Reiseroute Schweden/Norwegen, 2014          (Teil 2)

8. September 2014 - Fahrt nach Alta

Als wir frühs aufgestanden sind und aus dem Fenster schauten, haben wir nicht schlecht geschaut, als draußen oberhalb der Häuser Rentiere grasten. An solch einen Ausblick könnte man sich gewöhnen. Das Frühstück war auch hier sehr reichhaltig, bis jetzt konnten wir uns nicht beschweren. Wir schauten uns noch kurz den Hafen von Honnigsvag im Hellen an und machten uns dann auf den Weg zurück durch die karge Landschaft mit den beeindruckenden Schieferfelsen und runter von der Nordkapinsel Magerøya. Wir hielten nach dem Passieren des Sortvik Tunnels bei einem Rastplatz mit Aussicht auf einen Wasserfall, direkt an einem Teil des Porsangerfjords, der Skarvbergvika Bay. Trotz weiterer Recherchen finden wir keine genaue Bezeichnung des Rastplatzes oder gar des Wasserfalls. Zunächst gingen wir auf die andere Straßenseite und wollten den Weg durch den kleinen Wald zum Wasserfall zurücklegen. In dem Wald grasten Rentiere, wir gingen vorsichtig weiter, damit diese nicht allzu sehr von uns gestört wurden. Vom Wasserfall aus floss ein kleiner Bach durch den Wald und alles war mit Tau und Wassertropfen bedeckt. Der Ort hatte etwas magisches, man bekam das Gefühl, dass im nächsten Moment eine Fee oder ein Troll vor einem steht. Eingeschlossen war das Gebiet von hohen Schieferbergen, die teilweise mit Moos und Flechten bedeckt waren, auf denen auch Rentiere weideten. Dieser Ort war so beeindruckend, dass man nicht mehr weg wollte. Wir gingen weiter zum Wasserfall, ab einem bestimmten Punkt kamen wir nicht mehr weiter, denn dafür hatten wir das falsche Schuhwerk an, aber auch von unserem Aussichtspunkt aus hatten wir einen schönen Ausblick. Man hätte stundenlang hier stehen können. Auf dem Weg zurück stand auf einmal eine Herde Rentiere auf der Wiese vor dem Wald und graste gemütlich. Wir konnten ihnen eine Weile zuschauen, bevor wir wieder zurück zum Rastplatz gelaufen sind. Direkt beim Rastplatz war ein schöner Steinstrand. Wir suchten auch noch schöne Schieferplatten, die wir evtl. mitnehmen können und sind sogar fündig geworden. Einen solchen Steinstrand haben wir noch nie gesehen, wirklich alles war komplett rund geschliffen, nicht ein Stein hatte Ecken oder Kanten. Als wir dann wieder vom Rastplatz losfahren wollten, liefen vor uns auf der Straße drei Rentiere, die gar nicht daran dachten, den Weg frei zu machen. Wir fuhren ganz langsam an ihnen vorbei und setzten unseren Weg nach Alta fort. Die Natur veränderte sich auch hier wieder extrem. Erst war diese noch sehr karg, teilweise standen jedoch schon wieder vereinzelt Birkenstämme herum, jedoch komplett ohne Blätter. Alles wirkte sehr ausgestorben oder gar verbrannt. Je näher wir Alta kamen, desto grüner wurde es wieder. Auf dem Weg fuhren wir wieder an riesigen Herden mit Rentieren vorbei, teilweise mit mind. 100 Tieren. In Alta haben wir dann das Museum angesteuert, um uns die alten Felszeichnungen Hjemmeluft anzuschauen. Die Felszeichnungen waren sehr interessant, auch wenn man teilweise viel Fantasie brauchte und ein gutes Auge, um die nicht hervorgehobenen Motive zu erkennen. Wir erhielten am Eingang eine Broschüre, in der alle Motive beschrieben waren. Aber selbst mit dieser Hilfe viel es teilweise schwer. Auch die Deutungen wirkten manchmal unglaubwürdig, aber die Archäologen werden sich schon genaue Gedanken dazu gemacht haben. Von dem Wanderweg aus hatte man einen wunderbaren Blick auf den Alta-Fjord. Das Wetter war super und wir genossen den Sonnenschein. Wir fuhren anschließend zum Hotel und checkten ein. Es war sehr klein und bescheiden. Alta selbst ist eine schöne Stadt, die ganzen schönen Häuser der Anwohner laden zum Verweilen und Träumen ein. Hier hätte man es auch noch eine Weile aushalten können.

 

