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  • Stephan Lorenz

Reisebericht unserer Wohnmobilreise nach Norwegen und Schweden in 2021



Ihr könnt nun auch den vollständigen Reisebericht unserer Wohnmobilreise nach Norwegen und Schweden von 2021 nachlesen. Auch die Youtube-Videos folgen jetzt wieder wöchentlich.


Warum wieder der hohe Norden? Während Corona kamen teilweise nicht viele andere Urlaubsländer u.a. auch aufgrund der Regularien in Betracht, zudem suchen wir selbst immer eine Mischung aus Ruhe, wunderschöner Landschaft und guter Camping-Infrastruktur. Es zieht uns daher einfach immer wieder nach Skandinavien und da während der Corona-Jahre allgemein wenige Urlaube zustande gekommen sind, sollte unser einziger richtig großer Urlaub in 2021 z.B. auch unbedingt für uns ein absolutes Highlights sein. Daher wieder Norwegen :-)


Für diese Reise nahmen wir mal wieder die Fähre von Hirtshals (Dänemark) nach Kristiansand (Norwegen), da wir vorhatten, anfangs zunächst mal wieder die Küstenregion Südnorwegens zu erkunden, um uns dann langsam dem Norden zu nähern.


Auch in diesem Urlaub standen wieder ein paar Wanderungen auf unserer "Wunschliste", ein paar davon konnten wir umsetzen, ein paar andere mussten wir aufgrund des Wetters für andere Urlaube vorbehalten. Unsere Route führte uns also zunächst die Küste entlang zum südlichsten Punkt Norwegens, dem Lindesnes Fyr. Von dort ging es weiter zum Startpunkt der Wanderung auf das Brufjell bzw. zu den Brufjell-Höhlen (Brufjellhålene). Da der Abstieg zu den Brufjell-Höhlen eher als abenteuerlich einzustufen ist (man klettert herab an Metallstufen und Ketten), mussten wir uns ziemlich überwinden, der Abstieg kostete uns dabei deutlich mehr Überwindung als dann der Aufstieg. Wahrscheinlich ist es einfach besser hinauf, statt hinunter zu schauen und zurück musste man ja irgendwie ;-)


Wir blieben zunächst weiter an der Küste und fuhren in Richtung Stavanger. Wir besuchten den wunderschönen kleinen Fischerort Sogndalstrand, ein paar Leuchttürme und endlich - nach so vielen Norwegen-Urlauben - auch das Denkmal "Sverd i fjell" bei Stavanger. Danach verließen wir die Küste und fuhren die Landschaftsroute Ryfylke (nasjonale turistveger), die Strecke war wunderschön und auf dem Weg liegt auch der schöne Svandalsfossen, bei dem sich ein kurzer Stopp auf alle Fälle lohnt. Wir kamen nun in die Region des Folgefonna Gletschers bei Odda und wanderten dort zur Gletscherzunge Buarbreen. Da wir schon in der Region waren, wollten wir auch noch einmal zum Bondhusvatnet wandern. Wir waren etwas erstaunt, denn die Parkflächen wurden - im Gegensatz zu unserem letzten Besuch - deutlich erweitert. Wenig später wussten wir warum, denn es herrschte für norwegische Verhältnisse ein unglaublicher Andrang. Wir gingen daher selbst auch nur bis zum See, machten schnell ein paar Fotos und gingen dann direkt wieder zurück. Wir machten im Anschluss einen kurzen Abstecher zum Vøringsfossen, um uns die neuen Plattformen anzuschauen, die nun einen optimalen Einblick in die Schlucht und auf den Wasserfall ermöglichen. Danach fuhren wir weiter zum Viewpoint Stegastein bzw. hinauf aufs Aurlandsfjell und genossen einfach wieder einmal mehr diese wunderschöne Landschaft. Wir näherten uns nun auch schon wieder der nächsten Hochebene, dem Sognefjellet (Fahrt auf der Fv 55). Auf dem Weg entlang der Fv 55 kommt man auch am Molden vorbei, der Wanderparkplatz ist entlang der Straße ausgeschildert, liegt aber etwas abseits. Die Wanderung auf den Molden können wir nur empfehlen, die Aussicht auf den Lustrafjord bzw. Sognefjord ist einfach überragend. Einen weiteren Stopp entlang der Fv 55 legten wir beim Nigardsbreen ein. Wir waren ziemlich zeitig dort, weshalb sich der Andrang noch in Grenzen hielt. Die Wanderung war wieder einmal sehr schön, auch wenn wir etwas schockiert waren, wie weit sich der Gletscher seit unserem letzten Besuch zurückgezogen hat. Das Sognefjellet, welches wir als nächstes erreichten, zog uns mal wieder in seinen Bann. Es ist einfach immer wieder zu schön dort oben und einfach überragend. Es bleibt einfach unsere Lieblingsstraße in Norwegen :-) Wir wollten als nächstes zum Trollstigen und hielten auf dem Weg dorthin kurz beim Geirangerfjord, leider war das Wetter nicht so schön, weshalb wir es bei ein paar Fotos beließen. Beim Trollstigen angekommen, war unser primäres Ziel nicht der Weg die kurvige Straße herunter, sondern ein Wanderweg, der uns weiter hinaufführte, nämlich zum Bispevatnet.


