden haben. Dieser ist jedoch beleuchtet und in dem Klohäuschen gibt es sogar Duschen, wer also auf einen Campingplatz verzichten möchte, kann hier nichts verkehrt machen.

 

Gefahren sind wir 251,8 km.

 

Do, 15.09.2016 - von Dagali nach Strömstad

Heute war für uns der Vormittag der Stabkirchen, denn auf unserer Fahrt durch das Numedal, auch Mittelaltertal genannt, von Uvdal bis Felsberg gibt es 4 Stück davon. In Uvdal sieht man zunächst die Uvdal Kyrka, von dort gibt es eine Abbiegung zur Uvdal Stabkirche und dem kleinen Bygdetummuseum direkt daneben. Die Kirche liegt dann am Ende der Fv122. Bis Ende August kostet der Zutritt für Erwachsene 60 NOK, wenn man außerhalb der Saison kommt, ist zwar das Gelände noch geöffnet, allerdings sind natürlich die Kirche und die Gebäude verschlossen. Die Kirche in Mitte der historischen Gebäude ist sehr schön und den Abstecher wirklich wert. Von dort ging es dann wieder auf die Rv40 zur Nore Stabkirche, die nicht weniger attraktiv ist, aber leider genauso geschlossen. Für 300 NOK hätte man jedoch noch eine Führung außerhalb der Saison buchen können, ansonsten kostet der Eintritt 50 NOK. Das Portal der Kirche war sehr schön gestaltet. Beide Kirchen stammen im Übrigen aus dem 12. Jahrhundert und wurden im Laufe der Zeit umgebaut. Da wir von Stabkirchen noch nicht genug hatten, steuerten wir noch die Rollag Stabkirche an. Der Friedhof scheint noch genutzt zu werden. Die Stabkirche unterscheidet sich jetzt nicht so stark von den anderen, sie ist lediglich etwas größer. Nur die Stabkirche in Flesberg fanden wir nicht so sehenswert und haben uns diese auch nicht weiter angeschaut. Allgemein wird das Numedal nicht umsonst auch Mittelaltertal genannt, denn man kommt während der Fahrt an so vielen alten Gebäuden vorbei. Zwei der noch bewohnten Häuser/Höfe sind auch als Sehenswürdigkeit ausgeschildert, uns kam es allerdings komisch vor dort anzuhalten und Fotos zu machen ;-) Also schon historisch gesehen lohnt sich die Fahrt entlang der Rv40 sehr. Wir hatten im Übrigen wieder top Wetter mit 24 °C, auch wenn es durchgehend leider etwas diesig gewesen ist. So warm hatten wir es auf unseren Reisen in Norwegen noch nie.

In Kongsberg, im Übrigen eine sehr schöne Stadt, bogen wir dann Richtung Drammen ab, denn leider steuerten wir nun auf Schweden zu. In Drammen wollten wir ursprünglich von der Autobahn herunter, um noch einkaufen zu gehen, doch war uns dort zu viel Verkehr, sodass wir sofort wieder auf die Autobahn gefahren sind und bis auf einen kurzen Stopp an einem Stausee weiterfuhren bis Sarpsborg. Dort haben wir dann schnell noch unsere letzten Kronen ausgegeben, bevor wir nach Schweden übersetzten. Unser ursprünglicher Plan sah vor, in Strömstad zu campen und dort noch ein bisschen herumzulaufen. Aber den haben wir dann auch verworfen, als wir den vollen Campingplatz gesehen haben und bei der Auffahrt standen noch sechs große Wohnmobile, die anscheinend auch noch hinaufwollten. Also fuhren wir wieder auf den Skärsbygdsvägen (176) und fuhren ein Stück weiter zum Lagunen Camping. Es gibt hier tatsächlich einen Automaten für den Check-In, was so schon nicht schlecht ist, allerdings muss man sich seinen Stellplatz selbst wählen, nur wussten wir überhaupt nicht, was die vier verschiedenen Möglichkeiten bedeuten und wo hier die preislichen Unterschiede liegen – die Karte die daneben hängt, die dies erläutert, sahen wir erst danach ;-) Allerdings sahen wir vor uns wunderschöne Plätze mit Holzterrasse direkt am Strand und so mussten wir nur suchen, bis wir diese gefunden hatten. Dann nur noch bezahlen und der Automat gibt eine Karte für den Zugang aus. Gezahlt haben wir 240 SEK, wir haben in diesem Urlaub also auch schon deutlich teurer gestanden. Ein traumhafter Platz und auch die sanitären Anlagen sind super. 3 Min. duschen kostet 5 SEK. Die Kosten werden dann mit von der Kreditkarte abgezogen.

