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  • Stephan Lorenz

Reisebericht unserer Wohnmobilreise nach Frankreich 2022



Ihr könnt jetzt den Reisebericht unserer Wohnmobilreise nach Frankreich 2022 nachlesen. Es hat uns im September/Oktober 2022 nochmals in die Normandie und die Bretagne verschlagen. Den Rückweg bestritten wir dann spontan durch das Tal der Loire, wo wir uns ein paar der wunderschönen Schlösser anschauten. Wie immer folgen auch die Videos bei Youtube.



Unsere Reise startet zunächst mit einer etwas längeren Anfahrt und auch als wir in Frankreich angekommen sind, brauchten wir zunächst etwas Zeit, bis wir uns wieder zurechtgefunden bzw. eingelebt hatten. Leider haben uns gerade die Parksituationen anfangs wieder den letzten Nerv geraubt, Verbote, Höhenbeschränkungen und zu wenig Platz ließen uns etwas verzweifeln. Aber wir haben uns dann entsprechend darauf eingestellt und immer vor dem Anfahren eines Zieles geprüft, wo und wie wir dort parken können und somit konnten wir diesen Stressfaktor abschalten. Wir fingen natürlich unsere Tour in der Normandie an, erstes größeres Ziel sollte dann Étretat mit der wunderschönen Kreideküste werden. Es war natürlich wieder relativ viel los, doch umso weiter man geht, umso ruhiger wird es. Außerdem muss man noch etwas auf die Tageszeit achten, wie immer: sehr früh und sehr spät eignet sich am besten ;-) Unser nächster Abstecher führte uns zur schönen Hafenstadt Barfleur, wo sich auch ein super Stellplatz befindet. Wir steuerten sehr viele Strände in diesem Urlaub an, weshalb diese in der Zusammenfassung hier nicht alle einzeln aufgeführt werden. Auf dem Weg zum Nez de Jobourg legten wir noch einen Stop am Plage d’Ecalgrain ein, den wir komplett für uns hatten. Der Stellplatz am Nez de Jobourg ist eigentlich nicht mehr richtig offiziell, da aber dennoch so viele Womos sich hier für die Nacht niederließen blieben wir ebenfalls, denn abends kann man dort an den Klippen einen wunderschönen Sonnenuntergang genießen. Den morgen starteten wir mit einer kleinen Wanderung und fuhren dann zum Strand von Gouville-sur-Mer mit seinen bunten Strandhäusern. Wir blieben in der Ecke, denn am nächsten Tag stand der berühmte Le Mont Saint Michel auf dem Plan. Und somit waren wir dann auch schon in der Bretagne. Wir verbrachten am Mont Saint Michel diesmal einen ganzen Tag - teilweise auch um die Besucherströme abzuwarten und eben auch mal in Ruhe durch die Gassen zu schlendern. Ein weiteres Highlight war der Besuch des Fort la Latte, welches wunderschön an der schroffen Küste liegt. Unsere nächste Wanderung führte uns am schönen Cap d'Erquy entlang, mit wundervollen Ausblicken auf den Plage de Lourtuais. In der Bretagne gibt es so einige berühmte Ziele, wie das Haus zwischen den Felsen bei Gouffre oder ein Abstecher entlang des Sentier des Douaniers, besonders sehenswert in Ploumanac’h. Weshalb wir diese Höhepunkte natürlich auch nicht ausgelassen haben, obwohl es uns hier manchmal etwas zu voll wurde. Wir hätten aber auch niemals gedacht, dass es Ende September im Norden Frankreichs allgemein noch so viele Touristen gibt. Wobei wir auch sagen müssen, dass es sich andernorts sehr gut verlaufen hat und wir teilweise das Gefühl hatten, ganz alleine zu sein, also eine gute ausgewogene Mischung, es kommt halt dann wieder auf die Reiseplanung an. Z.B. waren wir auch kurz in Trégastel und wollten eigentlich auf die Île Renote, doch auf diese kleinen Insel hat es so viele Menschen verschlagen, dass wir ringsherum am Strand und entlang der felsigen Küste absolut unsere Ruhe hatten. Was wir auch sehr empfehlen können ist ein Abstecher zur Île Callot, doch man sollte die Gezeiten gut im Blick behalten, ansonsten bekommt man schnell nasse Füße. Eine Wattwanderung lohnt sich hier im Übrigen ebenfalls, die Einheimischen waren mit Eimern ausgestattet und suchten nach tief im Boden liegenden Muscheln, anscheinend eine Delikatesse. Wir "arbeiteten" uns weiter voran und auf unserer Route lagen nun einige Leuchttürme: Phare Kermorvan, Pointe Saint-Mathieu, Phare du Petit Minou und der Phare d’Eckmühl.