9. September 2014 - Fahrt nach Tromsø

Das Hotel war gewöhnungsbedürftig, wir hatten ein echtes Fell im Zimmer, was uns nicht ganz so gut gefallen hat. Das Frühstück war jedoch ganz gut. Danach fuhren wir direkt wieder los. Kurz nach Alta kam eine Baustelle, an der wir ca. 20 Minuten sinnlos warten mussten, bis wir weiterfahren konnten. Dann waren wir auf der Suche nach dem Gebirgsbach „Bubbelen“, der im Internet angepriesen wurde, leider mal wieder ohne Erfolg. Vielleicht hätten wir die Strecke einfach noch weiter fahren sollen, aber als nach mehreren Kilometern immer noch kein Hinweis kam, sind wir wieder umgedreht, damit wir nicht allzu sehr vom eigentlich Weg abkommen. Durch Zufall fanden wir aber den Gletscher „Øksfjordjøkelen“ am Jøkelfjord. Es gab einen langen Wanderweg direkt zum Gletscher, jedoch stand bereits am Beginn ein Warnschild, dass die Steine sehr glatt sind, zudem regnete es auch immer wieder mal, sodass der komplette Weg matschig war. Wir gingen ein Stückchen des Weges entlang und mussten aufpassen nicht auszurutschen. Um einen besseren Blick auf den Gletscher zu erhalten sind wir auch an den Steinstrand gegangen. Leider war es auch etwas neblig, sodass die Sicht nicht ganz so gut war. Wir machten uns wieder auf den Weg und hielten bei den Sorstraumen an, vielleicht die kleine Schwester der Salstraumen (?), das Wasser kam auch gerade wieder, sodass wir kleine Wirbel sehen konnten. Weiter ging die Fahrt am Wasser bzw. die Fjorde entlang. Aber wir hatten halbwegs gute Sicht auf ein paar umliegende Gletscher und Schneekuppen. Wir hielten noch kurz an einem Strand, um uns die Beine zu vertreten und wollten noch ein paar Steine sammeln. An einem Rastplatz haben wir einen schönen Wasserfall gefunden. Wir sind seitlich hinauf geklettert. Aufgrund des Regens führte er gerade viel Wasser. Leider hatte er anscheinend keinen Namen. Unterwegs kamen wir aber auch allgemein an vielen kleineren Wasserfällen vorbei, die die Berge herunterflossen. Wir fuhren jetzt weiter bis Tromsø. Die alten Holzhäuser im Zentrum verleihen der Stadt einen besonderen Charme. Da das Hotel keinen eigenen Parkplatz hatte, mussten wir im Hauptparkhaus der Stadt parken. Dieses bestand aus breiten Gängen in einem Berg. Wie wir nachlesen konnten, waren dies Bunker zu Kriegszeiten. Anschließend gingen wir noch hinaus und waren bei einem Peppes Pizza essen. Dies ist eine bekannte Pizza-Kette in Norwegen. So teuer haben wir allerdings auch noch nie Pizza gegessen, für norwegische Verhältnisse sollen die Preise jedoch normal sein. Die extremen Preisdimensionen sind uns zwar bereits aufgefallen, jedoch rechnet man häufig nicht um, sodass man sich dann meist doch erschrickt, wenn man es mal macht. In Norwegen gibt es auch allgemein sehr wenig vegetarische Auswahl, in Schweden war das ganz anders, selbst im Supermarkt hatten wir in Schweden eine große Auswahl an Speisen, in Norwegen hingegen gar nichts, auch nicht in den großen Ketten. Stephan hat eine „Large Pizza“ gegessen, die war jedoch so groß, dass er fast einen Tisch für sich allein benötigt hätte, aber auch meine war nicht gerade klein. Voll gefuttert kugelten wir dann zum Hotel zurück und bereiteten uns auf den nächsten Tag vor.

 

10. September 2014 - Fahrt nach Sortland

Heute haben wir etwas getrödelt, was aber auch daran lag, dass es kein Frühstück gab und wir somit an keine Zeiten gebunden waren. Wir sind schnell im Loop Extra einkaufen gegangen, um u.a. auch die Mitbringsel für unsere Familien zu besorgen (z.B. Artic Beer – das nördlichste gebraute Bier – und Kekse mit Rentieren drauf). Wir hatten wirklich nicht viel im Korb und haben dennoch fast 100 EUR bezahlt. Die spinnen in Norwegen. Wir fuhren dann endlich los. Auch wieder durch Zufall haben wir die Malselvfossen gefunden. Schöne Stromschnellen, bei denen man anscheinend zum richtigen Zeitpunkt die Lachswanderung mitverfolgen kann. Es gab sogar Sitzplätze und etwas vertieft ein Fenster, von dem aus man in den Fluss schauen kann. Das Wetter war zunächst noch trocken, jedoch weiterhin sehr wolkig und neblig. Vereinzelt fing es auch immer mal wieder an zu regnen. Die eigentlich herrliche Natur kann man so gar nicht genießen. Wir haben aber den Polar Park gefunden und natürlich auch besucht. Zu sehen waren: Bären, Wölfe, Rehe bzw. ein Hirsch, Polarfüchse und ein Elch sowie ein Rehkitz und Wolfwelpen. Die Luchse haben sich uns leider nicht gezeigt. Die Wolfwelpen waren in einem extra Gehege und sehr neugierig. Sie haben uns an unsere kleinen Chihuahuas erinnert. Bei den Bären gab es sogar zwei Besonderheiten, denn im Park leben Salt und Pepper. Die beiden Bären sind Geschwister. Pepper ist ein normaler Braunbär und Salt ein Albino-Braunbär. Beide leben zusammen in einem Gehege mit zwei Wölfen. Die Pfleger haben anscheinend auch extra für uns einige der Tiere gefüttert, so u.a. auch die Bären. Diese haben sich immer auf den Po gesetzt und bettelnd nach oben geblickt. Da vergisst man schon fast, dass man diese Tiere nicht einfach umarmen sollte, außer sie sind aus Stoff. Wir haben auch unseren ersten riesigen Elch gesehen. Er kam kurz fressen und legte sich dann wieder auf die faule Haut mitten im Gehege. Die Gehege und der Park waren wirklich sehr weitläufig und komplett natürlich gehalten, sodass die Tiere gute Lebensbedingungen haben. Der Besuch des Parks hat sich wirklich gelohnt. Später kamen wir wieder am Meer vorbei, bzw. sind natürlich wieder an den Fjordstraßen entlanggefahren. Hier war das Wasser total Türkis und es gab Sandbänke wie in der Karibik, nur das sehr starker Wind ging und es teilweise aus Eimern geschüttet hat, was in der Karibik vielleicht nicht ganz so oft vorkommt. Der Regen kam richtig schwadenweise, so etwas haben wir beide bisher noch nicht gesehen. Wir kamen in Sortland an, die Stadt ist relativ überschaubar. Selbst jetzt abends regnet es noch unaufhörlich. Dieses Wetter hatten wir uns nicht unbedingt gewünscht.