 

Gefahren sind wir 351 km.

 

Fr, 16.09.2016 - von Strömstad nach Tylösand​                                                

Im Wasser beim Campingplatz gibt es nicht nur Muscheln, sondern auch Seesterne und Quallen. Wir waren richtig traurig, den Platz verlassen zu müssen. Zunächst fuhren wir mal wieder nach Fjällbacka. Leider hat der Wetterbericht nicht so ganz richtig gelegen und die Sonne war weit und breit nicht zu sehen. In Fjällbacka liefen wir dann hinauf auf den Vetteberg und durch die dortige Schlucht Kungsklyftan. Von oben hat man einen wunderbaren Blick auf Fjällbacka und die umliegende Schärenküste. Wer ein bisschen Zeit mitbringt, sollte dort oben picknicken und die Aussicht genießen :-) Als nächstes fuhren wir zu den Felszeichnungen von Backa in der Nähe von Brastad. Das Motiv des “Schuhmachers” ist gut zu sehen und auch die restlichen Ritzungen auf dem Felsen sind rot markiert. Immer wieder beeindruckend, welche geschichtlichen Fragmente noch entlang dieser Route zu finden sind, schließlich sind auch die Felszeichnungen von Tanumshede in direkter Nähe. Anschließend ging es weiter nach Uddevalla, allerdings dort nur zum Skalbanksmuseet. Hier spaziert man auf 10.000 Jahre alten Muschelbänken, die beweisen, dass der Meeresspiegel mal deutlich höher war. Uddevalla war uns ansonsten zu groß und zu voll, sodas wir ganz froh waren, dass das Museum direkt an der Autobahnabfahrt liegt.

Vor Göteborg fuhren wir noch bei der Fästning Bohus heraus, mussten allerdings feststellen, dass die Festung ab September nur noch Samstag und Sonntag geöffnet hat. Aber davor gibt es einen Imbiss, der sehr leckeres Eis hat ;-)

Ab Göteborg steckten wir dann mal wieder im Stop and Go und kamen nur sehr langsam vorwärts. Da wir noch bis Tylösand kommen wollten, fuhren wir dann den Rest der Strecke durch. Genau zum Sonnenuntergang kamen wir dann beim Strand an und liefen dort noch eine Runde mit den Hunden über den Sand. Sehr schöner Strand, wenn man aber nach den Parkplätzen geht, ist hier zur Hauptsaison sicherlich extrem viel los. Wir ließen uns auch gleich auf einem Parkplatz in Tylösand nieder, für den man zwischen 20 und 9 Uhr keine Gebühren zahlen muss.

 

Gefahren sind wir 370.5 km

 