Wir wollten nun wieder an die Küste und hofften auf besseres Wetter, leider blieb es etwas verregnet, sodass die Wanderungen, die wir dort geplant hatten, ins Wasser fielen. Dafür fuhren wir die berühmte Atlantikstraße entlang und genossen einfach ein bisschen die Aussicht. Wir blieben weiterhin an der Küste und kamen zur nächsten Landschaftsroute, der Helgelandskysten. Bei Brønnøysund wanderten wir zum Loch des Torghatten. Der kurze Wanderweg wurde inzwischen insoweit "präpariert", dass er leicht zu gehen ist, der Ausblick ist aber weiterhin wunderschön :-) Wir wollten nun weiter in den Norden und passierten auf dem Weg zum Rago Nationalpark den Polarkreis. Wir nutzten noch den letzten Tag mit Sonnenschein im Norden Norwegens für unsere Wanderung zum Litlverivassforsen bzw. Litlverivatnet. Danach mussten wir dann komplett umdisponieren, denn der Wetterbericht hatte keine besonders gute Nachrichten für uns. Es sollte durchgängig für zwei Wochen verregnet bleiben im Norden, weshalb wir nach langem Hin und Her entschieden, rüber nach Schweden zu fahren. Nach zwei Fahrtagen kamen wir in Östersund an und besuchten dort endlich mal das Jamtli Museum, welches wir jedem nur ans Herz legen können. Nicht nur das Freilichtmuseum, welches immer geöffnet ist, ist sehr sehenswert, sondern auch die Ausstellung historischer Fundstücke. Besonders die gut erhaltenen Wikingerteppiche sind ein Highlight und natürlich auch das Aushängeschild des Museums. Auf dem Weg zurück nach Norwegen hielten wir noch beim Ristafallet und dem größten Wasserfall Schwedens, dem Tännforsen.


Unser nächstes Ziel war der Dovrefjell Nationalpark - wir versuchten nochmals unser Glück - und wanderten den Moskusstien entlang, um endlich ein paar Moschusochsen vor die Linse zu bekommen :-) Unser diesjähriger Versuch war auch von Erfolg gekrönt. Eine Weile konnten wir zwei dieser "Tierchen" beobachten. Wir waren so fasziniert und dankbar für dieses Erlebnis.


Vom Dovrefjell verschlug es uns in den nächsten Nationalpark - zum Rondane. Es gibt für Wanderungen in den Rondane Nationalpark mehrere Ausgangspunkte, wir wählten diesmal den Startpunkt Mysusaeter. Auch dort bieten sich so viele verschiedene Wandermöglichkeiten, dass wir uns aufgrund der Zeit auf mehrere kleinere Wanderungen beschränkten. Danach näherten wir uns der Landschaftsroute Valdresflye, wo wir auf das Pendant des Besseggen wanderten, den Knutshøe. Auch von hier kann man einen schönen Ausblick auf den Gjende genießen, doch überragender ist noch die Aussicht auf den Øvre Leirungen. Auch bei dieser Wanderung gab es wieder zwei kleinere Kletterpassagen, für die man die Hände zur Hilfe nehmen muss.


Wir mussten nun wieder die Südküste von Norwegen ansteuern, denn das Ende unserer Reise näherte sich in schnellen Schritten. Wir steuerten wieder Stavern an und blieben in dieser Umgebung, z.B. waren wir noch beim Geopark und Strand Mølen bei Nevlunghavn. Die steinige Küste ist nicht nur Teil eines der weltgrößten Naturdenkmäler der letzten Eiszeit, auf dem Strand befinden sich auch noch mehrere Hügelgräber, also wirklich sehr sehenswert. Wir schlossen unsere Reise - bevor wir wieder mit der Fähre nach Dänemark fuhren - mit einer Stippvisite in Lillesand ab.


Die komplette Reise könnt ihr natürlich wieder ausführlich im Reisebericht nachlesen und in bewegten Bildern auf Youtube anschauen :-)





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