 

11. September 2014 - Andenes/Sortland

Wir konnten heute ein bisschen länger schlafen, da die Whale Watching Tour in Andenes auf dem Programm stand. Wir gingen schön frühstücken und fuhren dann los. Auf dem Weg dorthin haben wir unseren ersten freilebenden Elch gesehen, er lief vor uns einfach so über die Straße. Er war nicht ganz so groß, wie der, den wir im Park gesehen hatten, jedoch war das Geweih so aus der Nähe dennoch riesig. Leider konnten wir nicht so schnell reagieren und somit ist auch kein gutes Bild dabei herausgekommen. Es regnet jedoch auch schon wieder und der Wind ging richtig stark, wir hatten bereits jetzt schon ein flaues Gefühl im Bauch und machten uns Sorgen, dass die Tour aufgrund des Wetters ausfallen muss. In Andenes angekommen, fiel schon das Aussteigen schwer, da der Wind gegen die Autotüren drückte, somit erfolgte auch schon das Aussteigen wahrscheinlich auf eigene Gefahr. Wir gingen in das Gebäude hinein und wollten uns anmelden, als auch schon unsere Mundwinkel nach unten sanken, denn die Waltour wurde tatsächlich aufgrund des zu starken Windes abgesagt. Wir bekamen zwar das Angebot die Tour am nächsten Tag nachzuholen, da sich das Wetter wieder bessern soll, jedoch war dies ja für uns leider nicht möglich. Also was jetzt mit dem freien Tag anfangen? Wir hielten an einem schönen Strand, noch in Andenes, der auch gleichzeitig ein Campingplatz zu sein scheint. Der Strand lag sehr schön, im Hintergrund die Berge und neben uns die Dünen. Zudem wurde der Sand durch einen großen Strudel oder Sog fortgespült. Das Schauspiel hätte man sich ewig anschauen können, wenn es nicht so windig gewesen wäre. Wir fuhren wieder zurück Richtung Sortland. Wir hielten noch bei einem alten Wikingerdorf, zumindest laut Schild, denn wir konnten leider nichts von dem finden, was auf dem Schild beschrieben wurde. Es führte zwar ein Holzsteg ein Stückchen auf das Gelände hinauf, jedoch war das auch alles und die genauen Karten, die angeblich alles besser beschrieben hätten, waren leider alle. Wir haben auch versucht an verschiedenen Stränden anzuhalten, um dort nach Steinen zu suchen, doch das Wetter wurde nicht besser, sodass dies auch einfach keinen Spaß gemacht hat. Man bekam wirklich schlechte Laune. Wieder zurück in Sortland angekommen, sind wir eine Pizza essen gegangen und waren danach noch in einem Möbelhaus. Hier war gerade Sale und wir konnten zwei Vasen für wirklich wenig Geld ergattern. Danach ging es wieder zurück ins Hotel und wir haben einfach noch ein bisschen gefaulenzt, denn mehr bot Sortland leider auch nicht. Wir hoffen nur, dass das Wetter ab morgen wirklich besser wird, denn heute hat sich unser Reiselaunebarometer doch deutlich nach unten bewegt.

 

12. September 2014 - Fahrt nach Fauske

Wir waren ganz froh heute aus Sortland abreisen zu können, was aber auch mehr oder weniger an dem schlechten Wetter der letzten Tage lag bzw. natürlich auch dem nicht ganz so guten Hotel. Wir sind bis nach Rodingen durchgefahren und haben von dort die Fähre nach Bognes genommen. Wir hatten schon Angst, dass dort keine Fähre mehr kommt, da wir bei dem Fahrplan nicht durchgesehen haben und wir ca. eine Stunde auf die Fähre warten mussten. Die Fahrt hinüber nach Bognes dauerte dann noch einmal eine Stunde. Das Wetter wurde immer besser und somit natürlich dann auch die Sicht, die man auf der Fähre genießen konnte. Die Fjordlandschaft hat einen komplett gefesselt, hinzu kam noch die wunderbare Sonne, die alles hat glitzern lassen. Als wir wieder an Land waren, hielten wir an einem See mit einem kleinen Wasserfall. Kurz danach kam ein Schild für weitere Stromschnellen. Wir hielten am Straßenrand und merkten, dass das Gelände u.a. auch zu einem Campingplatz gehörte. Neben den kleinen Stromschnellen stand ein altes Sägewerk mit Wasserantrieb. Wir fuhren direkt weiter und stoppten als nächstes an einem Rastplatz bei dem alte Felszeichnungen (9000 Jahre alt) zu sehen waren, diese zeigten zwei Rentiere in Lebensgröße. Das Ausfahrtschild wies zu „Hellerstninger“, was so viel wie Felszeichnungen heißt. Als Überschrift stand auf einem Schild „The Rock Art of Sagelva“. Jedoch heißt auch die ganze Gegend hier „Sagelva“. Man konnte schön auf den Felsen klettern und ein kleiner Weg führte zu den großen Felszeichnungen, die direkt über dem Fluss lagen. Wir fuhren weiter und hielten gleich schon wieder. Die Sehenswürdigkeiten flogen wie am Fließband vorbei, auch die Natur zeigte sich in ihrer schönsten Pracht. Wir hielten an einem See mit einem schönen Strand. Das Wasser hatte viele gold-schimmernde glitzernde Partikel und in Stephan erwachte der Goldrausch :) Grundsätzlich konnte man dort auch schöne Fotos machen, denn der See lag direkt vor einer schönen Bergkulisse. Die Berge hier in der Umgebung waren alle rau und gleichzeitig schroff, komplett ohne eine Art von Vegetation. In der Sonne glänzte das Wasser auf den Bergen, dadurch wirkten diese auch gleichzeitig wieder sehr glatt. Überall waren kleine Wasserfälle zu sehen, wie auf Treppenabsätzen flossen sie herunter. Zu was die Natur hier im Stande war, kann man gar nicht in Worte fassen.