Sa, 17.09.2016 von Tylösand nach Cottbus​

Da unsere Fähre nach Rostock erst um 19 Uhr ablegt, konnten wir heute ein bisschen trödeln und haben den Wecker einfach überhört. Nachdem wir dann aufgestanden sind, mussten wir das Wohnmobil umparken um nicht bezahlen zu müssen und ein Stück weiter zum Tagesparkplatz fahren. Da auf diesem Camping untersagt ist und wir das Wort „Camping“ nicht erst auslegen wollten, haben wir hier nicht genächtigt. Neben dem Parkplatz liegt ein wunderschönes, riesengroßes weißes Haus mit einer Garage komplett aus Glas. Die leben wahrscheinlich den schwedischen Traum ;-) Zum Strand ist es auch nicht weit und so haben wir natürlich noch einmal Meeresluft geschnuppert und am Strand mit den Hunden gespielt. Anschließend fuhren wir auch schon los zum Grabhügel „Lugnarohögen“ bei Hasslöv. Hier kann man normalerweise in das Grab hineinschauen, leider werden jedoch das Gebäude und der Grabhügel bis Juni 2017 restauriert. So konnten wir das kleine alte Gebäude, in dessen Keller man dann gehen müsste, um in das Grab zu schauen, nur von außen angucken. ;-) Naja. So haben wir das Grab für die nächste Reise nach Schweden vorgemerkt.

In Löddeköpinge hielten wir beim Syd Center, zunächst um noch das Pfand loszuwerden und ein paar Kleinigkeiten einzukaufen, denn der Kühlschrank zu Hause ist ja wieder ratzekahl leer. Nicht nur das Einkaufszentrum und der ICA selbst sind riesig, es beherbergt auch ein großes Spieleparadies für Kinder. Gegenüber gibt es auch noch einen Max und so holten wir uns zum Abschuss leckere vegetarische Burger und je einen Lyx-Shake. Für die Öresundbrücke zahlten wir im Übrigen 94,03 EUR, was fast das doppelte ist als bei der Hinfahrt. Vielleicht hat das System hier einen Fehler gemacht. Bis Gedser fuhren wir dann durch und bogen dort nochmals zum südlichsten Punkt Skandinaviens. Es war leider sehr windig, sodass man gar nicht richtig am Wasser entlang spazieren konnte, da ständig Wellen bis an die Küste herangekommen sind. Anschließend checkten wir am Fährhafen ein und mussten noch eine kurze Weile warten, bis wir auf die Kronprinz Frederik gefahren sind, die uns dann in Rostock wieder „ausspuckte“. In Rostock waren wir nur noch kurz tanken, denn das letzte Mal getankt hatten wir noch in Norwegen (sehr erstaunlich der Verbrauch des Kastenwagens), bevor wir dann bis nach Hause durchfuhren.

 

Gefahren sind wir 715,00 km.

Gefahrene Kilometer insgesamt: 8.665,3 km

Fazit:

Als Schlussfolgerung brauchen wir diesmal gar nicht viel zu schreiben, denn schließlich sind wir ja jetzt bereits zum dritten Mal im wunderbaren Skandinavien. Norwegen und Schweden waren so schön, wie eh und je. Auch die einsame Landschaft Finnlands hat uns sehr gut gefallen. Generell war es wieder super in der Nebensaison zu fahren, da es deutlich ruhiger gewesen ist. Gerade in Norwegen haben wir viele Ziele angesteuert, die wir aus den letzten Jahren kannten, aber wir fühlten uns dennoch so, als wären wir zum ersten Mal dort. Viel zu überwältigend sind die Landschaften und Sehenswürdigkeiten. Gepaart mit den neu entdeckten Orten war es die perfekte Mischung und ein wunderschöner Urlaub.

Die Reise geplant haben wir mit folgenden Reiseführern:

Norwegen - Michael Müller Verlag, Aufl. 2016

Skandinavien, der Norden - Reise KnowHow, Aufl. 2016

Schweden - DuMont Reise-Handbuch, Aufl. 2015

Tollstigen

Alesund

Sunnmore Museum

Geirangerfjord

Geirangerfjrod

entlang der Rv63

Lom Stabkirche

entlang der Rv55

entlang der Rv55

Mefjell Rasteplass

Nigardsbreen

Nigardsbreen

Aurlandsfjord

Flamsbana

Eidfjord

Voringsfossen

Hardangervidda

Hardangervidda

Uvdal Stabkirche

Nore Stabkirche

Rollag Stabkirche

Lagunen Camping, Strömstad

Fjällbacka

Skalbanksmuseet, Uddevalla

Tylösand

Tylösand

Gedser

Fjällbacka

Voringsfossen

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