Das Wetter war bisher eigentlich immer ein guter Begleiter, bis auf ein paar wenigen Regenpausen benötigten wir fast immer unsere Sonnenbrille. Leider ließ es uns etwas im Stich, als wir bei den Steinreihen von Carnac gewesen sind, mehrere Regenhuschen mussten wir abwarten, bevor wir uns auf den Weg machen konnten, um die Zeichen der Zeit betrachten zu können. Bevor wir dann beschlossen, unsere Reise über das Tal der Loire fortzusetzen waren wir noch einmal am Meer. Am Pointe de Percho mit dem Felsentor begannen wir unsere letzte Strandwanderung in diesem Urlaub und sahen das erste mal Entenmuscheln, die wir bisher nur von Dokumentationen kannten. Wie Drachenkrallen klebten sie an den Felsen.

Entlang der Loire kann man viele wunderschöne Schlösser besuchen und bewundern. Welche Besonderheiten diese jeweils hatten, könnt ihr im Reisebericht nachlesen, hier daher nur kurz die Aufzählung der Schlösser, die wir besucht haben: Château de Serrant, Château de Saumur, Château de Brézé, Forteresse Royale de Chinon, Château de Ussé, Château de Villandry, Amboise, Château de Chenonceau, Château Sully-sur-Loire. Allesamt sehr sehenswert und wunderschön. Mit dem zuletzt genannten Schloss endete auch unsere Reise durch Frankreich. Auf dem Weg nach Hause erfüllten wir uns aber noch einen weiteren Wunsch, einen Stopp bei der Saarschleife. Als wir dort angekommen sind, lag noch ein leichter Nebelschleier über der Saar und am liebsten hätten wir unsere Wanderschuhe angezogen und hätten uns auf den Weg gemacht, doch leider blieb hier keine Zeit, denn unser Weg nach Hause war noch sehr weit.


Wir blicken auf einen wunderschönen Urlaub zurück, auch wenn unsere Stimmung anfangs etwas durch die Parksituation gelitten hatte. Doch Park4Night und Google Maps helfen, sich ordentlich vorzubereiten und die jeweiligen Parkplätze zu überprüfen. Wir waren doch überrascht, wie viele kostenfreie offizielle Stellplätze es gibt. Einziges Manko: die Entsorgungsstationen muss man mitnehmen, wenn sich welche bieten, denn freie Stationen sind noch nicht ganz so häufig und das Wasser ist dann doch immer sehr teuer gewesen. Aber wenn man immer mal wieder Campingplätze oder kostenpflichtige Stellplätze ansteuert, löst sich auch das Problem mit den Ver- und Entsorgungsstationen. Alles in allem ein schönes Wohnmobil-Reiseland, auch wenn viele Höhenbeschränkungen das Parken immer mal wieder erschweren und die Verbote durchaus auch mehr werden. Aber gerade deswegen ist und bleibt es so wichtig, dass wir Rücksicht nehmen. Ob nun Kreideküste in der Normandie oder zerklüftete Steinküsten in der Bretagne, die Landschaft ist einfach einzigartig und die langen Sandstrände laden zum Träumen ein.


Hier kommt ihr noch zu den Videos:






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