Weiter ging die Fahrt bis zum nächsten Halt am Kobbelv Wirtshaus. Hier führte eine Treppe hinunter zu einem Wasserfall und einem See. Neben dem Wasserfall wurde im Zweiten Weltkrieg begonnen einen Tunnel für die Polarbahn in den Berg zu hauen. Danach hielten wir am Hausmannsdorf „Kjelvik“, welches jedoch leider seit August geschlossen hat. Aber anscheinend ist es etwas Ähnliches wie ein Freilichtmuseum, nur in sehr klein. Ohne weitere Unterbrechungen „konnten“ wir dann nach Fauske durchfahren. Wir checkten schnell ein und unser Zimmer wurde sogar geupgradet. Unser erster Eindruck: schöne Stadt, in der es alles gibt und ein schönes sauberes Hotel. Danach setzten wir uns wieder ins Auto, um zu den Saltstraumen zu fahren. Auf dem Weg dorthin sahen wir tatsächlich einen Elch auf einer Wiese stehen. Wir wendeten, doch sobald uns der Elch sah, war er auch schon im Wald verschwunden. Das war dann schon der Zweite. Vor den Saltstraumen kam noch eine andere kleine Brücke mit einer Ausfahrt. Hier hatte man einen wunderschönen Ausblick und konnte auf den Felsen klettern. Die Felsen hatten eine unglaubliche Optik, teilweise, als hätte man Riefen hinein geschliffen. Als wir dann bei den Saltstraumen angekommen sind, tat sich noch nichts im Wasser. Wir fuhren über die Brücke um den Parkplatz zu finden. Dann wieder zurück und sind auf gut Glück den nächsten Abzweig hineingefahren und wir waren tatsächlich auf dem richtigen Parkplatz mit Infotafel und Informationszentrum (jedoch bereits geschlossen). Wir informierten uns kurz über die Gezeiten-Zeiten und sahen, dass die nächste Ebbe um 20:21 Uhr einsetzen sollte, also eigentlich noch 2 ½ Std. Wir gingen dennoch hinunter zum Fluss und konnten unseren Augen kaum trauen, denn es sprudelte wirklich bereits ein bisschen und innerhalb kurzer Zeit ging es dann richtig los. Irgendwie müssen die Zeiten an der Tafel anderes gelesen oder gedeutet werden. Die Strudel und Wirbel die sich dort zeigten, wirken extrem bedrohlich und man möchte nicht zu nah ans Wasser herangehen. Wir beobachten ein paar Angler und sahen dem Strom zu. Die Landschaft und das Wetter machten alles nur noch viel schöner. Zudem ging auch bereits die Sonne unter, sodass wir auch noch den Sonnenuntergang an den Saltstraumen genießen konnten. Wie einzigartig, zumindest für uns. Nach einer Weile sind wir dann wieder nach Fauske gefahren und haben auf einer Wiese unseren dritten Elch gesehen. In Fauske waren wir noch kurz einkaufen, so u.a. auch ein leckeres Eis fürs Abendessen und sind dann gleich in das direkt nebenan liegende Hotel zurückgegangen. Wir machten es uns vor dem Fernseher gemütlich und genossen unsere kleinen Errungenschaften sowie das schnelle WLAN, denn das war hier in den Hotels auch manchmal schon Mangelware. Fauske wäre tatsächlich eine Stadt, in der wir uns hätten vorstellen können, zu leben. Schön übersichtlich und dennoch alles vor Ort, alles wirkt so friedlich und ist dennoch modern und schön. Die perfekte Kombination, falls man einmal auswandern möchte und nicht so viel Trubel sucht.

 

13. September 2014 - Fahrt nach Mosjøen

Unser erster Halt heute war mal wieder an einer Baustelle, an der wir ca. 15 Min. standen. Eine Weile begleitete uns ein Fluss, was sicherlich der Luonosjahka war, hier hielten wir kurz an, um für unseren Steinkopf ein paar Steine zu sammeln. Das Flussbett bot viele schöne runde Steine, sodass wir tatsächlich diesmal auch welche gefunden haben. Weiter ging die Fahrt direkt zum Nationalpark-Center, welches für ein paar Parks Karten bereithielt. Nebenan waren noch eine Gaststätte und ein Souveniershop in dem wir zwei T-Shirts kauften. Ein Stück nach dem Center sahen wir im Wald am Straßenrand eine Hängebrücke. Wir hielten natürlich an und gingen hinüber. Da es eine kleine Brücke war, durfte nur eine Person die Brücke betreten. Diese führte zum Dypen Naturreservat, unterhalb floss ein schöner Fluss mit klarem Wasser. Kurze Zeit später wurde die Landschaft wieder so karg wie am Nordkap. Im Hintergrund waren schneebedeckte Berge zu sehen. Als nächstes hielten wir an einem Rastplatz, um ein paar Fotos zu machen. Kurz danach kam auf der Strecke auch schon das Polarkreis-Center, welches leider bereits geschlossen hatte. Somit verließen wir langsam wieder die nördliche Region, im Hinterkopf hatten wir damit auch leider das bevorstehende Ende unserer Reise. Ringsherum wurden von vielen Leuten extrem viele Steinskulpturen gebaut, sogar gravierte oder beschriftete Platten haben diese dort angebracht. Beim nächsten Mal müssen wir auch einen Edding mitnehmen, damit wir auch mal Steine oder so beschriften können. Danach ging es wieder weiter, die Vegetation nahm wieder zu und wir steuerten die Höhle „Gronligrotta“ an. Die Höhle war leider auch bereits geschlossen, Öffnungszeiten haben wir nicht gefunden. Auch wenn die Höhle ohne Guide eigentlich nicht betreten werden darf, sind wir den kurzen Weg hinunter gegangen und haben zumindest mal hinein geschaut, soweit haben unsere Taschenlampen noch gereicht. Die gleiche Straße führte auch zum Svartisen Gletscher und somit eigentlich auch einer Gletscherzunge, doch als wir bei dem zweifelhaften Parkplatz angekommen sind, war der Rest der Straße gesperrt. Es ging nur zu Fuß weiter, da auch der Bootsweg ab Ende August nicht mehr zulässig war. Da es aber ein 10 km langer Trail bis zum Gletscher ist – also 10 km hin und 10 km wieder zurück und es fing auch gerade wieder an zu regnen, beschlossen wir den Trail auf den nächsten Norwegen-Urlaub zu verschieben, wenn wir mehr Zeit im Gepäck haben. Allgemein könnten solche Informationen schon alle an der Hauptstraße angebracht werden. Heute haben wir wieder den Unterschied zwischen Tourismus in Norwegen und Kanada gemerkt. In Norwegen wird den Besuchern vieles nicht so einfach und leicht zugänglich gemacht, meist scheitert es schon an der Ausschilderung und dann an dem Ausbau der Wege. Ein Land, was so viel zu bieten hat, könnte die Nationalparks und natürlich auch die vielen anderen Sehenswürdigkeiten viel besser präsentieren. Die Straßen und Wege sind jedoch alle beeindruckend und wunderschön. Die schöne Landschaft braucht sich überhaupt nicht zu verstecken. Wieder auf der E6 angekommen, hielten wir an der einzigen Doppelbogen-Brücke Nord-Norwegens. Diese stammte aus dem Jahr 1927. Kurz danach fuhren wir durch Mo i Rana, die Stadt sah leider nicht sehr einladend aus, zumal es sich jetzt auch langsam wieder einregnete. Also fuhren wir direkt weiter nach Mosjøen. Die Stadt wirkte wie fast alle Städte hier sehr sauber, die Altstadt ist sehr schön. Da die Sicht so schlecht ist, haben wir allerdings ringsherum nicht so viel sehen können. Das Hotel ist zwar nicht mehr das neuste, aber vollkommen ausreichend und der Bereich der Rezeption war allgemein eigentlich schön rustikal eingerichtet. Wir machten uns danach auf die Suche nach etwas Essbaren. Es wurde mal wieder Pizza, da die Auswahl wieder sehr begrenzt war. Das Restaurant war aber super und sehr modern eingerichtet. Wir genossen das leckere Essen und damit fand der Tag wieder einen schönen Ausklang.

 

14. September 2014 - Fahrt nach Trondheim

Heute steuern wir Trondheim an. Unser erster Halt war bei den Laksforsen. Leider versperrt das Restaurant dort, welches auch noch zu hatte, die Sicht, sodass man nur ein paar Fotos vom Ende des Weges machen konnte. Kurz darauf kam ein See, an dem wir gehalten haben, um ein paar Fotos zu machen. Schon passieren wir die Nord-Norge-Porten, wo wir kurz gehalten haben, um uns die Karten dort bzw. die Infotafeln anzuschauen. Ein paar Kilometer weiter gab es einen schönen Rastplatz an einem Fluss, an dem wir eine kleine süße Ente gefüttert haben. Weiter ging die Fahrt zum Fiskumsfossen. Das Museum bzw. das Restaurant hatte auch bereits geschlossen. Man konnte jedoch noch unten zum Wasser gehen und hat sogar noch ein paar Fische springen sehen. Die Umgebung war wieder einzigartig. Weiter ging die Fahrt auf der E6 und wir fanden noch die Formofossen, ein sehr schöner Wasserfall, von dem wir vorher noch nichts gelesen hatten. Beim Binnensee „Snåsavatnet“ sind wir eingebogen zu den Felszeichnungen von Bøla. Zu den Zeichnungen führte ein kleiner Trail. Das lebensgroße Rentier ist noch gut erhalten. Die anderen Zeichnungen sind jedoch bereits stark beschädigt. Wir fuhren weiter in Richtung Steinkijer. Irgendwo haben wir bei einem Wohnmobilhändler gehalten, mal einen Blick in die Wohnmobile und Wohnwagen riskiert und dabei noch mehr Blut geleckt. Die Vorteile eines Wohnmobils wurden uns in diesem Urlaub richtig klar und wir träumen davon, den nächsten Urlaub in unserem eigenen Wohnmobil zu erleben und die Länder zu bereisen. Aber erst einmal genug geträumt. Direkt neben dem Händler war ein Einkaufszentrum mit einem McDonalds. Endlich mal etwas Warmes zu Essen. Das vermisst man auf den Strecken leider, da es nicht viele Rastplätze mit Versorgung oder Restaurants gibt. Auch die vegetarische Auswahl in den Restaurants ist meistens eher begrenzt. Da wäre ein Wohnmobil eben auch wieder von Vorteil, da man dann die Küche selbst dabei hat. Nur scheinen auch alle anderen so gedacht zu haben, denn die Schlange in dem McDonalds war extrem lang und Sitzplätze ließen zu wünschen übrig. Also sind wir hungrig wieder weitergefahren. Wir erreichten die Anlage von Steinkjer, die Kirche war schön, jedoch mal wieder geschlossen, sodass man die im Reiseführer erwähnten Fresken nicht anschauen konnte. Wir gingen noch kurz in das dortige Center, jedoch gab es dort auch nicht viel zu sehen, hier scheinen immer Theaterfestspiele stattzufinden. Auf dem Rückweg kam auch noch eine Ausfahrt zu einer Klosterruine. Anscheinend das Monkeby Kloster. Durchgesehen haben wir aber nicht so richtig. Wir kamen zu einem Wohnhaus, bei dem „Kapelle“ stand. Die eine Mauer des Gebäudes sah so aus, als hätte sie mal zu einer Ruine gehört, man kann doch aber nicht auf einem Privatgrundstück umherlaufen. Als wir dann nach längerem Suchen doch bei einer Ruine herausgekommen sind (evtl. gehörte das gesamte Gebiet mal zu dem Kloster) hörten wir im Hintergrund ständig Schüsse, bei dem Schall des Knalls wollten wir schon gar nicht mehr aus dem Auto aussteigen, aus Angst ein Querschläger könnte uns treffen. Wir wagten es dennoch und schauten uns das Gelände an, so viel gab es allerdings nicht zu sehen. Wir haben uns allerdings in das dortige Gästebuch eingetragen, welches in einer Kiste lag. Als wir wieder zurückgefahren sind, haben wir auf einem großen Feld Kinder (!) auf Tontauben schießen sehen. Daher kamen also die Schüsse. Dennoch – sind die nicht ein wenig zu jung für den Umgang mit Waffen? Nach weiteren Recherchen am Ende unserer Reise haben wir herausgefunden, dass das neue Haus tatsächlich das Wohnhaus der derzeitig dort lebenden Mönche ist. Es wurde also ein neues Kloster gebaut, ca. 1,5 km weit weg von den Ruinen des tatsächlichen Munkeby Klosters. Somit ergab der ganze Wirrwarr doch einen Sinn. Wir fanden noch die Ausfahrt zur Burganlage „Steinvikholmen“. Es war ein sehr schönes Gebiet und wir fuhren hinunter zur Burg. Wie eigentlich fast alles, war die Burg nicht geöffnet, was aber nicht störte, da es eher auf die Umgebung ankam, denn die Burg war vom Meer umgeben und die Sonne begann unterzugehen und wir konnten somit den Sonnenuntergang genießen. Wir liefen auch einmal um die Burg herum, um evtl. einen Blick in die Burganlage zu riskieren, jedoch sind die Mauern gesicherter, als man auf den ersten Blick denkt. Wir setzten uns wieder in Bewegung, schließlich mussten wir noch bis nach Trondheim fahren. Bereits als wir in Trondheim hineingefahren sind, haben wir schon bereut, nicht einen Tag länger hier eingeplant zu haben, denn die Stadt ist sehr schön und sogar technisch sehr weit, aber vor allem bietet sie auch sehr viel. Auch in dieser Stadt gibt es noch viele alte Holzhäuser, neben modernen Gebäuden, es passt aber dennoch alles super zusammen. Alles ist sauber und übersichtlich. Ein weiterer Besuch lohnt sich auf alle Fälle. Wir waren noch schnell etwas bei Burger King essen und sind dann noch ein bisschen durch die Stadt gelaufen. Im Deli de Luca haben wir uns noch mit Süßigkeiten versorgt, so u.a. auch Reeses und Jelly Beans. Allgemein gab es viele amerikanische Sachen dort. Danach ging es dann wieder zurück zum Hotel, schließlich liegt auch morgen wieder ein langer Tag vor uns und Norwegen wartet darauf weiter von uns erkundet zu werden.

 

15. September 2014 - Fahrt nach Skjolden

In Trondheim waren wir heute zunächst noch beim Nidarosdom. Das Wetter war noch nicht klar erkennbar, denn es war sehr nebelig, was aber bei dem Dom genau die richtige Wirkung hatte. Allgemein sieht der Dom aus wie der kleine Bruder von Notre-Dame in Paris. Danach fuhren wir dann zuerst durch ein Skigebiet und hielten bei „Magalaupet“ an. Hier „frisst“ sich der Fluss Driva durch den Fels und schlängelt sich jetzt im Zickzack hindurch und hat dabei beeindruckende Spuren hinterlassen. Wir verschafften uns einen Überblick und fuhren dann auch schon wieder weiter. Was man noch anmerken sollte: Die Musiksender in Norwegen und Schweden sind viel besser als die deutschen. Sie spielen nur aktuelle Musik und sogar immer mal wieder Metall. Der nächste Halt war am Viewpoint Snøhetta. Hier führte ein Trail hoch zum Aussichtspunkt und man erhielt einen schönen Blick auf die komplette Landschaft und das Gebirge des Dovrefjell-Nationalparks. Als wir den langen Weg wieder heruntergegangen sind, haben wir bemerkt, dass der Autoschlüssel weg ist. Erst wollten wir wieder hoch gehen, doch wir hatten Glück, denn als wir uns umdrehten, lag der Schlüssel mittig auf dem Weg direkt ein paar Meter vor uns. Da hatten wir wieder „Schwein“ gehabt. Weiter ging die Fahrt, atemberaubende Landschaft soweit das Auge reichte. Wir steuerten Dovre an und hielten dort bei einem Souveniershop und einer Konditorei. Eine Konditorei in Norwegen kann man noch nicht einmal mit einer kleinen Bäckerei in Deutschland vergleichen. Das Angebot war sehr begrenzt und dem Gebäck wird ein seltsames Gewürz hinzugegeben, welches zumindest mir nicht so gut schmeckte. In Nord-Sel bogen wir von der E6 ab. Nord-Sel ist ein schönes Dorf mit vielen alten Gebäuden bzw. Höfen.Unser nächstes Ziel ist Lom. Die Strecke war sehr schön. Man sah viele alte Höfe, die noch die Originalgebäude von früher nutzten. Wir folgten dem Fluss Otta. In Lom haben wir uns die dortige bekannte Stabkirche nur von außen angeschaut, denn die Eintrittspreise empfanden wir als zu hoch. Das war es uns dann doch nicht wert. Weiter ging die Fahrt dann Richtung Skjolden, unserem Endziel für heute. Wir nahmen dann jedoch noch den Abzweig zur Juvashytta – eine 15 km lange Bergstraße, die sehr beeindruckend war. Zwar wurde sie dann kostenpflichtig, aber die 100 Kronen haben sich für diese atemberaubende und wunderbare Aussicht komplett gelohnt. Der Weg nach Oben war sehr abenteuerlich, teilweise hat man nicht gesehen wo die Straße als nächstes weitergeht, sodass man schon manchmal ein flaues Gefühl im Magen hatte, obwohl man wusste, dass die Straße sicher ist. Oben angekommen lag noch Schnee, bzw. sahen wir die umliegenden Gletscher sowie den Eingang zu dem leider geschlossenem Eistunnel. Der Eistunnel führt in einen Gletscher, sodass man diese Eismassen tatsächlich auch einmal von unten bewundern kann. Es werden zu bestimmten Jahreszeiten auch Gletschertouren über den Styggebreen zum Goldhoppingen angeboten. Wir haben uns ein bisschen umgeschaut, alles bestaunt und sind die Serpentinen wieder heruntergefahren. Zwischendurch hielten wir immer mal wieder an, um die Aussicht zu genießen, denn auch hier boten sich uns wieder Superlative. Uns kam in der ganzen Zeit nur ein Auto entgegen, sodass wir diese Magie der Natur auch komplett genießen konnten und natürlich auch halten konnten, wo wir wollten. Wir fuhren wieder auf die RV55 und nach ein paar Kilometern kam ein schöner Rastplatz, der nur für Pkws geeignet war, denn dieser wurde direkt in einen Waldabschnitt gebaut, ohne dass die Bäume gefällt wurden. Daneben lag auch ein Fluss. Die Fahrt ging weiter auf der RV55, also der Sognefjellsveien und in der Entfernung vorbei am Jotunheimen Nationalpark. Auf der Strecke haben wir mehrfach angehalten, denn es gab sehr viel zu sehen. Viele Gletscher, Wasserfälle, Seen, Flüsse und mehr. Die Strecke war extrem beeindruckend und wir sind diese wirklich staunend entlang gefahren. Man wusste nicht, wo man zuerst hingucken sollte. Wir hielten so oft, dass wir schon fast hätten das Auto schieben können. Hinzu kam das grandiose Wetter, welches wir heute schon den ganzen Tag haben. Purer Sonnenschein, der die Schneekuppen wunderschön schimmern lässt und das Farbenmeer der Pflanzen betonte. Was für eine Straße! Kurz danach hielten wir noch an einem Rastplatz mit einer kleinen Erhöhung. Hier waren auch noch weitere Urlauber, die u.a. eine Kamera auf ihrem Auto befestigt haben und den Pass damit entlang gefahren sind. Ich glaube nur so kann man wirklich zeigen wie eindrucksvoll diese Landschaft hier ist, denn nur mit Fotos ließen sich diese Bilder einfach nicht einfangen. Das Gesamtbild ist das Unglaubliche. In Skjolden angekommen, mussten wir leider feststellen, dass die Saison hier auch wirklich bereits komplett vorbei war, denn kein Geschäft oder Restaurant hatte mehr offen, selbst das Hotel lief nur noch auf Sparflamme, da dieses auch am Ende der Woche komplett bis zum nächsten Sommer schloss. Dafür waren wir genau zum Sonnenuntergang am Hotel angekommen und sind dann hinaus zum Steg hinter dem Hotel gegangen und sahen das schöne Schauspiel der untergehenden Sonne am Fjord. Welch ein Ausblick, den wir auch noch aus unserem Hotelzimmer genießen konnten. Dieses Nordende des Sognefjords heißt Lustrafjord. Der Sognefjord ist der am längsten ins Festland reichende und tiefste Fjord Europas (204 km) und Skjolden liegt auch direkt am Ende des Fjords.

 

16. September 2014 - Fahrt nach Eidfjord

Leider war das Hotel nicht das Beste, zwar reichte es zum Schlafen, aber für den Preis hätte man wirklich mehr erwarten können. Das Frühstück war eher spärlich bzw. karg, da wir – so kam es uns vor – auch die einzigen Gäste im Hotel waren, wurde anscheinend kein großer Rummel mehr betrieben. Am Fenster des Frühstücksraums hat jedoch eine kleine Meise am Fenster gesessen und zu uns hinein geschaut und uns beobachtet. Man hätte ihr am liebsten etwas von dem Toast gegeben. Wir checkten dann aus und fuhren auch schon los. In Gaupne haben wir dann das erste Mal angehalten um mal wieder einkaufen zu gehen. So viele Märkte gibt es auf der Strecke nicht, sodass man größere Einkaufsmöglichkeiten nutzen muss. Danach ging die Fahrt weiter und wir schauten uns die Stabkirche Urnes an. Diese war von außen nicht ganz so imposant, wie die in Lom, jedoch ist das Nordportal mit schönen Schnitzereien verziert und sie wurde sogar in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen. Anschließend mussten wir die Fähre von Mannheller nach Fodnes nehmen. Da diese alle 20 Minuten fährt, war unsere Wartezeit äußerst gering. Die Aussicht bei der Überfahrt war unglaublich. Wir hätten den Ausblick noch eine Weile genießen können, jedoch war die Überfahrt dann auch schon wieder zu Ende. Ein Stückchen der Strecke fuhren wir jedoch noch am Sognefjord entlang. Das Wetter ist auch heute wieder auf unserer Seite – purer Sonnenschein und fast 20 °C. Unser nächster Halt war in Lærdal und wir haben uns die Altstadt „Gamle Lærdalsøyri“ angeschaut. 161 Holzgebäude repräsentieren den Baustil des 18. und 19. Jahrhunderts. Besonderes gefallen hat uns das Hotel „Lindstrøm“. Kurz nach dem Ort fing der längste Straßentunnel der Welt an, der Lærdalstunnel mit 24,5 km. Leider versperrt er die Sicht nach Draußen, aber damit die Durchfahrt nicht ganz so langweilig wird, waren drei Abschnitte mit blauem Licht eingerichtet, sodass es aussieht, als würde man durch Eis fahren. Danach kamen wir schon in Flam an. Hier herrschte ein Touristentrubel, den wir gar nicht mehr gewohnt waren und auch nicht so richtig nachvollziehen konnten. Aber immerhin gab es einen großen Souveniershop, in dem wir ein bisschen stöbern konnten. Wir fuhren wieder weiter und hielten beim Naerfjord und dem dortigen Fährhafen an. Es führte eine Strecke am Fährhafen vorbei, jedoch wurden hier gerade Bauarbeiten durchgeführt, sodass wir nicht wussten, ob man dort noch weiter fahren durfte. Also probierten wir es lieber nicht und haben unseren ursprünglichen Weg wieder aufgenommen. Unser nächster Stopp war dann bei den Tvindefossen. Allerdings war der Zugang direkt zum Wasserfall gesperrt, da es Besitz von dem dortigen Campingplatz war. Aber die Wasserfälle sehen auch vom Anfang des Weges aus sehr schön aus. Die Fahrt ging wieder weiter nach Voss zum Bordalsgjelet, die Schlucht mit den Gletschertöpfen war sehr beeindruckend, nur irgendwie wieder nicht richtig ausgeschildert, jedoch haben wir es ja wieder nach viel Eigeninitiative doch gefunden. Gott sei Dank leben wir bereits im Zeitalter der Smartphones mit mobilem Internet, denn so konnte man doch ab und an mal etwas nachschauen. Wir fuhren den dortigen Waldweg hinauf und kamen zu einem Punkt, von dem man aus einen super Überblick auf Voss hatte. Dann ging die Fahrt schon wieder weiter zu den Skjervefossen. Wir hielten hier kurz am dortigen Rastplatz und fuhren dann weiter auf den Hardangervegen, entlang des Hardangerfjords. Auch von hier hatte man wieder eine atemberaubende unglaubliche Aussicht. Wir machten einen Abstecher nach Norheimsund zu den Steindolsfossen – ein Wasserfall unter dem man hindurch laufen kann. Es war zwar touristisch ausgebaut, aber dennoch irgendwie cool, zumal wir auch hier wieder alleine waren, nachdem die japanische Busgruppe verschwunden war, aber so lange haben wir einfach noch gewartet. Danach fuhren wir wieder das Stück zurück und steuerten Eidfjord an. Die Strecke war sehr Tunnelreich, was uns ehrlich gesagt stark störte, da die Naturwege natürlich immer schöner sind, im Tunnel sieht man nichts, aber auch gar nichts von dem schönen Land, also was bringt einem das dann? Wir passierten einen neuen Tunnel, in dem es sogar Kreisverkehre im Tunnelnetz gab. Wir wussten nicht einmal, dass so etwas möglich ist. Direkt nach dem Tunnel bzw. direkt an den Tunnel schloss eine neue riesige Brücke an, die wiederum zu einem Tunnel führte, die Hardangerbrua. Die Strecke war vor kurzem noch eine Fährstrecke, denn den alten Fährhafen konnte man noch sehen und im Navigationsgerät war die Strecke auch noch als Fährstrecke ausgewiesen. Außerdem war der Mautbetrag für Tunnel und Brücke extrem hoch, wir haben uns richtig erschrocken. Direkt nach der Tunnelausfahrt kam ein Rastplatz, von dem aus man zu einem Viewpoint laufen konnte. Von hier hatte man einen schönen Blick auf die Brücke und konnte sogar als Fußgänger ein Stück in den Tunnel hinein gehen. Wäre man den Weg noch weiter nach unten gegangen, hätte man auch zu Fuß über die komplette Brücke gehen können, jedoch musste man den Weg natürlich auch wieder zurück laufen, denn auf der anderen Seite gab es ja keinen Ausgang. Im Übrigen wurde auch hier wieder mit Lichtern und Farben gespielt. Der Fußgängereingang wurde u.a. mit Regenbogenfarben beleuchtet. Danach fuhren wir nach Eidfjord durch. Wir wollten eigentlich noch zu den Voringsfossen fahren, jedoch lagen diese hinter Eidfjord und auf der Strecke war mal wieder eine Baustelle, bei dir wir hätten länger warten müssen. Also entschieden wir uns dazu, das auf morgen zu verlegen, da es ja sowieso auf der Strecke liegt. Wir gingen etwas essen und dann wieder zurück ins Hotel. Die Umgebung war jedoch sehr schön und das Hotel hatte eine super Lage, direkt am Wasser. Unsere Pläne Norwegen nicht mehr zu verlassen, befürworten sich von Tag zu Tag.

 

 

Malselvfossen

Honnigsvag

Wasserfall Skarvbergvika Bay

Blick auf Alta Fjord

Felszeichnungen Hjemmeluft

Øksfjordjøkelen“ am Jøkelfjord

Wasserfall Norwegen

Albino Bär "Salt" Polar Park

Fjordlandschaft Norwegen

Strand bei Andenes

Strand bei Andenes

Gelände Wikingerdorf

Aussicht Fähre nach Bognes

Stromschnellen mit Sägewerk

bei "The Rock Art of Sagelva"

See bei Kobbel Wirtshaus"

auf den Weg zu den Saltstraumen

 bei den Saltstraumen"

Hängebrücke Dypen Naturreservat

Landschaft Norwegen

beim Polarkreis-Center

bei der Grolingrotta

Laksforsen

Fiskumsfossen

Felszeichnungen von Bola

Kirche Steinkjer

Ruine Monkeby Kloster

Burganlage Steinvikholmen

Nidarsdom, Trondheim

Magalaupet

Weg Viewpoint Snohetta

Stabkirche in Lom

RV55, Sognefjellsveien

Skjolden, Lustrafjord

Stabkirche Urnes

Aussicht Fähre nach Fodnes

Gamle Laerdalsyori

Tvindefossen

Bordalsgjelet, Voss

Aussicht Hardangervegen

Hardangerbrua

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